DE499720C - Sicherheitsvorrichtung fuer Sprengpatronen - Google Patents

Sicherheitsvorrichtung fuer Sprengpatronen

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DE499720C
DE499720C DEK96585D DEK0096585D DE499720C DE 499720 C DE499720 C DE 499720C DE K96585 D DEK96585 D DE K96585D DE K0096585 D DEK0096585 D DE K0096585D DE 499720 C DE499720 C DE 499720C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B43/00Methods or apparatus for obtaining oil, gas, water, soluble or meltable materials or a slurry of minerals from wells
    • E21B43/25Methods for stimulating production
    • E21B43/26Methods for stimulating production by forming crevices or fractures
    • E21B43/263Methods for stimulating production by forming crevices or fractures using explosives
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42DBLASTING
    • F42D5/00Safety arrangements
    • F42D5/06Unloading boreholes

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Description

  • Sicherheitsvorrichtung für Sprengpatronen Im Stammpatent 435 4.6o ist eine Sicherheitsvorrichtung für Sprengpatronen beschrieben, die gestattet, im Falle eines Versagers die Sprengkapsel aus der bereits im Bohrloch verlegten Sprengpatrone herauszuziehen und so einer Gefährdung durch die nicht explodierte Kapsel vorzubeugen.
  • Bei dieser Ausführungsform der Erfindung wird nicht nur die Sprengkapsel entfernt. sondern auch durch das Herausziehen des Zapfens, dem Querschnitt dieses letzteren entsprechend, die Verdämmung,. die z. B. aus feuchtem Lehm bestehen kann, ausgeräumt.
  • Die seither vorgenommenen Versuche haben ergeben, daß es mitunter als genügend angesehen werden kann, nur die Verdäminung auszuräumen und auf das Herausziehen der Sprengkapsel zu verzichten. Um die Kapsel unschädlich zu machen, wird in diesem Falle in das durch Herausziehen des Zapfens bis zur obersten Patrone ausgeräumte Bohrloch eine Sprengpatrone mit frischer Kapsel eingeführt. Beim Schießen kommt dann der gesamte Inhalt des Bohrloches zur Explosion.
  • In diesem Falle ist die Bohrung im Zapfen nicht erforderlich, weil die Sprengkapsel nicht festgehalten werden braucht. Die Zündleitung oder Zündschnur, für deren Durchtritt die Bohrung bei der Ausführungsform des Stammpatents ebenfalls dient, findet dann ihren Platz zwischen dem Zapfen und der Wand des Bohrloches.
  • Die Sicherheitsvorrichtung gemäß vorliegender Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung in zwei Ausführungsformen schematisch dargestellt. In der Ausführung nach Abb. i besteht sie ,aus einem Zapfena aus Holz, Ton u:sw., der mit einem Draht :2 z. B. mittels Durchziehens durch eine Öffnung im Zapfen o. dgl. verbunden ist. Dieser Draht setzt sich bis über die Mündung des Bohrloches fort und dient als Zugorgan. Beim Gebrauch als Sicherheitsvorrichtung wird der Zapfen auf die oberste Patrone aufgesetzt. Beim Versagen des Schusses wird durch Zug an dem Drahte der Zapfen samt der Verdämmung ausgehoben.
  • Es ist aber nicht in allen Fällen erforderlich, daß der Zapfen in dauernder Verbindung mit einem Zugorgan steht. Es genügt, das von der Ladung abgewandte Ende des Zapfens so auszugestalten, daß dieser durch ein entsprechendes Werkzeug von oben 'erfaßt und ausgehoben werden kann. Dies kann z. B. mittels des in der Sprengtechnik üblichen Besatzhebers geschehen, einer bohrerähnlich gestalteten Vorrichtung, z. B. aus Kupfer.
  • Es wird wie im oben beschriebenen Falle der Zapfen auf die oberste Patrone gesetzt und hierauf das Bohrloch z. B. mit feuchtem Lehm o. dgl. verdämmt. Bei vorgekommenem Versager wird die Verdammung -mit dem Besatzheb:er entfernt, hierauf dieser letztere in das obere entsprechend ausgestaltete Ende des Zapfens drehend eingeführt, so lange, bis er gut eingreift, und der Zapfen durch einen auf den Besatzheber nach außen gerichteten Zug ausgehoben.
  • Eine geeignete, hierbei mit Vorteil anwendbare Ausgestaltung des Zapfens ist in Abb. 2 dargestellt. Der Zapfen ist an seinem oberen Ende vertieft, und in der Vertiefung b sind z. B. Steged aus Draht angebracht, die das Eingreifen des Besatzhebers oder .eines sonstigen aushebenden Werkzeuges gestatten. Diese Stege werden gemäß der Darstellung in Abb. 2 dadurch erzielt, daß der Drahte durch vier Löcher, die nahe dem, Rande des Zapfens liegen, gezogen wird. Die Enden des Drahtes werden nach außen geführt., dort zusammengedreht und z. B. nach obien zu abgebogen. Das aufwärts gerichtete Drahtende kann zur Führung der Zündleitung dienen, die um dieses Ende gewickelt wird. Statt der Drahtstege kann ,auch irgendeine andere Ausgestaltung des oberen Endes des Zapfens vorgesehen sein, die den Eingriff eines aushebenden '\Verkzeuges gestattet.
  • Es empfiehlt sich, hierbei einen Besatzheber zu verwenden, der mit einem Anschlag versehen ist, der das zu tiefe Eindringen in die Aussparung des Zapfens verhindert, um ein Sprengen des Zapfens zu vermeiden.
  • Der Zapfen muß nicht in allen Fällen massiv sein, er kann vielmehr auch z. B., wie in Fig. i angedeutet, in sevnem unteren Teil ausgehöhlt sein. Voraussetzung ist stets, daß er einen hinlänglichen Abschluß gibt, so daß die Verdammung durch Anheben des Zapfens ausgeräumt wird.
  • Die Anordnung der Sicherheitsvorrichtung in Verbindung mit einer mit einer Sprengkapsel versehenen Sprengpatrone ist aus Abb. 3 zu ersehen, die einen Längsschnitt durch den oberen Teil eines schußfertigen Bohrloches darstellt. Mit f ist .die Bohrlochwand. bezeichnet, g1 und g2 sind die Sprengpatronen, ,a ist» der Zapfen mit dem Zugdraht 2, lt die Sprengkapsel, i die Zündleitung, h ist die Verd@nmung (z. B. feuchter Lehm). Beim Laden wird auf die Patrone g2 die mit der Kapsel versehene Patrone g1 aufgesetzt. In ein Ende der Patrone g1 wurde vorher die Sprengkapsel lt eingeführt, und es -wird .die Patrone g1 mit diesem Ende an die schon verlegte Patrone g2 angeschob.en. Auf das andere Ende von g., wird dann der Zapfen a aufgesetzt und schließlich die Verdammung h' eingestampft. Hierbei muß dafür Sorge getragen werden, daß sowohl der Zugdraht e als auch die Zündleitung! bis über Tag geführt werden. Im Falle eines Versagens der Zündung zieht man den Zapfen a mittels des Drahtes e aus dem Bohrloch aus, wodurch der feuchte Lehm ausgeräumt wird. Es kann dann eine frische Patrone auf g1 aufgesetzt und diese und die ganze Ladung mit ihr zur Zündung gebracht werden.
  • Statt in das untere Ende könnte die Zündkapsel h ebensogut in das obere Ende der Patrone g, oder in die Patrone g2oder irgend-eine weitere Patrone im, Bohrloch eingesetzt sein. Es wird in allen Fällen der Erfolg erzielt, daß beim Versagen des Schusses ein gefahrloses Ausräumen des Bohrloches und die Beschickung mit :einer frischen Patrone samt Zündkapsel ermöglicht wird.
  • Die Anwendung ;des Sicherheitszapfens bietet überdies noch den Vorteil einer besseren Abdichtung des besetzten Bohrloches nach oben, denn .der Besatz wird bei dien bisher üblichen Ladeverfahren in dem an die oberste Patrone unmittelbar anschließenden Teil aus Gründen der Vorsicht nur locker verdämmt, enthält also viel Hohlräume, was für die Wirkung des Schusses ungünstig ist. Dieser -Nachteil fällt beim Gebrauch des Zapfens fort, weil der Besatz auf ihm unmittelbar fest verdämmt werden kann.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Abänderung der Sicherheitsvorrichtung für Sprengpatronen nach Patent 435 46o, dadurch gekennzeichnet, daß der auf -der Sprengladung :aufsitzende Zapfen derart ausgebildet ist, daß er beim! Herausziehen aus dem Bohrloch nur die Verdiammung und nicht auch die Sprengkapsel entfernt.
  2. 2. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß. der Zapfen in oder an seinem, oberen Ende mit vorspringenden Teilen oder Vertiefungen für den Angriff eines aushebenden Werkzeuges versehen isst, wodurch die Anb.ringung eines Zugdrahtes am Zopfren wegfällt.
DEK96585D 1923-09-28 1925-11-06 Sicherheitsvorrichtung fuer Sprengpatronen Expired DE499720C (de)

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