DE501016C - Einrichtung fuer Relais, welche an einer pulsierenden Gleichspannung liegen - Google Patents
Einrichtung fuer Relais, welche an einer pulsierenden Gleichspannung liegenInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H47/00—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current
- H01H47/22—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for supplying energising current for relay coil
- H01H47/223—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for supplying energising current for relay coil adapted to be supplied by AC
Landscapes
- Control Of Eletrric Generators (AREA)
Description
Bei der Belastung von Emphasen- und Drehstromgeneratoren wird infolge der Rückwirkung
des Wechselstromes auf das Feld in der Feldwicklung ein Wechselstrom induziert, der sich dem von der Erregermaschine
gelieferten Gleichstrom überlagert. Im allgemeinen gibt dieser übergelagerte Wechselstrom
im Betrieb keine Veranlassung zu Störungen. Wenn der Generator aber mit einem Selbstregler versehen ist, dessen eine Spule
an die Erregerspannung des Generators angeschlossen ist, so übertragen sich die induzierten
Wechselströme des Feldes auf das Gleichstromrelais des Selbstreglers. Dieses fängt an zu schwingen und stört so den Regelvorgang.
Die Störungen machen sich beispielsweise bei Schnellreglern nach dem Tirrillprinzip dadurch bemerkbar, daß die
Spannung des Generators mit steigender Belastung abfällt und daß die den Nebenschlußregler
der Erregermaschine kurzschließenden Zwischenrelaiskontakte ungleichmäßig .arbeiten
und zu rasseln beginnen.
Um diese Störungen zu vermeiden, wird der Wechselstrom, der sich dem Gleichstrom
überlagert, mit Hilfe einer besonderen Schaltung an dem Gleichstromrelais vorbeigeleitet.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Schaltung, mit der man die Trennung des
überlagerten Wechselstromes vom Gleichstrom so vornehmen kann, daß jede Rückwirkung
des Wechselstromkreises auf den Relaiskreis vermieden wird, so daß in
letzterem ein von Pulsationen vollkommen freier Gleichstrom fließt. Zu diesem Zwecke
wird erfindungsgemäß ein Stromkreis, mittels dessen der dem Gleichstrom überlagerte
Wechselstrom an dem Relais vorbeigeleitet wird, mit dem Relaiskreis über einen Transformator
verbunden und in den Parallel-Stromkreis eine aus Selbstinduktionen und Kapazitäten bestehende Siebkette eingeschaltet,
so daß ein Schwingungskreis entsteht. Die Sekundärseite des Transformators gibt nur den dem Gleichstrom übergelagerten
Wechselstrom wieder. Dadurch wird in den Siebkettenzweig eine elektromotorische Kraft
eingeschaltet, mittels deren an den Abzweigstellen des zu schützenden Stromkreises zwei
Äquipotentialpunkte für den Wechselstromkreis geschaffen werden, so daß also in dem
zu schützenden Teil ein Wechselstrom nicht fließen kann.
In den Abb. 1 bis 3 sind einige Ausführungsformen der Erfindung dargestellt.
In Abb. ι ist 11 der pulsierenden Gleichstrom
führende Gleichstromerzeuger, beispielsweise die Erregermaschine eines WechseljStromgenerators. 12 ist die vor
Wechselstrom zu schützende Relaisspule, 13 und 14 sind Kondensator und Drossel des
Schwingungskreises, 15 ein Vorschaltwider-
*> Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. G. Ernst Grau in Berlin-Siemensstadt.
stand für das Relais. Mit ιό ist der Transformator
bezeichnet.
Wenn der Schwingungskreis 13, 14 offen
ist, so hat der dem Gleichstrom übergelagerte Wechselstrom die durch die gefiederten Pfeile
angegebene Richtung. Ist der Schwingungskreis geschlossen, so fließt in der Sekundärwicklung
des Transformators 16 ein Wechselstrom in der Richtung der einfach gezeichneten
Pfeile, und dieser Wechselstrom ist in der Relaisspule 12 dem den Gleichstrom übergelagerten
Wechselstrom entgegengesetzt. Wird das Übersetzungsverhältnis des Transformators
so gewählt, daß der- übergelagerte
ig Wechselstrom die gleiche Amplitude hat wie der transformierte Strom, so heben sich die
beiden Wechselströme in der Relaisspule auf. Die beiden Pole A-B der Relaisspule 12
stellen dann für Wechselstrom äquipotentiale Punkte dar.
An Stelle des in Abb. 1 dargestellten Transformators
kann mit gleicher Wirkung erfindungsgemäß ein Spartransformator gemäß Abb. 2 verwendet werden.
Die Siebkette 13, 14 ist vorteilhafterweise
auf Resonanz für den Störungsstrom abgeglichen, so daß sie den Wechselstrom mit der
Eigenpulsation des Arbeitsstromes nicht hindurchläßt.
Die Primärwicklung des Transformators wird von Gleichstrom durchflossen. Dadurch
erhält der Transformator eine Vormagnetisierung, die so bedeutend sein kann, daß das
zu schützende Relais nicht vollständig von Wechselstrom gesäubert wird. Um auch in
diesem Fall die Säuberung zu erreichen, wird erfinduiigsgemäß der Transformator mit einer
weiteren Wicklung versehen, die mit Gleichstrom erregt wird und so geschaltet ist, daß
sie die Erregung der Primärwicklung des Transformators aufhebt. Der Strom dieser
Gegenwicklung kann einer besonderen Stromquelle entnommen werden. Die Gegenwicklung
kann auch erfindungsgemäß unmittelbar von der pulsierenden Gleichstromspannung gespeist werden, wobei gegebenenfalls eine
Glättung des pulsierenden Stromes durch Vorschaltung einer Drosselspule herbeigeführt
werden kann.
In Abb. 3 ist eine solche Anordnung dargestellt. Der Transformator 16 ist mit einer
Gegeuwicklung 18 versehen, die über einen Vorschaltwiderstand 19 und eine Drosselspule
20 an die Spannung des Gleichstromerzeugers 11 angeschlossen ist.
Es ist auch möglich, die Gegenwicklung 18 von der geglätteten Spannung des zu
schützenden Relais 12 zu speisen.
Claims (3)
1. Einrichtung für Relais, welche an einer pulsierenden Gleichspannung liegen,
bei welcher ein dem Gleichstrom sich überlagernder Wechselstrom an dem Relais vorbeigeleitet wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der überlagerte Wechselstrom durch eine aus Selbstinduktionen und Kapazitäten bestehende Siebkette,
welche mit dem Relaiskreis über einen Transformator verbunden ist, an dem Relais vorbeigeleitet wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Transformator
als Spartransformator ausgebildet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Transformator
eine zusätzliche Wicklung hat, welche an der pulsierenden Gleichspannung liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES66214D DE501016C (de) | 1924-06-04 | 1924-06-04 | Einrichtung fuer Relais, welche an einer pulsierenden Gleichspannung liegen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES66214D DE501016C (de) | 1924-06-04 | 1924-06-04 | Einrichtung fuer Relais, welche an einer pulsierenden Gleichspannung liegen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE501016C true DE501016C (de) | 1930-06-27 |
Family
ID=7498641
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES66214D Expired DE501016C (de) | 1924-06-04 | 1924-06-04 | Einrichtung fuer Relais, welche an einer pulsierenden Gleichspannung liegen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE501016C (de) |
-
1924
- 1924-06-04 DE DES66214D patent/DE501016C/de not_active Expired
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