DE526134C - Verfahren zur Ausnutzung der Abwaerme von Brennkraftmaschinen - Google Patents
Verfahren zur Ausnutzung der Abwaerme von BrennkraftmaschinenInfo
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- DE526134C DE526134C DEM107711D DEM0107711D DE526134C DE 526134 C DE526134 C DE 526134C DE M107711 D DEM107711 D DE M107711D DE M0107711 D DEM0107711 D DE M0107711D DE 526134 C DE526134 C DE 526134C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01N—GAS-FLOW SILENCERS OR EXHAUST APPARATUS FOR MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; GAS-FLOW SILENCERS OR EXHAUST APPARATUS FOR INTERNAL-COMBUSTION ENGINES
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- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description
Die vorliegende Erfindung bezweckt eine möglichst weitgehende Ausnutzung der Kühlwasserabwärme
einer Brennkraftmaschine in Form von Nutzdampf unter höherem als Atmosphärendruck. Außerdem soll sie in
Verbindung mit der Heranziehung der Auspuffwärme zur Dampferzeugung eine hohe Gesamtwärmeausnutzung erzielen.
Es ist bekannt, aus dem Zyiinderkühlwasser
Druckdampf zu erzeugen, indem man z. B. nach dem Verfahren der Heißkühlung den Wassermantel unter so hohen Druck
setzt, daß die Dampfbildung ausgeschlossen ist und dieses heiße Druckwasser nach Austritt
aus dem Zylinder sich entspannen läßt, wobei sich ein Teil in Dampf verwandelt. Es ist auch bekannt, im Wassermantel selbst
eine Dampfbildung auszulösen nach dem Verfahren der Siedekühlung. Beide Verfahren
haben den Nachteil, daß die Dichtung des Wassermantels, wenn man zu solch hohen Dampfdrücken übergeht, wie sie bei der
praktischen Verwertung in Betracht kommen, erhebliche Schwierigkeiten bereitet, weil vielfach
die Flächen nicht so einfach gestaltet sind, daß ihre Dichtung mit den üblichen Mitteln möglich ist, und weil es sich außerdem
um umfangreiche Dichtungsflächen handelt, bei denen die Gefahr des Undichtseins an der einen oder anderen Stelle besteht.
Außerdem sind die Dichtungsstellen meist an der Maschine unzugänglich. Endlich ist die
Siedetemperatur des Wassers bei den für praktische Heizzwecke meist geforderten Dampfdrücken (von 3 bis 5 at) schon so
hoch, daß dadurch die Wärmebeanspruchung der Maschine in unzulässiger Weise erhöht
wird.
Weiterhin ist es auch bekannt, das Kühlwasser einer Brennkraftmaschine zur mittelbaren
Bildung von Wasserdampf zu benutzen, und zwar derart, daß man es in besonderen Leitungen durch einen mit Wasser gefüllten
Kessel führt, wobei es seine Wärme an das Kesselwasser abgibt und dieses zum Teil in
Dampf verwandelt, worauf das Wasser zur Wärmeaufnahme wieder in den Kühlmantel zurückgeleitet wird.
Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß das Kühlwasser unter hohen Druck zu setzen
ist, um die erforderliche hohe Temperatur zu erreichen. Infolge dieses hohen Kühlwasserdruckes
ist eine besonders starke Ausbildung des Kühlwasserraumes erforderlich, so daß dieses Verfahren nicht ohne weiteres für jede
Brennkraftmaschine anwendbar ist. Es wird auch auf die sonstigen obenerwähnten Nachteile
des hohen Kühlwasserdruckes verwiesen.
Weiterhin ist es an sich allgemein bekannt, anfallenden Dampf von niedriger Spannung
durch Verdichtung in solchen von hoher Spannung umzuwandeln, um diesen nachher zu beliebigen Zwecken auszunutzen.
Die vorliegende Erfindung dagegen bezieht sich auf die dauernde Ausnutzung der Abwärme
einer beliebig belasteten Brennkraftmaschine. Es soll hierbei die Aufgabe gelöst
werden, die in verschiedenen Mengen in der
Zeiteinheit anfallende Abwärme einer Brennkraftmaschine mit möglichst hohem Wirkungsgrad
unter möglichster Schonung der - Maschine in eine mögliehst gut verwendbare
Form, nämlich Dampf,-überzuführen.
Die Erfindung besteht darin, daß der aus der Kühlwärme des Zylinders erzeugte niedrig
gespannte Dampf durch einen Dampfverdichter (Wärmepumpe) auf eine höhere ίο Spannung gebracht wird, während die Abgaswärme
unmittelbar höher gespannten Dampf erzeugt.
Die Verdichtung gelingt mit einem wesentlich höheren Wirkungsgrad, als er für Luftverdichter
gilt, da die Reibungsarbeit als; nutzbare Wärme in den Dampf übergeht.
Eine Verflüssigung des Dampfes durch die Unterdrucksetzung tritt entweder gar nicht
oder wenigstens nicht in störendem Maße ao ein, da die strahlende Wärme der Zylinderwandung
den ausströmenden Dampf überhitzt.
Die Schonung der Maschine wird gegenüber anderen erwähnten Verfahren dadurch
erreicht, daß das Kühlwasser unter normalem Atmosphärendruck oder nur unwesentlich erhöhtem
Druck steht und der sich bildende Dampf mittels Verdichtung auf eine hohe Spannung gebracht wird, während gleichzeitig
der infolge der höheren Temperatur der Abgase im Kühlwasserraum des Auspuffes gebildete Dampf unmittelbar den Enddruck
der Verdichtung des vorgenannten Dampfes erreichen kann. Der in den beiden Quellen erzeugte Dampf kann in einer gemeinsamen
Leitung weitergeführt und dann nutzbar gemacht werden.
Bei der gemeinsamen Ausnutzung der Kühlwasserwärme und der Auspuffwärme
zur Dampferzeugung wird der Dampfverdichter unmittelbar hinter den Wassermantel
geschaltet. Es ist auch möglich, den im Kühlmantel erzeugten Dampf durch die Auspuffgase zu überhitzen, um bei der
Unterdrucksetzung des Dampfes mit Sicherheit jegliche Verflüssigung auszuschließen.
Das vorliegende Verfahren ermöglicht eine sehr viel günstigere Kraft- und Wärmewirtschaft
in all den Fällen, Wo das Verhältnis der für Kraftzwecke benötigten Wärme zu der für Heizzwecke benötigten Wärme größer
ist, als es der Wärmeumsetzung einer Dampfkraftanlage entspricht. Bekanntlich setzt
nämlich die Dampfmaschine etwa 1Z5 bis 1Z6
der gesamten Wärme in Arbeit um, und 3Z5
bis 4/e stehen in Form von Heizwärme zur
Verfügung, während 1Z5 bis α/β durch den
Kamin, Reibung und Strahlung verlorengeht. Daher kann in einem Betriebe, wo ebensoviel Wärme für Arbeit wie für Heizzwecke
benötigt wird, nur 1Z5 bzw. 1Z8 dei
Gesamtwärme für Heizzwecke ausgenutzt werden; es sind also 2/5 bis 3/e verloren.
Bei der Brennkraftmaschine würde im gleichen Fall 2/5 in Arbeit, 2/5 in Heizwärme,
bei einem Gesamtverlust von 1Z5 der Gesamtwärme
umgesetzt werden. Solche Verhältnisse kommen in vielen Fällen, z. B. in Webereien,
vor, wo das Verhältnis der für Heizzwecke benötigten Wärme zwischen 1Z3 bis 2/3
der Gesamtwärme beträgt.
Besondere Vorteile ergeben sich, wenn das Kühlwasser ohne Dampfbildung mit einer
Temperatur unter ioo° C durch eine Drosselvorrichtung
in einen unter Niederdruck stehenden Raum eingeführt wird. Hierbei wird ein Teil des Wassers verdampft, der
andere Teil im Umlauf dem Kühlmantel der Brennkraftmaschine wieder zugeführt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung würde man nun diesen Dampf durch einen Verdichter
auf einen Druck von beispielsweise 2 atü verdichten und würde dann Dampf hinzufügen, den man in einem Abwärmekessel
durch die Auspuffgase mit der gleichen Spannung erzeugt hat. Auf diese Weise
erreicht man einen Gesamtwirkungsgrad der Anlage von 80 bis 85 °/o>
ohne daß der Kühlwassermantel unter Druck gesetzt zu werden braucht, ohne daß sogar im Kühlwassermantel
eine Dampfentwicklung ausgelöst oder die Temperatur des Kühlwassers über das vielfach übliche Maß von 80 ° erhöht werden
müßte. Man kann diese Einrichtung also sogar an bestehende Brennkraftmaschinenanlagen
anschließen, ohne sie im wesentlichen umzugestalten. Allerdings ist im \rorliegenden
Fall eine verhältnismäßig starke Leistung des Dampfverdichters notwendig. Wenn möglich, wird man daher die Anlage
so bauen, daß im Kühlmantel schon ein etwas höherer Druck erzeugt wird, wenn es auch
nicht möglich ist, aus den im Eingang der Beschreibung niedergelegten Gründen auf
den vollen Verbrauchsdruck zu gehen. "5
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel dar.
Es bedeutet darin a die Brennkraftmaschine, deren Kühlmantel durch die Umwälzpumpe b
mit Wasser von etwa iio° C gespeist wird, "»
die dem Dampfsammler c das Wasser entnimmt. Im Kühlmantel mengt sich diesem
Wasser durch Wärmeentnahme aus dem Zylinder eine gewisse Dampfmenge bei, und das
Dampfwassergemisch strömt nach dem Dampfsammler c, wo sich das Wasser niederschlägt,
um wieder der Umwälzpumpe zuzulaufen. In diesem Dampfsammler herrscht ein Druck von 0,4 atü. Ein höherer Dampfdruck
ist mit Rücksicht auf die gußeisernen 1^q
Kühlmäntel der Brennkraftmaschine nicht tunlich. Aus dem Dampfsammler c saugt
der Dampfverdichter d (Wärmepumpe) den Dampf ab und bringt ihn auf einen Druck
von 3 atü. Die Abgase der Brennkraftmaschine laufen durch den Abwärmeverwerter
e und erzeugen darin ebenfalls Dampf von 3 atü. Dieser Dampf vereinigt sich mit
dem vom Dampfverdichter d kommenden Dampf und strömt der Wärmenutzungsstelle /
zu (beispielsweise Trockenapparat). Das ίο Kondensat verläßt den Kessel durch die Leitung
g und wird von der Kondensatpumpe h dem Dampfverbrauche entsprechend in e
oder c rückgespeist.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Ausnutzung der Abwärme von Brennkraftmaschinen,; dadurch gekennzeichnet, daß der aus der Kühlung der Brennkraftmaschine anfallende niedrig gespannte Dampf durch einen in die Kühlmittelleitung zwischen Brennkraftmaschine und Wärmenutzungsstelle eingeschalteten Dampfverdichter auf höhere Spannung gebracht wird, während die Abgaswärme unmittelbar höher gespannten Dampf erzeugt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM107711D DE526134C (de) | 1928-11-27 | 1928-11-27 | Verfahren zur Ausnutzung der Abwaerme von Brennkraftmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM107711D DE526134C (de) | 1928-11-27 | 1928-11-27 | Verfahren zur Ausnutzung der Abwaerme von Brennkraftmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE526134C true DE526134C (de) | 1931-06-03 |
Family
ID=7326250
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM107711D Expired DE526134C (de) | 1928-11-27 | 1928-11-27 | Verfahren zur Ausnutzung der Abwaerme von Brennkraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE526134C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3123474A1 (de) * | 1981-06-13 | 1982-12-30 | Blohm + Voss Ag, 2000 Hamburg | Verfahren und vorrichtung zur nutzung von abwaermen, die auf unterschiedlichem temperaturniveau anfallen |
| DE3836463A1 (de) * | 1988-10-26 | 1990-05-03 | Ruhrgas Ag | Verfahren und vorrichtung zur nutzung der abwaerme eines prozesses |
-
1928
- 1928-11-27 DE DEM107711D patent/DE526134C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3123474A1 (de) * | 1981-06-13 | 1982-12-30 | Blohm + Voss Ag, 2000 Hamburg | Verfahren und vorrichtung zur nutzung von abwaermen, die auf unterschiedlichem temperaturniveau anfallen |
| DE3836463A1 (de) * | 1988-10-26 | 1990-05-03 | Ruhrgas Ag | Verfahren und vorrichtung zur nutzung der abwaerme eines prozesses |
| DE3836463C2 (de) * | 1988-10-26 | 1998-09-10 | Ruhrgas Ag | Verfahren und Vorrichtung zur Nutzung der Abwärme eines Prozesses |
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