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Wlihrotelephon Beim Telephönieren, vor allen Dingen bei Gesprächen
von längerer Dauer, hat es sich stets als sehr lästiger Übelstand erwiesen, daß
die Hand, die das Mikrotelephon hielt, infolge ihrer festen Anlage am Griff und
des dadurch bedingten Luftabschlusses feucht wurde.- Dieser Übelstand zeigte sich
schon in hohem Maße bei den bisherigen Ausführungsformen der Mikrotelephone mit
ihren Profilabsätzen, die durch das Auslaufen der Griffe in die Metallhalter für
Telephon- und Mikrophondose gebildet wurden. In weit verstärktem Maße jedoch zeigte
sich der Schweißniederschlag am Griff modernster Mikrotelephone, die völlig aus
Isoliermaterial bestehen und infolge ihrer sich der Handwölbung genau anpassenden
und durch das Material bedingten glatten, runden Flächen einen viel stärkeren Luftabschluß
unter der haltenden Hand bewirken.
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Dieser Schweißniederschlag am Griff war in doppelter Hinsicht vom
Übel. Einmal erweckte er das subjektive Unbehagen des Telephonierenden, zweitens
jedoch war der -Niederschlag für den Isolierrnaterialgriff schädlich; denn er zersetzte
dessen Oberfläche und machte sie dadurch in hohem Maße unansehnlich.
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Diese erwähnten Übelstände nun vermeidet das vorliegende Mikrotelephon,
das infolge seines neuartigen Aufbaues gestattet, daß unter der um den Griff gelegten
Hand ein genügend kühlender Luftstrom vorbeistreichen kann, der eine Schweißbildung
an der Hand verhindert.
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Dieser Luftstrom wird dadurch erzielt, daß man. stark ausgebildete
Rippen bzw. Vertiefungen, in beliebiger Richtung laufend, an der Oberfläche des
das Telephon- und Mikrophongehäuse verbindenden Tragkörpers anbringt.
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Wohl ist es schon bekannt, den Tragkörper bzw. Griff des Mikrotelephons
zu profilieren. Man verwandte z. B. in der Bautechnik bekannte Profile, wie von
j-Trägern, mit einem großen Widerstandmoment, um eine bestimmte Festigkeit des Griffes
zu erzielen.
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Auf diese Weise versuchte man, durch die Steifheit dieser Trägerkonstruktion
ein unerwünschtes Schwingen und Pfeifen des Mikrotelephons zu vermeiden. Die durch
das I-Profil bedingten Vertiefungen in den Griffen dienten jedoch nicht zur Kühlung.
Derartige Profilformen machten den Griff des Mikrotelephons so unhandlich und so
unbequem zur Benutzung, daß man die Form wieder verließ und zu einer Gestaltung
des Griffes kam, die sich der Handfläche eng anschmiegte.
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Damit war nun die in der vorliegenden Erfindung vorgesehene Kühlung
der Handfläche notwendig.
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Die Rippen bzw. Vertiefungen dieses M-ikrotelephons können, wie schon
betont wurde, in beliebiger Richtung laufend auf dem Griff angebracht werden. Sie
müssen so groß und
tief sein, daß ein genügend starker Luftstrom
durch sie hindurchstreichen kann. Sie sind jedoch dem Erfindungsgedanken entsprechend
so angeordnet, daß sie sich in jedem Punkte genau der in die Handform eingeschmiegten
Griffoberfläche anpassen und so die durch die Grifform bedingte bequeme Lage der
Hand nicht beeinträchtigen.
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Ein Ausführungsbeispiel eines derartigen Mikrotelephons stellt Abb.
i in Seitenansicht dar. i sind die hervortretenden Rippen, 2 die durch sie gebildeten
Vertiefungen. Abb.2 zeigt einen Schnitt durch den Griff in Richtung A-B.
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Der durch die Vertiefungen unter der .auf den Rippen ruhenden Hand
vorbeistreichende kühlende Luftstrom wird noch durch eine Kaminwirkung unter der
Hand verstärkt. Die Hand erwärmt nämlich die unter ihr befindliche Luft in den Vertiefungen.
Diese erwärmte Luft steigt in den Vertiefungen bei der normalen annähernd vertikalen
Betriebshaltung des Mikrotelephons nach oben, schafft unter der Hand ein gewisses
Vakuum, das die von außen nachdrückende kühlere Luft wieder aufzufüllen bestrebt
ist. Es entsteht somit eine lebhafte Zirkulation der-Luft unter der Hand bei der
Benutzung des Mikrotelephons.
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Am günstigsten wird dieser Luftstrom, wenn die Rippen und damit die
Vertiefungen in der Längsrichtung des Griffes angeordnet sind, und über die eigentliche
Grifffläche hinaus, wie es die Abb. i zeigt, die ganze Oberfläche des Mikrophon-
und Telephongehäuse verbindenden Tragorgans überziehen. Jedoch beeinträchtigen auch
andere Anordnungen der Rippen, z. B. in Spiralen, Ringen usw., den Erfindungsgedanken
in keiner Weise.
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Die Anordnung der Rippen am Tragorgan des Mikrotelephons bringt außer
den geschilderten noch den weiteren großen Vorteil, daß sie das Gewicht des Mikrotelephons
wesentlich vermindert, seine Festigkeit jedoch stärkt.
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Um ein Eindrücken der Rippen in die Hand bei kräftigem Anfassen zu
vermeiden, werden die Rippen an ihren Kanten stark abgerundet.
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Um den Apparat .leicht sauber zu halten sowie Staubablagerungen in
den Rinnen zwischen den Rippen zu vermeiden, werden auch in den Vertiefungen die
Kanten gebrochen und Rundungen angebracht.