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Scheidenpessar Die Erfindung betrifft eine Verbesserung des Scheidenpessars
nach Patent 471487. Die Verbesserung besteht darin, daß die Außenfläche des
umstülpbaren Trichters nahe am Rande mit umlaufenden Rippen versehen ist. Die Wandstärke
des Trichters nimmt von der Verbindungsstelle zwischen Trichter und Schaftrohr nach
dem Trichterrande hin ab. Das Schaftrohr des Trichters trägt nahe dem letzteren
einen Flansch oder Bund, der als begrenzender Anschlag beim Umstülpen des Trichters
für diesen zu dienen vermag.
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Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt, und zwar zeigt Abb. z einen Vertikalschnitt durch das Scheidenpessar
in der Gebrauchsstellung, Abb. a einen Grundriß nach der Abb. r, Abb. 3 eine Seitenansicht
nach der Abb. z mit dem Scheidenpessar in der Stellung, die es beim Einführen in
die Vagina hat, Abb. 4 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform der Abb.
z.
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Ein Auffangtrichter a sitzt an einem Ableitungsrohr b, das die Fangvorrichtung
für die Ausscheidungen trägt. Der Trichter a ist aus weichem Gummi gefertigt mit
einem größten Durchmesser, der ihm in der Scheide ohne äußere Befestigungsmittel
einen sicheren Halt gewährt. Die Außenfläche des Trichters a ist nahe dem Rande
mit umlaufenden Rippen cal versehen, die den Trichter versteifen und außerdem den
Zweck haben, den Trichter gegebenenfalls verkleinern zu können, indem eine oder
mehrere der Rippen a1 vom Rande her abgetrennt werden.
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Die Trichterwandung, von der Verbindungsstelle zwischen Trichter und
Ableitungsrohr b ausgehend, wird allmählich dünner bis zu den Rippen a1, wie in
Abb. z bei a2 angedeutet ist, um das Umstülpen des Trichters a aus der Stellung
der Abb. 3 in diejenige der Abb. z selbsttätig zu veranlassen. Beim- Einführen des
Pessars in die Scheide nimmt der Trichter a die Schirmform gemäß Abb.3 an. Hört
der Druck gegen das die Einführung vermittelnde Rohr b auf, so kehrt der
Trichter a durch Zug an dem Rohr b in die Stellung gemäß Abb. Z zurück.
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Das Umstülpen des Trichters cc in die Stellung gemäß Abb.3 wird durch
einen Flansch oder Bund b1 des Rohres b begrenzt, der die Rückkehr des Trichters
in die Stellung gemäß Abb. z begünstigt. Der Flansch oder Bund b1 kann ebenso wie
der Trichter a entweder aus einem Stück mit dem Rohr b gefertigt oder lösbar oder
verschiebbar damit verbunden sein, während im letzteren Falle eine Verbindung durch
Reibung und Spannung herbeizuführen ist. Das Rohr b wie auch der Flansch oder Bund
b1 sind aus weichem Gummi von einer solchen Festigkeit hergestellt, daß beim Gebrauch
des
Scheidenpessars keine Knickung dieser Teile möglich ist.
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Das freie Ende des Rohres b dient zur Anbringung der Fangvorrichtung
für die Ausscheidungen.
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Gemäß Abb. i bis 3 besteht die Fangvorrichtung aus einer Schale c
mit einem an ihrem Rande lösbar angebrachten Beutel d. Während die Schale c aus
einem gegen Knickung widerstandsfähigen Material hergestellt ist, besteht der Beutel
d aus dünnem, wasserdichtem Stoff. Es ist zweckmäßig, auch für die Schale c und
den Beutel d geeigneten Gummi zu verwenden.
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Die lösbare Verbindung zwischen der Schale c und dem Beuterd aus elastischem
Stoff wird am besten durch einen verdickten Rand dl des Beutels herbeigeführt, der
unter Spannung über den Rand cl der Schale c gezogen werden kann.
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Die Schale c ist von gestreckter elliptischer Gestalt, so daß sie
ohne Belästigung zwischen den Schenkeln tragbar ist.
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Die Verbindung zwischen dem Rohr b und der Schale c ist exzentrisch
an einem Ende der letzteren bewirkt, wie aus Abb. i und 2 hervorgeht. Beim Gebrauch
ragt das längere Ende der Schale c zwischen den Schenkeln nach vorn.
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Zweckmäßig soll die Fangvorrichtung dicht an der Scheide ihren Platz
finden. Es kommt deshalb eine bestimmte Entfernung zwischen dem Trichter a und der
Schale c in Betracht. Um diese Entfernung nach Bedarf regeln zu können, ist eine
einstellbare Verbindung zwischen dem Rohr b und der Schale c vbrgesehen. Die Schale
c hat an der die Verbindung vermittelnden Öffnung einen kurzen Rohrstumpf c2. Umlaufende
Wellen oder Rippen b2 am unteren Ende des Rohres b und nötigenfalls an der Innenfläche
des Rohrstumpfes c2 sichern die jeweilig eingestellte Verbindung zwischen Rohr und
Schale. Ergibt sich nach Einstellen der Verbindung, daß das Rohr b an der Unterseite
der Schale c vorsteht, so wird es bis zur Schale abgeschnitten, damit die Trägerin
der Vorrichtung auch beim Sitzen nicht behindert wird. Zu beiden Seiten des Rohrstumpfes
c2 ist die Schale mit Löchern c3, c3 versehen, die in den von dem Beutel d eingeschlossenen
Raum führen, der mit saugfähigem Material, wie Watte, zu füllen ist.
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Die Ausscheidungen der Gebärmutter gelangen durch den Trichter
a und das Rohr b
in die Fangvorrichtung. Die an der Außenseite des
Rohres b abfließenden Ausscheidungen finden den Weg in die Fangvorrichtung durch
die Löcher c3, c4 der Schale c.
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Nach dem Gebrauch kann die Vorrichtung leicht in ihre Einzelteile
zerlegt und in allen Teilen gereinigt werden. Mit frischer Füllung aufsaugefähigen
Materials versehen, ist die Vorrichtung zu erneutem Gebrauch bereit.
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Die in Abb.4 dargestellte Ausführungsform kommt für die Verwendung
dann in Betracht, wenn an Stelle der Schale c mit dem Beutel d ein einfacher Beutel
e als Fangvorrichtung ausreicht. Der Beutel e, der eine Füllung aus aufsaugungsfähigem
Material enthalten kann, wird in geeigneter Weise an dem Rohr b unmittelbar oder
an dem Flansch oder Bund b1 desselben lösbar befestigt.