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;Reibungsaufzug für Lampen. Es sind bereits Reibungsaufzüge für Lampen
bekannt, bei denen auf einem Rohr zwei auf ihrem Umfange konisch ausgebildete Klemmbacken
mit Auskehlungen zur Aufnahme von je einer Walze angeordnet sind, «-elche Walzen
sich seitlich gegen senkrechte Blattfedern legen. Diese Klemmbacken liegen stets
flach am Rohr an, und die Klemmwirkung wird lediglich durch die Blattfedern herbeigeführt,
welches in Rücksicht auf die Zersetzung der Federn durch Rost und die nachlassende
Spannwirkung keineswegs inbezug auf die erforderliche Haltesicherheit des angehängten
Lampenkörpers genügt. Ebenso genügt es nicht, die Klemmwirkung lediglich durch seitliche
Anordnung von nur wenigen Kugeln herbeizuführen, weil der Reibungswiderstand von
z. B. nur drei Punkten am Rohr, der durch drei Kugeln gebildet wird, die angehängte
Last eines Lampenkörpers nicht zu halten vermag.
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Diesem Übelstande wird durch die Erfindung in wirksamster Weise abgeholfen,
und das Wesen derselben besteht darin, daß zwei Muffenhälften mittels in ihrer Längsmitte
angeordneter Kugellager auf einer nach oben konisch erweiterten Innenwand einer
Buche ruhen und durch einen unter Federwirkung stehenden Ring in ihrem oberen Teil
derart zusammengehalten «-erden, daß beim Verschieben des Rohres die außen und innen
zylindrischen Muffenhälften durch die Kugeln mit ihrem oberen Rand fest gegen das
Rohr gepreßt werden und dieses dadurch gegen eine selbsttätige Verschiebung sichern.
Die beiden Muffenhälften umspannen also unter Wirkung des Kugellagers mit ihrem
oberen Innenrand das Rohr fast auf seinem ganzen Umfange, wobei die Klemmwirkung
durch die angehängte Last noch gesteigert wird. Außerdem ist die Klemmwirkung der
Muffenhälften durch eine auf der Außenbuchse angeordnete Kapselmutter regelbar,
um die Wirkung des Reibungsaufzuges jeder an dessen Rohr angehängten Last anpassen
zu können.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Reibungsaufzuges
dargestellt; es zeigt Abb. r einen teilweisen Schnitt mit Seitenansicht derselben
in Klemmstellung, Abb.2 eine gleiche Darstellung bei aufgehobener Festklemmung und
Abb. 3 einen Schnitt nach A-B in Abb. 2. Auf dem Rohr a ist die zweiteilige
Muffe b
verschiebbar angeordnet, und wird dieselbe auf ihrem Hals c durch
den Ring d zusammengehalten. Durch das Rohr a werden die Stoßflächen c der Muffenhälften
b voneinander entfernt, können sich also bei eingesetztem Rohr a niemals in ihrer
Länge berühren. Unterhalb vom Ring d ist im Mantel der Muffenhälften b das
Kugellager f in geeigneter Weise angeordnet. Über die Muffenhälften b ist
die Buchse g geschoben, die eine von unten nach oben sich konisch erweiternde Innenbohrung
hat, so daß das Kugellager f sich seitlich anlegen kann und
dadurch
ein Durchfallen der Muffenhälften nach unten verhindert wird. Das untere Ende der
Buchse g wird durch die aufschraubbare Kapselmutter h verschlossen, die unterhalb
der Muffenhälften b das Rohr cx umschließt. Ebenso wird das obere Ende der Hülse
g durch eine Kapselmutter i verschlossen, die im Innern einen abgedrehten Widerlagsring
k für die auf dem Ring d sich abstützende Feder l besitzt. Oberhalb von diesem Ring
k ist in der Kapselmutter i das Innengewinde m zur Aufnahme des Rohres n, vorgesehen,
welches das Rohr a unter Innehaltung eines reichlichen Spielrau.nes umschließt.
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Die Wirkungsweise ist folgende: Gemäß Abb. i ist die Vorrichtung für
einen schweren Beleuchtungskörper eingestellt, welcher am unteren Ende des in genügender
Länge gehaltenen Rohres a angehängt ist, während das Rohr n mit seinem freien Ende
an der Zimmerdecke in bekannter Weise befestigt wird. Durch das Gewicht des Beleuchtungskörpers
werden die beiden Muffenhälften b nach unten gezogen, wobei das Kugellager f durch
Abwärtsgleiten auf der konischen Innenwandung der Buchse g die Muffenhälften b oben
zusammendrückt, so daß deren Hals c mit den Innenkanten das Rohr a fest einklemmt.
Je schwerer also der Beleuchtungskörper ist, desto mehr werden die Muffenhälften
b in Pfeilrichtung (Abb. i) nach unten gezogen und desto fester umschließt deren
Hals c das Rohr a. Die Feder l bewirkt nun ein stets gleichmäßiges Verschieben der
beiden Muffenhälften b, welcher Vorgang durch den Ring d noch unterstützt wird.
Wird nun das Rohr a in Pfeilrichtung (Abb. 2) nach oben geschoben, so werden die
beiden Muff enhälften b zunächst entlastet und dann noch in der Buchse g so weit
nach oben mitgenommen. daß der Hals c sich sperrt und dem Rohr a genügend Spielraum
zum leichten Hochführen gibt. Sobald der Druck von unten im Rohr d aussetzt, verschiebt
die Feder l die Muffenhälften b wieder nach unten, wobei der Hals c das Rohr a wieder
umfaßt und hierauf durch das Rohr a bzw. durch die Schwere des Beleuchtungskörpers
wieder festklemmend angezogen wird. Also durch das wechselweise Offnen und Schließen
des Halses c bzw. durch das gegenseitige Kippen der Muff enhälften b auf dem Kugellager
f wird das Zugrohr a festgeklemmt oder freigegeben.
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Bei besonders schweren Beleuchtungskörpern wird die Kapselmutter h
von der Buchseg noch weiter abgedreht, so daß die Muffenhälften b noch weiter in
der Buchse g nach unten durchgleiten können und durch das Kugellager f mit ihrem
Hals c noch fester am Rohr a angeklemmt werden.
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Bei leichten Beleuchtungskörpern wird dagegen die Kapselmutter dz
weiter auf die Buchse aufgeschraubt und dabei die Muffenhälften b in der Buchse--g
nach oben verschoben. Also mittels der Kapselmutter la kann die Festklemmung jedem
Beleuchtungskörper angepaßt werden. Selbstverständlich kann diese Vorrichtung auch
für andere Zwecke verwendet werden, um ineinander verschiebbare Rohre und Starrgen
erfindungs-;emäß zu sichern.