DE525076C - Verfahren zur Herstellung von Schleifwerkzeugen mit Kunstharzen als Bindemittel - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schleifwerkzeugen mit Kunstharzen als Bindemittel

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DE525076C
DE525076C DEA52414D DEA0052414D DE525076C DE 525076 C DE525076 C DE 525076C DE A52414 D DEA52414 D DE A52414D DE A0052414 D DEA0052414 D DE A0052414D DE 525076 C DE525076 C DE 525076C
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    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24DTOOLS FOR GRINDING, BUFFING OR SHARPENING
    • B24D3/00Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents
    • B24D3/02Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents the constituent being used as bonding agent
    • B24D3/20Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents the constituent being used as bonding agent and being essentially organic
    • B24D3/28Resins or natural or synthetic macromolecular compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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Description

tricitä
Die Erfindung bezieht sich: auf die Herstellung von Schleifsteinen, Wetzsteinen, Bohrern, Sandpapier und im allgemeinen auf Gegenstände, die zum Schleifen verwendet werden.
Die bekannten, unter Verwendung von Phenolharzen hergestellten Schleifwerkzeuge besitzen vor allem die Nachteile, daß sie bei durch Reibung erzeugten hohen Temperaturen
ίο weich werden und schmieren, aber auch zur Durchführung einwandfreier Arbeit viel zu spröde sind.
Demgegenüber wird verlangt, daß ein Bindemittel für Schleifmittel nicht nur dem Gegenstande die nötige mechanische Festigkeit geben muß, sondern auch das Schleifmittel nicht in seiner Wirksamkeit etwa durch Kleben, Schmieren oder Zersetzen, insbesondere beim Warmlaufen, beeinflussen darf. In
ao gewissen Fällen muß es wasserfest oder auch elastisch sein, wie z. B. für die Herstellung von Sandpapier.
Alle diese wünschenswerten Eigenschaften werden in. hohem Maße gemäß der Erfindung durch ein Kunstharz erreicht, das ein Reaktionsprodukt eines mehrwertigen Alkohols und einer mehrbasischen Säure ist, und das erfindungsgemäß mit meinem gepulverten Schleifmaterial, ζ. Β. Alundum, Siliciumcarbid, Schmirgel, Granat o. dgl., gemischt wird.
Bekanntlich sind diese Harze durch Erhitzen aus dem schmelzbaren Α-Zustand in den unschmelzbaren, sehr zähen, harten und inerten C-Zustand umzuwandeln. In» dem dazwischenliegenden B-Zustand sind sie weniger inert und auch nicht schmelzbar, doch kann man sie durch Erhitzen weich machen. Im A-Zustand ist dieses Harz kalt in Aceton löslich, während es sich im B- und C-Zustand nur bei hoher Temperatur in einem Lösungsmittel auflösen läßt.
Vorteilhaft kann noch eine die Plastizität erhöhende Beimischung zugegeben werden, wie z. B. Inden, Indenpolymer, Triaresylphosphat, Diallylphthalat, Glycoldiacetat, Benzylbenzoat, Triacetin o. dgl. Von diesen Beimischungen können etwa 10 o/o zu dem Harz, das sich in einem der genannten Zustände befinden mag, zugesetzt werden. Man mischt z. B. das Harz, am besten gepulvert, mit einem Lösungsmittel, indem man es so weit erhitzt, daß die Lösung vor sich geht. Von der flüssigen Beimischung wird dann so viel entfernt, daß ein festes Produkt entstehen kann oder man benutzt eine feste Beimischung, wie Kumaronharz, Esterharz, Pech oder auch, ein natürliches Harz.
Damit das Harz ^ganz gleichmäßig in. der Mischung verteilt ist, wird das gepulverte Schleifmittel in einem geheizten Teigmischer
mit dem Harz gemengt, das in, Aceton, Benzol oder einer alkoholischen Lösung von Ammonium am vorteilhaftesten gelöst ist. Man kann auch das gepulverte Schleifmittel mit flüssigem Harz bei erhöhter Temperatur in einer entsprechenden Vorrichtung mischen. Beide Herstellungsarten sind brauchbar, sofern darauf geachtet wird, daß die Bestandteile in innige Berührung miteinander gelangen und eine ganz gleichmäßige Mischung entsteht.
Bei der Herstellung von Sandpapier oder Schmirgelleinen bestreicht man zuerst das Papier bzw. Gewebe mit einer Lösung des Harzes, trocknet dieses an der Luft, bis es klebrig ist, bestreut es mit dem Schleifmittel und bäckt es, bis die Körner fest in der Harzmasse haften. 60 Teile des Schleifmittels mit 5 Teilen des Harzes haben sich als vorteilhaft erwiesen.
Soll die Masse zu Preßteilen verarbeitet werden, so preßt man sie in Stahlformen bei einer Temperatur von etwa 1500C und läßt diese je nach der Größe des Werkstükkes einige Minuten lang einwirken. Dann kühlt man bis auf 750 C ab, nimmt die Preßstücke aus der Presse und bringt sie zur Haltbarmachung in einen Ofen, wo sie 50 bis 150 Stunden bei einer Temperatur von 75 bis 1900C, je nach Größe der Teile, verbleiben. Diese Behandlung gewährleistet eine durchgehende Festigung des Harzes und verleiht den fertigen Teilen große mechanische Widerstandsfähigkeit und Dichte.
Die nach diesem Verfahren hergestellten Schleifscheiben besitzen hohe Festigkeit, sind wasserbeständig und arbeiten selbst bei hohen Anforderungen ohne zu schmieren. Während andere zu diesem Zweck verwendete Harze bei der hohen Reibungstemperatur nach Abnutzung des Schleif materials weich werden, bleibt das aus mehrteiligen Alkoholen und mehrbasischen Säuren gewonnene Harz beständig und beeinträchtigt in keiner Weise die Eigenschaften des verwendeten Schleifmittels.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur
    Herstellung
    von
    Schleifwerkzeugen mit Kunstharzen als Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß das Schleifmittel mit einem Harz aus mehrwertigem Alkohol und mehrbasischen Säuren gebunden wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Harz gepulvert, in einem Lösungsmittel aufgelöst und mit dem gepulverten Schleifmittel bei erhöhter Temperatur gemischt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Harz und das Schleifmaterial gepulvert bei etwa 1500 C in Formen gepreßt und einer Nachbehandlung in einem Ofen bei etwa 75 bis 190° C, je nach Größe der Preßteile, unterzogen wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Herstellung von Schleifpapier o. dgl., bei welcher das gelöste Harz in an sich bekannter Weise auf Papier bzw. Gewebe gestrichen, mit dem Schleifmittel bestreut und dann gebacken wird, das Mischungsverhältnis von Schleifmittel und Harz 60:5 beträgt.
DEA52414D 1926-12-03 1927-11-09 Verfahren zur Herstellung von Schleifwerkzeugen mit Kunstharzen als Bindemittel Expired DE525076C (de)

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