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Bauteil, .insbesondere für Wände Die Erfindung betrifft eine weitere
Ausbildungsform des Bauteiles nach Patent 525 oi5 und bezweckt einen besonders einfachen
Zusammenbau. Erreicht wird dies durch folgende Maßnahmen: Der Bauteil ist in einzelne
Gewölbestreifen aufgelöst; die Ränder dieser Streifen werden mit Hilfe etwa A-förmig
gefalzter Blechstreifen (Falzstreifen) festgelegt, indem die nicht gefalzten, also
glatt bleibenden Ränder der Gewölbestreifen in die nach außen offenen Falze der
Falzstreifen eingesetzt und diese Falzstreifen durch besondere Verankerungs- oder
Halteglieder gegen Verschiebung senkrecht zur Hauptfläche des Bauteiles gesichert
werden, und schließlich kann das Ganze durch besondere, quer zu den Gewölben sich
erstreckende Spannglieder unter Vorspannung gesetzt und so gleichzeitig die Festlegung
aller Teile gegeneinander erzielt werden.
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Es ist an sich bekannt, ebene oder gewölbte Blechtafeln an den Rändern
durch Falzung unmittelbar oder unter Einschaltung besonderer Zwischenglieder (Falzstreifen
u. dgl.) miteinander zu verbinden. In der Regel erhalten hierbei die beiden aneinanderzuschließenden
Teile hakenartige Umbiegungen, die ineinandergelegt und zusammengepreßt werden.
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Nach der Erfindung soll demgegenüber zunächst die Herstellung dadurch
vereinfacht werden, daß die Falzung nur an den Rändern eines Teiles des Falzstreifens
vorgenommen wird, und ferner soll die Verbindung den beiden Aufgaben genügen, den
ungefalzt bleibenden Rändern der Gewölbestreifen ein sicheres Widerlager zu bieten
und außerdem die Reaktionskräfte aufzunehmen, welche durch das Anpressen der Rinnengewölbe
an ihre Widerlager entstehen. Diese Doppelaufgabe wird durch die Verwendung der
eigenartig A-förmig gefalzten Blechstreifen ermöglicht, indem diese mit ihren nach
außen offenen Falzen die Ränder der Gewölberinnen aufnehmen, während in die nach
innen offenen Falze Ouerankerglieder eingreifen, welche die Falzstreifen gegen Verschiebung
senkrecht zur Hauptfläche des Bauteiles sichern.
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Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeichnung
veranschaulicht. Dabei zeigt Abb. i den Bauteil, Abb.2 ein Einzelglied desselben,
je in schaubildlicher Darstellung.
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Der symmetrisch zu einer Mittelfläche ausgebildete Bauteil besteht
aus aneinandergereihten Paaren flach rinnenförmig gewölbter Blechstreifen i, 2,
die derart angeordnet sind, daß die Scheitel der Gewölbe der einzelren
Streifenpaare
einander zugekehrt sind, während die Seitenkanten größeren Abstand voneinander-haben.
Zur Einspannung dieser Seitenkanten dienen besondere Streifen 3, 4, die im Querschnitt
einen vierfachen Falz auf-«-eisen, derart, daß die eine Seite etwa $-förmig, die
andere damit zusammenhängende etwa Z-förmig gebogen erscheint. Die ungefalztbleibenden,
also glatt auslaufendenLängskantenteile der Gewölbestreifen i und 2 werden in die
nach außen offenen Falze der Streifen 3, 4 eingeschoben, und in je einen der nach
innen offenen Falze greifen die umgebogenen Enden 15 und 16 eines Ankergliedes 5,
das sich quer durch den Bauteil erstreckt und so die mit ihm verbundenen Falzstreifen
in der Querrichtung festlegt. Die Gewölbevorspannung wird mittels der Längsanker
ti erzielt, die in bestimmten Abständen übereinander angeordnet sind und nahe den
seitlichen Enden des Bauteils ihre Spannung auf Bänder 7 übertragen, die in Schlitze
8 der an den Seitenenden des Bauteils angeordneten Falzstreifen 3' und 4' eingehängt
sind. Auf einer Seite laufen diese Bänder über eine gegenüber der Stange 6 v erschraubbare
Mutter g, so daß durch Drehen der Stange vom anderen Ende aus die an jedem Seitenende
angeordneten Falzstreifen 3' und 4' gegeneinandergezogen werden können. Hierdurch
werden in den gewölbeartigen Teilen i und 2 Druckspannungen erzeugt, welche bestrebt
sind, diese Teile weiter nach innen durchzubiegen. Dies Nachinnenbiegen wird aber
durch besondere Abstützglieder io verhindert, die horizontal in gewissen Abständen
zwischen die senkrecht verlaufenden Gewölbestreifen i, 2 eingelegt werden und beispielsweise
durch Zungen i i, 12, 13, die in entsprechende Ausschnitte 21 der Ankerglieder 5
eingreifen, in ihrer Lage gehalten werden.
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Man erkennt leicht, daß der Aufbau einer solchen Wand sich sehr einfach,
ohne Zuhilfenahme von Nieten, Verbindungsschrauben ia. dgl., bewerkstelligen läßt.
Es werden zunächst die Ankerglieder 5 in die Falzstreifen 3, .4 eingeschoben, die
so entstandenen pfostenartigen Glieder in ungefähr dem richtigen Abstand voneinander
aufgestellt, die Abstützglieder io und die Spannglieder 6 eingefügt, schließlich
werden von oben her die gewölbeartigen Rinnen i und 2 eingeschoben und durch Drehen
der Stangen 6 gegenüber den Muttern g das Ganze unter die richtige Spannung gebracht,
womit der Bauteil im wesentlichen fertiggestellt ist und ein starres Ganzes bildet.
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Falls der Bauteil als Außenwand oder ins Freie führende Tür Verwendung
finden soll, ist es häufig erwünscht; eine gute Wärmeisolierung zwischen der äußeren
und inneren Wand zu schaffen. Hierbei wirken die Ankerglieder 5, falls sie aus Metall
hergestellt sind, oft störend, da sie eine wärmeübertragende Verbindung zwischen
der äußeren und inneren Seite darstellen, was beispielsweise bei kaltem Außenwetter
einen Feuchtigkeitsniederschlag auf der Innenseite an diesen Stellen zur Folge haben
kann. Dies wird vermieden, wenn diese Ankerglieder etwa gemäß Abb.2 so ausgebildet
werden, daß nur die in die Falze der Streifen 3 und 4 eingreifenden Teile 15, 16
aus Metall (Blech) hergestellt werden, der dazwischenliegende Teil 17 indessen aus
wärmeisolierendem Baustoff von entsprechender Festigkeit (beispielsweise Fiber o.
dgl.). An den Seitenenden des Bauteils können, um dem Ganzen einen glatten Abschluß
zu geben, noch besondere Abschlußstreifen 2o vorgesehen sein. Insbesondere kommt
dies bei Ausbildung des Bauteils als Tür in Betracht, wobei dann dieser Abschlußstreifen
2o auch gleich zur Befestigung der Türangeln benutzt und erforderlichenfalls im
Querschnitt auch winklig, z. B. als Anschlag gegen einen Türrahmen, ausgebildet
sein kann.
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Die Erfindung ist nicht auf die symmetrische Ausbildung des Bauteils
beschränkt, sondern umfaßt beispielsweise auch Anordnungen mit nur einer Reihe von
Gewölbestreifen; dabei müssen dann die Abstützglieder io entweder selbst genügend
biegungsfest zur Aufnahme des Gegendruckes der Gewölbestreifen sein oder sich wiederum
gegen andere feste Widerlager abstützen.