DE516359C - Verfahren und Vorrichtung zum Vermischen von Fluessigkeiten mit festen Stoffen, insbesondere von Zuckerloesungen mit Kalk - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Vermischen von Fluessigkeiten mit festen Stoffen, insbesondere von Zuckerloesungen mit Kalk

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DE516359C
DE516359C DEG64865D DEG0064865D DE516359C DE 516359 C DE516359 C DE 516359C DE G64865 D DEG64865 D DE G64865D DE G0064865 D DEG0064865 D DE G0064865D DE 516359 C DE516359 C DE 516359C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B20/00Purification of sugar juices
    • C13B20/02Purification of sugar juices using alkaline earth metal compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Mixers Of The Rotary Stirring Type (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Vermischen von Flüssigkeiten mit festen Stoffen, insbesondere von Zuckerlösungen mit Kalk Es gibt bereits Vorrichtungen zum Mischen von z. B. körnigen Stoffen, bei welchen zueinander versetzte und abwechselnd nach links und nach rechts geneigte Reihen von parallelen Schaufeln zu Säulen dadurch vereinigt sind, daß diese Schaufelreihen lotrecht übereinander vorgesehen sind. Die zu vermischenden Stoffe fallen dabei teils zunächst auf Verteilungs- oder Ablenkkegel und teils unmittelbar auf die Schaufeln und in die zwischen den einzelnen Schaufeln befindlichen Kanäle der ersten, z. B. nach, rechts geneigten Reihe, dann zu denen der zweiten nach links gerichteten Reihe usw., sind zum Wechsel der Fallrichtung gezwungen und vermischen sich dabei miteinander. Der Durchmischungsgrad kann dabei nicht bedeutend sein, weil die Säule, wenn man nicht Verstopfungen riskieren will, nur aus wenigen übereinander befindlichen Gliedern zusammengesetzt sein kann. Andererseits gibt es Mischverfahren, bei welchen die zu mischenden Flüssigkeiten vermittels Triebmittel durch Kanäle gepreßt werden, wodurch allerdings die Geschwindigkeit des Vermischens, aber nicht der Vermischungsgrad erhöht wird. Bei einem Vermischen von Flüssigkeiten mit anderen Stoffen, z. B. mit festen Teilchen beim Kalken von Zuckersäften, muß aber ein bedeutend höherer Vermischungsgrad erzielt werden, abgesehen davon, daß einige Flüssigkeiten, z. B. Zuckersäfte, mehr oder weniger zähflüssig sind und einen derartigen Apparat nur langsam durchfließen würden. Bei Zuckersäften handelt es sich ferner darum, die hinzuzusetzende Menge des festen Stoffes, wie Kalk, nicht auf einmal, sondern allmählich hinzuzufügen.
  • Um ein inniges und rasches Durchmischen ohne Rücksicht auf die Beschaffenheit der Gemischbestandteile zu erreichen und ein gleichmäßiges Durchrühren von geringen Mengen fester Stoffe mit großen Mengen Flüssigkeit sicher zu ermöglichen, werden erfindungsgemäß einzelne Teilströme, welche durch die Schaufelreihen in den Säulen der genannten Art hindurchgelaufen sind, wiederholt zusammengeführt. Zu diesem Zweck bilden die Schaufelsäulen Bestandteile eines in sich (naturgemäß nur zeitweise, d. h. während des Vermischens selbst) geschlossenen Kreislaufes, und das Triebmittel ist z. B. in Form einer Propellerschraube innerhalb eines endlosen Umlaufkanals angeordnet.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung und den Zeichnungen, auf welchen mehrere Ausführungsbeispiele veranschaulicht sind. Hierbei zeigt Abb. i einen senkrechten Schnitt einer Ausführungsform des Apparates, Abb. 2 einen Schnitt gemäß der Linie 2-2 der Abb. i, Abb. 3 eine abgeänderte Anordnung der Schaufeln in vergrößertem Maßstab, Abb. 4 eine weitere abgeänderte Ausführungsform der Schaufeln in vergrößertem Maßstab, wobei dieselben radial angeordnet sind, Abb. 5 eine Ausführungsform des Apparates in teilweisem Schnitt, wobei derselbe mit einer Zentrifugalpumpe verbinden ist, Abb. 6 eine schematische Ansicht einer Reihe von Apparateinheiten, wobei jeder Apparat in den nächstfolgenden mündet, Abb. 7 eine andere Ausführungsform des Apparates im Schnitt, Abb. 8 eine Reihe von Apparaten nach Abb. 5 im Schnitt, Abb. 9 eine weitere Ausführungsform eines Apparates, mit rechteckförmigen Behältern, Abb. io eine Draufsicht hiervon in teilweisem Schnitt, Abb. ii eine Ausführungsform des Apparates mit nach abwärts gerichtetem, innerem Stromverlauf und mit nach aufwärts gerichtetem äußerem Stromverlauf, Abb.i2 eine weitere abgeänderte Ausführungsform des Apparates, wobei ein Erhitzer außen in der zirkulierenden Flüssigkeit angeordnet ist, Abb. 13 bis 21 einschließlich Ansichten weiterer abgeänderter Ausführungsformen von Schaufeln, wobei einige derselben feststehend, andere dagegen in der nachstehend beschriebenen Weise drehbar angeordnet sind.
  • Abb. i zeigt einen zylindrischen Behälter ii, in dessen Mitte eine vertikale Welle i2 angeordnet ist, auf der ein Propeller 13 befestigt ist. Dieser Propeller dreht sich innerhalb eines Zylinders 14, dessen oberer Teil nach außen abgeschrägt ist, um einen trichterartigen Einlaß 15 zu bilden, der an seinem oberen Teil an die Wand 16 anschließt. Oberhalb des Propellers sind Trennwände 17 angeordnet, durch welche der Einlaß in eine Anzahl von getrennten Durchlaßwegen unterteilt wird, zum Zwecke, eine übermäßige Drehung der Flüssigkeit zu verhindern. Durch die Wände 14, i5, 16, 18 wird eine Kammer gebildet, welche als Heiz-oder Kühlkammer zum Zweck, die Temperatur der Flüssigkeit aufrechtzuerhalten bzw. zu regeln, verwendet wird.
  • Die Flüssigkeit wird dem Apparat durch den Einlaß 2o, und die Stoffe, welche mit der Flüssigkeit gemischt werden sollen, werden durch den Einlaß 21 zugeführt. Das Flüssigkeitsgemisch strömt infolge der Drehung des Propellers 13 durch den zylindrischen Raum 14 hindurch abwärts, teilt sich in der Nähe des Bodens und steigt durch den ringförmigen, von der zylindrischen Wand 16 und der äußeren Wand des Apparates ii gebildeten Raum empor. Die Welle 12 wird durch die Riemenscheibe 22 angetrieben.
  • Uin ein möglichst gründliches Vermischen und möglichst innige Berührung der Flüssigkeit und der mit der Flüssigkeit zu vermischenden Stoffe zu erreichen, ist in dem ringförmigen Raum eine Reihe von Schaufeln a3 angeordnet. Diese Schaufeln sind vorzugsweise konisch ausgebildet und in Gruppen, beispielsweise in einer Anzahl von übereinanderliegenden Gruppen, angeordnet. Die unterste Schaufelgruppe ist mit einer Reihe konzentrischer Öffnungen versehen, durch welche die Flüssigkeit nach aufwärts strömt. Die Schaufelgruppe unmittelbar oberhalb der untersten Gruppe ist derart angeordnet, daß die Schaufeln einen Winkel mit den Schaufeln der untersten Gruppe bilden. Infolge dieser besonderen Anordnung der Schaufelgruppen wird der Strom nicht nur unterteilt, sondern es wird auch die Richtung desselben geändert und hierdurch eine besonders wirksame Mischung erzielt. Dieser Vorgang wiederholt sich so oft, als Gruppen von Schaufeln und Schaufeln in den Gruppen vorhanden sind. Der konisch geformte Einlaß 15, durch welchen die Flüssigkeit zu dem Propeller fließt, trägt dazu bei, daß das Mitführen von Luft verhindert wird.
  • Der Apparat kann entweder kontinuierlich oder mit Unterbrechung arbeiten.
  • In Abb. 3 ist eine weitere Ausführungsform der Schaufeln dargestellt, wobei die Gruppen der Schaufelbleche 25 lediglich das Merkmal der Richtungsänderung für die aufsteigenden Flüssigkeitsströme aufweisen. Der Richtungswechsel ruft hierbei den gewünschten Mischungsgrad hervor.
  • Die Abb. 4 zeigt eine radiale Anordnung der Schaufeln 26.
  • Einen Mischbehälter anderer Ausführung mit Schaufeln 27, Zentrifugalpumpe 28, Rückflußleitung 29 zeigt Abb. 5.
  • Nach Abb. 6 ist eine Reihe von Mischapparaten 30 vorgesehen, wobei jede nachfolgende etwas niedriger als die vorhergehende angeordnet ist. Die Flüssigkeit tritt bei 3i ein. Zusätzliche Reagenzien oder andere Stoffe können durch Rohre 32, die zwischen den Behältern angeordnet sind, dem Gemisch hinzugefügt werden.
  • In Abb. 7 ist ein verhältnismäßig hoher vertikaler Mischbehälter 33 mit Schaufeln 34 und Zentrifugalpumpe 35 dargestellt.
  • Abb. 8 zeigt eine Reihe von Mischbehältern 36. Die Flüssigkeit tritt durch das Einlaßrohr 37 ein und wird durch eine Zentrifugalpumpe oder eine andere geeignete Vorrichtung 38 zu dem links befindlichen Behälter 36 gepumpt, aus welchem sie durch ein Rohr 39 abwärts fließt. Das Rohr 39 teilt sich; ein Teil der Flüssigkeit strömt durch einen Rohrarm 40 zu der Zentrifugalpumpe zurück, während der übrige Teil durch Rohrarm 41: zu einer zweiten Zentrifugalpumpe 42 gelangt, um von dort in entsprechender Weise durch weitere Behälter geführt zu werden. 43 ist eine Zentrifugalpumpe, 45 ein Rohrarm, 44 der Auslaß für die Flüssigkeit.
  • Abb. 9 und io zeigen einen rechteckigen Mischer 46 mit Innenzylinder 47 in Propeller 48 mit Welle 49. Die Schaufelbleche 50 sind hier nicht konisch ausgebildet und sind in zwei Gruppen angeordnet, und zwar eine Gruppe an jedem Ende des Hauptbehälters, innerhalb des Raumes, welcher sich zwischen den Enden des Hauptbehälters und einem Paar von Querwänden 51: befindet.
  • Der Apparat gemäß Abb. ii besteht aus einem Behälter 52 mit Schaufeln 53, einem Propeller 54 und Rückflußrohr 55. Dampfschlangen 56 erhitzen die Flüssigkeit.
  • Der Apparat nach Abb. 12 ist wie der in Abb. 5 dargestellte ausgebildet. Ein Heizkörper 57 dient zur Erhitzung der Flüssigkeit.
  • Die Abb. 13 bis 21 zeigen verschiedene weitere Ausführungsformen von Schaufeln.
  • In Abb. i3 und 14 sind die Schaufeln 58 radial in Reihen angeordnet, eine über der anderen, wobei die Reihen abwechselnd fest und drehbar angeordnet sind, und wodurch ein gründliches Mischen der Flüssigkeit bewirkt wird.
  • Gemäß Abb. 15 sind die Schaufeln 59 entweder fest oder drehbar und unter einem Winkel angeordnet. Die Aufwärtsbewegung der Flüssigkeit erfolgt schraubenförmig nach der inneren Fläche der Behälterwand hin.
  • Die Schaufeln in der obersten Reihe sind so geformt, daß die austretenden Ströme nahezu tangential und horizontal gerichtet sind, wogegen ein Strömen der Flüssigkeit in radialer Richtung nach einwärts nicht möglich ist.
  • Die Schaufeln 6o der Abb. 16 sind fest angeordnet.
  • Die Schaufeln 61 der Abb. 17 weisen eine gekrümmte Form auf.
  • lach Abb. 18 besitzen die Schaufeln 62 gerade Form und bewirken lediglich eine Teilung des Stromes.
  • Die Anordnung der Schaufeln 63 (Abb. ig) bewirkt ein schraubenförmiges Strömen der Flüssigkeit um die innere Wand des Behälters. Gemäß Abb. 2o sind die Schaufeln 64 gewellt und außerdem in einem Winkel zueinander angeordnet.
  • In Abb. 21 sind mehrere Anordnungen verschiedener Schaufelgruppen 65, 66 gezeigt, wobei auch eine ungleiche Teilung des Stromes dadurch bewirkt wird, daß die Schaufeln in derartigen Zwischenräumen angeordnet sind, daß weniger als die Hälfte des Flüssigkeitsstromes nach einer Seite einer bestimmten Schaufel abgelenkt wird.
  • Es sind auch noch zahlreiche andere Schaufelformen und Anordnungen von Schaufeln möglich, wobei dieselben entweder fest oder beweglich sein können. In den Fällen, in welchen einige der Schaufeln beweglich angeordnet sind, kann ihr Träger drehbar sein, wobei die Schaufeln auch als Propeller dienen können, um die Flüssigkeit durch den Apparat hindurchzutreiben.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum innigen Vermischen von Flüssigkeiten mit zugegebenen Substanzen, insbesondere zum Vermischen von Zuckerlösungen mit Kalk, bei welchen die Flüssigkeit mittels einer mechanischen Antriebsvorrichtung durch Kanäle gepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß hierbei die die Kanäle durchfließenden einzelnen Teilströme wiederholt zusammengeführt werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb eines mit einer mechanischen Umwälzvorrichtung versehenen Umlaufkanals abwechselnd nach rechts und links geneigte Reihen von parallelen Führungsblechen zu größeren Säulen vereinigt sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Führungsblechen bestehenden Säulen zu beiden Seiten eines Zirkulationsrohres, in dessen unterem Teil sich ein Propeller befindet, oder konzentrisch um dasselbe angeordnet sind, während oberhalb und unterhalb ein freier Zirkulationsraum bleibt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zirkulationsrohr im oberen Abschnitt sich rasch verengt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch Verteilungsvorrichtungen für Kalk oder Saccharat.
DEG64865D 1925-02-13 1925-07-19 Verfahren und Vorrichtung zum Vermischen von Fluessigkeiten mit festen Stoffen, insbesondere von Zuckerloesungen mit Kalk Expired DE516359C (de)

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