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Reklameapparat Die Erfindung betrifft einen Reklameapparat, bei dem
die eine Belegung eines Kondensators einem elektrischen Schwingungskreis s c F-
wingungszahl amgescos bei Veränderung `sen isi, der Kapazität des Kondensators,
z. B. bei Veränderung der Stellung einer Person oder eines Gegenstandes, im Verhältnis
zur Belegung verändert wird.
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Das Merkmal der Erfindung besteht darin, daß der genannte Schwingungskreis
mittelbar oder unmittelbar in dem Gitter- oder Anodenkreis eines von einer Elektronenentfadungsröhre
gebildeten Generators "lieg-t,» in dessen Anoden- oder Gitterkreis ein abgestimmter
Schwingungskreis eingeschaltet ist, oder welcher auf andere Weise gezwungen ist,
mit einer gewissen Schwingungszahl zu schwingen, damit der Schwingungszustand des
Generators durch die Kapazitätsveränderung abgeändert werden kann.
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Eine Ausführungsform der Erfindung ist schematisch auf der Zeichnung
dargestellt.
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i ist eine Elektronenentladungsröhre, in deren Gitterkr-e'b-ein Schwingungskreis
eingeschaltet ist, der aus einer Spule 2 und einem parallel geschalteten Kondensator
3 besteht. In den Anodenkreis der Röhre ist ein zweiter Schwingungskreis eingeschaltet,
der aus einer Spule q. und einem in Serie- dazu liegenden Kondensator 5 besteht.
Der letztere Kreis ist am besten auf eine verhältnismäßig hohe Frequenz, wie z.
B. 3 000 Kilohertz abgestimmt. Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist
der Gitterschwingungskreis 2, 3 auf gleiche Frequenz abgestimmt, so daß die Röhre
i normal hochfrequente Schwingungen von 3 000 Kilohertz erzeugt. Mit dem
Schwingungskreis 2, 3 ist die eine Belegung 6 eines Kondensators verbunden, dessen
andere Belegung dadurch entsteht, daß das eine Ende der Spule 2 mit der Erde 7 verbunden
ist. Die Belegung 6 kann mit dem anderen Ende der Spule 2 verbunden sein, so däß
der zwischen der Belegung und, der Erde gebildete Kondensator zum Kondensator 3
parallel liegt.
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Die Belegung 6 kann bei Reklameapparaten eine Metallplatte oder ein
Stück Metallfolie sein, die an der Innenseite einer Fensterscheibe angebracht is£@--
Bei -Registrierung des -Verkehrs -kann die Belegung aus einem oder mehreren Metallfäden
bestehen, die über die Straße aufgehängt sind. Wenn die Kapazität des Kondensators
6,7 wegen der Gegenwart einer Person oder eines Gegenstandes bis zu einem
gewissen Grade erhöht wird, wird die Resonanz zwischen den Kreisen 2, 3 und q.,
5 gestört, wodurch die Schwingungen der Röhre i aufhören.
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Die Röhre r ist mit gewöhnlicher Gittergleichrichtung versehen, die
aus einem Gitterkondensator 17 und einem Ableitungswiderstand 8 besteht. Durch Einstellung
des Widerstandes 8 auf einen angemessenen Wert kann man auf an sich bekannte Weise
erzielen, daß die hochfrequenten Schwingungen periodisch mit einer niedrigen Frequenz
unterbrochen
werden, indem sie in aufeinanderfolgende Gruppen geteilt werden, welche durch, Intervalle
getrennt sind, gemäß der Dauer ,der Entlaidung des Gitters durch den Widerstand.
B.
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Es erwies sich in Praxis zweckmäßig, eine solche niederfrequente Schwingungskomponente
zu erzeugen und dieselbe für Reklame-oder Registrierzwecke auszunützen, wenn auch
der Apparat, wie er bisher beschrieben ist, andere Möglichkeiten für Verwendung
zu diesem Zwecke darbietet.
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Bei der dargestellten Ausführungsform ist in die Anschlußleitung 9
zwischen der Anode der Röhre i und der Anodenstromquelle io eine Drosselspule i
i, welche hochfrequente Schwingungen absperrt, sowie die primäre Wicklung eines
Niederfrequenztransformators 12 eingeschaltet. Dessen sekundäre Wicklung liegt im
Gitterkreis einer Verstärkerröhre i3, deren Anodenkreis: die Wicklung eines Ruhestromrelais
1q. enthält. In dem Ankerstromkreis 15 des Relais ist ein nicht gezeigter
Beklame- oder Registrierapparat sowie eine Stromquelle eingeschaltet.
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Die Wirkungsweise des Apparates ist wie folgt: Unter normalen Verhältnissen,
d. h. wenn der Kondensator 6, 7 die geringe Kapazität besitzt, die durch die Entfernung
der Belegung- von @@e@estimtri@i@t, er-zeugtder Generator i sowohl hochfrequente
als auch gleichgerichtete niederfrequente Schwingungen. Die niederfrequente Komponente
wird durch die Röhre 13 verstärkt und geht in verstärkter Form auf den von der Batterie
io gelieferten konstanten Anodenstrom der Röhre 13 über. Der Strom in der Wicklung
des Relais 14 ist daher so stark, daß das Relais seinen Anker angezogen hält, wodurch
der Ankerstromkreis 15 stromlos gehalten wird.
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Wenn ,die Kapazität des Kondrensators 6, 7 durch die Gegenwart einer
Person oder eines Gegenstandes in der Nähe der Belegung 6 erhöht wird, hört die
Schwingung des Generators i auf. Hierdurch verschwindet die niederfrequente Stromkomponente
in der Leitung 9 und damit auch der durch dia Wicklung des Relais 1q. fließende,
dem konstanten Strom überlagerte pulsierende Strom. Das Relais verliert nun seinen
Anker, so daß der Ankerstromkreis 15 geschlossen wird, wodurch eine Registrierung
oder Reklamemaßregel erfolgt. Wenn die Person oder der Gegenstand sich wieder entfernt,
zieht das Relais 1q. wieder seinen Anker an, und der Stromkreis 15 wird stromlos.
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Der beschriebene Apparat kann vielfach verändert werden, ohne daß
man den Rahmen der Erfindung überschreitet. Beispielsweise kann der Generator i
normal untätig sein und nur bei Veränderungen der Kapazität zwischen der Belegung
6 und der Erde Schwingungen erzeugen, in welchem Falle das Relais 1q. durch Arbeitsstrom
wirken muß. Der Kondensator 17 und der Widerstand 8 können fortgelassen werden,
so daß der Generator nur hochfrequente Schwingungen erzeugt, und diese können verstärkt
und dann gleichgerichtet werden.