DE467064C - Verfahren und Maschine zur Herstellung von Sandkernen mit Versteifungsdraht - Google Patents
Verfahren und Maschine zur Herstellung von Sandkernen mit VersteifungsdrahtInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C9/00—Moulds or cores; Moulding processes
- B22C9/10—Cores; Manufacture or installation of cores
- B22C9/106—Vented or reinforced cores
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C13/00—Moulding machines for making moulds or cores of particular shapes
- B22C13/12—Moulding machines for making moulds or cores of particular shapes for cores
- B22C13/16—Moulding machines for making moulds or cores of particular shapes for cores by pressing through a die
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Kernformmaschinen mit Stoßkolben und mit Schnecken zur Erzeugung von Sandkernen
sind bekannt. Beide Maschinenarten stellen Kerne runden oder prismatischen Querschnittes mit einem Luftkanal zur Abführung
der Gase her. Ein Vergießen dieser Kerne ist jedoch nur möglich, wenn die Kernlänge beschränkt ist, andernfalls drückt
sich der haltlose Kern während des Gießens durch. Es fehlt diesen Kernen eine Drahtversteifung.
Man hat versucht, in diese Kerne maschinell Eisendraht einzuziehen, aber eine praktisch zufriedenstellende Lösung
ist nicht gefunden worden, denn nasse Sandkerne auf festliegende Drähte hinaufzuschieben,
ohne daß erstere reißen oder aufbrechen, ist nicht durchführbar, selbst dann nicht,
wenn gerade, blanke und genau in der Waage liegende Drähte verwendet werden. Ebenso
hat man versucht, dem Kern einen feinen endlosen Draht von einer Trommel zuzuführen.
Dieses Verfahren ist auch nicht brauchbar, da nur feine und endlose Drähte Verwendung
finden können, welche mechanisch durch den Kernstrang hindurchgeführt werden. Abgesehen von der Schwäche des
Drahtes, die ein Versteifen des Kernes nicht verbürgt, liegt auch dieser Draht nicht fest,
da er durch den Kernstrang mit Gewalt hindurchgezogen wird. Zu diesem kommt noch
der Übelstand, daß der Kern nach der Fertigstellung mit dem Draht zusammen zerteilt
werden muß. Es ist praktisch unmöglich, den im Sand liegenden Draht zu zerschneiden,
ohne den Sandkern selbst zu beschädigen.
Diese Nachteile werden mit Hilfe vorliegender Erfindung beseitigt. Es wird zu diesem
Zweck vorgeschlagen, fertig zugeschnittene Drahtlängen verschiedener Stärken nur
bis in den Kernkasten hinein mechanisch zu führen und innerhalb des Kernkastens in den
Kernstrang einzupressen, und zwar so, daß der fertig gepreßte Kern beim Verlassen des
Kernkastens seinen Stützdraht ohne mechanische Hilfe selbsttätig mitnimmt.
Die dem Kernkasten zugeführten Kerndrähte sind den Kernabmessungen entsprechend
in der Länge und Stärke richtig gewählt. Die fertig gepreßten Kernstränge werden von einer um ihre Achse drehbaren
Trommel aufgefangen. Das Abrollen derselben von der Trommel auf die Trockenunterlage
geschieht ohne Berührung der nassen Sandstücke mit der Hand durch Eigengewicht auf einer in geneigter Ebene
liegenden Unterlage.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand erläutert, und zwar zeigen:
Abb. ι den Querschnitt durch die Kernformmaschine,
Abb. 2 die Anordnung des Rührwerkes in dem Sandbehälter,
Abb. 3 den Querschnitt durch den Vorratsbehälter der Eisendrähte,
Abb. 4 die Kernauffang- und Abnahmevorrichtung in Vorderansicht,
Abb. 5 den Antrieb für den Kolben in Seitenansicht,
Abb. 6 den Antrieb für den Kolben in der Draufsicht und ^0
Abb. 7 den Bewegungsvorgang für den
Rührflügel.
α ist die Fundamentplatte, in deren beiden
Lagerstellen b der hin und her gehende Stoßkolben c seine Führung hat. Die Bewegung
des Kolbens c geschieht durch Zugstange d mit Hilfe des Schwungrades u, und zwar in
der Weise, daß die Schwungradwelle υ ihre rotierende Bewegung einem Exzenter w übermittelt
und letzterer mit der Zugstange d gekuppelt die hin und her gehende Bewegung
des Kolbens c auslöst. Der Sandbehälter I mit dem auswechselbaren Kernkasten f und
dem Sandrührwerk g und h ist auf der Fundamentplatte
α aufgeschraubt, g und Ji sind
Rührarme, welche beide ihre Bewegung von der durch Schwungrad angetriebenen Welle t
erhalten. Der Arm g kreist oberhalb des Rohres i und ist fest auf Welle t verkeilt.
Der Rührarm Ji, welcher keine kreisende Bewegung ausführen darf, weil ihn der Vorschubkolben
daran hindert, erhält seinen Ausschlag dadurch, daß ein auf Welle t befestigtes
Exzenter χ gegen den Hebelarm y des Rührarmes' Ji wirkt (Abb. 7). Die Spannfeder
s zieht den Rührarm h wieder in seine in Abb. 2 strichpunktierte Lage zurück.
Durch die Mitte des Stoßkolbens c ist die Hohlstange i als Vorratsbehälter für Kerndrähte
geführt und fest angeordnet; das hintere Ende der Hohlstange i mündet in die
Drahttasche Jt, in welcher die Kerndrähte übereinandergestapelt liegen; eine Federstange
m mit Feder η und Mitnehmerspitze 0
sorgt für den Nachschub der Kerndrähte in die Hohlstange i dergestalt, daß die Federkraft
die Spitze 0 bis an das hintere Ende der Hohlstange i zieht. Aus dieser Schlußstellung
wird dann die Stange m mit der Hand wieder zurückgezogen, bis die Spitze ο
den nächsten Draht wieder an dem hinteren Ende gefaßt hat. Mit p ist die Abnahmetrommel,
mit q ihre Vertiefungen benannt. Gelagert ist die Trommel p am vorderen Ende
der Platte a, und zwar unterhalb des Kernkastens f. Die Kernabroll- oder Trockenplatte r steht in geneigter Stellung zur Ab- .
nahmetrommel und ist auf einem Sockel j befestigt.
Die Arbeitsweise der Maschine ist folgende:
Bevor der Stoßkolben c in Bewegung gesetzt wird, ist die Drahttasche k mit Eisendrähten
zu füllen; ebenso muß die Hohlstange i mit Drähten beschickt sein, und
zwar derart, daß der vorderste Draht in den Kernkasten hineinreicht (wie Abb. 1 zeigt),
während der hintere untere Draht in der j Drahttasche k von dem Mitnehmer 0 gefaßt
und mit Hilfe der Federkraft in die Hohl-' stange i so weit hineingeschoben wird, wie
! der vordere, in dem Kernkasten liegende j Draht mit dem Kernvorschub zusammen aus
der' Hohlstange i herausgezogen wird. Nunmehr wird der Speisebehälter e mit Sand gefüllt
und der Stoßkolben c mit dem Schwungrad u in Bewegung gesetzt. Der von dem
Rührwerk aufgelockerte Sand innerhalb des Sandbehälters e wird in den Kernkasten f
hineingeschoben, preßt sich hier zusammen, umklammert den ersten Eisendraht so fest,
daß dieser bei jedem Vorstoß des Kolbens c mit dem Sand zusammen selbsttätig weitertransportiert.
Damit der Nachschub der übrigen Drähte in den Kernkasten hinein stets gleichmäßig und exakt erfolgt, ist die
Mitnehmerspitze 0 federnd" gelagert. Der Hub der Spitze in Pfeilrichtung (Abb. 1) ist
jeweils der Länge des einzuziehenden Drahtes gleich. Das Zurückziehen der Spitze 0 bis
hinter den nächsten Draht geschieht mit der Hand und ist leicht zu bewerkstelligen, wenn
man beispielsweise auf die Federstange m einen Begrenzungsring oder ähnliches aufsetzt,
so daß ein zu weites Zurückziehen nach hinten vermieden wird. Das Auffangen der fertigen Kerne geschieht auf Furchen q der
Auffangtrommel p. Nach Drehen der Trommel in Pfeilrichtung (Abb. 4) rollt der Kern
selbsttätig aus der Furche q heraus und auf die Unterlage r hinauf. Der Kern wird also
mit der Hand des bedienenden Mannes weder berührt noch geschoben.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Sandkernen mit Versteifungsdraht, dadurch
gekennzeichnet, daß auf bestimmte, beliebige Längen und Stärken zugeschnittene Kerndrähte in den -Kernkasten gefühlt,
darauf in letzterem mit dem Sand umpreßt und alsdann mit dem fertigen Kern aus dem Kernkasten herausbefördert
werden.
2. Kernformmaschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die zugeschnittenen Stützdrähte in einem Vorratsbehälter aufgespeichert
liegen.
3. Kernformmaschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Beförderung der Stützdrähte aus dem Speicher in den Kernkasten durch eine federnd gelagerte
Mitnehmerstange von Hand bewirkt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER70715D DE467064C (de) | 1927-03-27 | 1927-03-27 | Verfahren und Maschine zur Herstellung von Sandkernen mit Versteifungsdraht |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER70715D DE467064C (de) | 1927-03-27 | 1927-03-27 | Verfahren und Maschine zur Herstellung von Sandkernen mit Versteifungsdraht |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE467064C true DE467064C (de) | 1928-10-17 |
Family
ID=7413949
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER70715D Expired DE467064C (de) | 1927-03-27 | 1927-03-27 | Verfahren und Maschine zur Herstellung von Sandkernen mit Versteifungsdraht |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE467064C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2708493A1 (fr) * | 1993-07-09 | 1995-02-10 | Huettenes Albertus | Noyau pour obtenir par prémoulage des perçages dans des pièces de fonte et sa fabrication. |
-
1927
- 1927-03-27 DE DER70715D patent/DE467064C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2708493A1 (fr) * | 1993-07-09 | 1995-02-10 | Huettenes Albertus | Noyau pour obtenir par prémoulage des perçages dans des pièces de fonte et sa fabrication. |
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