DE49321C - Apparat für die Anwendung von Chlor bei der Extraktion von Gold aus Erzen - Google Patents

Apparat für die Anwendung von Chlor bei der Extraktion von Gold aus Erzen

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DE49321C
DE49321C DENDAT49321D DE49321DA DE49321C DE 49321 C DE49321 C DE 49321C DE NDAT49321 D DENDAT49321 D DE NDAT49321D DE 49321D A DE49321D A DE 49321DA DE 49321 C DE49321 C DE 49321C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
    • C22B11/06Chloridising

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Meine Erfindung bezieht sich auf Mittel, um aus Erzen Edelmetalle, im speciellen Gold, in Form von Chloridlösung zu extrahiren. Zu diesem Zwecke verwende ich Apparate, welche aus einem Chlorirungsgefäfs, einer Anzahl Circulationspumpen, einer Filterpresse und einer Chlorgaspumpe bestehen und mit den zugehörigen Verbindungsröhren, Hähnen und Ventilen versehen sind, um mit denselben in der im Nachstehenden beschriebenen Weise arbeiten zu können.
Nachdem das Erz zu einem feinen Pulver zermahlen worden, mische ich dasselbe mit gewöhnlichem oder mit chlorhaltigem Wasser, bis ein durch eine Pumpe beförderbarer Brei oder Schlamm entstanden ist. Das Chlorirungsgefäfs wird mit diesem Erzschlamm beschickt und durch die Pumpe eine Circulation des Schlammes in dem Gefäfs in der Weise hervorgerufen, dafs derselbe dem oberen Theile des Gefäfses entnommen und dem unteren Theile des letzteren wieder zugeführt wird, während in das Gefäfs Chlor eingepumpt wird, und zwar am besten bis zu einem den Druck der Atmosphäre bedeutend übersteigendenDruck. Hat die Circulation eine Zeit lang angedauert, so ist das in dem Erz enthaltene Metall zum gröfsten Theile durch das Chlor gelöst worden, worauf der Erzschlamm durch die Circulationspumpen selber in eine Filterpresse gepumpt wird, wobei,j wenn erforderlich, eine diese Ueberführung befördernde zusätzliche Kraft1 äufserung oder Pression dadurch gegeben werden kann, dafs vermittelst der Chlorgaspumpe Luft in den oberen Theil des Chlorirungsgefäfses eingedrückt wird. Die von der Filterpresse ablaufende Flüssigkeit, welche das Metallchlorid in Lösung enthält, wird auf irgend eine der bekannten Art und Weisen behandelt, um das Metall abzuscheiden und das Chlorgas wieder zu gewinnen. In manchen Fällen kann man die von der Filterpresse ablaufende Flüssigkeit bei den darauffolgenden Operationen zur Bildung des Erzschlammes durch Vermischen dieser Flüssigkeit mit einer frischen Menge des pulverisirten Erzes verwenden und kann dieses öfter wiederholen, um schliefslich eine mit dem Metallchlorid stark angereicherte Filtrirflüssigkeit zu erhalten.
Da es vorteilhaft ist, das Chlorirungefäfs mit einem Ueberschufs von Chlor, also mit einer die für die Verbindung mit dem Metall erforderliche Quantität übersteigenden zu speisen, ziehe ich es vor, einen solchen Ueberschufs in dem Gefäfs vor dem Entfernen des Schlammes dadurch 'anzusammeln, dafs etwas Dampf in das Gefäfs eingelassen wird, wodurch der Schlamm erwärmt und das dadurch frei werdende Chlorgas entweder in einen Gasometer oder in ein anderes Chlorirungsgefäfs abströmen oder auch durch eine besondere Pumpe abgezogen werden kann.
Sind Metalle,, wie z. B. Silber, zugegen, deren Chloridverbindung unlöslich, ist, dann
werden die aus der Filterpresse entnommenen Prefskuchen, welche diese Chloride enthalten, in der bereits erwähnten Weise in einen Schlamm übergeführt und dieser Schlamm derselben Behandlung wie früher, unter Benutzung eines entsprechenden Lösungsmittels an Stelle des Chlorgases, unterworfen.
Obwohl ich vorzugsweise eine Filterpresse in Verbindung mit dem Chlorirungsgefäfs ver-, wende, kann selbstverständlich der chlorirte Schlamm auch durch andere Mittel filtrirt werden!
In manchen Fällen, beispielsweise in den Bergwerken, in welchen die Erze gewonnen werden, ist es schwierig, Chlor zu erhalten und auch der Versand des Rohmaterials für die Erzeugung des Chlorgases an den Ort und die Stelle der Erzgewinnung würde grofse Kosten und Unbequemlichkeit in sich schliefsen. Auch ist es schwierig und öfter unmöglich, das Chlor in seinem gasförmigen Zustande zu versenden, namentlich wegen des grofsen, von demselben eingenommenen Volumens. Um diesen Schwierigkeiten zu begegnen, erzeuge ich Chlor in flüssigem Zustande und speichere dasselbe in diesem Zustande in Gefäfsen auf, welche leicht und in bequemer Weise versendet werden können, und aus welchen das Chlor jederzeit, wenn erforderlich, abgezogen werden kann.
Nachdem im Vorstehenden der allgemeine Charakter meiner Erfindung dargelegt worden ist, will ich jetzt die von mir verwendeten Apparate unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung beschreiben, in welcher ein Aufrifs mit theilweisem Verticalschnitt eines derartigen Apparates dargestellt ist.
Hierbei ist A das Chlorirungsgefäfs, welches durch das Mannloch A1 mit dem gepulverten Erz beschickt wird, das —· entweder aufserhalb oder innerhalb dieses Gefäfses, — mit Wasser oder theilweise mit der aus früheren Operationen erhaltenen Flüssigkeit gemischt wird, bis dasselbe in einen durch eine Pumpe beförderbaren Brei oder Schlamm gebracht ist. Das Gefäfs A steht durch ein von dem Boden desselben abgehendes Rohr B und durch ein von dem oberen Theil desselben abgehendes Rohr C mit dem gemeinsamen Saugkasten d einer Anzahl Circulationspumpen D in Verbindung, wobei jedes der Rohre B bezw. C mit einem Absperrhahn oder Ventil b bezw. c versehen ist. Aufserdem steht das Rohr B durch einen Hahn oder ein Ventil b1 mit der Austrittsleitung aus den Pumpen D in Verbindung, welch letztere Leitung durch eine einen Absperrhahn oder ein Absperrventil e besitzende Leitung E mit einer Filterpresse F in Verbindung steht. Vermittelst eines Rohres G kann das Chlorgas, welches auf irgend eine der bekannten Weisen erzeugt oder, wie vorhin erwähnt, aus einem Behälter mit flüssigem Chlor entwickelt wird, entweder durch Oeffnen eines Hahnes oder Ventils g direct in das Gefäfs A nach Hindurchströmen eines in den oberen Theil des letzteren ausmündenden, heberartig nach oben gebogenen Rohrstückes G1 gelangen oder durch Schliefsen des Hahnes oder Ventils g das nach unten heberartig gebogene Rohrstück G2 durchströmen und in den Ventilkasten H einer mit Wasser gefüllten Pumpe P einströmen. Diese Pumpe P arbeitet nach dem Princip der sogenannten nassen Compressionspumpen, so dafs der Plungerkolben derselben bei seiner Bewegung nach aufwärts und abwärts das in dem Pumpencylinder und in dem mit dem letzteren in Verbindung stehenden, nach aufwärts gebogenen Rohr P1 befindliche Wasser verschiebt, wobei das Chlorgas durch das Rohr G2 angesaugt und unter einem gewissen Druck durch das heberartige Rohr G1 in das Gefäfs A eingeprefst wird. Diese Pumpe P kann auch als Luftcompressionspumpe gebraucht werden, indem man die Zuleitung des Chlors durch Absperren des Hahnes oder Ventils gl unterbricht und durch Oeffnen des Hahnes oder Ventils g2 die atmosphärische Luft dem Saugkasten der Pumpe P zuströmen läfst.
·.■■ Der Betrieb des Apparates geschieht in folgender Weise:
Nachdem das Gefäfs A mit dem beinahe flüssigen Erzschlamm beschickt und das Mannloch A1 dicht geschlossen worden ist, werden die verschiedenen Hähne oder Ventile eingestellt, also c b1 g1 geöffnet und b e g g2 geschlossen und die Pumpen D und P in Bewegung gesetzt. Hierbei wird das Chlorgas in den Erzschlamm eingeprefst, welch letzterer in steter Circulation von dem oberen Theil des Gefäfses A durch das Rohr C zu den Pumpen D und von hier durch das Rohr B zu dem Boden des Gefäfses A erhalten wird. Ist das Metall durch das Chlorgas vollständig oder beinahe vollständig gelöst, was durch Abziehen und Untersuchen einer Probe aus einer der Röhren B oder C constatirt werden kann, so wird die Stellung der Hähne oder Ventile entsprechend verändert, also, c b1 ggl und g2 geschlossen bezw. geschlossen belassen und b und e geöffnet. Hierbei wird von der Pumpe D der Erzschlamm aus dem Gefäfs Ä von dem Boden desselben aus, abgesaugt und in die Filterpresse F eingedrückt, während, wenn der Hahn oder das Ventil g* noch geöffnet und auch die Pumpe P noch in Bewegung gesetzt wird, Luft durch die Pumpe P in den oberen Theil des Gefäfses A eingeprefst und dadurch das Entfernen des
Inhalts des Gefäfses A noch befördert werden kann.
Zuweilen erscheint es wünschenswerth, die Circulation des Schlammes auch noch aufrecht zu erhalten, währenddem ein Theil dieses Schlammes in die Filterpresse übergeführt wird. Um dieses zu ermöglichen, kann man einige Verbindungsrohre C1 C2 zwischen dem Rohr C und dem Gefäfs A in verschiedenen Niveauhöhen des letzteren anbringen, wobei diese Verbindungsrohre C1 C2 gleichfalls mit Absperrhähnen oder -Ventilen zu versehen sind. Wird nur einer der letzteren geöffnet, während die Hähne oder Ventile, b1 und e nur theilweise geöffnet, b geschlossen und c geöffnet ist, so wird die Circulation des Schlammes weiter vor sich gehen, während ein Theil des Inhalts des Gefäfses A in die Filterpresse F übergeführt wird.
tiie durch die Filterpresse F abgeprefste Flüssigkeit, welche das Gold in Lösung enthält, wird dann in irgend einer bekannten Weise für die Elimination des Goldes behandelt, wobei dann die erschöpfte Flüssigkeit (eventuell auch die aus der Filterpresse ablaufende Flüssigkeit selber vor der weiteren Behandlung derselben) ganz oder theilweise für die Herstellung des Erzschlammes für die nachfolgende Operation benutzt wird.

Claims (2)

  1. Patent-AnSprüche:
    ι. Apparat für die Anwendung von Chlor zur Extraction des Goldes aus Erzen, bestehend aus einem Chlorirungsgefäfs (A), welches in seinem unteren und oberen Theil und eventuell auch in zwischenliegenden Theilen durch mit Absperrhähnen oder -Ventilen (b c) versehene Röhren (B C C1 C2) mit Circulationspumpen (D) und durch andere Röhren (G G1), sowie eine Chlorgaspumpe (P) mit einem das Chlorgas liefernden Behälter in Verbindung steht, zum Zwecke, gleichzeitig mit einer steten Circulation des Schlammes, mit welchem das Chlorirungsgefäfs beschickt ist, auch Chlorgas in den oberen Theil des letzteren einzupressen und eine innige Mischung desselben mit dem circulirenden Schlamm und dadurch ein Lösen des in dem Schlamm enthaltenen Goldes zu erzielen.
  2. 2. In Verbindung mit den in dem Anspruch i. erwähnten Circulationspumpen die Anwendung einer Filterpresse (F), in welche der Sehlamm nach dem erfolgten Lösen des Goldes durch Röhren (B E) vermittelst derselben Circulationspumpen eingedrückt wird, zum Zwecke, die Lösung von den festen Bestandteilen zu trennen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT49321D Apparat für die Anwendung von Chlor bei der Extraktion von Gold aus Erzen Expired - Lifetime DE49321C (de)

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