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Spüleinrichtung für einen Räumer, dessen Schneidwerkzeuge in Längsschlitzen
eines hohlzylindrischen Körpers verschiebbar angeordnet sind In Bohrarbeiten für
Erdbohrungen werden Räumer zur Glättung des Bohrloches benutzt. Diese Räumer tragen
Schneidw erkzeuge, und zu den einzelnen Schneidwerkzeugen führen gewöhnlich Kanäle
für das Spülwasser, die mit einem Hauptspülkanal im Räumer selbst in Verbindung
stehen. Bei Verbindung des Räumerkörpers mit feststehenden unverschiebbaren Schneidmessern
bot die Anbrin-P # i ng der Spüleinrichtung keine Schwierigkcite#n. Wenn jedoch
die Schneidmesser auswechselbar sind, so kann es vorkommen, daß die Spülkanäle an
dem Träger der Schneidmesser nicht in Eindeckung mit den Spülkanälen des Bohrrohres
geraten. Dieser Nachteil wird nach der vorliegenden Erfindung vollständig umgangen,
indem der durch den Träger der Schneidmesser oder Dorne hindurchgehende Spülkanal
oberhalb der Schneidwerkzeuge mit einer Ringkammer verbunden ist, von welcher aus
mehrere Kanäle zu der Außenseite eines hohlzylindrischen Körpers führen, so daß
stets die Versorgung der Schneidwerkzeuge mit Spülwasser durch diese Ringkammer
verbürgt wird. Die Verbindung des Hauptspülkanals mit der Ringkammer kann durch
einen oder mehrere Abzweigkanäle erfolgen. Die Ringkammer wird nun dadurch gebildet,
daß der Dorn in einen hohlzylindrischen Körper eingesetzt wird, dessen Innenwand
m einem Abstand von der Außenwand des Dornes liegt. Der Abstand wird zum Teil ausgefüllt,
indem der Dorn verstärkt ist, und zum Teil, indem ein Ring in diese Kammer eingesetzt
wird.
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Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel eines Räumers dar, welcher
mit der Spüleinrichtung der Erfindung versehen ist.
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Abb: r ist eine Seitenansicht des Räumers teilweise im Schnitt, wobei
sich die Schneidwerkzeuge in Arbeitsstellung befinden, und Abb. z ist ein Querschnitt
durch den Räumer und ein Bohrrohr -, .in welches der Räumer eingeführt ist, wobei
sich die Schneidwerkzeuge in zurückgezogener oder Außerarbeitsstellung befinden.
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Der Räumer verfügt über einen langgestreckten, hohlzylindrischen Körperteil
A, in dessen Innern ein DornB fest angeordnet ist. Der Dorn B stellt die untere
Verlängerung eines Verbindungsstückes C dar, welches an seinem oberen Ende mit dem
üblichen konischen Gewindezapfen 6 versehen ist, um das Werkzeug mit einem rotierenden
Gehäuse oder mit irgendeinem anderen Bohrwerk verbinden zu können.
Der
obere Teil 7 des Dornes B besteht mit dem Verbindungsstück C aus einem Stück. Der
untere Tei18 des Dornes ist jedoch abnehmbar und wird mit dem oberen Teil. 7 bei
9 verschraubt. Der obere Teil 7 des Dornes B und das Verbindungsstück C sind init
einer axialen Bohrung 1o versehen, welche mit dem Hohlraum in dem unteren Teil 8
des Dornes in Eindeckung liegt, so daß .ein durch den ganzen Dorn hindurchragender
Spülkanal entsteht. Das untere Ende des hohlzylindrischen Körpers A ist mit einem
konischen Innengewinde i i versehen, in welches ein Bohrkopf o. dgl. hineingeschraubt
werden kann, so daß das Werkzeug gleichzeitig zum Räumen und Bohren benutzt werden
kann. Die Schneidwerkzeuge D, welche in Längsschlitze 21 des hohlzylindrischen Körpers
A verschiebbar .angeordnet sind, stützen sich an dem Dorn B ab und werden, wenn
sie sich entlang dem Dorn nach aufwärts verschieben, radial nach auswärts. bewegt,
um auf der Wandung des Bohrloches einzugreifen.
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Der untere Teil 8 des Dornes B ist von einer Schraubenfeder 12 umgeben.
Diese Schraubenfeder 12 stützt ,sich mit ihrem unteren Ende gegen eine im Innern
des hohlzylindrischen Körpers A vorgesehene Schulter 13 ab und drückt mit ihrem
oberen Ende gegen einen Ring 16, der verschiebbar auf dem Dorntei18 sitzt. Dieser
Ring 16 ist mit so vielen radialen Armen 16a versehen, als Schneidwerkzeuge D vorhanden
sind. Jeder Arm 16a ragt in den unteren. Teil des Schlitzes 21 hinein, in welchem
die SchneidwerkzeugeD gleitbar angeordnet sind, und steht mit dem unteren Teil des
in diesem Schlitz befindlichen Schneidwerkzeuges D in Eingriff. Durch die Schraubenfeder
12 wird stets :ein nachgiebiger Druck unter Vermittlung des Ringes 16 und seiner
Arme i 6a auf die Schneidwerkzeuge D ausgeübt, welcher versucht, dieselben nach
oben und damit radial nach auswärts in die Arbeitsstellung zu drücken. Die Schneidwerkzeuge
D bestehen j e aus .einem länglichen, plattenartigen Körper, der an deroberen ,
äußeren Ecke abgerundet ist. Das untere Ende der Schneidwerkzeuge ist als Schneide
ausgebildet, und an der unteren, inneren Ecke befindet sich eine nach unten gerichtete
Nase, die auf dem radialen Arm 16a des Ringes 16 aufruht. Die innere Längskante
eines jeden Schneidwerkzeuges D ist ferner mit einer Aussparung versehen, so daß
zwei hervorstehende Ansätze entstehen, die, wie aus Abb. 2 hervorgeht, an jeder
Seite mit Verstärkungen 17t versehen sind. Der obere Teil? des Dornes,B ist an zwei
Stellen bei 7a und 7L im Durchmesser reduziert. Oberhalb der Einschnürtmg 7a befindet
sich der mit 7c bezeichnete Teil des Dornes, welcher an dieser Stelle seinen größten
Durchmesser hat. Der Übergang von 7a nach 7c bildet eine kegelförmige Fläche. Die
mit 7a und 7b bezeichneten Einschnürungen des Dornes B dienen zur Aufnahme der mit
den Verstärkungen 17f versehenen, nach innen ragenden Ansätzen der Schneidwerkzeuge
D" wenn dieselben sich in ihrer nach einwärts gezogenen Stellung, d. h. in Außerarbeitsstellung
befinden. Die mit dem Dorn in Eingriff liegenden Flächen der Ansätze der Verstärkungen
17f sind vorzugsweise, wie bei 179
gezeigt ist, konkav ausgeführt.
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Das Verbindungsstück C ist an seinem unteren Ende, dort wo es in den
DornB übergeht, mit einem Gewindeansatz 18 versehen, welcher in das obere Ende des
hohlzvlindrischen Körpers A eingeschraubt wird. Unmittelbar unter dem Gewindeansatz
18 ist der Dorn mit einem oder mehreren mit dem Spülkanal io in Verbindung stehenden
Abzweigkanälen i g versehen, welche in eine Ringkammer 19a münden, die zwischen
dem Dorn B und der Innenwandung des hohlzylindrischen Körpers A, gebildet wird.
In dem Hohlkörper A sind schräg nach unten führende Kanäle 2o angeordnet, welche
von der Ringkammer 19a nach auswärts. führen, so daß ein Teil der Spülflüssigkeit
von dem Spülkanal i o über die Abzweigkanäle i g in die Ringkammer iga und von hier
aus durch die Kanäle 2o nach außen strömt und den Schneidwerkzeugen zugeführt wird,
wobei gleichzeitig der andere Teil der Spülflüssigkeit durch den Kanal i o nach
abwärts zum unteren Ende des Werkzeuges strömt, um hier dem etwa angeschraubten
Bohrwerkzeug zugeführt zu werden.
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Die Verstärkungen 17! der Schneidwerkzeuge D liegen in dem ringförmigen
Hohlraum, weicher zwischen dem Dorn B und dem hohlzylindri,chen Körper A gebildet
wird, und da die Verstärkungen 17f größer sind, als die Schlitze 21 breit sind,
so können die Schneidwerkzeuge D nicht aus dem KörperA herausfallen. Um zu verhüten,
daß ein Teil der Spülflüssigkeit in der Ringkammer iga in diesen Hohlraum eintritt,
wird an dem oberen Ende des Teiles 7_ des Dornes B ein Ring 22 aufgeschraubt, welcher
den Abstand zwischen dem Dorn und der Innenwand des hohlzylindrischen KörpersA,
vollkommen ausfüllt. Dieser Ring 22 bildet gewissermaßen den Boden der Ringkammer
iga und gewährleistet so, daß die gesamte in die Ringkammer iga einströmende Spülflüssigkeit
aus den Kanälen 2o herausfließt. Dieser Ring 22 dient ferner dazu, die Aufwärtsbewegung
; der Schneidwerkzeuge D zu begrenzen. Werden die Schneidwerkzeuge D radial nach
einwärts
geführt, um in ein Bohrloch eingeführt zu werden, so schwingen
sie zuerst mit ihrem unteren Teil radial nach einwärts, so daß die -Nasen an dem
unteren, inneren Ende der SchneidwerkzeugeD über eine nach abwärts und einwärts
geneigte Schulter 15 im Innern des hohlzylindrischen Körpers A hinweggleiten.
Beim Herausziehen des Werkzeuges aus einem Bohrloch geraten die abgerundeten oberen
und äußeren Ecken der Schneidwerkzeuge D mit dem Schuh am unteren Ende des Bohrrohres
in Berührung, so daß die SchneidwerkzeugeD während des Hochziehens des Werkzeuges
festgehalten werden. Die Folge ist, daß die Schneidwerkzeuge in den hohlzylindrischen
KörperA hineingedrückt werden, sobald die Verstärkungen 171 in die Einschnürungen
7` und 71, des Dornes B eintreten können.