DE51518C - Neuerungen bei Vercokungsanlalagen - Google Patents

Neuerungen bei Vercokungsanlalagen

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DE51518C
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DE
Germany
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cavities
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distillation
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Expired
Application number
DENDAT51518D
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English (en)
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Fr. BRUN CK in Dortmund, Arndtstr. 31
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE51518C publication Critical patent/DE51518C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B37/00Mechanical treatments of coal charges in the oven
    • C10B37/06Forming holes in charges

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Actuator (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 10: Brennstoffe.
FRANZ BRUNCK in DORTMUND. Neuerungen bei Verkokungsanlagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Juni 1889 ab.
Die Neuerung bezweckt die Herstellung von röhrenförmigen Hohlräumen in dem gefüllten Verkokungsraum unter Ausübung eines vom Innern der Füllung gegen die Heizflächen hin wirkenden Druckes.
Um möglichst guten Koks aus geprefstem Destillationsmaterial zu erzielen, mufs, besonders bei Beginn der Destillation, möglichst viel Theer aus den Destillationsproducten abgeschieden und in der Destillationsmasse als Bindemittel gleich mäfsig vertheilt abgelagert werden. Auf diesem einfachsten und sichersten Wege wird das erforderliche Bindemittel um so ausgiebiger beschafft und um so besser vertheilt, je gröfser die Gasmenge ist, welche durch die Destillationsmasse hindurchgeht — je gröfser die dabei überwundenen Widerstände sind :—, und je stärker die Gase auf diesem Wege abgekühlt werden. Demgemäfs soll bei dem Füllen der Kammer die Destillationsmasse möglichst dicht an die Heizfläche angedrückt werden, damit einerseits die beste Heizwirkung erzielt und andererseits bei Beginn der Destillation, wo die Masse noch kalt, die Abkühlung der Gase also arri stärksten ist, möglichst alles entstehende Gas seinen Weg durch die Destillationsmasse nehmen mufs.
■ Ferner soll die Pressung in dem ganzen Verkokungsraum eine möglichst gleichförmige sein und thunlichst mit der Entfernung von der Heizfläche in dem Mafse zunehmen, als der Heizeffect der betreffenden Heizfläche ab-, nimmt und der Theergehalt des Gases sich durch vorgängige Ausscheidung vermindert hat.
Keines der bis jetzt bekannten Verfahren erfüllt, besonders bei den üblichen schmalen Oefen, diese Bedingungen; denn wo dabei die Masse in der Verkokungskammer geprefst wird — sei es von der Oberfläche, sei es von dem Kopfe aus —, ist die Pressung ungleich und darum ungenügend, und wo das Material behufs Erzielung gleichmäfsiger Dichtigkeit auf s er halb der Kammer geprefst und dann eingeschoben wird, schliefst dasselbe niemals dicht genug an die Heizflächen an. Bei dem neuen Verfahren dagegen werden die fraglichen Bedingungen in vollkommenster Weise erfüllt, weil die Hohlräume, mit deren Herstellung die Pressung verbunden ist, so angeordnet werden können, dafs die zwischen den Hohlräumen und den Heizflächen verbleibende Materialschicht überall nur eine mäfsige, der gewünschten Pressung entsprechende Stärke hat, und weil ferner der dabei ausgeübte Druck das Destillationsmaterial scharf gegen die Heizflächen andrückt.
Ein Apparat zur Herstellung solcher Hohlräume ist auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt. Es ist dabei angenommen, dafs zwei über einander liegende Hohlräume Ä und B hergestellt werden sollen. Zu dem Ende werden drei Kolben K1 K2 und K5 verwendet. K1 und K2 erzeugen bei der Vorwärtsbewegung die röhrenförmigen Hohlräume A und B, während K3 den nach oben erforderlichen Widerstand bietet und zugleich die Oberfläche planirt. Sämmtliche drei Kolben rücken gleich-. mäfsig1 vor. Indefs kann Kolben K3 auch für sich allein beweglich gemacht und so eingerichtet werden, dafs auch die vorgängige Planirung bezw. Vertheilung des Materials mittelst dieses Kolbens bewirkt werden kann.
Bei den Röhrenkolben K1 und K2 hat der mittlere prismatische Theil die Form der herzustellenden Röhre. Sein Querschnitt ist so berechnet, dafs die durch den Kolben verdrängte Masse in den angrenzenden Materialschichten die gewünschte Pressung hervorbringt.
An den prismatischen Theil schliefst sich nach vorn ein allseitig durch geneigte Flächen begrenzter Körper, der eigentliche Druckkopf, an, der bei dem Vordringen des Kolbens das entgegenstehende Material senkrecht zur Bewegungsrichtung verdrängt und dadurch die Röhre bildet, auch gleichzeitig das Destillationsmaterial gegen die Heizflächen andrückt.
Das Verbindungsstück zwischen dem prismatischen Theil und der Kolbenstange ist ebenfalls durch geneigte Flächen begrenzt, damit auf dem Rückwege des Kolbens die Wandflächen der Röhren nicht beschädigt werden.
Die Länge des Druckkopfes, sowie die Vertheilung und die Neigungswinkel der Druckflächen sind abhängig von dem Querschnitt des prismatischen Kolbentheiles und von der Stärke des Druckes, der nach den verschiedenen Richtungen hin ausgeübt werden soll; sie sind also für jeden einzelnen Fall besonders zu bestimmen. Ebenso verhält es sich mit der Zahl und Form der Röhren,- die abhängig sind einestheils von der Form der Verkokungskammer und anderenteils von dem Querschnitt und der Beschaffenheit der Füllmasse. Die Röhren werden meist durch einfaches Vorschieben der Kolben gebildet; in besonderen Fällen kann dies jedoch auch bei dem Herausziehen derselben geschehen. Bei kreisrunden Röhren kann der Kolben auch wie ein Bohrer bewegt werden.
Meist wird die Bewegung der Kolben durch Maschinenkraft direct oder mittelst irgendwie gestalteter Getriebe erfolgen; in besonderen Fällen kann sie jedoch auch von Hand bewirkt werden.
Die Kolbenstangen sind aufserhalb der Verkokungskammer so zu lagern bezw. zu führen, dafs die Röhren die gewünschte .Lage erhalten.
Die verhältnifsmäfsig kleinen Oerfnungen in den Verschlufsdeckeln bezw. Thüren, durch welche die Kolben in die Kammer eindringen, werden durch leicht zu bewegende Deckel oder Thüren verschlossen.
Aufser den bereits aufgeführten Vorzügen des beschriebenen Verfahrens gegenüber den bis jetzt bekannten derartigen Verfahren gewährt dasselbe noch den Vortheil, dafs es ohne grofse Aenderungen am Bau oder Einrichtung bei den meisten Verkokungsanlagen angewendet werden kann, dafs ferner die inneren Kopfflächen des Koks durch die glatten Röhrenwandflächen ein besseres Aussehen erhalten, und dafs endlich die unangenehme Ansammlung von Theer in der Füllmasse durch die fraglichen Hohlräume meist verhindert werden wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. In der Längsrichtung der Verkokungskammern röhrenförmige Hohlräume von beliebigem Querschnitt und in beliebiger Zahl nach dem Einbringen der Füllmasse in die Kammer so auszuführen, dafs dabei vom Innern der Füllmasse gegen die Heizflächen hin ein gewisser Druck ausgeübt wird.
2. Anfertigung und Verwendung von Kolben der beschriebenen Art zur Herstellung derartiger Hohlräume unter gleichzeitiger Ausübung eines in beliebiger Richtung und Stärke wirkenden Seitendruckes.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT51518D Neuerungen bei Vercokungsanlalagen Expired DE51518C (de)

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