DE515795C - UEberstrom-Schnellschalter mit parallel zur Ausloesewicklung liegendem induktiven Nebenschluss und mit einem Blasmagneten - Google Patents

UEberstrom-Schnellschalter mit parallel zur Ausloesewicklung liegendem induktiven Nebenschluss und mit einem Blasmagneten

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DE515795C
DE515795C DEM112546D DEM0112546D DE515795C DE 515795 C DE515795 C DE 515795C DE M112546 D DEM112546 D DE M112546D DE M0112546 D DEM0112546 D DE M0112546D DE 515795 C DE515795 C DE 515795C
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winding
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inductive shunt
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Expired
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DEM112546D
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Rheinmetall Air Defence AG
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Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon Buhrle AG
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H73/00Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism
    • H01H73/02Details
    • H01H73/18Means for extinguishing or suppressing arc

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  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

Um möglichst rasche Abschaltungen zu erhalten, ist es bei Schnellschaltern üblich, die Auslösewicklung (die oft als Auslösestab ausgebildet ist) mit einem induktiven Shunt zu versehen. Das Verhältnis der Ohmschen Widerstände von Auslösewicklung und Shunt wird dann stets so gewählt, daß bei normalem Betrieb, d. h. stationärem Strom, der durch die Auslösewicklung ι (s. Abb. 1 der Zeichnung)
to fließende Stromanteil ^1 erst bei einem bestimmtenÜberstrom die Auslösung des Schalters bewirken kann. Bei raschen Stromänderungen, speziell bei Kurzschlüssen, tritt die Induktivität der beiden parallel geschalteten Strombahnen in Erscheinung: der Strom iz in der Shuntwicklung 2 bleibt klein, während beinahe der ganze Kurzschlußstrom i3 durch die Auslösewicklung ι fließt. Die Eigenzeit ^1 (Abb. 2), gemessen vom Moment des Auftretens des
ao Kurzschlusses bis zum öffnen des Schalters, erfährt dadurch eine Verkleinerung, ebenso auch die Zeit t2 bis zum Maximum des Stromes i und die Gesamtzeit t. e ist die Spannungskurve. Die Zeit tz und damit auch t sind aber in noch größerem Maße abhängig von der richtigen Bemessung des Blasefeldes und der Öffnungsgeschwindigkeit des Schalters.
Zur weiteren Beschleunigung der Abschaltung wird nach dem schweizerischen Patent 124 010 die Shuntwicklung 2 in Abb. 3 und 4 auf ein mit einer Hauptstromwicklung 3 versehenes Magnetgestell 4 gewickelt. Wählt man nun die Wickelsinne so, daß bei Normalbetrieb (Abb. 3) die beiden Wicklungen im selben Sinn magnetisieren, so wird bei Kurzschluß (Abb. 4) durch die starke Stromänderung in der Wicklung 3 eine EMK in der Shuntwicklung 2 induziert, die einen Strom i2 durch die Auslösewicklung treibt. Dieser Strom i2 addiert sich zum Kurzschlußstrom i3 und ergibt den totalen Auslösestrom iv Solange die in der Wicklung 3 erzeugte und transformatorisch durch den Magnetkern 4 übertragene EMK größer ist als die EMK der Selbstinduktion in der Auslösewicklung i, nimmt der von der Shuntwicklung 2 gelieferte Stromanteil i2 einen positiven Wert an. Er wechselt seine Richtung, sobald diese elektromotorischen Kräfte gleich groß sind, und steigt hernach zu einem negativen Maximum an, da sich das abnehmende Feld zu erhalten sucht.
Abb. 5 stellt eine Wiedergabe einer oszillographischen Aufnahme einer Kurzschlußabschaltung mit einem nach obiger Beschreibung geschalteten Schnellschalter dar. Die Bezeichnungen entsprechen denjenigen der Abb. 1 und 2; ferner bedeutet: Nsp = Nullinie der Spannung, Nst = Nullinie des Stromes.
Nach der Erfindung sind die Auslösewicklung und der induktive Nebenschluß 2 durch den Blasmagneten magnetisch gekuppelt, wie beispielsweise in Abb. 6 dargestellt ist. Dadurch wird erreicht, daß das Blasfeld seinen Höchstwert erst dann erreicht, wenn der Kurzschlußstrom im Abklingen begriffen ist und selbst dann noch einige Zeit erhalten bleibt, wenn der Kurzschlußstrom bereits verschwunden ist. Diese Anordnung besitzt gegenüber den erwähnten Schnellschaltern den Vorteil, daß der Lichtbogen rascher und sicherer zum Löschen gebracht wird. Aus Abb. 5 ist zu ersehen, daß der das Blasfeld erregende Strom iz in der Shuntwicklung erst dann sein negatives Maximum erreicht, wenn der Kurzschlußstrom i& schon zur Hälfte abgenommen hat.

Claims (1)

  1. Patentanspruch :
    Überstrom-Schnellschalter mit parallel zur Auslösewicklung liegendem induktiven Nebenschluß und mit einem Blasmagneten, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösewicklung und der induktive Nebenschluß durch den Blasmagneten magnetisch gekuppelt sind, damit das Blasfeld seinen Höchstwert erst dann erreicht, wenn der Kurzschlußstrom im Abklingen begriffen ist, und noch einige Zeit nach dem Verschwinden des Kurzschlußstromes erhalten bleibt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEM112546D UEberstrom-Schnellschalter mit parallel zur Ausloesewicklung liegendem induktiven Nebenschluss und mit einem Blasmagneten Expired DE515795C (de)

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