DE48593C - Einrichtung zum Entwässern von als Schlamm sich ablagernden Substanzen - Google Patents
Einrichtung zum Entwässern von als Schlamm sich ablagernden SubstanzenInfo
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- DE48593C DE48593C DENDAT48593D DE48593DA DE48593C DE 48593 C DE48593 C DE 48593C DE NDAT48593 D DENDAT48593 D DE NDAT48593D DE 48593D A DE48593D A DE 48593DA DE 48593 C DE48593 C DE 48593C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D11/00—Solvent extraction
- B01D11/02—Solvent extraction of solids
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- Treatment Of Sludge (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung, um in Flüssigkeiten enthaltene,
Schlamm bildende Substanzen mit Aufwendung von relativ geringen Kosten zu entwässern. Der
erstrebte Zweck wird einerseits durch ein Decantiren und andererseits durch ein Absaugen,
erreicht und ist die hierfür benutzte Einrichtung in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt,
in welchen die Fig. 1 eine Vorderansicht, die Fig. 2 eine Seitenansicht und die
Fig. 3 einen Grundrifs der Gesammtanordnung darstellen, während die Fig. 4 und 5 Details
zeigen.
Das Decantiren wird in einem auf einem hohen Gerüst stehenden Sammelreservoir R in
Verbindung mit zwei etwas tiefer situirten Seitenbehältern S1 und S^, Fig. 1 und 2, in
der Weise vollzogen, dafs die schlammführende Flüssigkeit in das Reservoir hineingebracht wird,
in welchem die Schlammtheile allmälig zu Boden sinken und durch Rohrstutzen r1 in
den Seitenbehälter S1 übertreten, während das
sich hierbei an der Oberfläche klärende Wasser durch von Schwimmern getragene Ableitungsrohre
in continuirlichem Strahle in den zweiten Seitenbehälter £2, Fig. 1, fliefst, um zum Theil
bei dem später folgenden Absaugen nutzbar verwendet zu werden.
Ist bei diesem Decantiren der Wasserspiegel in dem Reservoir R bis zu einer durch Versuche
zu bestimmenden Tiefe herabgesunken, so werden die Bodenventile v1 des Seitenbehälters
S1 geöffnet, um die in demselben angesammelte
schlammreiche Flüssigkeit in continuirlichem Strome in einen darunter angeordneten
hängenden Saugapparat F laufen zu lassen.
Das Absaugen wird in dem Saugapparat F, Fig. ι bis 3, in der Weise vollzogen, dafs die
von aufsen nach innen durch Gaze und Filterstoff dringende Flüssigkeit in Saugrohre gelangt,
welche mit einem Sammelrohre e, Fig. 1 und 2, communiciren, das seinerseits an eine
Absaugevorrichtung angeschlossen ist. Diese besteht aus einem Kessel /, in dessen Decke
das Rohr e und daneben ein vermittelst eines Hahnes bl abschliefsbarer Fülltrichter t einmünden,
während am Boden des Kessels / ein langes, nach unten sich verengendes Rohr g
angeschlossen ist, das in einen möglichst tief gelegenen Abzugsgraben H unter dem Wasserspiegel
desselben ausmündet und von dem Kessel/ vermittelst eines Hahnes b2 abschliefs-'
bar ist.
Zur Einleitung der Saugwirkung durch diese Absaugevorrichtung wird ein Quantum der abdecantirten
Flüssigkeit benutzt, welches durch Oeffnen eines Bodenventils v2 durch ein Rohr
in den Fülltrichter t eingelassen wird, während der Hahn b1 geöffnet und der Hahn έ>2 geschlossen
ist.
Werden nach erfolgter Füllung des Kessels/ das Bodenventil ν2 und der Hahn b1 geschlossen,
der Hahn δ2 dagegen geöffnet, so entsteht in dem Kessel/ ein theilweises Vacuum,
welches zur Folge hat, dafs die auf dem Schlammwasser in dem Saugapparat lastende
Atmosphäre die Flüssigkeit durch das Rohr e in den Kessel / drückt, aus welchem dieselbe
in den Untergraben H abtriefst. Da aber hier-
bei keine Luft in den Kessel eindringt, so lange die Saugkammern des Saugapparates von der
Flüssigkeit bedeckt sind, so bleibt nun auch die Wirkung der Absaugevorrichtung in der
Folge constant. Das Absaugen der Flüssigkeit aus dem dünnflüssigen Schlamm des Saugapparates
vollzieht sich also von nun an heberartig.
Der hierbei benutzte Saugapparat besteht einerseits aus einem Blechkasten F von etwa
rechteckiger Basis, welcher an Rollenzügen unter dem Reservoir R hängt und vermittelst
eines Windenwerkes herabgelassen und hochgezogen werden kann, und andererseits aus
einer grofsen Anzahl schmaler, in diesen Blechkasten eingehängter Saugkammern α, Fig. ι
und 2, welche vermittelst Rollen i an auf Laufrollen montirten. und auf Schienen L, Fig. ι
und 2, ruhenden Schienen k aufgehängt und mit luftdicht eingesetzten Saugrohren d, Fig. 4
und 5, versehen sind, die reihenweise durch Rohrstutzen c, Fig. 4, mit einander und mit
dem oben erwähnten Sammelrohr e communiciren. Die Achsen der Rollen i sind vermittelst
federnder Flachschienen i x an den Saugkammern derart befestigt, dafs diese durch
Seitwärtsbiegen der Flachschienen i1 leicht von
den Schienen k abgehängt werden können. Die Saugkammern selbst bestehen, wie aus
den Fig. 4 und 5 ersichtlich, welche dieselben in gröfserem Mafsstabe zeigen, aus einem durch
Stäbe in sich verspannten Rahmen A (Fig. 5, rechte Hälfte) mit drei Augen / und I1, von
denen die beiden seitlichen Z in horizontaler Richtung Bohrungen zur Aufnahme der Rohrstutzen
c und in verticaler Richtung zweierlei Muttergewinde besitzen, in welche bezw. die
Saugrohre d und die Schrauben χ luftdicht eingeschraubt sind. Das mittlere, oben offene
Auge I1 des Rahmens A dient zur Aufnahme einer Spannschraube u, Fig. 3 und 5, vermittelst
deren die durch Gummiringe r, Fig. 4, gegenseitig und gegen die Rohrstutzen c ab-•
gedichteten Saugkammern gegen einander angezogen werden.
Die Rahmen A der Saugkammern werden zu beiden Seiten zuerst mit einem Gitter aus
perforirtem Blech oder Drahtgeflecht überdeckt, sodann darüber mit einem Filterstoffe und
darüber mit Metallgaze bespannt, und endlich wird ein Deckrahmen A1 über den Gazebezug
gelegt und vermittelst Schrauben gegen den letzteren fest angezogen; dadurch wird jedes
Werfen des Filterstoffes vermieden und durch die Gaze ein leichtes Loslösen des Schlammes
ermöglicht.
Zum Reinhalten der Gaze genügt ein zeitweiliges Abspülen der Filterfläclien. Sollte
nach längerem Gebrauch der Filterstoff an Durchlässigkeit einbüfsen, so genügt es, denselben
abzuspannen und zu waschen.
Nachdem die Saugkammern neben einander aufgehängt, durch die Rohrstutzen c mit einander
verbunden, vermittelst der Spannschraube u gegen einander angezogen, durch
die Ringe r r abgedichtet und endlich die von dem Rohrstutzen c gebildeten Communicationsleitungen
an das Sammelrohr e luftdicht anr geschlossen sind, wird der Kasten F, welcher
bis dahin herabgelassen war, so weit in die Höhe gezogen, dafs die Saugkammern ganz in
denselben versenkt werden. Ist dies geschehen, so wird der Kasten selbst durch Oeffhen der
entweder in dem Seitenbehälter S1 oder in dem Reservoir R selbst befindlichen Bodenventile
v1, Fig. ι und 2, mit dünnflüssigem Schlamm bis über die Saugkammerh α angefüllt
und die Saugvorrichtung/g· in Thätig-'
keit gesetzt. Ist auch dies geschehen, so läfst man continuirlich den dünnflüssigen Schlamm
in den Kasten einfliefsen, um das Niveau in demselben in gleicher Höhe zu halten. Hierbei
bewirkt der immer über den Saugkammern stehende dünnflüssige Schlamm einen hermetischen
Abschlufs derselben gegen die äufsere Luft, und es findet ein continuirliches, heberähnlich
sich vollziehendes Absaugen der Flüssigkeit aus dem im Kasten F enthaltenen dünnflüssigen
Schlamm statt, während sich relativ fester Schlammkuchen zwischen den Saugkammern
bildet.
Nachdem die Flüssigkeit aus dem Schlamm abgesaugt und der Hahn b2 des Fallrohres g
wieder geschlossen ist, wird der Kasten F herabgelassen, so dafs die Saugkammern mit
den zwischen denselben befindlichen Schlammkuchen frei darüber hängen. Hierauf werden
auch die Anschlüsse des Sammelrohres e an den Saugkammern gelöst und die Schienen k
auf den Schienen L zur Seite gefahren, so dafs die Saugkammern nicht mehr über dem
Kasten, sondern völlig frei hängen. Ist dies geschehen, so werden die Schlammkuchen von
den Filterflächen abgelöst, und zwar dadurch, dafs man die Saugkammern nach stattgefundener
Lösung ihrer Spannschraube u etwas weiter von einander entfernt, und zwar sämmtliche
Kammern, gleichzeitig. Zu diesem Zwecke ist eine Ausrückvorrichtung vorgesehen, welche
aus einer quer über den Saugkammern von zwei Hebeln η getragenen und mit seitlich
leicht verschiebbaren Zähnen 0 0 besetzten Stange m, besteht. Hierbei ist die Anordnung
derart getroffen, dafs durch Umlegen der Hebel η die Stange m gesenkt wird und die
Zähne ο derselben zwischen die Rahmen der Saugkammern eingeklemmt und dadurch diese
selbst etwas aus einander gerückt werden, so dafs dieselben die zwischen ihnen hängenden
Schlammkuchen frei, eventuell auf eine abschüssige Tenne herabfallen lassen.
An ihrer tiefsten Stelle schliefst sich an
diese Tenne der Trog einer Transportschnecke an, welche die Schlammmasse in eine Grube G
schafft, von wo aus dieselbe, wenn erforderlich, durch einen Elevator einem in den Fig. 2
und 3 beispielsweise angedeuteten Trockenapparat zugeführt wird, um in letzterem Vollständig
abgetrocknet zu werden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Einrichtung zur Entfernung der Flüssigkeit aus als Schlamm sich ablagernden Substanzen, welche gekennzeichnet ist durch die Anordnung eines Reservoirs R (Fig. 1 und 2), von welchem die an der Oberfläche sich klärende Flüssigkeit durch Vermittelung von beweglichen oder teleskopartig in sich . verschiebbaren Röhren abgelassen wird, während der Schlamm von dem Boden des Reservoirs R in einen Saugapparat geleitet wird, in welchen die Flüssigkeit durch neben einander gehängte und zu einem Ganzen verbundene Saugkammern (α) von einer Saugvorrichtung ff g) hindurchgesaugt wird, die durch die vorher abdecantirte Flüssigkeit oder durch eine besondere Luftpumpe in Thätigkeit gesetzt wird, so dafs sich der Schlamm zwischen den Saugkammern fa) anhängt und später in Form von Schlammkuchen von denselben losfällt, sobald diese Saugkammern — nach Entfernung des dieselben umschliefsenden Gefäfses (F) — vermittelst geeigneter Vorrichtungen aus einander gerückt werden.
- 2. Die Anordnung der unter 1. erwähnten schmalen Saugkammern [α, Fig. 1 und 2), die neben einander in einen Behälter (F) eingehängt sind, in welchen der dünnflüssige Schlamm eingelassen wird, aus einem mit Filterstoff und Gaze bezogenen Rahmen A, der mit Rohransätzen / versehen ist, in welche einerseits kurze Rohrstücke c zur Bildung ,des Sammelkanals e und andererseits die Saugrohre d eingedichtet sind, wobei das Anziehen der Spannschraube u (Fig. 5) das Abdichten der einzelnen Saugkammern unter einander durch die über die Rohrstücke c übergeschobenen Dichtungsringe r bewirkt.
Zum Zwecke, die Flüssigkeit des Schlammes mit sehr geringem Kraftaufwand durch die unter 2. gekennzeichneten· Saugkammern hindurchzusaugen, die Anordnung eines Kessels f (Fig. 1), an dessen Decke ein mit den unter 2. genannten Rohrstutzen c communicirendes Sammelrohr (e) und ein vermittelst eines Hahnes (b1) oder dergleichen abschliefsbarer Trichter ft) und an dessen Boden ein vermittelst eines Hahnes (V1) oder dergleichen abschliefsbares, nach unten sich verengendes Fallrohr g angeschlossen ist, wobei zur Einleitung des Saugens zuerst — eventuell von der bei dem Decantiren gewonnenen — Flüssigkeit durch den Trichter t in den Kessel f eingelassen und nach erfolgter Anfüllung des letzteren der Hahn b2 geöffnet und b1 geschlossen wird.Bei den unter 2. gekennzeichneten Saugkammern, zum Zwecke des leichten Ablösens des entwässerten Schlammes von denselben, die Anordnung von Metallgaze über dem Filterstoff und einer mit Zähnen 0 (Fig. ι und 2) versehenen Stange m, welche quer über den Saugkammern an zwei Hebeln η hängt und beim Umlegen der letzteren mit ihren Zähnen ο derart zwischen die Filterkammern eingreift, dafs dieselben nach erfolgtem Lösen der die letzteren mit einander verbindenden Schraube (u) gleichzeitig aus einander gerückt werden.
Bei der unter 2. erwähnten Spannschraube u die Anordnung der zur Lagerung derselben an den einzelnen Rahmen (A) angebrachten Augen Z1 nach oben zu offen, um behufs schnelleren Auseinanderbringens der Saugkammern die Spannschraube u nach oben aufklappen zu können.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE48593C true DE48593C (de) |
Family
ID=323569
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT48593D Expired - Lifetime DE48593C (de) | Einrichtung zum Entwässern von als Schlamm sich ablagernden Substanzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE48593C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5061450A (en) * | 1985-05-21 | 1991-10-29 | Technicon Instruments Corporation | Isolation fluid control device and water cup |
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- DE DENDAT48593D patent/DE48593C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5061450A (en) * | 1985-05-21 | 1991-10-29 | Technicon Instruments Corporation | Isolation fluid control device and water cup |
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