DE506908C - Durchschreibblatt - Google Patents

Durchschreibblatt

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DE506908C
DE506908C DEK114465D DEK0114465D DE506908C DE 506908 C DE506908 C DE 506908C DE K114465 D DEK114465 D DE K114465D DE K0114465 D DEK0114465 D DE K0114465D DE 506908 C DE506908 C DE 506908C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M5/00Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein
    • B41M5/10Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein by using carbon paper or the like

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  • Color Printing (AREA)

Description

  • Durchschreibblatt Gegenstand der Erfindung sind Durchschreibblätter für Schreibmaschinen- und Handschrift, welche auf der Vorderseite, also der Schreibfläche, mit einer zur Aufnahme von Schrift geeigneten deckenden Farbschicht und auf der Rückseite mit einer Durchschreibfarbschicht versehen sind.
  • Die bisher für diesen Zweck verwendeten Durchschreibblätter bestanden aus Papier. Demgegenüber besteht das Wesen der Erfindung darin, daß durchsichtige Cellulosefolien, z. B. Viskosefolien (die sogenannten Transparentfolien des Handels), als Material für die Durchschreibblätter verwendet werden. Solche Transparentfolien sind an sich bekannt. Sie wurden bisher infolge ihrer Durch sichtigkeit und wegen anderer Vorteile gegenüber Papier aber im wesentlichen nur für Verpackungszwecke verwendet. Durch den Vorschlag gemäß der Erfindung werden sie dagegen einem anderen und neuen Zweck zugeführt, für den sie sich gegenüber Papier vor allem infolge ihrer größeren Widerstandsfähigkeit ganz besonders eignen. Infolge der größeren Widerstandsfähigkeit des verwendeten Materials ist ein Zerreißen der Durchschreibfolien fast vollständig ausgeschlossen, was namentlich für den mehrfachen Gebrauch und das längere Aufbewahren der Durchschläge als Akten im Handel und bei Behörden von großem Wert ist. Die Möglichkeit, eine größere Anzahl von Durchschlägen herzustellen, ist eine Folge der Eigenart der Transparentfolien, die ein Durchschlagen der. Schrift besser ermöglichen und selbst bei ganz. geringer Dicke eine große Sicherheit gegen Zerreißen bieten. Verstärkungsringe oder Verstärkungsösen sind bei den Durchschreibblättern aus Transparentfolien nicht mehr erforderlich.
  • Die Transparentfolien werden für den Zweck der Erfindung dadurch verwendbar gemacht, daß die Folien, für die zweckmäßig dünne Stärken verwendet werden, auf der Vorderseite mit einer deckenden, z. B. weißen Farbe, am besten Deckweiß, auf dem Drucke-- reiwege bedruckt werden. Dieser Druck kann nötigenfalls zweimal erfolgen, um eine schöne weiße Schreibfläche zu erzielen. Diese Vorderseite dient zur Aufnahme der Schrift und kann infolge der glatten Beschaffenheit der Folien besser mit Tinte oder Bleistift beschrieben werden als die bisher üblichen. dünnen und sehr holzhaltigen Papiere. Namentlich bei der Unterschriftszeichnung ist dies von Wert, da ein Zerreißen der Folie mittels Feder bei dem Beschreiben ausgeschlossen ist. Auf der Rückseite der Transparent-Durchschreibfolien wird eine Durchschreibefarbe bekannter Art von zweckmäßiger, vorzugsweise dünner Konsistenz aufgetragen, und zwar in bekannter Weise durch Aufspritzen mit Preßluft. Gegenüber dem ebenfalls bekanten Auftrag auf dem Druckereiwege hat das Aufspritzen den großen Vorteil, daß die Farbe locker auf der Oberfläche der Folien haftet und dadurch das Abgeben der Farbe an die nächste Folie besser und leichter erfolgt, als wenn die Farbe auf dem Druckereiwege in die Folie eingedrückt wird und fest haftenbleibt.
  • Da jeweils nur eine Durchschrift für jeden Bogen in Betracht kommt, so werden bei aus mehreren Blättern bestehenden Sätzen gemäß der Erfindung die ersten Transparent-Durchschreibfolien rückseitig nur mit ganz schwacherSchicht vonDurchschreibefarbe bespritzt, während zur Erreichung möglichst vieler Durchschläge die folgenden Folien, also mit wachsender Anzahl der Blätter und wachsender Entfernung vom Originalblatt, mit entsprechend stärkerer Farbschicht versehen werden. Die Stärke der Folien selbst wird dagegen mit wachsender Entfernung vom Originalblatt geringer. Sätze aus Papierdurchschreibblättern mit abnehmender Blattdicke sind an sich bekannt, hierbei wird jedoch abweichend von der Anordnung gemäß der Erfindung die Durchschreibfarbe auf der Rückseite durchgehend in gleicher Stärke aufgetragen.
  • Die Spritzfarbe selbst wird hinsichtlich der Konsistenz so hergestellt, daß dieselbe leicht aufspritzbar ist, eine gute Durchschlagfähigkeit besitzt und ein Abschmutzen der Farbe nicht eintritt. Wenn nötig, können die fertigen Transparent-Durchschreibfolien noch bis zum Versand durchschossen werden. Die Durchschreibblätter in den Sätzen können ferner gemäß der Erfindung mit Durchschreibschichten von unter sich verschiedener Farbe versehen werden, z. B. grün, violett, rot, blau, schwarz usw., je nachErfordernis undBedarf. Durch Verwendung dieser verschiedenen Farben entsteht der weitere Vorteil, daß die Kennzeichnung der einzelnen Durchschläge mittels der entsprechenden Nuancen der durchgeschlagenen Schrift erfolgt und nicht mehr, wie bisher, durch Verwendung von verschiedenfarbigen, die Durchschrift tragenden Bogen. Bekanntlich ist es im Handel und der Industrie üblich, mehrere -Durchschläge eines Schriftstückes (Briefe, Rechnungen, Bestellformulare, Avise und andere Formulare) anzufertigen, um dieselben dann den verschiedenen Stellen zuzuführen. Je nach Art der Organisation eines Geschäftsbetriebes wird bei Verwendung von Folien gemäß der Erfindung stets nur die Farbe der Durchschrift für den gedachten und eingeführten Zweck bestimmend sein. Irgendwelche Irrtümer werden dadurch ausgeschaltet. Sollen die Erfordernisse eines Bürobetriebes es bedingen, möglichst viel Durchschläge zu erhalten. so ist bei Verwendung einer kopierfähigen Durchschreibefarbe auf der letzten Transparent-Durchschreibfolie eines Satzes die Möglichkeit gegeben, noch weitere Kopien auf dem Kopierwege zu erreichen. Als Blatt zur Aufnahme der letzten Durchschrift dient für diesen Zweck ein gewöhnlicher Papierbogen, welcher dann in die Kopiermaschine oder Kopierpresse kommt, um die gewünschten Abzüge zu erzielen. Neben den vorerwähnten großen Vorteilen der neuen Transparent-Durchschreibfolien haben dieselben noch den weiteren Vorzug, daß der Schriftträger, also die Transparentfolie, infolge ihrer Eigenart der chemischen Zusammensetzung; gegen Fälschungen der Schrift mittels ätzender Flüssigkeiten usw. bedeutend schneller und auffallender reagiert als Papier.
  • Man kann die Transparent-Durchschreibfolien auf der Rückseite auch mit einer phosphoreszierenden, d. h. im Dunkeln leuchtenden und Durchschreibefarbe versehen. Bekanntlich werden ähnliche Farben auf Zifferblätter für Weckeruhren usw. aufgetragen, um im Dunkeln die Uhr ablesbar zu machen. Für den vorliegenden Zweck soll die phosphoreszierende Farbe dazu dienen, im Dunkeln die durchgeschlagene Schrift lesbar zu machen, die sich dann auch von dem Weiß der Vorderseite schön sichtbar abhebt. Die Vorteile einer derartig leuchtenden Durchschrift sind ganz bedeutend. Erwähnenswert ist ferner noch, daß das neue Durchschreihmaterial im Gegensatz zu den bisherigen dünnen Papierbogen nicht fasert und auch nicht staubt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜC$E: i. Durchschreibblatt für Schreibmaschinen- und Handschrift, das auf der Vorderseite mit einer deckenden, zur Aufnahme von Schrift geeigneten Farbschicht und.auf der Rückseite mit einer Durchschreibefarbschicht versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger der Farbschichten aus durchsichtiger Cellulosefolie, wie z. B. Viskosefolie, besteht.
  2. 2. Satz aus Durchschreibblättern nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke der Durchschreibefarbschicht mit wachsender Entfernung des betreffenden Blattes von dem Originalblatt zunimmt, die Stärke der Folien selbst dagegen abnimmt.
  3. 3. Satz aus Durchschreibblättern nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Farben der Durchschreibschichten der einzelnen Folien unter sich verschieden sind.
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