DE476737C - Fliehkraftschalter, dessen Schalthebel durch eine Feder ruckartig in die Kontaktlagegebracht wird - Google Patents
Fliehkraftschalter, dessen Schalthebel durch eine Feder ruckartig in die Kontaktlagegebracht wirdInfo
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- DE476737C DE476737C DEA51861D DEA0051861D DE476737C DE 476737 C DE476737 C DE 476737C DE A51861 D DEA51861 D DE A51861D DE A0051861 D DEA0051861 D DE A0051861D DE 476737 C DE476737 C DE 476737C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H35/00—Switches operated by change of a physical condition
- H01H35/06—Switches operated by change of speed
- H01H35/10—Centrifugal switches
Landscapes
- Rotary Switch, Piano Key Switch, And Lever Switch (AREA)
Description
- Fliehkraftschalter, dessen Schalthebel durch eine Feder ruckartig in die Kontaktlage gebracht wird Fliehkraftschalter haben den Zweck, bei einer bestimmten Drehzahl Kontakte zu öffnen oder zu schließen. Die bisher, bekannten Fliehkraftschalter, bei denen der Schalthebel durch eine Feder ruckartig in die Kontaktlage gebracht wird, besitzen zuweilen den Nachteil, daß beim Schließen der bewegliche Kontakt zurückspringt und durch den dadurch entstehenden Lichtbogen mit den feststehenden Kontakten zusammen verschweißt. Ferner ist für größere Ströme die Pressung der Kontakte aufeinander ungenügend, so daß die Kontakte durch die Erwärmung oxydieren und den übergangswiderstand ständig steigern. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die Drehzahl, bei welcher der Schalter öffnet, zu nahe an derjenigen des Schließens liegt. Durch starken Frequenz- oder Spannungsrückgang an den Motoren besteht daher die Gefahr, daß der Fliehkraftschalter den geschlossenen Kontakt unterbricht, so daß ein Verbrennen des Anlaufwiderstandes die Folge ist.
- Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch beseitigt, daß aus einer starren Gelenkstütze 7 und dem unter Wirkung der Rückzugfeder 8 stehenden Schaltarm q., 5, 6 ein Kniehebel gebildet ist, und daß der Schalthebel durch einen in der Nähe des Kniegelenkes 12 -liegenden Anschlag io abgestützt ist. Durch diese Anordnung wird das der Fliehkräft entgegenwirkende Moment der Rückzugfed'er auf den Schalthebel während des Schaltvorganges vermindert, so daß der durch die Zentrifugalkraft ausgeübte Kontaktdruck vergrößert wird.
- In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung ein Fliehkraftschalter im Längsschnitt in drei Stellungen abgebildet, und zwar zeigt Abb. i die Ausschaltstellung, Abb. 2 die Stellung nach Berühren der Kontakte und Abb.3 die eigentliche Kontaktstellung.
- Auf der Welle i des Motors sitzt das Schaltergehäuse 2, das die festen Kontakte 3 des Schalters trägt. Der bewegliche Kontakt q. sitzt am Schalthebel 5. Letzterer ist in Richtung der Welle durch die starre schneidenförmige Kniegelenkstütze 7 gegen die Lagerrille 13 im Schaltergehäuse abgestützt. Die Kniegelenkstütze 7 greift andererseits in eine Rille i2 des Schalthebels ein. 6 ist ein Ausgleichgewicht, um den Schwerpunkt des Schalthebels 5 so verlegen zu können, daß die Rückzugfeder die für die einwandfreie Funktion des Schalters erforderlichen Abmessungen nicht überschreitet. In radialer Richtung, d. h. in Richtung der Schaltbewegung, legt sich der Schalthebel in der Ausschaltstellung gegen eine Wälzrolle io an, die in Schlitzen der Lagerwand g geführt ist und durch die der Schalthebel zum Teil ausbalanciert wird. Die Wälzrolle io dient ferner in der Kontaktstellung für die Begrenzung der Reib- und Wälzbewegung des beweglichen Druckkontaktes gegen die festen Kontakte. Die Rückzugfeder 8 hält den Schalthebel in der Ausschaltstellung in der in Abb. i gezeichneten Lage.
- Rotiert der Schalter mit einer Geschwindigkeit, in der die Zentrifugalkraft des Schalthebels die Rückzugskraft der Feder überwindet, so bewegt sich der Schalthebel in die Stellung nach Abb. 2, und der bewegliche Kontakt 4 überbrückt die festen Kontakte 3. Bei Beginn dieser Schaltbewegung dient zunächst als Drehpunkt für den Schalthebel 5 die Wälzrolle io, gegenüber der mit fortschreitender Schaltbewegung der Schalthebel gleichzeitig eine gleitende Bewegung ausführt. Nach Erreichen der Strecklage wird unter der Wirkung der Rückzugfeder 8 das Kniegelenk durchgedrückt und der Schalthebel ruckartig gegen die Kontakte 3 bewegt, indem die schneidenartige Kniegelenkstütze um den Drehpunkt 13 gegen die Welle hin bewegt wird. Dabei wird der Drehpunkt für den Schalthebel in das Kniegelenk 12 verlegt. Die Reibung in den Gelenkpunkten 12, 13 der Kniegelenkstütze 7 ist gering. Mit zunehmendem Schaltweg des Schalthebels aus der Ausschaltstellung in die Stellung nach Abb. 2 hat sich das auf den Schalthebel wirksame Moment der Rückzugfeder verringert; andererseits ist die Zentrifugalkraft des Schalthebels infolge der Vergrößerung des Abstandes von der Wellenachse so angewachsen, daß eine Reibung in den Gelenken keine Vergrößerung der Zentrifugalkraft und damit der Drehzahl erfordert.
- Aus der Stellung nach Abb. 2 bewegt sich der Schalthebel infolge der Fliehkraft in die eigentliche Kontaktstellung nach Abb. 3. Hierbei wird die Gelenkstütze 7 um den Gelenkpunkt i3 gedreht, wobei der Schalthebel in Richtung der Achse der Welle i durch die Rückzugfeder längsverschoben wird, so daß der Schalthebel mit dem beweglichen Kontakt an den festen Kontakten entlang bewegt wird. Die Bewegung des Schalthebels wird durch die Wälzrolle io begrenzt. Die Längsbewegung des beweglichen Kontaktes gegen die festen verhindert das Zusammenschweißen der Kontakte und sorgt dafür, daß sie dauernd blank sind.
- Der den Schalthebel bildende Kniehebel kann auch anstatt, wie dargestellt, aus zwei sich gegeneinander kraftschlüssig abstützenden Teilen aus zwei gelenkig verbundenen Teilen 5 und 7 gebildet werden.
- Wird der Motor vom Netz abgetrennt, so geht erst bei relativ sehr tiefer Drehzahl der Schalthebel aus Stellung nach Abb. 3 ,in diejenige von Abb. 2 und sodann in die Ausschaltlage -nach Abb. r über -In- diesem Zustand ist der Schalter bzw. der Motor wieder anlaßbereit.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: r. Fliehkraftschalter, dessen Schalthebel durch eine Feder ruckartig ,in die Kontaktlage gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß aus einer starren Gelenkstütze (7) und dem unter Wirkung der Rückzugfeder ($) stehenden Schaltarm (4, 5, 6). ein Kniehebel gebildet ist, und daß der Schalthebel durch einen in. der Nähe des Kniegelenkes (z2) liegenden Anschlag (io) abgestützt ist.
- 2. Fliehkraftschalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der bei Beginn der Schaltbewegung als Drehpunkt für den Schalthebel und am Ende als Begrenzung dienende Anschlag (io) für den Schalthebel als Wälzrolle ausgebildet ist, die in Längsschlitzen am Lagergehäuse verschiebbar gelagert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA51861D DE476737C (de) | 1927-09-01 | 1927-09-01 | Fliehkraftschalter, dessen Schalthebel durch eine Feder ruckartig in die Kontaktlagegebracht wird |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA51861D DE476737C (de) | 1927-09-01 | 1927-09-01 | Fliehkraftschalter, dessen Schalthebel durch eine Feder ruckartig in die Kontaktlagegebracht wird |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE476737C true DE476737C (de) | 1929-05-24 |
Family
ID=6938165
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA51861D Expired DE476737C (de) | 1927-09-01 | 1927-09-01 | Fliehkraftschalter, dessen Schalthebel durch eine Feder ruckartig in die Kontaktlagegebracht wird |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE476737C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE960698C (de) * | 1952-10-31 | 1957-03-28 | Charles Terres Weymann | Selbsttaetig wirkende elektrische Schaltvorrichtung fuer elektromagnetisch gesteuerte Wechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
-
1927
- 1927-09-01 DE DEA51861D patent/DE476737C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE960698C (de) * | 1952-10-31 | 1957-03-28 | Charles Terres Weymann | Selbsttaetig wirkende elektrische Schaltvorrichtung fuer elektromagnetisch gesteuerte Wechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
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