DE502880C - Diffusionsverfahren - Google Patents

Diffusionsverfahren

Info

Publication number
DE502880C
DE502880C DEK104000D DEK0104000D DE502880C DE 502880 C DE502880 C DE 502880C DE K104000 D DEK104000 D DE K104000D DE K0104000 D DEK0104000 D DE K0104000D DE 502880 C DE502880 C DE 502880C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
juices
diffusion
diffuser
adhering
suction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK104000D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE502880C publication Critical patent/DE502880C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices
    • C13B10/08Extraction of sugar from sugar beet with water
    • C13B10/083Treatment of sugar beet before extraction
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices
    • C13B10/14Production of sugar juices using extracting agents other than water, e.g. alcohol or salt solutions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cell Separators (AREA)
  • Hybrid Cells (AREA)
  • Separation Using Semi-Permeable Membranes (AREA)

Description

  • Diffusionsverfahren Die Erfindung betrifft ein Diffusionsverfahren und bezweckt, durch eine entsprechende Aufbereitung des Gutes die Diffusionsgeschwindigkeit der Kristalloide zu erhöhen und den Austritt der Kolloide zu verhindern.
  • Erfindungsgemäß wird das diffusionsfähige Auslaugegut, d. h. Materialien mit im Innern unversehrten Zellenmembranen, wie Rübenschnitzel, Zuckerrohr, Holz, Baumrinden und ähnliches, vorerst auf mechanischem Wege von den an der Oberfläche haftenden Säften befreit. Hierbei ist sorgfältig darauf zu achten, daß die beim Diffusionsvorgang unentbehrlichen Zellenmembranen nicht beschädigt werden. Die Entfernung der oberflächlich anhaftenden Säfte kann durch Absaugen, Abpressen oder ähnliche Maßnahmen geschehen. Die von den Säften oberflächlich befreiten Materialien werden sodann dem Einflusse eines Gasstromes unterworfen, welcher einen Teil der inneren Feuchtigkeit gleichzeitig mit der nach der Absaugung oder Abpressung noch verbliebenen oberflächlichen Feuchtigkeit der Materialien mit sich führt und auf diese Weise deren Inhalt konzentriert. Durch die Erhöhung der Konzentration der Säfte im Innern der Konglomerate wird der osmotische Druck gesteigert und hierdurch der Diffusionsvorgang beschleunigt. Als Gase können zu diesem Zwecke (zweckmäßig vorgewärmte) Luft, Rauchgase oder ähnliches verwendet werden.
  • Es ist wohl bereits bekannt, das Diffusionsgut vor dem Eintritt in den ersten Diffuseur oder zwischen den einzelnen Elementen der Diffusionsbatterie mit einem kühlen oder erwärmten Gasstrome zu behandeln, wodurch das Gut einerseits getrocknet, andererseits oxydiert wird. Ebenso ist es auch bekannt, Rübenschnitzel in den Diffuseuren vor dem Einmischen mit heißer Luft zu behandeln. Schließlich ist es auch bekannt, das Diffusionsgut zwecks Gewinnung der in seinem Innern vorhandenen Säfte zu pressen. Bei allen bekannten Verfahren erfolgt jedoch die Behandlung mit dem Gasstrome oder die Abpressung des Gutes unter so energischen Bedingungen, daß die Zellenmembranen beschädigt werden. In jenen Fällen, wo nach bekannten Verfahren heiße Luft in den Diffuseur eingeführt wird, müssen sich unvermeidlich vollkommen trockene Schnitzelschichten bilden, welche keine unversehrten Zellenmembranen mehr aufweisen.
  • Der Erfindung gemäß wird die Entfernung der oberflächlich anhaftenden Säfte und die Konzentration der Säfte der im Innern befindlichen Zellen ohne Beschädigung der Zellenmembranen durch die Kombination der Absaugang, Abpressung oder ähnlicher mit der Durchleitung eines Feuchtigkeit entziehenden Gasstromes erreicht. Keine dieser beiden Maßnahmen allein ist imstande, den angestrebten Effekt ohne Beschädigung der Zellenmembranen auszulösen; denn bei alleiniger Absaugung, Abpressung oder ähnlichem ist eine hinreichende Entfernung der oberflächlichen Feuchtigkeit nicht möglich, und bei bloßer Behandlung mit dem Gasstrome wird die aus der vorhergehenden Materialschicht in Form von Dampf mitgerissene Feuchtigkeit in der nachfolgenden Materialschicht kondensiert, und die Zellen werden durch das kochende Kondenswasser aufgeweicht und diffusionsunfähig.
  • Je nach den herrschenden Arbeitsbedingungen kann die mechanische Entfernung der oberfläcblich anhaftenden Säfte und die vorbeschriebene Behandlung mit Gasen entweder vor dem ersten Diffuseur erfolgen oder aber zwischen einzelnen Elementen der Diffusionsbatterie.
  • Im Betriebe wird das Verfahren so ausgeführt, daß vor dem Eintritt in den Diffuseur oder zwischen einzelnen Elementen der Diffusionsbatterie die dem Auslaugegut oberflächlich anhaftenden Säfte durch Zentrifugen, Nutschen, Pressen oder ähnliches entfernt werden, worauf das Auslaugegut in einem Gefäß mit Gasen behandelt wird.
  • Die vollkommene Auslaugung von Rübenschnitzeln nach dem vorbeschriebenen Verfahren dauert etwa 25 Minuten, gegebenenfalls noch weniger, während die sonst üblichen Diffusionsprozesse eine Zeit von annähernd 2 Stunden in Anspruch nehmen.
  • Die durchschnittliche Reinheit der Abzüge pflegt auch bei schlechten Rüben nicht unter 9i,50/, zu sinken.
  • Beispiel i ioo kg frischer Schnitzel einer gesunden Rübe werden mittels einer kontinuierlich arbeitenden Nutsche von der oberflächlich anhaftenden Feuchtigkeit befreit und sodann bei 95' C mit heißer Luft in einer Gesamtmenge von etwa 8o m3 behandelt. Beim Absaugen der Schnitzel auf der Nutsche ist darauf zu achten, daß nirgendswo lokale, stärkere Saugwirkungen auftreten, welche die Zellen der in dem Bereiche dieser Saugwirkung befindlichen Schnitzel beschädigen würden, vielmehr maß die Saugwirkung gleichmäßig auf einer größeren Fläche erfolgen. Bei einer etwa 3 Minuten währenden Saugwirkung über eine Fläche von etwa 3 m2 und bei einem Unterdruck von etwa o,i Atm. werden etwa 5o0/, der am Auslaugegut anhaftenden Säfte gewonnen. Die verbleibenden 50°/o der am Auslaugegut anhaftenden Säfte gehen mit diesen in den nächsten Diffuseur über.
  • Beispiel 2 ioo kg der nach Beispiel i anfallenden Schnitzel werden in den nächsten Diffuseur eingeführt, in üblicher Weise der Diffusion unterworfen und sodann erneut mit Hilfe einer Nutsche unter Vermeidung einer Beschädigung der Zehenmembranen bei Einhaltung der Arbeitsbedingungen nach Beispiel i von etwa 5o% der anhaftenden Säfte (ursprünglich anhaftende Säfte plus im Diffuseur dazugetretene Säfte) befreit und mit einer Menge von ungefähr go m3 heißer Luft oder heißer Essengase bei etwa 95 ° C behandelt. Die Konzentration ist geringer als die der Säfte gemäß Beispiel i.
  • Beispiel 3 Zwischen jedem nächstweiteren Glied der Diffusionsbatterie wird die Menge der zugeführten Luft immer um etwa io% vermindert. Die aus dem zweiten Diffuseur austretenden Schnitzel werden demgemäß auf ioo kg Gewicht mit nur 81 m3 heißer Luft, die aus dem dritten Diffuseur austretenden Schnitzel mit nur etwa 73 m3 Luft behandelt usw. Die Temperatur der zugeführten Luft wird auf etwa 9o ° C gehalten. Durch die Nutsche oder Presse werden die Schnitzel immer wieder von etwa 5o0/, der an ihnen anhaftenden Säfte befreit, während die an den Schnitzeln anhaftenden übrigen 5o0/, der Säfte mit den Schnitzeln in den nächsten Diffuseur übergehen, wobei diese Säfte natürlich von einem Diffuseur zum andern immer wieder eine geringere Konzentration aufweisen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Diffusionsverfahren, bei dem das Diffusionsgut vor dem Eintritt in den ersten Diffuseur oder zwischen den einzelnen Elementen der Diffusionsbatterie dem Einfluß eines oxydierenden und Feuchtigkeit entziehenden Gasstromes unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Oberfläche des Gutes befindlichen Säfte vor der Behandlung mit dem Gasstrome durch gelindes Abpressen, Abschleudern oder Absaugen entfernt werden.
DEK104000D 1926-07-10 1927-04-29 Diffusionsverfahren Expired DE502880C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CS502880X 1926-07-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE502880C true DE502880C (de) 1930-07-21

Family

ID=5453213

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK104000D Expired DE502880C (de) 1926-07-10 1927-04-29 Diffusionsverfahren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE502880C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0015420A1 (de) * 1979-03-05 1980-09-17 Amding, Friedrich, Dr. rer. nat. Dipl.-Chem. Verfahren zum Ansäuern von Extraktionswasser bei der Rübenzuckergewinnung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0015420A1 (de) * 1979-03-05 1980-09-17 Amding, Friedrich, Dr. rer. nat. Dipl.-Chem. Verfahren zum Ansäuern von Extraktionswasser bei der Rübenzuckergewinnung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2246510B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Aktivkohle
DE1957604A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Heisspressen von Platten aus lignozellulosehaltigen Stoffen
DE502880C (de) Diffusionsverfahren
CH410788A (de) Verfahren zur mehrstufigen Trocknung von Filtrationsrückständen in Scheibenfiltern
CH622029A5 (de)
AT112639B (de) Diffusionsverfahren und Apparatur zu seiner Ausführung.
DE3142215A1 (de) "verfahren zum aufschluss von zellulosehaltigem material mit gasfoermigem fluorwasserstoff"
EP0313921A2 (de) Verfahren zum schonenden Entkoffeinieren von Rohkaffee
EP0545944A1 (de) Verfahren zur gewinnung von naturtrüben frucht- und gemüsesäften.
AT54587B (de) Verfahren zum Anwärmen von Rübenschitzeln.
DE953644C (de) Verfahren zur Herstellung eines Heilmittels
DE458695C (de) Verfahren zum Reinigen von Kristalloidloesungen
DE384772C (de) Verfahren zur Gewinnung von Pektinstoffen
US1334679A (en) Treatment of resinous woods for the recovery of resins and turpentine
DE606009C (de) Verfahren zur Herstellung von Umwandlungsprodukten der Polysaccharide
DE331378C (de) Verfahren zur Gewinnung von Staerke aus Kartoffeln
DE2449521C3 (de) Verfahren zum Extrahieren von Zucker aus Zucker enthaltenden Pflanzengeweben
DE276211C (de)
DE334274C (de) Verfahren zur Verbesserung des Geschmackes und Geruches von Gemuese- und Futterpflanzen aus der Familie der Kruziferen sowie aus verwandten Familien
DE131597C (de)
CH179434A (de) Verfahren zur Herstellung von hoch gelierenden Pektinprodukten aus Zuckerrüben.
DE913732C (de) Verfahren zur Verarbeitung von Kartoffeln auf Trockenerzeugnisse
CH671144A5 (de)
AT32491B (de) Verfahren zur Gewinnung eines Teiles des reinen zuckerhaltigen Pflanzensaftes aus den Preßrückständen, welche nach dem Preßverfahren zur Saftgewinnung aus vorher mit heißen Rohsäften erhitzten zerkleinerten Rüben gewonnen werden.
DE499384C (de) Verfahren zur Herstellung stickstoffhaltiger Vitamine, Lipoide und Spaltungsproduktevon Eiweisskoerpern enthaltender Auszuege aus Getreidekeimlingen