DE475113C - Lichtelektrische Zelle mit Gasfuellung und Glimmlichtentladung - Google Patents

Lichtelektrische Zelle mit Gasfuellung und Glimmlichtentladung

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Publication number
DE475113C
DE475113C DET31290D DET0031290D DE475113C DE 475113 C DE475113 C DE 475113C DE T31290 D DET31290 D DE T31290D DE T0031290 D DET0031290 D DE T0031290D DE 475113 C DE475113 C DE 475113C
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DE
Germany
Prior art keywords
photoelectric cell
suction
electrode
cell according
photoelectric
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Expired
Application number
DET31290D
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English (en)
Inventor
Dr August Karolus
Dr Fritz Schroeter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telefunken AG
Original Assignee
Telefunken AG
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Publication date
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Priority to DET31396D priority patent/DE475891C/de
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J40/00Photoelectric discharge tubes not involving the ionisation of a gas
    • H01J40/02Details
    • H01J40/04Electrodes

Landscapes

  • Hybrid Cells (AREA)

Description

  • Lichtelektrische Zelle mit Gasfüllung und Glimmlichtentladung Bei lichtelektrischen Zellen nach Elster und Geite l ist bereits vorgeschlagen worden, durch Erhöhung der Saugspannung, welche die vom Licht an der photoelektrisch aktiven Elektrode ausgelösten Elektronen zur Gegenelektrode zieht, in einem Bereich zu arbeiten, wo bereits Glimmentladung auftritt, der Zellenstrom aber noch mit der Belichtung -trägheitslos zurückgeht (vgl. Patent 347 53i)- Will man nach dieser Methode mit möglichst starken Zellenströmen arbeiten, so setzt der alsbald eintretende Durchbruch der selbständigen, bei Verdunkelung weiterbestehenden Glimmentladung, die also durch das Licht nicht steuerbar ist, der Steigerung der Saugspannung eine Grenze.
  • Gemäß der Erfindung gelingt es nun, den Arbeitsbereich der vom Licht noch trägheitsfrei steuerbaren Vorglimmentladung durch das Zusammenwirken folgender Mittel wesentlich in Richtung nach stärkeren Zellenströmen zu erweitern, und zwar so weit, daß Ströme von mehr als i Miniampere von der Zelle durchschlagsicher ertragen und vom Licht quantitativ gesteuert werden. Bei den obengenanuten bekannten Zellen ist die Saugspannung bei großoberflächig ausgebildeter lichtelektrischer Emissionsschicht sehr hoch; dies ist auch bei den Zellen nach der Erfindung der Fall, so daß im völligen Dunkel schon ein schwaches, jedoch bei Helium- und Neonfüllung deutlich wahrnehmbares Leuchten uni die Saugelektrode herum bzw. in deren Nähe besteht. Es ist also nicht erst eine gewisse Belichtung, welche dieses Stadium auslöst, sondern dasselbe ist schon im Dunkeln vorhanden. Naturgemäß wird es aber mit wachsender Beleuchtung der photoaktiven Fläche verstärkt.
  • Im übrigen ist dieser Arbeitsbereich dadurch gekennzeichnet, daß sich das Leuchten auf das Gebiet um die Saugelektrode beschränkt und an der lichtelektrischen Kathode noch keine Übergang Glimmschicht erkennbar ist. Der Übergang zur Ausbildung der letzteren ist durch-ein steiles Ansteigen des Zellenstromes charakterisiert und sonach leicht feststellbar.
  • Um nun die erwähnte weite Ausdehnung des Bereichs der ausnutzbaren Zellenstromstärken zu erhalten, hat es sich erfindungsgemäß als wesentlich herausgestellt, der Saugelektrode S (Abb. i) eine möglichst große Ausdehnung zu geben im Vergleich zur räumlichen Ausdehnung und zum Abstand der Emissionselektrode K. Das Saugfeld wird dadurch ziemlich homogen gemacht, die Dichte der positiven Ladungen in der Nähe der Saugelektrode verringert, somit ihr durch Raumladungswirkung erklärbarer Einfluß auf die Verflachung des Stromdiagramms der Zelle gemindert und der Gefahr von vorzeitigen Durchschlägen der selbständigen Glimmentladung infolge zu hoher Konzentration der positiven Träger vorgebeugt. Um die so ausgedehnte Saugelektrode nicht zu einem Hindernis für die, freie Belichtung der photoaktiven Emissionsschicht werden zu lassen, gibt man ersterer die Gestalt eines Netzes, Gitterwerkes, einer Flachspirale aus dünnem Draht o. dgl., derart, daß das Licht fast ungeschmälert durch die Maschen oder Zwischenräume der Saugelektrode hindurchtreten kann.
  • Gegenstand der Erfindung ist somit eine lichtelektrische Zelle mit Gasfüllung und Glimmentladung, bei der zur möglichst weiten Verschiebung des Arbeitsbereiches in das Gebiet starker Ströme und zur Vermeidung vorzeitigen Durchschlagens der selbständigen Entladung die Saugelektrode in netz-, sieb-, gitterartiger oder ähnlicher, den veränderlichen Lichtstrom möglichst ungehindert durchlassender Gestaltung mit Bezug auf die Fläche der Gegenelektrode weit ausgedehnt und dadurch das Saugfeld ziemlich homogen gemacht ist und die Leuchterscheinung auf das Gebiet um die Saugelektrode beschränkt bleibt.
  • Als Füllgase werden, wie bei lichtelektrischen Zellen bereits bekannt ist, Neon oder Helium oder Gemische dieser beiden benutzt. Diese Edelgase ergeben ein besonders weites Arbeitsbereich der Zelle, wenn die beschriebene großflächige Saugelektrode benutzt wird. Mit Neon z. B. kommt man zu dem wie oben angeführten Stromstärkewert von über = Milliampere. Wahrscheinlich ist der hohe Anodenfall der selbständigen Entladung in diesen Gasen günstig im Sinne eines Schutzes gegen allzu labile Einstellung der kritischen Durchbruchspannung. Kleine Beimengungen von Argon oder Wasserstoff zum Neon oder Helium oder deren Gemisch sind vorteilhaft, solange der Gasdruck insgesamt so niedrig bleibt, daß noch kein zündspannungserniedrigender Einfluß jener Zusätze bemerkbar wird.
  • Ferner können zusätzliche elektrische oder magnetische Felder zur Beeinflussung der Trägerbahnen und -stöße im Entladungsraum der Zelle vorgesehen sein. Das Wesen und der Zweck dieser Zusatzfelder werden am besten an Hand der Abb. 2 und 3 erklärt.
  • Zunächst stellt Abb. i eine erfindungsgemäße Zelle ohne Hilfsfeld dar. Die in flacher, linsenartiger Form hergestellte Zelle enthält die lichtelektrisch aktive Elektrode K, z. B. hydriertes Kalium oder ein anderes Material aus der Reihe der als wirksam bekannten Metalle oder Metallegierungen; ferner die Saugelektrode S. Die Zuführungen zu den beiden Elektroden sind mit i und 2 bezeichnet, sie sind in gewohnter und ohne weiteres ersichtlicher Weise ausgeführt. Gemäß der Erfindung ist nun die Saugelektrode S netz- oder siebartig ausgebildet und erstreckt sich über die gesamte Ausdehnung der Gegenelektrode K, wodurch das Saugfeld homogener wird und sich die wie obengenannten Vorteile ergeben. Man kann leicht zeigen, daß bei immer weiter getriebener Verkleinerung der Elektrode S, bis zum Grenzfall einer Spitze, das Arbeitsbereich der Zelle enger wird und der Durchschlag unter vergleichbaren Bedingungen bei immer geringeren Stromstärken einsetzt.
  • Abb. 2 zeigt die Hinzunahme eines bei lichtelektrischen Zellen an sich bekannten Steuergitters G, das entsprechend der Elektrode S ausgebildet ist und die Zuführung 3 besitzt. Die Elektrode G muß sowohl gegen S als auch gegen K gut isoliert sein. Dies ist durch passende Ausbildung der Halter und durch Einbau von langen Kriechstrecken leicht zu erreichen. Wird nun an S eine in bezug auf das Potential von K hohe positive Spannung gelegt, so wirkt diese, durch G hindurchgreifend, nur mit einem Teilbetrage, der eben vom Durchgriff abhängt, auf die aus K durch das Licht ausgelösten Elektronen ein. Die wirksame Beschleunigungsspannung läßt sich nun sehr bequem durch das Potential von G regulieren, das gegenüber K in gewissen Fällen sogar negativ werden kann. Das Ergebnis der Einschaltung von G ist, daß die Elektronen zunächst nach ihrem Austritt aus K nicht zu stark beschleunigt werden, also im Raume zwischen G und K keine positiven Ladungen durch Stoß bilden können, daß sie dann aber zwischen S und G eine sehr große Energiezunahme erlangen, wodurch sich die Ionisation nur in der Nähe von S ausbildet und dort die gewünschte Vor-Glimmentladung erzeugt, und zwar in gut regelbarer Weise. Umgekehrt können bei geeigneter Spannungseinstellung die positiven Träger im Raume zwischen G und K abgebremst und so die Gefahr vorzeitigen Durchschlages der selbständigen Glimmentladung regelbar begrenzt werden. Indem man so die Energieverteilung und die Zusammenstöße der Ladungen beeinflussen kann, ergibt die gekennzeichnete Anordnung wesentliche Vorteile für die Ausführung des Erfindungsgedankens.
  • Abb. 3 zeigt die Anwendung eines magnetischen Hilfsfeldes, indem ein Magnetpol M in das passend ausgebildete Gefäß hineinragt, der entweder einem permanenten Magneten oder einem durch Drahtwindungen W erregbaren Elektromagneten zugehört. Die magnetischen Kraftlinien durchsetzen das Gas in Richtung der gestrichelten Pfeile. Dadurch werden die Bahnen der elektrisch geladenen Teilchen gekrümmt und die Zusammenstöße vermehrt, so daß der Zellenstrom beträchtlich anwachsen kann. Man hat es auf diese Weise außerdem bis zu einem gewissen Grade in der Hand, die Energie zu regeln, mit welcher die positiven Ionen auf die Elektrode K auftreffen. Davon hängt aber der Durchschlag der selbständigen Glimmentladung ab. Indem man die positiven Ionen vermehrt im Gase stoßen läßt, nutzt man sie als Träger der unselbständigen, noch durch Licht steuerbaren Vor-Glimmentladung aus, verhindert jedoch zugleich, daß sie Elektronen durch heftigen Aufprall auf K in einem Grade frei machen, der für die Ausbildung der negativen Glimmschicht und damit für den Durchschlag ausreichend ist.
  • Lichtelektrische Zellen mit Hilfsfeldern in Gestalt aufgeladener Gitterelektroden sind, wie oben erwähnt, bereits bekannt. Dabei handelt es sich jedoch um Zellen, in denen nicht die lichtelektrisch ausgelösten Elektronen oder wenigstens nicht ausschließlich diese, sondern vielmehr die aus einer Hilfselektronenquelle, stammenden, z. B. von einem Glühdraht emittierten Elektronen primär durch das Gitter gesteuert werden (Zellen mit Verstärkerwirkung usw.). Diese Anordnungen dienen auch anderen Zwecken als die vorliegende Erfindung. Sie bezwecken z. B. die Vermeidung von Trägheit durch die Hilfselektronenquelle. Bei der vorliegenden Erfindung sollen dagegen die Hilfsfelder durch ihren Einfluß auf die Verteilung der Träger und deren Zusammenstöße im Entladungsraum dazu beitragen, ohne Durchschlaggefahr den Stromstärken-Nutzbereich weiter nach höheren Intensitäten hin auszudehnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Lichtelektrische Zelle mit Gasfüllung und Glimmlichtentladung, dadurch gekennzeichnet, daß zur möglichst weiten Verschiebung des Arbeitsbereiches in das Gebiet starker Ströme und zur Vermeidung vorzeitigen Durchschlagens der selbständigen Entladung die Saugelektrode in netz-, sieb-, gitterartiger oder ähnlicher, den veränderlichen Lichtstrom möglichst ungehindert durchlassender Gestaltung mit Bezug auf die Fläche der Gegenelektrode weit ausgedehnt und dadurch das Saugfeld ziemlich homogen gemacht ist und die Leuchterscheinung auf das Gebiet um die Saugelektrode beschränkt bleibt. a. Lichtelektrische Zelle nach Anspruch z ohne Hilfselektronenquelle, dadurch gekennzeichnet, daß außer der Saugspannung elektrische Hilfsfelder mittels Steuergitter auf die Bahnen der Ladungen einwirken. 3. Lichtelektrische Zelle nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß ein magnetisches Kraftfeld den Gasraum zwischen lichtelektrischer Elektronenaustrittsfläche und Saugelektrode so durchsetzt, daß die Bahnen der geladenen Teilchen gekrümmt und dadurch die Stöße im Gase vermehrt werden. q.. Lichtelektrische Zelle nach Anspruch r bis 3, gekennzeichnet durch eine Füllung von Neon oder Helium oder Gemischen beider. 5. Lichtelektrische Zelle nach Anspruch q., gekennzeichnet durch geringe Zusätze von Argon oder Wasserstoff zur Hauptgasfüllung.
DET31290D 1926-01-09 1926-01-09 Lichtelektrische Zelle mit Gasfuellung und Glimmlichtentladung Expired DE475113C (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DET31290D DE475113C (de) 1926-01-09 1926-01-09 Lichtelektrische Zelle mit Gasfuellung und Glimmlichtentladung
DET31396D DE475891C (de) 1926-01-09 1926-02-03 Verfahren zum Arbeiten mit lichtelektrischen Zellen, insbesondere bei der Bilduebertragung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DET31290D DE475113C (de) 1926-01-09 1926-01-09 Lichtelektrische Zelle mit Gasfuellung und Glimmlichtentladung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE475113C true DE475113C (de) 1929-04-17

Family

ID=7556208

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DET31290D Expired DE475113C (de) 1926-01-09 1926-01-09 Lichtelektrische Zelle mit Gasfuellung und Glimmlichtentladung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE475113C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE927759C (de) * 1948-10-14 1955-05-16 Mueller Herbert Photozelleneinrichtung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE927759C (de) * 1948-10-14 1955-05-16 Mueller Herbert Photozelleneinrichtung

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