DE472875C - Klappenschrank mit in Reihen angeordneten Quecksilberrelais, bei denen ein Verdraengungskoerper unter elektromagnetischer Einwirkung mittels Quecksilbers die Steuerung von Stromkreisen bewirkt - Google Patents

Klappenschrank mit in Reihen angeordneten Quecksilberrelais, bei denen ein Verdraengungskoerper unter elektromagnetischer Einwirkung mittels Quecksilbers die Steuerung von Stromkreisen bewirkt

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DE472875C
DE472875C DEO15291D DEO0015291D DE472875C DE 472875 C DE472875 C DE 472875C DE O15291 D DEO15291 D DE O15291D DE O0015291 D DEO0015291 D DE O0015291D DE 472875 C DE472875 C DE 472875C
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    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B5/00Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied
    • G08B5/22Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission
    • G08B5/32Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission with indicator element moving rectilinearly

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  • Electromagnetism (AREA)
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Description

  • Klappenschrank mit in Reihen angeordneten Quecksilberrelais, bei denen ein Verdrängungskörper- unter elektromagnetischer Einwirkung mittels Quecksilbers die Steuerung von Stromkreisen bewirkt In Klappenschränken verwendet man neuerdings Relais, die an Stelle von festen Kontaktteilen Quecksilberkontakte enthalten, um den Stroinschluß sicherer zu gestalten. Dabei hat man sich im Aufbau an die Relais mit festen Kontakten gehalten. Man hat nämlich mit dem drehbaren Anker des Elektromagneten ein Quecksilberkippröhrchen verbunden, in dem die Kontakte derart angeordnet sind, daß durch das Kippen der Stromschluß zustande kommt.
  • Die Verwendung derartiger Relais mit Kippkontakten in Klappenschränken hat eine Reihe großer Nachteile im Gefolge. Zunächst müsssen sich infolge der Kippbewegung des das Quecksilber enthaltenden Röhrchens auch die in dieses eingeschmolzenen Drähte bewegen. Es tritt hierbei ein gewisser, wenn auch kleiner mechanischer Widerstand auf. Außerdem ist die Bewegung mit einer fortgesetzten Biegungsbeanspruchung der Drähte verbunden, die mit der Zeit brechen können. Auch aus der notwendigen Lagerung des das Röhrchen tragenden Ankers ergeben sich Bewegungswiderstände.
  • Ferner nimmt das Relais infolge der Anordnung des quer zur Achse der Spule stehenden Ankers mit Kippröhre sehr viel Raum ein. Dieser Umstand ist gerade bei Klappenschränken von außerordentlich großer Bedeutung, weil zu jedem einzelnen Anschluß ein besonderes Relais gehört. Will man trotz der Sperrigkert des Relais den Raum im Klappenschrank möglichst ausnutzen, so ist man genötigt, die Relais, ungebührlich zusammenzudrängen. Hierdurch wird die Übersieht und Kontrolle sowie auch die Ausführung von Reparaturen, die Auswechslung von Teilen und die Einstellung erschwert Letzere ist bei den bisher verwendeten Relais unerläßlich. Um aber eine sichere Einstellung möglich zu machen, kann man bei der Ausführung des Relais nicht unter gewisse Abmessungen heruntergehen.
  • Entsprechend der Kompliziertheit sind natürlich auch die Herstellungskosten des Klappenschrankes sehr hoch, die sich einerseits aus den Kosten der einzelnen Relais, andererseits aus einem Betrag pro Relais zusammensetzen, der in einem gewissen Verhältnis zu dem Raumbedarf des einzelnen Relais steht. Besonders aber nimmt das Relais allein einen zu großen Prozentsatz der Anlagekosten pro Anschluß in Anspruch.
  • Bei der bekannten Ausführung mit Kippröhren hat man sich übrigens auch genötigt gesehen, den Anker abzufedern und durch elastische Puffer in den beiden Endlagen abzufangen, um Vibrationen bei Wechselstrombetrieb zu vermeiden.
  • Gemäß- vorliegender Erfindung werden diese -Nachteile unter Erzielung weiterer noch zu erörternder Vorteile dadurch beseitigt, daß der Klappenschrank mit Qtiecksilberr elais ausgestattet wird, die in an sich bekannter Weise je aus einer Elektromagnetspule und einem in ihr gleichachsig angeordneten Glasröhrchen finit eingeschmolzenen Drähten bestehen, welches Quecksilber und einen in diesem schwimmenden Eisenkörper enthält, dessen verdrängende Wirkung auf das Quecksilber durch Wirkung der Elektromagnetspule verändert wird, so daß je nach der Anordnung durch Erregung der Elektromagnetspule der Spiegel des Quecksilbers steigt oder fällt und der Strom durch die Einschmelzdrähte geschlossen oder unterbrochen wird.
  • Die Vorteile der Verwendung solcher Relais in Klappenschränken liegen auf der Hand. Zunächst wird das Quecksilberröhrchen einfach in die Elektromagnetspule eingesetzt und bedarf im Gegensatz zu den bisher verwendeten Kippröhrenrelais keinerlei Befestigung.
  • Im Betrieb nimmt überdies das Röhrchen dauernd eine unveränderliche Lage ein, so daß die Zuführungsdrähte keinerlei Bewegung erfahren.
  • Insbesondere ist auch keine genaue Einstellung nötig, weil der Eisenkern ohne Rücksicht auf seine Stellung gegenüber der Elektromagnetspule beim Stromschluß angezogen wird, vorausgesetzt natürlich, daß er überhaupt genügend in dem Kraftlinienfeld der erregten Spule liegt.
  • Da keine Einstellung nötig ist, kann man mit dein Raum im Klappenschrank besonders sparsam umgehen. Überhaupt ist der Raumbedarf der denkbar kleinste, weil die den Eisenkern und das Ouecksilber enthaltende Röhre als einziger neben der Spule vorhandener Teil im Hohlraum der Spule untergebracht wird, also für den Raumbedarf lediglich der Umriß der Spule maßgebend ist.
  • Es fällt auch die bei Verwendung von Kippröhren unentbehrliche Federung und Pufferung des bewegten Teiles fort.
  • Infolge der außerordentlichen Einfachheit der Ausführung, bei der jede drehbare Lagerung vermieden ist, und bei der das ganze Relais nur aus der Spule und dem das Quecksilber und den Eisenkern enthaltenden Glasröhrchen besteht, werden die Herstellungskosten des Klappenschrankes auf einen Bruchteil der bisherigen Kosten herabgemindert. Durch die Kleinheit der Relais ergibt sich auch die Möglichkeit, die Klappenschränke im ganzen kleiner auszuführen oder in einem Klappenschrank von gegebener Größe mehr Anschlüsse unterzubringen. Infolgedessen kann natürlich auch ein vorhandenes Vermittlungsamt eine entsprechend große Anzahl Anschlüsse aufnehmen. Zu der bedeutenden Ersparnis an den einzelnen Relais kommt somit auch noch die ebenfalls beträchtliche Ersparnis an den sonstigen Einrichtungs- und Baukosten. Vor allem aber stehen auch die Kosten der Relais in einem bedeutend günstigeren Verhältnis zu den Gesamtkosten der Anlage, als dies bisher der Fall war.
  • Überdies werden durch die außerordentliche Einfachheit und den Fortfall von sich abnutzenden Teilen die Unterhaltskosten erheblich herabgesetzt bei gleichzeitiger Erhöhung der Betriebssicherheit sowie Erleichterung der Übersicht, der Kontrolle, der Auswechslung von Teilen. und der Ausführung von Reparaturen.
  • Besonders wertvoll ist der bereits erwähnte Fortfall einer Befestigung des Röhrchens, das einfach in die hohle Spule hineingesetzt wird. Man braucht also nichts weiter zu tun, als die Verbindung der eingeschmolzenen Drähte mit den Leitungen herzustellen. Aber auch diese Verbindung kann man leicht ohne besondere Handgriffe ausführen. Man braucht zu diesem Zwecke nur die Glasröhre als Stecker oder ähnlich auszubilden, derart, daß beim Einsetzen der Röhre in die Spule ohne weiteres die Verbindung ihrer Einschmelzdrähte mit den Leitungen zustande kommt. In gleichem Sinne kann man auch die Spule mit Steckstiften versehen, wobei zweckmäßig zwei Steckstiftpaare vorhanden sind, von denen das eine die Verbindung mit dem durch das Relais zu kontrollierenden Stromkreis herstellt und das andere die Magnetspule in den Erregerstromkreis einschaltet.
  • .Ouecksilberrelais der gemäß der Erfindung bei Klappenschränken zu verwendenden Art sind an sich bereits bekannt, jedoch noch nicht in dem vorliegenden Sonderfall verwendet worden, in welchem sie ganz besondere Vorteile gegenüber den -bisher ausschließlich verwendeten Kipprelais bieten.
  • Die Zeichnung zeigt verschiedene Äusführungsbeispiele der Erfindung.
  • Abb. r stellt einen Teil eines Klappenschrankes mit eingebauten Quecksilberrelais dar.
  • Abb. a veranschaulicht ein einzelnes Relais, Abb. 3 ein Relais mit Steckerverbindung. Abb. ¢ und 5 zeigen zwei Relais für zwei Stromkreise.
  • Abb. 6 veranschaulicht ein Halterelais.
  • In Abb. r sind @a ;die Spulen ider einzelnen Relais, b die aus ihnen oben herausragenden Glasröhrchen mit Einschmelzdrähten c. Die Spulen sind in dichten Reihen auf Tragschienen d im Klappenschrank m montiert. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß bei den bekannten Klappenschränken mit Quecksilberrelais die Spulen nicht so dicht zusammengedrängt werden können, weil noch Raum für die außerhalb des Spulenumrisses anzuordnenden beweglichen Teile gelassen werden muß.
  • Aus Abb. 2 ist die Ausführung des Relais ersichtlich. Die Elektromagnetspule a ist hohl ausgebildet, und in den- zentralen Hohlraum ist die das Quecksilber e und--den stabförmigen Eisenkörper f enthaltende Röhre b mit Einschmelzdrähten c eingesetzt. Wird der Stromkreis der Spule a geschlossen, so zieht diese den Eisenkörper- f ein, so daß er eine größere Menge Quecksilber verdrängt und der Quecksilberspiegel so weit ansteigt,- daß die Einschmelzdrähte c von Quecksilber bedeckt werden, also der. Stromkreis durch diese Drähte geschlossen wird.
  • Gemäß Abb. 3 sind in Verbindung mit der Glasröhre zwei Blechstreifen g angebracht, die mit den Einschmelzdrähten c in Verbindung stehen. Diesen Blechstreifen entsprechen. Blechstreifen la, die in die Innenfläche der zentralen Bohrung des Spulenkörpers eingelassen sind und mit Steckstiften i an der unteren Stirnfläche der Spule in Verbindung stehen. Diese Steckstifte werden beim Einsetzen der Spule in Steckhülsen der Schienen d eingesetzt, die mit den Zuleitungsdrähten für den sekundären Stromkreis in Verbindung stehen, so daß durch Einsetzen der Spule ohne weiteres die Einschmelzdrähte c in den Stromkreis eingeschaltet werden. Ein weiteres Paar Steckstifte j, die gegenüber den Stiften i um je 9o° versetzt sind, dient in Verbindung mit entsprechenden Steckhülsen in den Schienen d zur Einschaltung der Spulenbewicklung in den Erregerstromkreis. Es «-erden somit durch Einsetzen der Spule in den Klappenschrank ohne weiteres sämtliche Verbindungen hergestellt, so daß jede Notwendigkeit der Herstellung einer Verbindung durch besondere Handgriffe nach Einsetzen der Spule bzw. des Quecksilberröhrchens in die Spule entfällt.
  • Die Verwendung des Relais in Klappenschränken gibt auch in besonders einfacher Weise und ohne nennenswerten Mehrbedarf an Raum die Möglichkeit, das Relais zum Schließen zweier Stromkreise zu benutzen.
  • Abb. d. zeigt eine Anordnung, bei der zwei Quecksilber und ein Eisenstück enthaltende Röhren b1, b2 gleichachsig übereinander in die Spule a eingesetzt sind. In der Röhre b1 erfolgt der Stromschluß durch das Quecksilber in der gleichen Weise, wie oben unter Bezugnahme auf Abb.2 beschrieben, wenn der Erregerstromkreis der Spule geschlossen wird. Gleichzeitig wird in der Röhre b2 der Eisenkern aus dem Quecksilber- herausgehoben, so daß hier der Quecksilberspiegel sinkt und der im Ruhezustande bestehende Stromschluß aufgehoben wird.
  • Da die beiden Röhrchen übereinander angeordnet sind, benötigt das Relais nur in der Höhenrichtung etwas mehr Platz, während die von ihm beanspruchte Grundfläche dieselbe ist wie bei dem einfachen Relais.
  • Handelt es sieh darum, gleichzeitig zwei gesonderte Stromkreise zu schließen und zu unterbrechen, so kann man, wie aus Abb. 5 ersichtlich, zwei Röhrchen b1, b2 in gleicher Höhenlage in einer Spule unterbringen, deren Hohlraum entsprechend groß gehalten ist. Die Spule kann hierbei von länglicher Querschnittsform sein, und die Glasröhren können einen halbrunden Querschnitt erhalten, um den Hohlraum der Spule möglichst vollständig auszunutzen.
  • Das Relais läßt sich auch leicht als Halterelais ausbilden, um durch einen Stromstoß einen dauernden Schluß des Sekundärstromes hervorzubringen. Abb.6 veranschaulicht eine solche Ausbildung des Relais. Die Spule a besteht hierbei aus zwei Wicklungen a1, a2, deren erstere im primären Erregerstromkreis liegt, während die letztere in den die E'inschmelzdrähte, eine als optisches-Rufsignal gedachte Lampe l und einen Schalter k enthaltenden Sekundärstromkreis eingeschaltet ist. Hat einmal ein Stromstoß die Spule a1 erregt und damit durch das steigende Quecksilber den Sekundärstromkreis geschlossen, so wird durch den sekundären Strom die Spule a2 erregt, so daß sie den Eisenkern festhält und auch nach Aufhören des Stromstoßes in der Primärleitung die Unterbrechung des Sekundärkreises verhindert. Die Unterbrechung erfolgt erst dann, wenn der Schalter k, z. B. durch Stöpseln der zugehörigen Sprechleitung, geöffnet wird.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Klappenschrank mit in Reihen angeordneten Quecksilberrelais, bei denen ein Verdrängungskörper unter elektromagnetischer Einwirkung mittels Quecksilbers die Steuerung von Stromkreisen bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragschienen des Schranks und die Anschlüsse am Relais so ausgebildet sind, daß zugleich mit dem Einsetzen in den Schrank die Relais in die Stromkreise eingeschaltet sind.
  2. 2. Relais für Klappenschränke nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Spulenträger mit Steckerstiften versehen ist, und zwar mit je einem Paar für die Spule und für die Quecksilberkontakte.
  3. 3. Relais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Quecksilbergefäß an dessen Kontakte angeschlossene Stromschlußteile und am Spulenträger mit dem einen Steckerstiftpaar in Verbindung stehende Gegenkontakte angeordnet sind.
  4. Relais für Klappenschränke nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß in Verbindung mit einer Spule mehrere Quecksilberkontaktgefäße vorgesehen sind.
  5. 5. Relais nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß zwei Quecksilberkontaktgefäße in dem Hohlraum der Spule übereinander derart angeordnet sind, daß bei Erregung der Spule der Verdränger im einen Gefäß tiefer in das Quecksilber eingetaucht wird und dadurch den Stromschluß bewirkt, während der Verdränger im andern Gefäß aus dem Quecksilber herausgehoben wird und damit den Strom unterbricht.
  6. 6. Relais nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß in einem entsprechend weiten Hohlraum der Erregerspule zwei Quecksilberkontaktgefäße nebeneinander derart angeordnet sind, daß beide Stromkreise gleichzeitig geschlossen und gleichzeitig geöffnet werden.
  7. 7. Relais nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden in dem -zweckmäßig im Querschnitt länglichen -Hohlraum der Spule untergebrachten Quecksilberkontaktgefäße zwecks besserer Ausnutzung des Raumes halbrund ausgebildet sind. B. Relais für Klappenschränke nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß es als Halterelais ausgebildet ist, indem die Spule außer der im primären Erregerstromkreis liegenden eine zweite Wicklung im Sekundärstromkreis aufweist, die durch den durch einen Stromstoß im primären Stromkreis -geschlossenen Sekundärstromkreis erregt wird und dadurch diesen so lange geschlossen hält, bis eine Unterbrechung mittels eines Schalters, z. B. beim Stöpseln der Sprechleitung, stattfindet.
DEO15291D 1925-11-10 1925-11-10 Klappenschrank mit in Reihen angeordneten Quecksilberrelais, bei denen ein Verdraengungskoerper unter elektromagnetischer Einwirkung mittels Quecksilbers die Steuerung von Stromkreisen bewirkt Expired DE472875C (de)

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