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Tragvorrichtung für Stahlhelme Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung
zum Tragen von Stahlhelmen.
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Es sind zwar verschiedene Vorrichtungen zum Tragen und Anhängen von
Kopfbedeckungen bekannt, diese sind jedoch nur für leichtere Kopfbedeckungen verwendbar,
aber nicht für Stahlhelme.
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Bisher war es üblich, den Stahlhelm, wenn ihn der Soldat bei Märschen,
Übungen, Eisenbahnfahrten usw. nicht auf dem Kopfe zu tragen hatte, am Kinnriernen
beliebig an irgendeinen Teil seiner Ausrüstung anzuhängen. Oft auch wurden die Stahlhelme
auf die Fahrzeuge der Truppen mit noch anderem Gepäck verladen.
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Diese Art der Unterbringung und des Tragens hatte folgende Nachteile:'
Der mit der Innenausstattung (Lederpolster) des Stahlhelms verbundene Kinnriemen.
litt in seiner Beschaffenheit, wenn der ziemlich schwere Stahlhelm daran aufgehängt,
auf den Märschen usw. längere Zeit als Tragriemen diente. Die Folge war vorzeitige
Abnutzung dieses Riemens und Verluste von Stahlhelmen, hauptsächlich bei -Nachtmärschen
und Übungen im Waldgelände. Die Nieten bzw. Splinte, mit denen die Innenausstattung
am Stahlhelm befestigt ist, lockern sich mit der Zeit, wodurch auch die Innenausstattung
schadhaft wird. Ganz besonders treten solche Übelstände zutage, wenn der Soldat
mit dem an der Ausrüstung beliebig angehängten Stahlhelm unerwartete Hindernisse
zu überwinden hatte, einen Sprung machen mußte, und beim Ein- und Aussteigen aus
einem Eisenbahnabteil. Oft führte hier diese Tragart zu Belästigung der Mitreisenden
und auch zu Unfällen, wenn ein derartig bepackter Soldat ein- oder aussteigen mußte.
Irgendwo stieß er an oder blieb hängen; vielfach rollte der abgerissene Stahlhelm
unter den Zug oder auf den Bahnsteig. Bei der Unterbringung der Helme auf den Fahrzeugen
der Truppen ergibt sich der Nachteil, daß die Fahrzeuge meist überladen werden.
Verluste von Stahlhelmen sind unvermeidlich, hauptsächlich wenn der Marsch auf holprigen
Straßen erfolgt oder im schnellen Tempo gefahren werden muß. Letzteres tritt besonders
in Erscheinung, wenn die Stahlhelme auf Lastkraftwagen oder Personenkraftwagen mit
untergebracht werden müssen.
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Ein weiterer Nachteil dieser Z,nterbringungsart besteht darin, daß
die Truppe oder der einzelne Offizier bzw. Mann nie bestimmt damit rechnen kann,
seinen Stahlhelm sofort zur Hand zu haben, wenn er ihn unerwartet schnell braucht.
Die Fahrzeuge folgen den Truppen meist in größeren Abständen, oft nehmen sie auch
eine ganz andere Marschroute, es kommt auch vor, daß ein Fahrzeug unerwartet liegen
bleiben muß bei Raddefekten, Panne oder Unfall der Bespannung.
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Zusammengefaßt ist diese Art der bisherigen Unterbringung der Stahlhelme
weder zweckdienlich noch der Disziplin und dem Aussehen einer geordneten Marschtruppe
zum
Vorteil. Sie bietet keine Gewähr dafür, daß jeder Offizier und
Mann seinen Stahlhelm immer zur Hand" hat. Dies muß aber unbedingt gefordert werden
und gilt ganz besonders für den Ernstfall.
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Diese Nachteile werden dadurch vermieden, daß erfindungsgemäß der
Stahlhelm in eine besondere Tragvorrichtung eingeschnallt wird.
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Die Zeichnung stellt eine beispielweise Ausführung des Gegenstandes
der Erfindung dar, und zwar zeigt: Abb. i einen Stahlhelm mit angelegter Tragvorrichtung,
Abb. a die Tragvorrichtunallein.
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Die Tragvorrichtung besteht aus dem Halteriemen a mit Schnalle h und
zwei Durchzugschlaufen g, der Anhängeschlaufe b, mit einem Karabinerhaken e und
einer Metallschlaufe bzw. Öse d versehen, sowie der Halteschlaufe c mit einem Haken
f.
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Zum Gebrauch der Tragvorrichtung wird auf den Halteriemen
a die Anhängeschlaufe b
mit dem Karabinerhaken e nach unten zeigend
und die Halteschlaufe c mit dem Haken f ebenfalls nach unten zeigend aufgesteckt.
Der Halteriemen a wird um den unteren Rand des Stahlhelms an den Rand der Blende
so gelegt, daß er all den beiden hervorstehenden Nieten i des Stahlhelms einen Widerhalt
hat, und fest zugeschnallt, nachdem der Haken f der Halteschlaufe c vorher an der
Blende des Stahlhelms eingehakt worden ist. Alsdann wird der Stahlhelm mittels der
an der Tragvorrichtung befindlichen Anhängeschlaufe b unter Benutzung des daran
befindlichen Karabinerhakens e angehängt, und zwar bei den tornistertragenden Soldaten
zwischen Tornister und dem darauf gerollt liegenden Mantel durchgesteckt am Anhängering
des Tornister, so daß der Stahlhelm mit seiner Aushöhlung das Kochgeschirr verdeckt.
Bei :Mannschaften, die keinen Tornister tragen, kann der Stahlhelm mit der Anhängeschlaufe
entweder am Leibriemen (Koppel) oder am Brotbeutei auf dem Rücken tragbar angehängt
werden.
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Bei Berittenen kann der Stahlhelm am Sattel oder am Mantelring angehängt
werden.