DE50145C - Verfahren zur Verwerthung geringhaltiger Manganerze - Google Patents

Verfahren zur Verwerthung geringhaltiger Manganerze

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DE50145C
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Germany
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manganese
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DENDAT50145D
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English (en)
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F. STAADEN in Leun, Kreis Wetzlar, und Dr. CHR. HEINZERLING in Biedenkopf
Publication of DE50145C publication Critical patent/DE50145C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G45/00Compounds of manganese

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das im Nachstehenden beschriebene Verfahren beabsichtigt die Nutzbarmachung geringhaltiger kieseliger Manganerze, welche auf mechanischemWege unvortheilhaft und schwierig aufzubereiten, ferner des hohen Kieselgehaltes wegen in rohem Zustande zur Verhüttung nicht geeignet sind. In der chemischen Industrie haben diese Erze ebenfalls bis jetzt keine Verwendung gefunden.
Das neue Verfahren bezweckt die Ueberführung der Manganverbindungen in Manganchlorür durch Behandlung der Erze mit wasserhaltigem Chlormagnesium oder wasserfreiem Chlormagnesium unter Zuleitung von Wasserdampf oder den aus Chlormagnesium mit Wasserdampf entstehenden gasförmigen Zersetzungsproducten oder endlich mit gasförmiger oder wässeriger Salzsäure, welche durch Zersetzen des Manganchlorürs als Nebenproduct gewonnen wird. Gleichzeitig resultirt eine grofse Menge freien Clors als Nebenproduct.
Bei der Ausführung des Verfahrens werden die gerösteten oder ungerösteten zerkleinerten Erze mit wasserhaltigem Chlormagnesium in solcher Menge innig gemischt, dafs alle Manganverbindungen in Chlorverbindungen übergeführt werden können. In einem geeigneten Ofen wird das Gemisch bei einer so niedrigen Temperatur erhitzt, dafs zwar eine Zersetzung des Chlormagnesiums in Salzsäure und Magnesia erfolgt, aber keine Mangansilicatbildung und Spaltung des Manganchlorürs stattfinden kann.
Statt die zerkleinerten Erze in der eben beschriebenen Weise mit wasserhaltigem Chlormagnesium zu mischen, kann man auch, wie schon vorher erwähnt, wasserfreies Chlormagnesium oder das durch Erhitzen aus wasserhaltigem Chlormagnesium entstehende oxydhaltige Chlormagnesium, sogen. Oxychlorid, mit dem zerkleinerten Erz mischen. Das leicht pulverisirbare Oxychlorid mischt sich mit dem zerkleinerten Erz inniger und infolge dessen kann eine vollständigere Aufschliefsung des Erzes und Ueberführung in Manganchlorür stattfinden.
Verwendet man wasserhaltiges Chlormagnesium, so leitet man erst gegen Mitte der Operation Wasserdampf über das Gemisch; verwendet man hingegen Oxychlorid, so mufs, um die Spaltung des Chlormagnesiums zu bewirken, gleich von Anfang Wasserdampf zugeleitet werden.
Noch zweckmäfsiger ist es, bei Verwendung von Oxychlorid die bei der Darstellung des letzteren auftretenden Salzsäure- und Wasserdämpfe über oder durch das Gemisch zu führen. Die in den Dämpfen enthaltene Salzsäure wird dadurch nutzbar gemacht und gleichzeitig der für die Zersetzung des Chlormagnesiums nothwendige Wasserdampf zugeführt.
Statt das Chlormagnesium mit den Erzen zu mischen, kann man auch das erstere in einem geeigneten Ofen in Magnesia und Salzsäure zersetzen und die dabei auftretenden gasförmigen Zersetzungsproducte in einem geeigneten Apparat mit den Manganerzen in Berührung bringen und so die Chlorirung der Erze be-
wirken. Die in dem Ofen zurückbleibende Magnesia kann in der weiter unten beschriebenen Weise zur Abscheidung des Manganoxyduls als Manganchlorür benutzt werden.
An Orten, wo man kein Chlormagnesium in genügender Menge zur Verfügung hat, kann man auch durch gasförmige oder wässerige Salzsäure die Chlorürung der Manganverbindungen bewirken. Die in diesem Falle zur Verwendung kommende Säure wird aus Manganchlorür durch Zersetzen bei höherer Temperatur unter Zuführung von Wasserdampf gewonnen.
Da in den Erzen neben Manganoxydulverbindungen auch höhere Oxydationsstufen des Mangans auftreten, deren entsprechende Chlorverbindungen in der Hitze nicht beständig sind, sondern sich in Manganchlorür und freies Chlor spalten, so kann bei diesem Verfahren eine gewisse Menge Chlor als Nebenproduct gewonnen werden. Dieses letztere kann entweder zur. Chlorkalkdarstellung oder auf andere Weise Verwendung finden. Ist die Chlorürung der Manganverbindungen erfolgt, so kann die Trennung des Manganchlorürs von den Rückständen (Kieselsäure etc.) entweder durch Auslaugen oder durch Ausschmelzen oder auch durch Abdestillation bewirkt werden.
Die Verwerthung des so erhaltenen Manganchlorürs kann in verschiedener Weise geschehen :
ι. Indem man das Manganchlorür unter Zuleitung von Wasserdampf erhitzt, so dafs eine Spaltung desselben in Manganoxydul bezw. Manganoxyduloxyd und Salzsäure stattfindet. Die letztere kann entweder condensirt oder zur Chlorürung anderer Manganerze benutzt werden.
2. Kann das erhaltene Manganchlorür in wässeriger Lösung mit einer solchen Menge Magnesia versetzt werden, dafs alles Mangan als Manganoxydul gefällt wird. Dieses letztere wird von der Chlormagnesiumlösung getrennt. Die Chlormagnesiumlösung wird abgedampft und in der vorher beschriebenen Weise in Magnesia und Salzsäure gespalten. Die entstehende Salzsäure kann entweder als solche oder zur Chlorürung der Erze verwendet werden und die erhaltene Magnesia zum Ausfällen von Manganoxydul zur Verwendung kommen.
Das . resultirende Manganoxyduloxyd kann bei der Ferromangandarstellung oder zur Manganmetallerzeugung oder für die Herstellung anderer Manganverbindungen verwendet werden:

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Verwerthung geringhaltiger Manganerze dadurch, dafs dieselben chlorirt werden, und das so entstandene Manganchlorür entweder durch Erhitzen mit Wasserdampf und Luft in Manganoxydoxydul und Salzsäure zersetzt oder durch Magnesia als Manganoxydul gefällt wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1132734B (de) * 1957-05-03 1962-07-05 Walter M Weil Verfahren zur Gewinnung von metallischem Mangan aus metallurgischen Staeuben, Schlacken und Erzen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1132734B (de) * 1957-05-03 1962-07-05 Walter M Weil Verfahren zur Gewinnung von metallischem Mangan aus metallurgischen Staeuben, Schlacken und Erzen

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