DE476799C - Maschine zum Bewehren elektrischer Leitungen - Google Patents

Maschine zum Bewehren elektrischer Leitungen

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DE476799C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D07ROPES; CABLES OTHER THAN ELECTRIC
    • D07BROPES OR CABLES IN GENERAL
    • D07B7/00Details of, or auxiliary devices incorporated in, rope- or cable-making machines; Auxiliary apparatus associated with such machines
    • D07B7/02Machine details; Auxiliary devices
    • D07B7/14Machine details; Auxiliary devices for coating or wrapping ropes, cables, or component strands thereof

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Description

  • Maschine zum Bewehren elektrischer Leitungen Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zur Herstellung einer aus biegsamem Metall- oder Eisenband bestehenden Bewehrung elektrischer Leitungen. Die bekannten Panzerungsmaschinen für elektrische Leitungen ergeben leicht fehlerhafte Stellen, so daß Leitungsstücke von der handelsüblichen Länge nur schwer erhalten werden und viel Ausschuß entsteht. Es hat sich gezeigt, daß dieser Mißstand auf die zwangsweise Fortbewegung der Leitung zurückzuführen ist, da die Abzugsscheibe die Leitung an der Panzerung angreift und diese gegenüber dem Leiter zu verschieben sucht.
  • Gemäß der Erfindung wird die Leitung während der Herstellung vor solchen übermäßigen Beanspruchungen bewahrt; die neue Maschine ergibt daher ein besseres Erzeugnis von beliebiger Länge, .die Maschine kann auch rascher laufen als die bekannten, und ihre Bedienungskosten sind geringer.
  • Dieses Ziel wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß nicht wie bisher die Fortbewegung der zu panzernden Leitung zwangläufig gestaltet wird, sondern daß diese von dem Vorratsbehälter durch die Panzerungseinrichtung zu dem Aufnahmebehälter nur infolge der eigenen Schwere und der Fliehkraft herabsinkt. Der Vorratsbehälter und der Aufnahmebehälter wie auch die Zuführungseinrichtung für das Panzerungsband werden in Abhängigkeit voneinander angetrieben. Die Erfindung bezieht sich ferner auf Einzelheiten der Maschine, von der ein Ausführungsbeispiel in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigen Abb. z die Maschine, teilweise in Ansicht und teilweise geschnitten von vorn, Abb. 2 die Maschine von der Seite, teilweise im Schnitt nach der Linie 2-2 der Abb. i, _ Abb.3 einen Grundriß der Maschine bei Entfernung einzelner Teile und Abb. q. die Einrichtungen zur Zuführung und Formgebung des Panzerbandes in schaubildlicher Darstellung.
  • Der Maschinentisch i wird von zwei Ständern 2 und 3 getragen, die nahe ihrem unteren Ende durch einen Querbalken q. verbunden sind. Auf dem Tisch ist ein U-förmiger Ständer 5 und an seiner Unterseite ein rahmenförmiger Ständer 6 angeordnet. An dem linken Tischständer z befindet sich eine Konsole 7 für den Antriebsmotor B.
  • Die zu bewehrende Leitung wirrt als Rolle in den Speisebehälter io eingebracht, der von einer mrn Stander 5 gelagerten senkrechten Hohlwelle i i getragen wird. Das eine Ende der losen Leitungsrolle 9 wird in der Klemmplatte i2 festgemacht, damit es sich nicht mit dem durch die Hohlwelle nach abwärts geführten anderen Leitungsende verwickeln kann. Der Behälter io ist durch einen Dekkel 13 abgeschlossen. Auf der Hohlwelle i i sitzt ein Zahnrad 14, .das von einem Zahnrad 15 einer senkrechten -Zwischenwelle 16 angetrieben wird, die im Ständer 5 gelagert ist und durch den Tisch i nach unten reicht, wo ein Zahnrad 17 dieser Welle mit einem Zahnrad 18 der Hohlwelle ig zusammenarbeitet. Der Eingriff der Zahnräder ist aus Abb.3 erkennbar. Die Hohlwelle ig ist mit dem Aufnahmebehälter 2o verbunden, in den die fertigbewehrte Leitung gelangt. Durch die Zwischenwelle 16 und die beschriebenen Getriebe wird ein gleichmäßiger Antrieb des oberen Speisebehälters io und des untenliegendenAufnahmebehälters2o gewährleistet. Die Umdrehung der Hohlwelle ig wird durch den mit der Welle fest verbundenen Behälterdeckel 21 auf die Behältertrommel 2o übertragen, wozu zweckmäßig Mitnehmerklauen z2, 23 dienen. Die Behältertrommel 2o selbst ist frei beweglich auf einer senkrechten Achse 24 gelagert, die ihrerseits in einem durch Gegengewichte 26 hochgehaltenen, senkrecht verschiebbaren Lagerblock 25 unterstützt ist.
  • Die biegsame Metallbewehrung wird aus einem flachen Stahlband 30 gebildet, das zuerst ein S-förmiges Profil erhält und dann in einer Formplatte schraubenförmig gebogen wird, so daß es sich selbsttätig um das sich drehende Leitungsstück legt, wobei die S-förmigen Abbiegungen des Bandes ein Ineinandergreifen der benachbarten Panzerwindungen gestatten.
  • Durch diese schraubenförmige Aufwicklung des Panzerbandes wird zugleich die axiale Fortbewegung des rotierenden Kabels unterstützt.
  • Die Einrichtung zur Bildung des S-Profils und zum Vorwärtsschieben des Panzerbandes 3o besteht aus zwei Profilrollen 31, 32 (Abt. 2 und 4), die auf senkrechten Wellen 33, 34 sitzen. Ein Lagerbock 35 für diese Wellen ist ein wenig seitwärts von der zentral gelegenen Hohlwelle ig auf dem Tisch i angeordnet. Ineinandergreifende Zahnräder 36 und 37 der Wellen 33, 34 gestatten nur eine gleichmäßige Umdrehung der Profilrollen 31, 32. Die Welle 33 reicht etwas tiefer als die Welle 34 und trägt an ihrem unteren Ende das Antriebszahnrad 38. Der Lagerbock 35 besitzt einen verschiebbaren und einstellbaren Teil 39, der auf die Welle 34 wirkt, so daß die Profilrolle 32 der Rolle 31 genähert oder von ihr entfernt werden kann. Die Einstellung erfolgt durch eine Stellschraube 4o, die in einem auf dem Tisch i fest angeordneten Block 41 angebracht ist. Das die Formrollen verlassende Band 30 wird durch entsprechend geformte Führungsschienen 42, 43 zu einer Formplatte 44 geleitet, deren Ende 45 so abgebogen ist, daß die kreisförmige Führungsbahn dieser Platte dem zugeführten Metallband eine Schraubenform gibt. Die Platte 44 besteht zweckmäßig aus Temperguß; sie ist mittels eines Füllstückes 49, eines [J-Stückes 48 und eines Winkelstückes 47 an dem Tisch i befestigt und kann nach Lösen der Druckschraube 5o leicht entfernt werden. Sie ist so angeordnet, daß ihre Schraubenbahn mit dem senkrecht durchgeführten Leitungsstück gleichachsig ist, und daß sich das schraubenförmig gebogene Panzerband daher zwanglos um die Leitung legt.
  • Das behandelte Leitungsstück g verläßt im gepanzerten Zustand 51 die Formplatte und sinkt infolge des Eigengewichts durch die Hohlwelle ig in den Aufnahmebehälter 2o. Auf diese Weise werden ziehende oder stoßende, angetriebene Speisevorrichtungen für die Leitung und die damit verbundenen Beanspruchungen der Leitung vermieden.
  • Der Antrieb der Maschine erfolgt durch den Motor 8, der über eine Kette 52 ein Rad (unsichtbar) der an dem Tragrahmen 6 gelagerten Welle 54 antreibt. Ein Schraubenrad 55 der Welle 54 arbeitet auf ein größeres Schraubenrad 56 der Hohlwelle ig, das unterhalb des bereits beschriebenen Zahnrades 18 und eines weiteren Zahnrades 57 sitzt. Vom Zahnrad 57 erfolgt der Antrieb der Rollen 31, 32 über ein Reduktionsgetriebe 58, 59, 38.
  • . Die Übersetzung dieses Getriebes muß dem Durchmesser der Leitung entsprechen und demgemäß bei Herstellung verschieden starleer Leitungen geändert werden, so daß die Vorschubgeschwindigkeit des Bandes 3o mit der Geschwindigkeit eines Punktes der Leitungsoberfläche übereinstimmt, der eine schraubenförmige Bahn beschreibt, da das behandelte Leitungsstück gleichzeitig herabsinkt und sich dreht.
  • Für den Betrieb der Maschine wird eine handelsübliche Rolle isolierter Leitung ohne Anwendung von Spulen oder Haspeln in den Speisebehälter io gebracht, das eine Ende der Leitung wird bei 12 festgeklemmt und das andere durch die Hohlwelle i i, die Formplatte 44 und die Hohlwelle ig in den Aufnahmebehälter 2o eingeführt; hierauf kann die Maschine angelassen werden. Das Stahlband 30 wird dann zwischen die Formrollen 31, 32 eingeführt und durch diese in S-Form gebracht und zur Formplatte 44 weitergeschoben. Das in den Aufnahmebehälter herabsinkende Leitungsstück wird durch einen kegelförmigen Ablenlekörper 6o zur Seite gelenkt, so daß es weiterhin durch die Fliehkraftwirkung an die Außenwand der umlaufenden Behältertrommel 2o gelangt und dort zu einer Rolle aufgewickelt wird.
  • Wenn die Rolle im Aufnahmebehälter 2o die gewünschte Länge erreicht hat, wird die Behältertrommel 2o durch Senken außer Eingriff mit dem angetriebenen Behälterdeckel 21 gebracht und seitlich herausgezogen, worauf die Rolle fertiggepanzerter Leitung aus der Trommel genommen und für den Versand fertiggemacht werden kann.
  • Das Senken der Trommel 2o wird durch einen Tritthebel 63 bewirkt (Abb. 2), der um den Bolzen 64 drehbar ist und durch einen Lenker 65 mit dem durch Gegengewichte 26 emporgezogenen Lagerblock in Verbindung steht. Nahe dem vorderen Ende des Tritthebels 63 ist ein Feststellhebel 68 angeordnet (Abb. 2), der mit einem Stift in eines der Löcher 66 des Tritthebels greifen kann und so diesen Hebel in der für den Antrieb der Trommel 2o oder für deren Herausziehung erforderlichen Lage halten kann. Eine Feder 69 sichert den Feststellhebe168 in seiner jeweiligen Stellung.
  • Bei der Tiefstellung des Tritthebels 63 wird der Lagerblock 25 herabgezogen, die Behältertrommel 20 löst sich vom Deckelei und gelangt auf die Führungsbahn 61, auf der sie seitlich fortbewegt werden kann.
  • Durch die Maschine gemäß der Erfindung werden die Leitungsstücke sofort in der handelsüblichen Ringform aufgerollt und somit besondere Spulen oder Haspeln sowie Auf-und Abwickeleinrichtungen erspart. Speise-und Aufnahmebehälter sind senkrecht übereinander angeordnet, so daß der Arbeitsweg der Leitung wesentlich senkrecht ist. Hierdurch ergibt sich der weitere Vorteil einer großen Platzersparnis gegenüber den bekannten Maschinen mit wesentlich wagerecbtem Arbeitsweg der Leitung. Auch der Platz für das Auf- und Abhaspeln loser Leitungsrollen wird erspart.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine zum Bewehren elektrischer Leitungen, dadurch gekennzeichnet, daß für den nicht bewehrten und für den bewehrten Teil der Leitung senkrecht übereinander angeordnete, um die eigene Achse sich drehende gleichachsige Behälter vorgesehen sind, und daß zwischen diesen die Bewehrungseinrichtung angeordnet ist; so daß die Leitung durch die Drehung der Behälter einerseits und anderseits durch die Zugkraft des Eigengewichtes und der Zentrifugalkraft des gepanzerten Leitungsteils sich schraubenförmig abwärts bewegt.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die in Ringen gewickelte Leitung enthaltende Speisebehälter (io) und der Behälter (2o) für die fertige Leitung sowie das auf die Leitung zu wickelnde Eisenband (3o) derart in Abhängigkeit voneinander gedreht werden, daß die Leitung aus dem Speisebehälter (io) in den Aufnahmebehälter (2o) gleitet und dabei mit dem Metallband umwickelt wird, ohne daß die Leitung selbst eine Verdrehungsbeanspruchung erfährt.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Speisebehälter (io) und der Aufnahmebehälter (2o) mit der gleichen Drehzahl laufen. q.. Maschine nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Speisebehälter (io) sowie der Aufnahmebehälter (2o) eine zentrale Öffnung für den Austritt bzw. Eintritt der Leitung haben. 5. Maschine nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (21) des Aufnahmebehälters (2o) angetrieben und durch Mitnehmierklauen (22, 23) mit der Behältertrommel derart verbunden ist, daß diese durch Senken vom Deckel gelöst werden und auf eine Bahn (61) zum seitlichen Hinausziehen gelangen kann. 6. Maschine nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Mitte des Aufnahmebehälters (2o) ein kegelförmiger Ablenkkörper (6o) angeordnet ist, der die senkrecht herabsinkende Leitung seitlich ablenkt, so daß sie sich weiter durch die Wirkung der Fliehkraft nach der Außenwand der umlaufenden Behältertrommel (2o) hin bewegt und dort zu einem Ring aufwickelt.
DEA47663D 1925-04-30 1926-05-01 Maschine zum Bewehren elektrischer Leitungen Expired DE476799C (de)

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