-
Filtersicherung für Röntgenbestrahlungen Bekanntlich müssen bei Krankheiisbehandlunigen
mittels Röntgenstrahlen sogenannte Filter verwendet werden, dumch:.welche die Strahlen
vor dem Auftreffen auf den Körper geleitet werden, um zu vermeiden, daß der Patient
durch die Bestrahlung Schaden erleidet. Für verschieden. starke Betstrahlungen sind
Filter von verschiedener Stärke und- verschiedenem Material vorgesehen, die
je nach Bedarf ausgewechselt werden müssen. Da cjieses Auswechseln in größeren
Röntgen.-betrieben sehr häufig vorgenommen werden muß, wird es schließlich zu einer
rein mechanischen Vorrichtung, und es kann leicht vorkommen, da.ß das Filter vergessender
verwechselt wird.
-
Es ist auch eine in. Fachkreisen, bekannte Tatsache, daß die meisten
schweren und allebisher tödlich verlaufenen Unglücksfälle bei Röntgenbestra:hlungen
durch das Vergessen des Filters verursacht worden. sind.
-
Um diesem Mißstand abzuhelfen, hat man bereits verschiedene Vorrichtungen,
sog. Filtersicherungen,, einzuführen versucht, die das Vergessen: oder Verwechseln
der Filter verhindern sollen. Jedoch haften diesen bis jetzt bekannten Sicherungsvorrichtungen:
noch so viele Mängel an,' da.ß sie sieh in. der Praxisl nicht einführen konnten;
teils sind sie zu umständlich und berZen hierdurch schon viele Versager- und Fehlerquellen
in sich, teils sind sie so teuer, daß, sie sich nacht jeder Arztt anschaffen kann;
die meisten erfordern auch eine Änderung des Röntgenapparates, was ebenfalls vermieden
werden soll. Keine bisher bekannte Filtersicherung axbetet überdies so einwandfrei
und sicher, daß ein. Vergessen des Filters ausgeschlossen wäre. Von einer Filtersicherung
muß verlangt werden, daß sie so wirkt, daß die Röntgenröhre gar nicht in Betrieb
gesetzt werden kann, bevor das Filter an Seinem richtigen. Platz angebracht ist;
sie muß also rein: zwangsläufig, daher auch ohne geistige Mitarbeit der die Bestrahlung
verabfolgenden Person zuverlässig wirken.
-
Die vorliegende Erfindung betrifft nun. eine Filtersicherung, welche
die angeführten Mängel nicht aufweist und bei: deren Verwendung am Röntgenapparat
ein Vergessen des Filters völlig ausgeschlossen ist. Das Wesen der Erfiazdün;g ist
darin. zu erblicken, daß zur HerstellunZ der elektrischen Verbindung zwischen Röntgenröhre
und der Kabelöse des in üblicher Weisse auf einer Federrolle aufgerollten Zuleitungskabels
ein zangen- oder scherenförmiges Verbindungsglied benutzt wird, das nur dann den
Kontakt herstellt, wenn das an ihm hängende Filter an seinen richtigen. Platz vor
der Blendenöffnung ein.-geschoben ist. , . . _. .
In den Abbildungen
ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweiser Ausführung dargestellt.
-
Abb. i zeigt eine Röntgenröhre mit an ihrem Anodensockel befestigter
Zangenöse in. geöffnetem Zustand.
-
Abb. a zeigt dieselbe in geschlossenem Zustand bei eingeschobenem
Filter.
-
Abb. 3 und 4 zeigen den Anodenhals einer Röntgenröhre mit am Sockel
befestigter Zangenöse in geöffnetem bzw. geschlossenem Zustand in etwas vergrößertem
Maßstab.
-
Die in dem Röhrenbehälter ,a liegende Röntgenröhre b hat am Ende ihres
Anodenhalses c am Sockel ein: Ansatzstückd aus Metall. Das Zuleitungskabel ist in
üblicher Weise auf eine Federrolle aufgerollt, und die Kabelöse befindet sich außer
Gebrauch in. einer ',gewissen Entfernung vom Röhrenpol und kann nur unter Spannung
des Kabels angeschlossen werdw. Ein loses Auffegen der Kabelöse oder des Kabels
auf den Röhrenpal ist ,also unmöglich. Zur Herstellung der Verbindung dient nun.
-ein zangen- oder scherenförmiges Verbindungsglied f, dessen Zangenmaulschenkel
g so gebogen sind, daß sie in geschlossenem Zustand eine öse bilden. und nach dem
Einführen der Kabelös.ee den Kontakt herstellen, während in geöffnetem Zustand die
Kabelöse herausgleiten müß. Durch eine zwischen den Zangengriffen k angeordnete
starke Feder i wird die Zange stets geöffnet gehalten und eine ungewollroe Verbindung
ausgeschlossen. Mit dieser Zangenöse ist neun das Filter k mittels &her starken
Gummischnur L verbunden, derart, daß diese vom Filter durch einen an einem Griffende
angeordneten Ring in hindurch zum.anderen Griffende führt: Die Gummischnur hat eine
solche Länge, daß sie, wenn das an ihr hängende Filter unter den Röhrenbehälter
in seine richtige Stellung eingeschoben wird, so stark ,angezogen werden muß, daß
sich das Zangenmaul g zwangsläufig schließt und die Verbindung mit der Kabelöse
herstellt (Abt. a und 4). Sobald das Filter aus seiner Arbeitsstellung entfernt
wird, öffnet sich die Zange selbsttätig und gibt die Kabelöse e frei, unterbricht
also die Verbindung und setzt die Röntgenröbr.e,außer Betrieb (Abt. i und 3).
-
Es -ist demnach bei Verwendung diesem Vorrichtung ganz ausgeschlossen,
daß eine Bestrahlung vorgenommen werden kann, solange das Filter nicht reingesetzt
ist. Erst durch das Einsetzen des Filters in seine richtige Stellung und das dadurch
*bewirkte Anziehen der Gummischnur wird die Zangenöse um, die Kabelöse
geschlossen und der. Kontakt hergestellt. Bleibt das Filter aus Versehen .auf dem
Bestrahlungstisch liegen. oder hängt es lose an der Zange, ohne .eingeschoben zu
sein, so ist keine Verbindung mit der Zuleitung möglich.
-
Um auch der Zangenöse selbst eine gewisse Beweglichkeit zu verleihen,
so daß sie sich allen Lagen der Röntgenröhre anpassen kann, ist sie an dem Pol d
drehbar befestigt. Ihr Scharnierbolzen ist durchbohrt und durch diese Bohrung die
Befestigungsschraube o .eingesetzt, um welche sich die Zange in senkrechter Ebene
drehen kann: Bei bekannten Einrichtungen hat man, uni eine Verwechslung der verschiedenen
Filter zu verhindern, dieselben mit geeigneten Kennzeichen versehen, beispielsweise
mit farbigen Seidenschnüren und daranhängenden Täfelchen mit Angaben über das betreffende
Filter. Diese Maßnahme kann auch beim Gegenstand der vorliegenden Erfindung angewendet
werden;-indem än jedezn-Fütier bzw. der an ihm hängenden Gummischnur ein Täfelchen
n befestigt ist, das entsprechend der Stärke des Filters verschiedenfarbig und mit
Angabe der Art und Dicke des Filters und der Bestrahlungsdauer versehen ist. Die
Filtersicherung kann ferner durch eine Schnur o. dgl. mit ekler Alarmuhr verbunden
werden, welche entsprechend den Angaben auf dem Wannungstäfelchen n eingestellt
wird und nach beendeter Bestrahlung ein Dauersignal @äxtönen läßt. Anstatt diese
Alarmuhr mit der Filtersicherung fest zu verbinden, kann man auch =einen- bestimmten
Schlüssel- an ihr anbringen, der nur in: ein für ihn bestimmtes Schlüsselloch =der
Uhr paßt.