DE2434480C3 - Spulenwickelvorrichtung zum Herstellen der Spulen für Wicklungen elektrischer Maschinen - Google Patents

Spulenwickelvorrichtung zum Herstellen der Spulen für Wicklungen elektrischer Maschinen

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DE2434480C3
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Karl Lesch
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K15/00Processes or apparatus specially adapted for manufacturing, assembling, maintaining or repairing of dynamo-electric machines
    • H02K15/04Processes or apparatus specially adapted for manufacturing, assembling, maintaining or repairing of dynamo-electric machines of windings prior to their mounting into the machines
    • H02K15/043Processes or apparatus specially adapted for manufacturing, assembling, maintaining or repairing of dynamo-electric machines of windings prior to their mounting into the machines winding flat conductive wires or sheets
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Spulenwickelvorrichtung zum Herstellen der Spulen für Wicklungen elektrischer Maschinen, bei welcher die einzelnen Drahtwindungen jeder Spule mittels eines Flyers auf eine Gleitschablone aufgebracht und durch den Druck der nachfolgend aufgebrachten Drahtwindungen zwischen die in die Gleitschablone eingreifenden Nadeln einer Spulenaufnahme eingeschoben werden.
Eine solche Vorrichtung ist durch die DE-AS 15 89 860 bekannt Dabei ist unter »Gleitschablone« eine zur Herstellung der einzelnen Spule benutzte Wickelschablone zu verstehen, die feststehend ausgebildet ist und einen oder mehrere flanschlose Absätze besitzt. Jeder dieser jeweils eine Wickelfläche bildenden Absätze besteht aus einem stark konisch und einem schwach konisch zum freien Ende der Schablone hin geneigten Abschnitt Der auf den stark konisch geneigten Abschnitt gewickelte Draht gleitet von diesem auf dem schwächer geneigten Abschnitt ab und wird von dort durch den Druck der nachfolgend aufgebrachten Drahtwindungen zum endgültigen Abgleiten von der Wickelfläche gebracht
Die bisher bekanntgewordenen, mit einer Gleitschablone ausgerüsteten Spulenwickelvorrichtungen weisen jedoch den Nachteil auf, daß auf ihnen jeweils nur eine Spule pro Arbeitsgang hergestellt werden kann. Diese Arbeitsweise ist dadurch bedingt, da3 es infolge der konstruktiven Gestaltung der bekannten Gleitschablonen und der zugehörigen Drahtführungsmittel nicht möglich ist, mehrere dieser Gleitschablonen während des Wickelvorganges mit der gleichen Spulenaufnahme in Eingriff zu bringen. Zur Herstellung einer aus mehreren Spulen bestehenden kompletten Wicklung für eine elektrische Maschine ist somit eine Vielzahl von Arbeitsgängen notwendig, für die insgesamt ein relativ großer Zeitraum benötigt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Spulenwickelvorrichtungen der bekannten Art dahingehend zu verbessern, daß der Herstellungszeitraum für die komplette Wicklung einer elektrischen Maschine verringert wird.
Zur Lösung der Aufgabe wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß der Spulenaufnahme mehrere, gleichzeitig bewickelbare Gleitschablonen zugeordnet sind, daß der Außenumfang jeder dieser Gleitschablonen durch eine oder mehrere Ausnehmungen unterbro-
chen ist, durch die jeweils die Kreisbahn eines ein benachbart angeordnete Gleitschablone umkreisenden Flyers verläuft und daß die Umlaufbewegung eines jeden Flyers derart gesteuert ist, daß die Flyer mit vorbestimmter Phasenverschiebung nacheinander die durch die Ausnehmung gebildeten Zwischenräume zwischen den benachbart angeordneten Gleitschablonen durchlaufen.
Es sind zwar bereits Vorrichtungen zum Wickeln von Spulen bekannt (DE-OS 1613 021 und DE-OS 19 09253), ds«; mehrere gleichzeitig bewickelbare Schablonen aufweisen, jedoch besitzen diese Schablonen durch Flansche begrenzte Wickelflächen und werden, um die aufgewickelten Spulen abnehmen zu können, in ihrem Außenumfang verkleinert Darüber hinaus stehen diese Schablonen während des Wickelvorganges nicht im Eingriff mit der Spulenaufnahme, sondern befinden sich in einer besonderen, räumlich von der Spulenaufnahme entfernten Wickelstellung. Lediglich zum Zweck der Spulenübergabe worden die Schablonen aus der Wickelstellung in eine Übergabestellung verfahren, in der sie gemeinsam in Eingriff mit der Spulenaufnahme gebracht werden. Wickelvorrichtungen dieser Art erfordern aufgrund ihrer Arbeitsweise einen relativ großen konstruktiven Aufwand. Sie sind darüber hinaus nicht in der Lage, die Herstellungszeit für einen Spulensatz im erwünschten Maß zu verringern.
Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, daß die Herstellungszeit für den kompletten Spulensatz einer elektrischen Maschine beträchtlich verringert werden kann, wobei die Herstellung vollautomatisch mittels einer unaufwendigen Vorrichtung erfolgt Zusätzlich dazu ergibt sich der weitere Vorteil, daß es durch die Vorrichtung gemäß der Erfindung ermöglicht wird, komplizierte Wicklungen, wie beispielsweise Wicklungen mit gegenläufig gewickelten Spulen oder in sich verschachtelte Mehrschichtwicklungen selbsttätig herzustellen und einziehfertig in die Spulenaufnahme einzubringen, ohne daß dabei die Verbindungen zwischen den einzelnen Spulen durchtrennt werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Übersicht über eine mit zwei Gleitschablonen ausgerüstete Wickelvorrichtung,
Fig.2 eine Darstellung der Zuordnung beider Gleitschablonen zueinander und zur Einziehvorrichtung,
F i g. 3 die Seitenansicht gemäß F i g. 2, F i g. 4 die Ansicht eines Flyers, F i g. 5 eine weitere Ansicht des Flyers,
F i g. 6 das Schema einer dreiphasigen Wicklung für einen vierpoligen Elektromotor,
F i g. 7 eine schematische Obersicht über eine mit drei Gleitschablonen ausgerüstete Wickelvorrichtung,
Fig.8 eine Darstellung der Zuordnung der drei Gleitschablonen zueinander und zur Einziehvorrichtung
F i g. 9 eine abgewandelte Darstellung gemäß F i g. 8.
In der F i g. 1 ist eine schematische Übersicht über eine Wickelvorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt Diese Vorrichtung setzt sich zusammen aus einer an einem (nicht dargestellten) Grundrahmen befestigten Säule 9, an deren oberen Ende ein Ausleger 12 befestigt ist, welcher Gleitschablonen 1 und 2 trägt. Ein am unteren Ende der Säule 9 angeordneter drehzahlsteuerbarer Elektromotor 8 treibt eine im Inneren der Säule 9 drehbar gelagerte Welle 10 an. Durch ein mit der Welle 10 fest verbundenes Zahnrad wird der Zahnriemen 5 mitgenommen, welcher seinerseits Zahnräder 6 und 7 antreibt Die Zahnräder 6 und 7 sind drehfest, jedoch axial verschiebbar am oberen Abschnitt von Spindeln 3 und 4 angeordnet, welche ebenfaUf. axial verschiebbar innerhalb des vorderen Querstücks des Auslegers 12 gelagert sind. Eine Traverse 72 dient zur Aufnahme der oberen Endlager der Spindeln 3 und 4.
Die Begriffe »oben« und »unten« beziehen sich auf
ίο eine Vorrichtung, weiche so aufgestellt ist, daß die Achsrichtung der Spindeln 3 und 4 annähernd vertikal verläuft Bei einer so aufgestellten Wickelvorrichtung ergibt sich der Vorteil, daß das Abgleiten der auf die Gleitschablonen aufgebrachten Drahtwindungen durch
is das Einwirken der Schwerkraft unterstützt wird. Die Erfindung ist jedoch nicht auf eine derart aufgestellte Vorrichtung beschränkt
Am unteren Ende jeder der beiden Spindeln 3 und 4 ist je eine der Gleitschablonen 1 und 2 drehbar gelagert; beide werden jeweils von einem Flyer 16 bzw. 17 umkreist Die Flyer sind drehfest mit den in ihrer Achsrichtung verschiebbar angeordneten Spindeln 3 und 4 verbunden. Im vorderen Querstück des Auslegers 12 ist mittig zwischen den Spindeln 3 und 4 ein Abstreifer 14 einsch'.ieSlich seines bis zur Traverse 72 reichenden Antriebsgestänges angeordnet Der Abstreifer 14 wird für beide Gleitschablonen gemeinsam verwendet Er ist mittels eines Stellantriebes in Achsrichtung der Spindeln 3 und 4 in mehrere definierte Stellungen verschiebbar und in jeder dieser Stellungen arretierbar.
Die Gleitschablonen 1 und 2 weisen je vier schwach konisch verlaufende, an ihrem oberen Ende jedoch stärker angeschrägte Stufen 28 auf. Mittels zweier solcher Gleitschablonen kann in einer einzigen Arbeitsfolge eine komplette zweisträngige Wicklung gefertigt und in die Spulenaufnahme eingelegt werden, wobei jeder Strang aus vier konzentrisch zueinander liegenden Spulen besteht
Die beiden Gleitschablonen 1 und 2 arbeiten gemeinsam auf jeweils eine Spulenaufnahme 13. Die auf die Gleitschablone aufgewickelten Drahtwindungen gleiten während des Wickelvorganges zwischen die Einziehnadeln 18 der Spulenaufnahme und werden von dort aus direkt in die Nuten des später auf die Einziehnadeln aufzusetzenden Blechpaketes eingeschoben. Jeder Spulenwickelvorrichtung sind mehrere, jedoch mindestens zwei komplette Spulenaufnahmen zugeordnet, welche abwechselnd mit einem vollständigen Spulensatz versehen werden. Diese Spulenaufnahmen können auf einen Drehtisch angeordnet sein oder sie sind — wie in der F i g. 1 angedeutet — in vorteilhafter Weise nebeneinander fest installiert, während die Spulenwickelvorrichtung zwischen den beiden Spulenaufnahmen verschiebbar angeordnet ist. Zu diesem Zweck ist die gesamte Spulenwickelvorrichtung einschließlich ihres Antriebes verfahrbar auf einer oder mehreren Schienen angeordnet und wird mittels eines Stellantriebes aus der einen, der einen Spulenauf-
hu nähme zugeordneten Arbeitsstellung in die andere, der anderen Spulenaufnahme zugeordneten Arbeitsstellung verfahren. Dadurch entsteht der Vorteil, daß die Spulenaufnahmen nicht von den zugehörigen Einziehvorrrhtungen trennbar ausgebildet sein müssen, wo-
ni durch sich der erforderliche Aufwand erheblich verringert. Die Zuordnung der Gleitschablonen 1 und 2 zur Spulenaufnahme 13 ist aus der F i g. 2 ersichtlich. Sie ist derart getroffen, daß die oberhalb der Einziehnadeln
18 angeordneten Gleitschablonen teilweise in den durch die Einziehnadein gebildeten Kranz hineinragen. Die Mittelachsen 73 und 74 der einen kreisförmigen Querschnitt besitzenden Gleitschablonen 1 und 2 sind auf einem gemeinsamen Teilkreis 75 angeordnet, dessen Mittelachse mit derjenigen der Spulenaufnahme 13 zusammenfällt
Der zur Herstellung der Spulen benötigte Draht 19 läuft durch die als Hohlwellen ausgebildeten Spindeln 3 und 4, aus denen er in die Flyer 16 und 17 übergeführt wird. Die Flyer sind in Form dünner, mehrfacher gebogener Röhrchen ausgebildet Die Wickelebene jedes Flyers bleibt immer in der gleichen Höhe kurz über dem Ende der Einziehnadeln, so daß die einzelnen Stufen der Gleitschablonen in die Wickelebene gebracht werden müssen. Dies erfolgt durch Verschieben der Spindeln 3 und 4 in Richtung ihrer Längsachse mittels eines Stellantriebes und Einrasten des Verschiebemechanisn.us in der entsprechenden Wickelstellung.
Damit sich die Spindeln gegenüber den Gleitschablonen drehen können, sind sie an diesen drehbar gelagert Es ist jedoch notwendig, die Gleitschablonen gegen ungewolltes Verdrehen zu sichern, solange sie sich in ihrer Ruhestellung befinden. Dies geschieht mittels des Abstreifers 14. Der Abstreifer wird zu diesem Zweck so weit aus seiner Ruhestellung herausgefahren, daß er in Ausnehmungen 20 und 21 der Gleitschablonen bündig eingreift Dieser Eingriff erfolgt solange sich die Gleitschablonen und die Einziehnadeln 18 außer Eingriff befinden und die Flyer stillstehen.
Vor Wickelbeginn werden die so arretierten Gleitschablonen so weit abgesenkt, daß die Stufen kleinsten Durchmessers in der Wickelebene liegen, wie dies in der F i g. 3 dargestellt ist In dieser Stellung greifen bereits die Einziehnadeln 18 in eine Ausnehmung 22 jeder r> Gleitschablone bündig ein und verhindern deren Verdrehung um die Spindelachsen. Folglich kann der die Kreisbahn der Flyer blockierende Abstreifer 14 (F i g. 1) aus den Ausnehmungen 20 und 21 heraus nach oben in seine Ruhestellung zurückgefahren werden, ohne daß sich die Gleitschablone dann noch relativ zur Spulenaufnahme drehen können.
Der Wickelvorgang wird dadurch bewirkt, daß die Spindeln 3 und 4 mittels des Elektromotors 8 in Drehung versetzt werden. Dadurch werden die mit den Spindeln 4ϊ verbundenen Flyer um die Gleitschablone herumbewegt Diese Ausbildung erlaubt eine Drehzahl der Spindeln und damit der Flyer bis ca. 5000 /min oder höher.
Der Umfang der Gleitschablonen bzw. ihrer einzelnen Stufen ist unmittelbar vom Durchmesser der zu wickelnden Spule abhängig. Dieser wiederum hängt vom Bohrungsdurchmesser und der Länge des Blechpaketes sowie von der Lage der Spule im Blechpaket, insgesamt also von der Spulenweite, ab. Der Querschnitt jeder Gleitschablone in Höhe der Wickelfläche kann kreisförmig, jedoch auch oval, elliptisch oder andersartig geformt sein. Die Achse der zugehörigen Spindel 3 bzw. 4 kann auch außerhalb des geometrischen Mittelpunktes der jeweiligen Querschnittsform liegen, wi so daß auch der Mittelpunkt der Kreisbahn des die Gleitschablone umfahrenden Flyers nicht mit deren geometrischen Mittelpunkt zusammenfällt
Wie aus der Fig.2 ersichtlich, sind dei beiden zu wickelnden Spulen größter Weite nur durch die Breite ·" eines Zahnes des zu bewickelnden Blechpaketes voneinander getrennt Um die derart eng nebeneinander angeordneten Spulen gleichzeitig herstellen zu können, ist es notwendig, die zu ihrer Fertigung dienenden Gleitschablonen ebenso eng nebeneinander anzuordnen. Demzufolge haben die Wickelflächen der Gleitschablonen an denjenigen Stellen ihres Umfanges, welche unmittelbar über den Einziehnadeln angeordnet sind, lediglich einen etwa der Breite einer Einziehnadel entsprechenden Abstand voneinander. Durch diese Schmalstelle müssen die die Gleitschablonen umkreisenden Flyer geführt werden.
Die Flyer 16 und 17 bewegen sich jeweils auf einer Kreisbahn um die zugeordnete Gleitschablone. Diese Kreisbahn wird aus Raumgründen so gewählt, daß sie in nur geringem Abstand vom größten Umfang der Gleitschablone verläuft Die Kreisbahnen der beiden Flyer 16 und 17 überschneiden sich jedoch innerhalb des Raumes über dem Kranz der Einziehnadeln 18 aufgrund des engen Abstandes der beiden Gleitschablonen 1 und 2 zueinander. Um eine kreisförmige Führung der Flyer zu ermöglichen, sind daher die aneinandergrenzenden Flächen der Gleitschablonen mit Ausnehmungen 25 bzw. 26 versehen, welche jeweils der durch sie verlaufenden Kreisbahn des die benachbarte Gleitschablone umkreisenden Flyers angepaßt sind. Der mittels der Flyer auf die Gleitschablonen aufgewickelte Draht überspannt die kreisabschnittförmigen Ausnehmungen sehnenfcrmig. Die zwischen den Ausnehmungen und dem Umfang der Gleitschablonen entstehenden Kanten sind abgerundet
Da sich die Kreisbahnen der Flyer überschneiden, muß für diese eine Zwangssteuerung vorgesehen werden. Dazu wird in vorteilhafter Weise der Zahnriemen 5 benutzt, welcher die Spindeln 3 und 4 und damit auch die Flyer antreibt ohne daß deren vorherbestimmte gegenseitige Lage unbeabsichtigt verändert werden kann. Aus der Fig.2 ist weiterhin ersichtlich, daß die die Ausnehmungen 25 bzw. 26 sehnenartig überspannenden Drähte jeweils im strichliert angedeuteten Weg desjenigen Flyers 16 bzw. 17 liegen, der die benachbarte Gleitschablone umkreist So hat der Flyer 16 beispielsweise erst eine halbe Umkreisung der Gleitschablone 1 beendet, wenn der Flyer 17 die Ausnehmung 25 passiert Nach dieser kurzen zurückgelegten Wegstrecke des Flyers 16 ist der dabei von ihm auf die Gleitschablone 1 gewickelte Draht 19 noch zu straff gespannt und deshalb noch nicht so weit nach unten abgeglitten, daß der Weg für den Flyer 17 frei wäre. Um Beschädigungen des Drahtes zu verhindern sind die freien Enden der Flyer als Zwangsabstreifer ausgebildet Zu diesem Zweck sind, wie aus den F i g. 4 und 5 ersichtlich, die den Draht 19 berührenden Endkrümmungen 50 der Flyer auf ihrer Unterseite abgerundet und so weit abgeflacht, daß der Draht sanft erfaßt und ohne Beschädigung um eine kleine Strecke nach unten weggedrückt wird. Dadurch entsteht zusätzlich der durchaus erwünschte Effekt, daß die einzelnen Drahtwindungen sicher von der Gleitschablone abgleiten und ohne Stauungen zwischen die Einziehnadeln 18 fallen.
Die Flyer sind in Form dünner und flacher Röhrchen ausgebildet die einen mehrfach gekrümmten Verlauf haben. Die Breite dieser Röhrchen ist abschnittsweise geringer als diejenige eines Zahnes des mit Spulen zu versehenden Blechpaketes, ihre freien Enden dienen als Drahtaustrittsdüsen. leder Flyer ist axial verschiebbar an der Spindel befestigt, welche die ihm zugehörige Gleitschablone trägt Wie aus Fig.3 ersichtlich, läuft der Draht 19 durch die als Hohlwelle ausgebildete Spindel 4 und wird von dort direkt in den Flyer 17
geführt. Aus diesem Grund besitzt der Flyer etwa die Form eines Z, dessen Mittelschenkel nahezu achsparallel zur Spindel 4 verläuft, dessen freie Schenkel jedoch nicht zueinander achsparallel angeordnet, sondern in zueinander parallelen Ebenen etwa um 90° gegeneinander versetzt sind. Der die Drahtaustrittsdüse bildende Schenkel ist dabei so gebogen, daß der aus ihm etwa in Richtung der Schenkelachse geradlinig austretende Draht eine Tangente zum Umfang der zugehörigen Gleitschablone bildet Die Krümmungen des Flyers sind als sanft verlaufende Kurven ausgebildet.
Ist der Wickelvorgang für eine Spule bestimmten Durchmessers beendet, wird der Abstreifer 14 aus seiner Ruhestellung heraus durch die Ausnehmungen 20 und 21 der Gleitschablone bis zu deren unteren Ende bewegt Dabei werden evtl. noch an der Gleitschablone hängende Drahtwindungen so weit nach unten gedrückt, daß sie sich von der Gleitschablone lösen und in die Spulenaufnahme fallen. Die mehrstufigen Gleitschablonen werden danach so weit axial verschoben, daß eine andere Stufe bewickelt werden kann. Zu diesem Zweck werden die Spindeln 3 und 4 mittels eines Stellantriebes axial verschoben und in der neuen Wickelstellung mittels eines weiteren Stellantriebes arretiert Danach wird der Abstreifer 14 wieder in seine Ruhestellung gefahren. Falls jedoch der Wickelvorgang insgesamt beendet ist bleibt der Abstreifer solange mit den Gleitschablonen in Eingriff, wie diese sich oberhalb des Kranzes der Einziehnadeln 18 befinden. Einstufige Gleitschablonen werden nach Beendigung des Wickelvorganges in eine andere Lage relativ zum Einziehnadelkranz gebracht, wie dies weiter unten näher beschrieben ist
Die in der F i g. 6 schematisch dargestellte dreiphasige Wicklung für einen vierpoligen Elektromotor wird, wie auch andere mehrsträngige Wicklungen, erfindungsgemäß mittels der in F i g. 7 dargestellten Wickelvorrichtung hergestellt Diese Wickelvorrichtung besitzt drei Gleitschablonen, die ein- oder mehrstufig ausgebildet sein können. Zur Herstellung von Wicklungen gemäß der F i g. 6 genügt es jedoch, die Gleitschablonen einstufig auszubilden.
Der Aufbau der in F i g. 7 gezeigten Vorrichtung mit drei Gleitschablonen entspricht in den wesentlichen Bauteilen dem Aufbau der anhand der F i g. 1 bis 3 beschriebenen Vorrichtung und wird anhand der F i g. 7 bis 9 beschrieben.
Der Antrieb der Vorrichtung erfolgt mittels der beiden drehzahlsteuerbaren Elektromotoren 30 und 31, welche die in Säulen 32 und 33 angeordneten Wellen 34 und 35 in Drehung versetzen. Über Zahnriemen 48, 49 werden Spindeln 36,37 und 38 und damit auch Flyer 39,
40 und 41 in Drehung versetzt die sich in einer Kreisbahn um Gleitschablonen 42,43 und 44 herumbewegen. Die drei Gleitschablonen arbeiten gemeinsam und gleichzeitig auf die Spulenaufnahme 45. Aus der Fig.8 ist die Zuordnung der Gleitschablonen zueinander und zur Einziehvorrichtung zu ersehen. Die Mittelachsen 77,78 und 79 der durch die Flyer 39,40 und
41 beschriebenen Kreise sind auf einem Teilkreis 80 in regelmäßigen Abständen angeordnet Die Mittelachse des Teilkreises 80 verläuft koaxial mit der Mittelachse des durch die Einziehnadeln 51 gebildeten Kreises. Die Einziehnadeln 51 sind Teile einer kompletten Einziehvorrichtung. Auch diese Wickelvorrichtung kann so ausgebildet sein, daß daß sie abwechselnd mehrere Einziehvorrichtungen bedient
Die in den Fig.8 in schematischer Draufsicht
dargestellten Gleitschablonen 42, 43 und 44 dienen zur Herstellung einer dreisträngigen Wicklung, deren Spulen größter Weite in unmittelbar benachbarten Nuten des Blechpaketes liegen. Folglich sind auch die Gleitschablonen lediglich durch die Breite eines Zahnes des zu bewickelnden Blechpaketes voneinander getrennt Um den nötigen Raum für die Kreisbahnen der Flyer 39,40 und 41 zu erhalten, sind die Gleitschablonen mit je zwei Ausnehmungen 46 versehen. Anzahl, Größe
ι ο und Anordnung dieser Ausnehmungen richten sich nach dem Durchmesser und der Lage der Flyer-Kreisbahnen. In außerdem noch vorgesehene Ausnehmungen 65 wird ein Abstreifer 60, der als ein einziges, allen drei Gleitschablonen gemeinsam zugeordnetes Bauteil ausgebildet ist sowohl zum Zweck des völligen Abstreifers der Drahtwindungen nach beendetem Wickelvorgang als auch zum Zweck der vorübergehenden Arretierung der Gleitschabloncn eingefahren.
Auch bei dieser Wickelvorrichtung sind die Flyer so
ausgebildet daß der in Richtung des Düsenendes aus ihnen austretende Draht 19 eine Tangente zum Umfang der Gleitschablone bildet und daß die in die Ausnehmungen 46 eingreifenden Teile der Flyer als Zwangsabstreifer dienen.
In der Fi g. 9 sind die Gleitschablonen 42, 43 und 44 auf einem Teilkreis 81 angeordnet dessen Durchmesser größer als derjenige des Teilkreises 80 (Fig.8) ist. Dadurch ist auch der gegenseitige Abstand der Gleitschablonen größer als bei dem in F i g. 8 dargestellten Wickelvorgang, so daß durch jede Gleitschablone eine geringere Anzahl von Einziehnadeln überdeckt wird und die gefertigten Spulen eine geringere Weite besitzen. Zur Veränderung des Teilkreisdurchmessers besteht in vorteilhafter Weise die nicht näher dargestellte, mit fachmännischen Mitteln erreichbare Möglichkeit, die Gleitschablonen entweder gegenüber den Spindeln oder aber die Spindeln einschließlich der an ihnen befestigten Gleitschablonen gegenüber dem Ausleger 12 bzw. dessen vorderem Querstück radial zum Kreis der Einziehnadeln verschiebbar anzuordnen.
Infolge des aus der Fig.7 ersichtlichen getrennten Antriebs für die Spindel 38 und den zugehörigen Flyer
41 ist es möglich, den Flyer 41 entgegengesetzt zur
Drehrichtung der beiden Flyer 39 und 40 umlaufen zu
lassen, so daß auf der zugehörigen Gleitschablone eine gegenläufig zu den anderen beiden Spulen gewickelte Spule hergestellt werden kann.
Die gemäß F i g. 6 in das Blechpaket 52 eingebrachte Wicklung wird derart hergestellt daß als erste die Spulen 53, 54 und 55 gleichzeitig mittels je einer Gleitschablone gewickelt werden. Anschließend wird der Einziehnadelkranz der Spulenaufnahme 45 relativ zu den Gleitschablonen um zwei Nutschritte entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht und es erfolgt, ohne daß die Verbindungen zwischen den einzelnen Spulen getrennt werden, nachfolgend der Wickelvorgang zur gleichzeitigen Herstellung der Spulen 56,57 und 58. Nach deren Fertigstellung und Weiterdrehung des Einziehnadelkranzes werden die restlichen Spulen der Wicklung Jeweils in gleicher Weise hergestellt Die nunmehr komplette Wicklung befindet sich bereits zwischen den Einziehnadeln 51 der Einziehvorrichtung und kann sofort nach dem Wegfahren der Wickelvorrichtung und nach dem Aufsetzen des Blechpaketes 52 auf die Einziehnadeln 51 in dessen Nuten eingezogen werden. Um den Kranz der Einziehnadeln 51 relativ zu den Gleitschablonen verdrehen zu können, solange sich beide miteinander in Eingriff befinden, ist die Ausneh-
mung 22 in Form eines Kreisringabschnittes ausgebildet.
Um die Wickelvorrichtung universell verwendbar zu machen, können im Rahmen der Erfindung die Spindeln auch derart am Ausleger 12 bzw. an dessen vorderem Querstück befestigt sein, daß sie auf einem Abschnitt eines Teilkreises, dessen Mittelpunkt mit demjenigen des Einziehnadelkranzes zusammenfällt, gegeneinander auf der durch den Teilkreis vorgegebenen Kreisbahn verschiebbar sind. Mittels einer derart ausgebildeten Wickelvorrichtung können Spulen für Wicklungen besonderer Art, wie z. B. Hilfs- und Zusatzwicklungen, hergestellt werden. Die Befestigung der Spindeln kann in kreisbogenabschnittförmigen Ausnehmungen des Auslegers 12 bzw. dessen vorderem Querstück in üblicher, dem Fachmann geläufiger Weise erfolgen. Es ist auch denkbar, die einzelnen Arme des Querstückes des Auslegers selbst verschiebbar auszubilden oder die Gleitschablone relativ zur Spindelachse verschiebbar zu gestalten, wobei der die Gleitschablone in weiterem Abstand umkreisende Flyer seine Drehachse beibehält. Im Rahmen der Erfindung ist es weiterhin möglich, vier und mehr Gleitschablonen einer Spulenaufnahme bzw. -einziehvorrichtung zuzuordnen, soweit dies für die herzustellende Wicklung erforderlich ist und soweit es der durch den Bohrungsdurchmesser des zu bewickelnden Blechpaketes sowie den Durchmesser der zu
ίο wickelnden Spulen vorgegebene Platzbedarf zuläßt. Es ist auch denkbar, eine Wickelvorrichtung mit gleichzeitig bewickelbaren Gleitschablonen unterschiedlichen Durchmessers auszustatten.
Um bei wechselnder Drehrichtung der Spindeln den Flyer nicht auswechseln zu müssen, wird dieser nach Art einer Pendeldüse so ausgebildet, daß er sich selbsttätig in die richtige Drehrichtung einstellt.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Spulenwickelvorrichtung zum Herstellen der Spulen für Wicklungen elektrischer Maschinen, bei welcher die einzelnen Drahtwindungen jeder Spul: s mittels eines Flyers auf eine Gleitschablone aufgebracht und durch den Druck der nachfolgend aufgebrachten Drahtwindungen zwischen die in die Gleitschablone eingreifenden Nadeln einer Spulen aufnahme eingeschoben werden, dadurch ge- ι ο kennzeichnet, daß der Spulenaufnahme (13; 45) mehrere, gleichzeitig bewickelbare Gleitschablonen (1, 2; 42, 43, 44) zugeordnet sind, daß dar Außenumfang jeder dieser Gleitschablonen durch eine oder mehrere Ausnehmungen (25, 26; 46) unterbrochen ist, durch die jeweils die Kreisbahn eines eine benachbart angeordnete Gleitschablone umkreisendes Flyers (16,17; 39,40,41) verläuft und daß die Umlaufbewegung eines jeden Flyers derart gesteuert ist, daß die Flyer mit vorbestimmte): Phasenverschiebung nacheinander die durch die Ausnehmung gebildeten Zwischenräume zwischen den benachbart angeordneten Gleitschabloneri durchlaufen.
2. Spulenwickelvorrichtung nach Anspruch 1, 2s dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (25,26; 46) den Kreisbahnen der Flyer (16,17; 39,40, 41) entsprechend kreisabschnittförmig ausgebildet sind, wobei der auf die Gleitschablone aufgebrachte Draht (19) die Ausnehmung sehnenförmig überspannt.
3. Spulenwickelvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitschabloneri (42,43,44) auf einem in bezug auf die Spulenaufnahme (45) zentrischen Teilkreis (80) relativ zueinander verschiebbar angeordnet sind.
4. Spulenwickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitschablonen (1, 2; 42, 43, 44) in bezug auf die Spulenaufnahme (45) radial verschiebbar angeordnet sind.
5. Spulenwickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flyer (16, 17; 39, 40, 41) als dünnes Röhrchen mit ovalem oder rechteckigem Querschnitt ausgebildet und etwa in Form eines Z gekrümmt sind, dessen einer Schenkel etwa radial zur zugehörigen Spindel (3,4; 36,37,38) verläuft, während sein Mittelschenkel zu dieser Spindel etwa achsparallel verläuft und der freie Schenkel eine Drahtaustrittsdüse bildet, die rechtwinklig zum Mittelschenkel abgekröpft ist und in Richtung einer an den Umfang der Wickelfläche der zugehörigen Gleitschablone gelegten Tangente ausgerichtet ist.
6. Spulenwickelvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Flyer (16, 17; 39, 40, 41) nach Art einer sich selbsttätig der Drehrichtung anpassenden Pendeldüse ausgebildet sind.
7. Spulenwickelvorrichtung nach Anspruch 5 oder ω) 6, dadurch gekennzeichnet, daß das freie, die Drahtauslaßdüse bildende Ende eines jeden Flyers (16, 17; 39, 40, 41) auf ihrer Außenseite derart gekrümmt ist, daß es als Abstreifer für den auf die benachbarte Gleitschablone aufgewickelten Draht h> (19) dient.
8. Spulenwickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Gleitschablone (1,2; 42,43,44) je ein in axialer Richtung verschiebbarer und in mehreren definierten Stellungen arretierbarer Abstreifer vorgesehen ist, der in eine schlitzartige, achsparallele Ausnehmung (20,21; 65) der Gleitschablone eingreift und in dieser Eingriffstellung arretierbar ist
9. Spulenwickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß für sämtliche, einer gemeinsamen Spulenaufnahme (13, 45) zugeordneten Gleitschablonen ein gemeinsamer Abstreifer (14,60) vorgesehen ist
10. Spulenwickelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, die Flyer (16, 17; 39, 40, 41) bewegende Spindeln (3, 4; 36, 37, 38) über eine gemeinsame, rutschfeste und kraftschlüssige Verbindung (Zahnriemen 5; 48,49), mit einer von einem Elektromotor (8; 30) angetriebenen Welle (10,32) gekuppelt sind
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