DE522360C - Verfahren zur elektroosmotischen Reinigung der durch Saeurehydrolyse von Kohlehydraten erhaltenen Zuckerloesungen - Google Patents

Verfahren zur elektroosmotischen Reinigung der durch Saeurehydrolyse von Kohlehydraten erhaltenen Zuckerloesungen

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DE522360C
DE522360C DEH122790D DEH0122790D DE522360C DE 522360 C DE522360 C DE 522360C DE H122790 D DEH122790 D DE H122790D DE H0122790 D DEH0122790 D DE H0122790D DE 522360 C DE522360 C DE 522360C
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    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13KSACCHARIDES OBTAINED FROM NATURAL SOURCES OR BY HYDROLYSIS OF NATURALLY OCCURRING DISACCHARIDES, OLIGOSACCHARIDES OR POLYSACCHARIDES
    • C13K1/00Glucose; Glucose-containing syrups
    • C13K1/06Glucose; Glucose-containing syrups obtained by saccharification of starch or raw materials containing starch
    • C13K1/08Purifying

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Description

  • Verfahren zur elektroosmotischen Reinigung der durch Säurehydrolyse von Kohlehydraten erhaltenen Zuckerlösungen Beim Verzuckern von Stärke oder Cellulose erhält man am Ende Lösungen, die neben dem Zucker noch geringe, schwer entfernbare Anteile von mineralischen Stoffen enthalten. Es sind dies Reste von den Mitteln, die zur Verzuckerung angewendet wurden, z. B. Salzsäure oder Schwefelsäure, und Aschenbestandteile aus den Ausgangsstoffen. Besonders dann, wenn Salzsäure zur Verzuckerung gedient hat, ist das Verbleiben solcher Reste von Mineralstoffen unerwünscht, auch wenn c@s sich nur um zwei oder weniger Teile Salzsäure auf 1 oo Teile Zucker handelt.
  • Die Beseitigung solch geringer Beimengungen in wirtschaftlicher Weise ist sehr schwierig. Wenn man für die Abtrennung der Satzsäure direkte Elektrolyse anwenden will, so zeigt sich, daß man nur mit geringer Stromausbeute arbeiten kann und immer noch unerwünschte Mengen von Salzsäure zurückbleiben.
  • Man hat diese Elektrolyse bereits so ausgeführt, daß die Anode durch ein Diaphragma von der Hauptmenge der Zuckerlösung getrennt war. Dies Verfahren erwies sich als praktisch unzulänglich, um letzte Anteile von Salzsäure zu entfernen.
  • Anders ist es, wenn man finit anodisehen und kathodischen Diaphragmen in einem Dreizellenapparat arbeitet. Bei geeigneter Wahl der Diaphragmen kann man dann aus der in den :Mittelraum zwischen die Diaphragmen gebrachten Zuckerlösung die Ionen bis auf Spuren entfernen. als halbdurchlässige Wände eignen sich für die Anoden hauptsächlich anorganisches Material, z. B. poröser Ton, und für die Kathoden in erster Linie organisches Material, z. B. sehr dichtes Wollgewebe.
  • Es ist bereits ein sehr umständliches Verfahren zur elektroosmotischen Reinigung von Zuckerlösungen im Dreizellenapparat bekannt. Die zu reinigende Zuckerlösung wird abwechselnd dem Kathodenraum und dein Anodenraum zugeführt, und jedesmal wird der andere Elektrodenraum mit Wasser beschickt. Infolge der Benutzung von Wasser als Elektrodenflüssigkeit wird einerseits die zu reinigende Zuckerlösung durch die osmotischen Kräfte verdünnt, andererseits wandert Zucker durch die Diaphragmen in die jeweils finit Wasser gefüllten Räume ab: er ist dann wegen der starken Verdünnung entwertet.
  • Solche Verdünnungen wären bei der Verarbeitung von durch Säurehydrolvse von Kohlehydraten erhaltenen Zuckerlösungen sehr nachteilig. Denn hier kommt es darauf an, sehr hartnäckig festgehaltene geringe Elektrolytmengen quantitativ zu entfernen, da ja nicht, wie bei den durch Kristallisation aufgearbeiteten Zuckerarten, Mutterlauge entfernt werden kann.
  • 'Zach der Erfindung werden die erwähnten Nachteile der bekannten Verfahren dadurch beseitigt, daß man in den Anoden- und Kathodenränm Zuckerlösungen bringt, die von gleicher oder annähernd gleicher Stärke wie die zu reinigende Zuckerlösung im Mittelraum des Dreizellenapparates sind. Dadurch wird die Wanderung des Zuckers verhindert oder verringert, so daß nur anorganische Stoffe aus der Lösung des Mittelraumes herausgehen.
  • Wenn man an der Anoden- und Kathodenseite Diaphragmen von verschiedener Durchlässigkeit für Zucker anwendet, dann richtet man sich mit der Stärke der beiderseitigen Elektrodenflüssigkeiten nach dem Grade der Zuckerwanderung. Schließlich ist noch zu beachten, daß die durch die Elektrolyse entstehenden Produkte in der Zuckerlösung stören und deshalb beseitigt werden müssen, beispielsweise durch Lüftung oder durch Absaugen. Ausführ ungsbeispiel In einer elektrolytischen Zelle grenzt man durch geeignete Jiaphragmen drei Räume gegeneinander ab und füllt zu Beginn alle drei mit der gleichen Lösung eines durch Verzuckern von Holz mit konzentrierter Salzsäure gewonnenen Produktes. Diese Lösung enthält z. B. 2o"/, Zucker und 0,404 Salzsäure. Man elektrolysiert anfänglich bei 2o Volt Spannung und lüftet den Anodenraum, tun das Chlor rasch zu entfernen und "Zuckerzerstörungen zu verhindern. Wenn die Spannung stark zu steigen beginnt, zieht man aus dem Mittelraum Lösung ab und führt entsprechend frische zu entsäuernde Lösung ein. Dies kann längere Zeit kontinuierlich oder halbkontinuierlich fortgesetzt werden, ehe man die Zuckerlösung an der Anode oder Kathode erneuern muß. Der an der Kathode entstehende Schaum wird durch Absaugen in einen evakuierten Raum zerstört.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur elektroosmotischen Beseitigung der in den durch Säurehydrolyse von Kohlehydraten erhaltenen Zuckerlösungen vorhandenen mineralischen Bestandteile, inshesondgxe Salzsäure, in einem Dreizellenapparat, dadurch gekennzeichnet, daß man in den Anoden- und Kathodenraum Zuckerlösungen bringt, die von gleicher oder annähernd gleicher Stärke wie die zu reinigende Zuckerlösung im Mittelraum des Dreizellenapparates sind.
DEH122790D 1929-08-06 1929-08-06 Verfahren zur elektroosmotischen Reinigung der durch Saeurehydrolyse von Kohlehydraten erhaltenen Zuckerloesungen Expired DE522360C (de)

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