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Einrichtung zum Reinigen bzw. Entgasen von flüssigen Metallen, insbesondere
Eisen, durch Rütteln In dem Patent 521 528 ist ein Verfahren zum Reinigen bzw. Entgasen-von
flüssigem Metall, insbesondere Eisen, nahe seinem Erschmelzungisort durch Rütteln
behandelt. Gemäß diesem Verfahren wird das aus der Beschickung des Schmelzgefäßes,
z. B. des Schmelzofens, jeweils abgeflossene, am Boden dieses Gefäßes oder eines
unmittelbar an seiner Abstichöffnung angeordneten Vorherdes angesammelte flüssige
Metall während des Ablaufvorganges, also nach Maßgabe seiner Erschmelzung, durch
eine von außen wirkende Stoß- oder Rüttelvorrichtung in Erschütterungen versetzt.
Dies hat den Zweck, die jeweils oberste der einzelnen sich während des Ablaufvorganges
nacheinander ansammelnden Schichten des flüssigen Metalls von vorhandenen Gasblasen
bzw. Verunreinigungen zu befreien.
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Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine zur Durchführung des erwähnten
Verfahrens besonders geeignete Einrichtung. Bei dieser Einrichtung sind entweder
das Schmelzgefäß oder der unmittelbar an dessen Abstichöffnung vorgesehene Vorherd
oder beide fest miteinander verbundene Behälter um eine -Achse derart kippbar gelagert,
daß sie während des Schmelz- und Ablaufvorganges in Schaukelbewegungen versetzt
werden können. Durch diese Schaukelbewegungen der Aufnahmebehälter wird das abgeflossene
Metall derart gerüttelt bzw. geschüttelt, daß jeweils die oberste der einzelnen
sich während des Ablaufvorganges ansammelnden Schichten des flüssigen Metalls von
vorhandenen Gasblasen bzcv. Verunreinigungen befreit wird.
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Es ist bereits bekannt geworden, geschmolzenes Metall in einem schaukelbaren
oder bewegbaren Behälter zu behandeln. Alle diese bekannten Einrichtungen sind aber
nicht geeignet, einzelne sich während des Schmelzvorganges nacheinander im Schmelzgefäß
oder in einem Vorherd ansammelnde Schichten gemäß dem Verfahren nach Patent 52t
52$ zu behandeln.
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Erfindungsgemäß sind ferner bei der neuen Einrichtung im Innern des
Schmelzgefäßes, des Vorherdes oder beider Behälter Trennwände. angeordnet, die eine
oder mehrere Durchströmöffnungen für das flüssige Metall aufweisen. Durch diese
Ausgestaltung der Sammelbehälter wird die Entgasung undReinigung des flüssigen Metalls
wesentlich gefördert .1:s ist zwar bekannt, im Innern eines schaukelbaren Metallbehälters
rippenförinige Vorsprünge vorzusehen, die auf das
Schmelzbad eine
zerteilende Wirkung ausüben, jedoch finden diese bekannten Einrichtungen bei ganz
anderen Verfahren Anwendung.
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Auf der Zeichnung sind drei verschiedene Ausführungsformen der neuen
Einrichtung veranschaulicht.
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In den Abb. i und 2 ist der untere Teil eines Schmelzofens in einem
OOuerschnitt und im Längsschnitt dargestellt. Ab. 3 zeigt den Schmelzofen
mit davor angeordnetem schaukelbarem Vorherd im Längsschnitt und in Abb. 4. ist
gleichfalls im Längsschnitt der untere bewegliche Teil eines Schmelzofens und der
fest mit ihm verbundene Vorherd veranschaulicht.
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Bei der Ausführungsform nach den Abb. i und 2 ist der untere Teil
a des Schmelzofens um eine Gelenkachse b beweglich, die zweckmäßig außerhalb der
Längsmittelebene des Ofens angeordnet ist. Im Innern des Schmelzofens a ist eine
Trennwand c vorgesehen, die beim dargestellten Ausführungsbeispiel drei Durchtrittsöffnungen
d für das flüssige Metall aufweist. Durch diese Trennwand c wird der untere Teil
des Ofenraumes in zwei durch die Öffnungen d miteinander verbundene Räume unterteilt.
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Mit Hilfe einer nicht dargestellten, beliebig ausgestalteten Antriebsvorrichtung
wird der untere Teil a des Schmelzofens um die Achse b regelmäßig hin und her geschaukelt.
Diesen Schaukelbewegungen folgt auch das sich im Ofen nach Maßgabe der Erschmelzung
allmählich ansammelnde Metall, das auf diese Weise in Erschütterungen versetzt und
damit von vorhandenen Gasblasen bzw. Verunreinigungen befreit wird. Dieser Reinigungsvorgang
wird dadurch besonders wirksam unterstützt, daß das flüssige Metall bei den Schaukelbewegungen
des. unteren Ofenteils durch die Öffnungen d der Trennwand c jeweils hindurchtreten
muß. Es ergibt sich somit ein ständiges Zusammendrängen des Metalls an den Öffnungen
d und ein Wiederausbreiten des Metalls nach dem Hindurchtritt durch die Öffnungen
d. Auf diese Weise wird die ganze flüssige Metallmasse ständig in allen ihren Teilen
einer gründlichen Durchmengung und Durchmischung unterworfen, so daß sich alle in
dem Metall eingeschlossenen Gasblasen oder Verunreinigungen ausscheiden können.
Vor allem wirken aber die Rüttel-bzw. Schaukelbewegungen des unteren Ofenteils auf
die jeweils aus der Beschickung des Schmelzgefäßes frisch abgeflossene, sich an
der Oberfläche des Metallbades ansammelnden Schichten. Nach erfolgter Reinigung
des Metalls kann dieses durch die Abstichöffnung e dem Schmelzofen entnommen werden.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 3 ist der Schmelzofen a selbist
unbeweglich gelagert, jedoch ist ein zur Aufnahme des jeweils erschmolzenen flüssigen
Metalls dienender, vor der Abstichöffnung des Schmelzofens angeordneter Vorherd
f um die Gelenkachse b
schaukelbar.. Auch dieser Behälter weist eine
Trennwand mit Durehtrittsöffnungen d auf und ist,. ähnlich wie der untere Ofenteil
bei der Ausführungsform nach den Abb. i und 2, mittels einer auf der Zeichnung nicht
veranschaulichten, beliebig ausgestalteten Antriebsvorrichtung um die Achse b schaukelbar.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 4 ist wiederum der untere Ofenteil
a um die Gelenkachse b schaukelbar. Bei dieser Ausführungsform ist der Vorherd f
mit dem schaukelbaren Ofenteil a fest verbunden, so daß er dessen Bewegungen folgen
muß. Zwischen dem Ofen a und--dem Vorherd f bzw. in der im Innern des Vorherdes
angeordneten Trennwand sind mehrere Durchströmöffnungen d vorhanden, die dem gleichen
Zweck dienen wie bei den Ausführungsformen nach den Abb. i bis 3. Bei der Einrichtung
nachAbb. q. wird also das jeweils geschmolzene Metall nicht nur im Schmelzofen a
selbst, sondern auch in dem damit fest verbundenen Vorherd f den zur Reinigung erforderlichen
Erschütterungen unterworfen.
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Bei sämtlichen Ausführungsformen spielt sich also das Verfahren im
wesentlichen in der gleichen Weise ab.