DE49089C - Anordnung von Feldmagnetbewickelungen zur Parallelschaltung von Nebenschlufs-Dynamomaschinen - Google Patents

Anordnung von Feldmagnetbewickelungen zur Parallelschaltung von Nebenschlufs-Dynamomaschinen

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DE49089C
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Germany
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machines
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parallel connection
machine
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DENDAT49089D
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F. V. schiödt in Kopenhagen
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J1/00Circuit arrangements for DC mains or DC distribution networks
    • H02J1/10Parallel operation of DC sources

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Windings For Motors And Generators (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zur Erregung des magnetischen Feldes in Dynamomaschinen wird eines der folgenden drei Bewickelungssysteme verwendet, nämlich:
ι. Die Drahtwindungen des Magneten werden vom Hauptstrom der Maschine durchlaufen, so dafs sich die Klemmenspannung der Maschine mit der Stromstärke ändert.
2. Die Drahtwindungen werden von einem Zweigstrom durchlaufen, welcher die positive Bürste der Maschine mit der negativen verbindet, so dafs bei steigender Stromstärke die Klemmenspannung abnimmt. Zur Aufrechterhaltung der Klemmenspannung dient ein Regulirungswiderstand, welcher in den Nebenschlufs geschaltet wird.
3. Durch Vereinigung dieser beiden Systeme hat man das Compound-System gebildet, welches die Maschinen zu selbst regulirenden macht, so dafs die Klemmenspannung bei veränderlicher Stromstärke constant gehalten wird.
Sollen mehrere Dynamomaschinen auf demselben Leitungssystem arbeiten oder soll eine Maschine durch eine andere ersetzt werden, ohne dafs eine Störung im Betriebe der Anlage eintritt, so ist man fast ausschliefslich auf die Benutzung der Nebenschlufsmaschinen (System 2) angewiesen, weil Compound-Maschinen verschiedener Gröfse durchaus nicht zusammen arbeiten, können und man selbst bei gleich grofsen Compound - Maschinen Gefahr läuft, dafs die eine Maschine — selbst wenn sie nur kurze Zeit mit der anderen gekuppelt ist — einen Strom in diese hineinschickt, oder umgekehrt, wodurch der Magnetismus in der Maschine, die den Strom aus der anderen erhält, eine entgegengesetzte Richtung bekommt und die Zerstörung beider Maschinen die Folge davon sein mufs.
Diese Gefahr ist dagegen bei Nebenschlufsmaschinen nicht vorhanden, indem der Strom in den Magnetwickelungen seine Richtung nicht ändert, selbst wenn die eine Maschine den . Strom durch die andere sendet, und ebenso kann man hier die Stromstärke jeder der gekuppelten Maschinen reguliren.
Aus diesem Grunde werden die Gompound-Maschinen — ungeachtet ihrer -Vorzüge hinsichtlich der Selbstregulirung — so gut wie nie auf elektrischen Centralstationen oder bei ähnlichen Unternehmungen, wo man ununterbrochen arbeitet, verwendet, und man mufs eine Maschine durch die andere ablösen oder mehrere zusammen arbeiten lassen.
Bei elektrischen Centralstationen und anderen gröfseren Unternehmungen arbeitet man oft mit einem gröfseren Spannungsverlust in den Leitungen, um dadurch unverhältnifsmäfsige Gröfsenverhältnisse derselben zu vermeiden. Es ist dann unmöglich, Compound-Maschinen nach System 3 zu construiren, welche constante Spannung an den Lampen halten können, ohne dafs sie gleichzeitig ihren Charakter als Compound-Maschinen verlieren, wenn sie gekuppelt werden.
Diese Uebelstände an den Compound - Maschinen sollen durch das in folgendem dargestellte Wickelungssystem, das auf dem erwähnten Spannungsverlust in den Leitungen
beruht, vermieden werden. Das System besteht darin, dafs man aufser der gewöhnlichen Nebenschlufswickelung an der Maschine statt der Bewickelung, die vom Hauptstrom durchlaufen wird, eine zweite Wickelung anlegt, die zwei Punkte entweder an. der positiven oder an der negativen Leitung mit einander derart verbindet, dafs diese Bewickelung ein Zweigdraht zu der positiven oder negativen Seite des Leitungssystems wird. Der Draht wird somit von einem Strom durchlaufen, dessen Stärke vom Spannungsverlust zwischen den beiden Punkten, die er verbindet, abhängig ist. Durch diese Bewickelung, die man Spannungsverlustbewickelung nennen könnte und welche die Hauptdrahtwickelung an Compound - Maschinen vollständig ersetzen soll, wird eine Verkupplung solcher Maschinen möglich gemacht.
Die Spannungsveiiustbewickelungen gehen von der einen Bürste" der Maschine aus um die Magnete bis zu einem Punkt der Hauptleitung in der Weise, dafs zwischen den beiden Enden der Spannungsverlustbewickelungen der gröfste Spannungsverlust in der Hauptleitung stattfindet; jedoch so, dafs der zwischen den einzelnen Lampen etc. vielleicht vorkommende Spannungsverlust nicht mitgenommen wird. Die Spannungsverlustbewickelungen müssen einen so grofsen Widerstand haben, dafs der darin herrschende Strom keine wesentliche Aenderung in der Spannung an deren Anschlufsstellen durch Einschalten mehrerer Dynamos und folglich mehrerer Spannungsveiiustbewickelungen erleidet.
Zwei Dynamomaschinen A und B, deren Stromsammler durch K und K1 bezeichnet sind, arbeiten zusammen und versehen durch die gemeinschaftlichen Hauptleitungen E F und E1 F1 die nach den Verbrauchsstellen L (Lampen, Motoren etc.) führenden Leitungen mit Elektricität. In der Figur ist ein gewöhnliches Doppelleitungssystem gezeigt, das angegebene Wickelungssystem kann aber auch an allen Leitungssystemen verwendet werden. Es sei angenommen, dafs die Hauptleitungen eine gröfsere Länge haben, so entsteht zwischen den Punkten E und F und somit auch zwischen der Bürste D und dem Punkt H ein der Stromstärke in der Hauptleitung proportionaler Spannungsverlust; dasselbe wird zwischen der Bürste C und dem Punkt G der Fall sein. Die Spannungsverlustbewickelung S der Maschine A kann von der Bürste C um den Magneten zum Punkt G gehen, während die Spannungsverlustbewickelung S1 der Maschine B von der Bürste -D um den Magneten zum Punkt H führt. Die Stromrichtungen werden dann unter gewöhnlichen Verhältnissen die auf der Zeichnung durch Pfeile angegebenen sein.
Sollte nun z. B. die elektromotorische Kraft der Maschine A durch ein Versehen so weit stärker als diejenige von B werden, dafs diese Maschine von A Strom erhält, so wird die Stromrichtung nur in den Leitungen E D und E1 D1 und in der Ankerbewickelung der Maschine B sich ändern, während sie für alle Magnetbewickelungen dieselbe bleibt, so dafs. die Polarität der Magnete keine Aenderung erleidet.
Es versteht sich, dafs man an die Maschinen ein Paar andere Spannungsverlustbewickelungen anlegen könnte, die den Punkt F oder zwei andere naheliegende Punkte an derselben Leitung mit den Bürsten C1 und D1 verbinden.
Die Theile der Spannungsverlustbewickelungen, die vom Maschinenhause nach den äufsersten Anschlufspunkten führen, können zu einer Leitung vereinigt werden, und sämmtliche in Betrieb stehende Dynamomaschinen können durch einen in diese Leitung eingeschalteten Widerstand gleichzeitig geregelt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei parallel geschalteten Nebenschluss - Dynamomaschinen die Anordnung einer__zweiten erregenden, die Wirkung der T?eldmaenetspulen ^verstärkenden "Wickelung, welche bei allen Maschinen, von den Bürsten gleicher Polarität ausgehend, an die Hauptleitung derselben Polarität angeschlossen sind, zu dem Zweck, eine Parallelschaltung von mehreren solchen Dynamomaschinen A und B zu ermöglichen, welche derart construirt sind, dafs eine constante Spannungsdifferenz zwischen bestimmten Punkten FF1 der Hauptleitung E F und EF1 erreicht wird, unabhängig von der in derselben herrschenden Stromstärke und dem Spannungsverlust und ebenso von dem von jeder einzelnen Maschine abgegebenen Strom.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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