DE511995C - Verfharen und Vorrichtung zur Zufuehrung ueberzogener Zuckerkoerper o. dgl. von einer Schokoladen-UEberziehmaschine zu Einwickelmaschinen - Google Patents
Verfharen und Vorrichtung zur Zufuehrung ueberzogener Zuckerkoerper o. dgl. von einer Schokoladen-UEberziehmaschine zu EinwickelmaschinenInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM
S.NOVEMBER 1930
S.NOVEMBER 1930
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 511995
KLASSE 531 GRUPPE δ
KLASSE 531 GRUPPE δ
Alfred Winkler und Max Dünnebier in Neuwied
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. November 192S ab
Die gesundheitlichen Anforderungen, die bei der Herstellung von Nahrungs- und Genußmitteln
aller Art gestellt werden, bedingen in erster Linie, daß nach Möglichkeit während des Herstellungsganges die Erzeugnisse
nicht von Hand angefaßt oder berührt werden. Bei der Herstellung von Pralinen oder sonstigen mit Schokoladen- und ähnlichem
Überzug versehenen Werkstücken ist diesem Erfordernis bereits in weitgehendem Maße Rechnung getragen". So wird bei Verwendung
von Schokoladen-Überziehmaschinen das Aufsetzen der zu überziehenden Werkstücke von Hand auf das Zubringeband,
das zur Maschine führt, vermieden durch die Anwendung von selbsttätigen Aufsetzvorrichtungen,
so daß die Werkstücke, ohne irgendwelche Berührung mit den Händen erfahren zu müssen, überzogen werden können.
Weiterhin schließt sich dann an die Überziehmaschine in den meisten Fällen unmittelbar
ein Förderband an, das durch einen Kühlschrank läuft, so daß an der Austrittstelle
des Bandes aus dem letzteren die überzogenen Körper verpackungsfertig entnommen
werden können. Müssen dagegen Werkstücke der erwähnten Art einzeln eingewickelt werden,
so läßt es sich bislang nicht umgehen, diese von Hand einer hierfür dienenden Einwickelmaschine
zuzuführen.
Gegenstand dieser Erfindung sind ein Verfahren und Vorrichtungen, die es möglich
machen, einzeln in Stanniol oder andere Umhüllungen einzuwickelnde Werkstücke, die in
einer Überziehmaschine überzogen und, wie zuvor beschrieben, daran anschließend gekühlt
wurden, unmittelbar einer Einwickelmaschine zuzuführen, ohne sie dabei einer
Berührung mit den Händen auszusetzen.
Gekennzeichnet ist das Verfahren der Er- 4c
findung dadurch, daß eine der hohen Leistungsfähigkeit von Überziehmaschinen entsprechende
oder auch eine geringere Anzahl von Einwickelmaschinen so mit jenen verbunden wird, daß jede oder eine bestimmte 4:
Anzahl der Werkstücklängsreihen, die durch entsprechendes Auflegen auf das Zubringeband
auf dem Überziehgitter der Überziehmaschine und auf dem durch die Kühleinrichtung
führenden Förderband entstehen, von 5c
einer besonderen Fördereinrichtung übernommen und einer zugehörigen Einwickelmaschine
zugeführt werden. Es rindet also. sofern alle überzogenen Werkstücke eingewickelt
werden sollen, für jede Werkstück- 5; längsreihe eine Einwickelmaschine Aufstellung.
Die Vorrichtung zur Ausübung des \"erfahrens
kann dabei verschieden ausgebildet werden. Es können die die einzelnen Werk- cc stücklängsreihen von dem durch die Kühleinrichtung
führenden Förderband entnehmenden Einzelfördereinrichtungen, beispielsweise Förderbänder, entweder mit dem erstgenannten
Förderband gleichgerichtet geführt und 6= die Einwickelmaschinen seitlich dieser Ein-
zelbänder aufgestellt werden, so laß die
Werkstücke von iedem Einzelförderband über ein senkrecht dazu verlaufendes Forderband
der zugehörigen Einwickelinaschine zugeleitet werden, oder es können die Einzelförderbänder
von der Stelle aus. wo sie die Längsreihen vom gemeinsamen Förderband
übernehmen, strahlenförmig angeordnet sein und unmittelbar zvl den in diesem Fall in
einem Kreisbogen oder sonstwie anders aufgestellten Einwickelmaschinen führen.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfir. iuiigsgegenstandes dargestellt.
F-i ;:e:<t
Abb. ι die Draufsicht auf eine Vereinigung
von Einwickelmaschinen mit einer Überziehmaschine, wobei die Einzelförderbänder parailel
zueinander und gleichgerichtet mit dem gemeinsamen Förderband geführt und die
Einwickelmaschinen seitlich davon aufgestellt sind.
Abb. 2 die Draufsicht auf dieselbe Maschinenvereinigung mit von der Übernahmestelle
der Längsreihen aus strahlenförmig auseinanderlaufenden Einzelförderbändern,
«lie unmittelbar tu Einwickelmaschinen führen.
In beiden Abb. ι und 2 der Zeichnung ist lediglich die Austrittstelle des gemeinsamen
Förderbandes 1 aus dem Kühlschrank 2. durch den es hindurchgeführt ist. dargestellt.
Zunächst sei die Ausführung nach Abb: 1 beschrieben:
Der Tisch 3. über den das gemeinsame Förderband 1 gleitet, trägt an seinem Ende
die Lagerteile 4 für eine Welle 5. über die das Band ι zurückgeführt wird und die sehr
dünn gehalten ist. um eine ebenfalls sehr dünne Welle ό möglichst dicht dabei anordnen
"u k-">nne:i. über welche gemeinsam
sämtliche Eir.zelförderbr.nder 7-12 geleitet
sind. Durch die beiden dicht beieinanderliegenden Wellen 5 und 6 und deren geringen
Durchmesser wird ein fast lückenloser Übergang der Werkstücke 13 vom Band 1 auf
lie Einzelbänder 7-12 gewährleistet. Die
Einzelbänder 7-12 verlaufen parallel, erstrecken sich jedoch ungleich weit und sind
in bezug auf eine zwischen den Einzelbändern 9 und 10 gedachte Mittellinie symmetrisch
angeordnet, derart, daß je zwei von ihnen, nämlich die Bänder 7 und 12, S und 11
:.owie 0 und 10. gleich weit geführt sind.
Jedes der Einzelförderbänder 7-12 endigt
über einem senkrecht dazu verlaufenden Förderband 7'-12'. Diese letzteren -führen
unmittelbar zu den Einwickelmaschinen A, B1 C1 D1 E und F1 welche in dem gezeichneten
Beispiel entsprechend der auf dem gemeinsamen Förderband 1 gebildeten sechs Längsreihen
t7, b, c, d. e, f von Werkstücken und den
damit übereinstimmend vorgesehenen sechs Einzelförderbändern 7-12 zu je dreien beiderseits
der letzteren aufgestellt sind. Zwischen den Einwickelmaschinen A1 B und C der
einen Seite und dem Einzelförderband S dieser Seite sowie zwischen den Einwickelmaschinen
D, E und F und dem Förderband
11 der andern Seite ist je ein Sammelband 14 bzw. 15 angeordnet. Zum Band 14 führen
Schurren 17 von den Einwickehnaschinen A, B und C und zum Band 15 Schurren 18 von
den Einwickehnaschinen D1 E und F.
Wie erwähnt, sind bei diesem Ausführungsbeispiel sechs Längsreihen von Werkstücken
auf dem gemeinsamen Förderband 1 angenommen, welche Zahl sich natürlich nach
Belieben ändern kann. Etwaige innerhalb dieser Längsreihen auf ihrem Weg durch die
Überziehmaschine und die Kühleinrichtung 2 entstandene Unregelmäßigkeiten werden am
Ende des Bandes 1 durch dort angebrachte verstellbare Führungen 19 ausgeglichen, so
daß die verpackungsfertigen Werkstücke 13
das Band 1 in der richtigen gewünschten Ordnung verlassen und so auf die Einzelhänder
7-12 gelangen. Diese führen sie alslami
auf die senkrecht dazu verlaufenden !'•ander f'-\2.', · on denen sie in die Ein-■Λ-ickel-maschinen
. l-F gebracht werden. Auf üese Weise übernimmt die Einwickelmaschine
A die Werkstücke der Längsreihe a auf dem Band 1. die Eiuwickelmaschine B die
Werkstücke der Längsreihe /> usw.
Nachdem das Einwickeln der Stücke in den Emwickelmaschinen A-F geschehen ist. fallen
sie aus den letzteren auf die Schurren 17 und iS und von diesen auf die Sammelbänder
14 bzw. 15, die sie entweder unmittelbar Verpackungstischen oder Sammelbehältern
zuführen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 2 ist die Einrichtung des Tisches 3 mit dem
darübergeführten, aus dem Kühlschrank 2 kommenden Förderband 1 an der Rückführstelle
des letzteren die gleiche wie in Abb. 1. Hierbei gelangen jedoch die Werkstücke 13
vom Band 1 zunächst auf eine über dessen ganze Breite reichende Blechplatte 26, und
die Einzelbänder 20-25 nehmen ihren Aus- no
gang dicht unter dieser Platte 26, die bedingt ist mit Rücksicht auf die strahlenförmig
auseinanderlaufende Anordnung der Einzelbänder, denn deren Wellen an ihrem Ausgangspunkt bilden dadurch mit der
Welle 5 des Bandes 1 einen Winkel, der einem lückenlosen Übergang der Werkstücke
vom Band 1 auf die Einzelbänder hinderlich ist. Die Werkstücke werden also hierbei über
die Blechplatte 2b auf die Einzelbänder 120"
20-25 geschoben. Am Ende jedes Einzelbaudes
20-25 ist eine Einwickelmaschine
G, H, I, K, L und M aufgestellt, so daß die Werkstücke unmittelbar von jedem Einzelband
in die zugehörige Einwickelmaschine gelangen.
Auch bei dieser Ausführungsart kann die Anoi dining der Einzelbänder 20-25 und die
Aufstellung der Einwickelmaschinen G-M symmetrisch zu einer zwischen den Bändern
22 und 23 gedachten Mittellinie er-
to folgen, sie kann aber auch, sofern dies durch Raumverhältnisse oder andere Umstände bedingt
ist, in anderer Weise geschehen. Das letztere gilt im übrigen auch für die Einrichtung
nach Abb. 1, wo es nicht unbedingt notwendig ist, die Einwickelmaschinen je zur
Hälfte beiderseits der Einzelförderbänder 7-12
aufzustellen.
Bei beiden in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen ist angenommen, daß
alle in der Überziehmaschine fertiggestellten Werkstücke einzeln eingewickelt werden
sollen. Es lassen aber, wie ohne weiteres ersichtlich, beide Ausführungsarten auch die
Möglichkeit offen, daß nur einzelne Werkstücklängsreihen Einwickelmaschinen zugeführt
werden, während die andern entweder durch endgültig festliegende Einrichtung oder durch wahlweise Ausschaltung einzelner
Einwickelmaschinen, unmittelbar aus der Kühleinrichtung kommend, einem Verpakkungstisch
oder einem Sammelbehälter zugeleitet werden können.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Zuführung überzogener Zuckerkörper o. dgl. von einer Schokoladen-Überziehmaschine zu Einwickelmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Zubringeband der Überziehmaschine und dem daran sich anschließenden Förderband gebildeten Werkstücklängsreihen am Schluß des letztgenannter Förderbandes ausgerichtet und alle odei zum Teil von je einem besonderen Fördermittel übernommen und von diesen' entweder unmittelbar oder unter Einschaltung weiterer Fördermittel je einei Einwickelmaschine zugeführt werden.
- 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich an das die Werkstücke (13) aus der Überziehmaschine abführende Förderband (1) gleichgerichtet mit diesem und parallel zueinander verlaufende Einzelförderbänder (7-12) anschließen, deren jedes eine der auf dem gemeinsamen Förderband (1) befindlichen Werkstücklängsreihen (a-f) übernimmt und über ein senkrecht dazu verlaufendes Förderband (j'-i2') je einer der zu beiden Seiten der Einzelförderbänder (7-12) aufgestellten Einwickelmaschinen (A-F) zuführt, während je ein an den Einwickelmaschinen (A, B, C und D, E, F) jeder Seite entlang geführtes Förderband (14, 15) die aus den Einwickelmaschinen kommenden eingewickelten Werkstücke aufnimmt und abführt.
- 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich an das die Werkstücke (13) aus der Überziehmaschine abführende Förderband (1) unter Zwischenschaltung einer feststehenden Blechplatte (26) strahlenförmig auseinanderlaufende Einzelförderbänder (20-25) anschließen, deren jedes eine der auf dem gemeinsamen Förderband (1) befindlichen W7erkstücklängsreihen (a-f) übernimmt und unmittelbar je einer Einwickelmaschine (G-M) zuführt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED56919D DE511995C (de) | 1928-11-02 | 1928-11-02 | Verfharen und Vorrichtung zur Zufuehrung ueberzogener Zuckerkoerper o. dgl. von einer Schokoladen-UEberziehmaschine zu Einwickelmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED56919D DE511995C (de) | 1928-11-02 | 1928-11-02 | Verfharen und Vorrichtung zur Zufuehrung ueberzogener Zuckerkoerper o. dgl. von einer Schokoladen-UEberziehmaschine zu Einwickelmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE511995C true DE511995C (de) | 1930-11-08 |
Family
ID=7057016
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED56919D Expired DE511995C (de) | 1928-11-02 | 1928-11-02 | Verfharen und Vorrichtung zur Zufuehrung ueberzogener Zuckerkoerper o. dgl. von einer Schokoladen-UEberziehmaschine zu Einwickelmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE511995C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1202722B (de) * | 1959-05-14 | 1965-10-07 | Otto Haensel Ges Mit Beschraen | Vorrichtung zum Befoerdern von Schokoladetafeln oder -riegeln |
-
1928
- 1928-11-02 DE DED56919D patent/DE511995C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1202722B (de) * | 1959-05-14 | 1965-10-07 | Otto Haensel Ges Mit Beschraen | Vorrichtung zum Befoerdern von Schokoladetafeln oder -riegeln |
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