DE46679C - Verfahren zur Herstellung von Blech, Bandeisen und Draht - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Blech, Bandeisen und DrahtInfo
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- DE46679C DE46679C DENDAT46679D DE46679DA DE46679C DE 46679 C DE46679 C DE 46679C DE NDAT46679 D DENDAT46679 D DE NDAT46679D DE 46679D A DE46679D A DE 46679DA DE 46679 C DE46679 C DE 46679C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21B—ROLLING OF METAL
- B21B1/00—Metal-rolling methods or mills for making semi-finished products of solid or profiled cross-section; Sequence of operations in milling trains; Layout of rolling-mill plant, e.g. grouping of stands; Succession of passes or of sectional pass alternations
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metal Rolling (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 7: Blech- und Drahterzeugung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. März 1888 ab.
Bisher wurden Bleche aus Packeten oder Brammen dadurch hergestellt, dafs dieselben in
oft wiederholten Durchgängen zwischen Walzen hin- und hergeschickt wurden, bis sie zu
Blechen von den gewünschten Dimensionen vermindert und ausgestreckt waren. Aus solchen
Blechen wurden, neben anderen Verwendungen, Röhren zusammengebogen, -gefalzt, -genietet, -gelöthet oder -geschweifst.
Das nachstehend beschriebene Verfahren schlägt den umgekehrten Weg ein, indem nach
demselben massive oder hohle Stäbe oder Ingots in einem Schräg- oder Querwalzwerk
zu dünnwandigen Röhren ausgestreckt, die so gebildeten Röhren aufgeschnitten, event, gerade
gebogen und darauf event, zwischen Walzen flach gewalzt werden.
Sollen aus Röhren oder hohlen Ingots oder Stäben Bleche, Scheiben oder Streifen hergestellt
werden, so walzt man dieselben in einem Schräg- oder Querwalzwerk über einen Dorn
nach einem der bekannten Verfahren, z. B. nach dem im Patent No. 45892 näher beschriebenen
Verfahren zu einer entsprechenden Wandstärke aus, wobei der Durchmesser des Rohres sich entweder vergröfsert oder gleichbleibt,
oder auch vermindert werden kann. Das Verfahren mit Vergröfserung des äufseren
Durchmessers ist indefs das vortheilhafteste, da es die dünnsten Wandstärken erzielen läfst.
Das so gebildete Rohr wird entweder während des ,Auswalzens im Walzwerk entsprechend
dem Fortschreiten aufgeschnitten zwischen Kreismessern und anderen Vorrichtungen., die in
diesem Falle mit den Walzen rotiren müssen, oder die Operation des Aufschneidens erfolgt
nach dem Aufwalzen durch beliebige Vorrichtungen.
Hierauf wird die aufgeschnittene Röhre zur Herstellung gewöhnlicher Bleche flach gedrückt
und zwischen Walzen glatt gewalzt, wobei die Stärke des Bleches nochmals vermindert werden
kann. Diese Glättung kann auch durch Pressen erfolgen.
Sollen Bleche, Scheiben oder Streifen aus massiven Ingots oder Stäben direct in einem
Male hergestellt werden, so wird gleichfalls nach einem bekannten, z. B. dem im Patent
No. 45892 beschriebenen Verfahren im ersten Theile der dort gezeichneten schräg wirkenden
Walzen mit oder ohne Dorn im Innern des massiven Billets das JLoch gebildet, während
es beim Weitergehen über einen konoidalen Dorn geschoben und dadurch innerlich aufgeweitet
wird, bei event, gleichzeitiger äufserer Aufweitung oder auch Verengung, wobei die Wandstärke
sich entsprechend vermindert, bis man die für das Blech gewünschte Stärke erhalten
hat. Die genaueren bei diesem Verfahren behufs Erzielung des Loches, Vergröfserung bezw.
Verminderung des äufseren, Verminderung des inneren Durchmessers und Verminderung der
Wandstärke zu beobachtenden Vorschriften sind in dem genannten Patent No. 45892, sowie den
Patenten No. 45890, 46459 und 45905 angegeben. Die Herstellung der Bleche, Scheiben
oder Streifen aus diesen Röhren findet wie oben beschrieben statt.
Die in dem Patent No. 45892 angegebenen Schirmwalzen sind für Herstellung dieser Art
von Blechen aus Röhren besser geeignet als fafsförmige oder Tonnenwalzen, bei welchen
bis zur Beendigung der Operation eine Faserdrehung eintritt. Das Aufweiten und Ausstrecken
auf dünnere Wandstärke kann anstatt in einmaligem Durchgehen zwischen den schräg
wirkenden Walzen auch in wiederholten Durchgängen geschehen, welche Operation fortgesetzt
wird, bis die gewünschte Wandstärke erreicht ist.
Das Aufschneiden der so erhaltenen Röhren kann stattfinden:
a) parallel zu ihrer Längsachse, Fig. ι und 2, wobei die Röhren nur an einer Stelle bei a
oder auch an mehreren Stellen aufgeschnitten werden können. Falls man sie an mehreren
Stellen aufschneidet, erhält man mehrere und schmälere Bleche bezw. Streifen, als wenn das
Aufschneiden nur an einer Stelle geschieht;
b) falls man die Rohre so aufschneidet, dafs die Schneidnaht schraubenförmig um die Längsachse
läuft, Fig. 3, so erhält man schmälere Blechstreifen von gröfserer Länge, als wenn
die Rohre parallel zu ihrer Längsachse aufgeschnitten werden. In diesem Falle kann, wenn
die Streifen schmal sind, das nachträgliche Flachwalzen zwischen Walzen oder das Flachdrücken
wegfallen. Je näher die Schraubenlinien der Schneidnaht an einander liegen, um so schmaler werden die Streifen. Auf diese
Weise kann man Bandeisen und sogar flachen und vierkantigen Draht herstellen.
Selbstverständlich kann man die Form und die Länge der herzustellenden Bleche, Flacheisen
u. s. w. beliebig dadurch variiren, dafs man die Röhren beliebig anders aufschneidet.
Bei der Herstellung von vierkantigen Blechen aus Röhren fällt der nach der alten Herstellungsweise
eintretende Abfall an zwei Seiten fort.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Das Verfahren zur Herstellung von Blechen, Scheiben oder Streifen aus Metallen, darin bestehend, dafs massive oder hohle Stäbe oder Blöcke oder dickwandigere Röhren in Schräg- oder Querwalzwerken zu dünnwandigen Röhren mit oder ohne Vergröfserung des äufseren Durchmessers und Verminderung der Wandstärke aufgeweitet werden, diese dünnwandigen Röhren aufgeschnitten, aus einander gebogen und dann zwischen Walzen flach gewalzt oder in anderer Weise geglättet werden.
- 2. Das Verfahren zur Herstellung von Bandeisen, flachem oder vierkantigem Draht, darin bestehend, dafs massive oder hohle Stäbe, Blöcke oder dickwandigere Röhren in Schräg- oder Quer Walzwerken zu dünnwandigen Röhren mit oder ohne Vergröfserung des äufseren Durchmessers und Verminderung der Wandstärke aufgeweitet und diese dünnwandigen Röhren nach Schraubenlinien aufgeschnitten werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE46679C true DE46679C (de) |
Family
ID=321769
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT46679D Expired - Lifetime DE46679C (de) | Verfahren zur Herstellung von Blech, Bandeisen und Draht |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE46679C (de) |
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