DE460926C - Reinigungsschleuder mit Einsatztellern und einem bis an den Schlammraum reichenden Verteiler - Google Patents
Reinigungsschleuder mit Einsatztellern und einem bis an den Schlammraum reichenden VerteilerInfo
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Classifications
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- B04—CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
- B04B—CENTRIFUGES
- B04B1/00—Centrifuges with rotary bowls provided with solid jackets for separating predominantly liquid mixtures with or without solid particles
- B04B1/04—Centrifuges with rotary bowls provided with solid jackets for separating predominantly liquid mixtures with or without solid particles with inserted separating walls
- B04B1/08—Centrifuges with rotary bowls provided with solid jackets for separating predominantly liquid mixtures with or without solid particles with inserted separating walls of conical shape
-
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Description
Reinigungsschleudermaschinen müssen im allgemeinen so ausgestaltet sein, daß sie geeignet
sind, Flüssigkeiten zu behandeln, die hauptsächlich Verunreinigungen durch feste
Körper enthalten, die in dem Schlammraum der Trommel gesammelt werden, oder aber
zwei Flüssigkeiten zu trennen, die dann ununterbrochen von der Trommel abgeleitet
werden. Damit die Trommeln in beiden Fällen möglichst günstig arbeiten, ist bereits vorgeschlagen
worden, den Verteiler mit zwei Gruppen von Auslaßöffnungen zu versehen, von denen die eine den in den Einsatztellern vorgesehenen
Löchern entspricht, während eine andere Gruppe von Öffnungen unmittelbar zum Schlammraum der Trommel führt. Um
den notwendigen Austausch von Tellersätzen zu vermeiden, ist es in solchen Fällen üblich,
die Einsatzteller für beide Arbeitsweisen mit Löchern zu versehen, zwischen dem Verteiler
und den Einsatztellern jedoch einen besonderen Teller anzubringen, der, falls eine
schwerere Flüssigkeit ununterbrochen entfernt werden soll und somit eine unmittelbare
Verbindung zwischen der ersterwähnten Gruppe von Auslaßöffnungen und den Löchern der Einsatzteller erwünscht ist, mit
diesen Löchern entsprechenden Löchern ausgerüstet ist, der jedoch, falls eine solche
schwerere Flüssigkeit nicht vorhanden ist und somit ein unmittelbarer Flüssigkeitsauslaß
in den Schlammraum der Trommel erforderlich ist, die Verbindung zwischen den Löchern des Verteilers und den der Einsatzteller
unterbricht.
Es ist jedoch auch denkbar, daß es vorgezogen wird, für die verschiedenen Zwecke
verschiedene Einsatzteller, einen Satz von Tellern mit Löchern für den ersterwähnten
und einen Satz ohne Löcher für den letzterwähnten Zweck, zu verwenden. In jedem Falle sind jedoch die zu der erstgenannten
Gruppe gehörigen Auslaßöffnungen im Verteiler abgeschlossen, wenn die Trommel ohne
ununterbrochenes Abscheiden einer schwereren Flüssigkeit arbeitet und letztere mithin
gezwungen wird, den einzigen offenen Weg nach dem Schlammraum einzuschlagen. Ein
gewisser Übelstand macht sich dabei bemerkbar, wenn die Trommel für den ersterwähnten
Zweck arbeiten soll. In diesem Falle sind nämlich beide Auslaßöffnungen offen, und es
wird keine Gewähr dafür geleistet, daß die Flüssigkeit ausschließlich oder größtenteils
in der beabsichtigten Weise nach den Löchern der Einsatzteller strömt, vielmehr kann es
vorkommen, daß ein Teil der Flüssigkeit durch , die der zweiten Gruppe angehörenden Aus-
laßöffnungen unmittelbar nach dem Schlammraum
gelangt und somit der Einwirkung in den Räumen zwischen den Einsatztellern entzogen,
d. h. nicht gründlich gereinigt wird. Gegenstand der Erfindung ist nun eine
Reinigungsschleuder mit Einsatztellern und einem bis an den Schlammraum reichenden
Verteiler, der mit den in den Einsatztellern übereinanderliegenden Löchern zusammenarbeitende
öffnungen aufweist. Das Kennzeichen der Erfindung besteht darin, daß
innerhalb der Lochreihe des Verteilers Flügel, Leisten o. dgl. vorgesehen sind, während
hinter der Lochreihe in dem durch den Schleuderboden und den Verteiler gebildeten
ringförmigen Raum entweder gar keine Mitnehmer oder solche angebracht sind, welche
die Gestalt von im Umdrehungssinne nach hinten gerichteten Flügeln, Leisten o. dgl.
ao haben.
Auf der Zeichnung ist eine Reinigungsschleudertrommel gemäß der Erfindung dargestellt,
und zwar dient die links dargestellte Bauart zum ununterbrochenen Abscheiden einer schwereren Flüssigkeit, während die auf
der rechten Seite veranschaulichte Einrichtung Benutzung findet, wenn eine derartige
Flüssigkeit nicht in Betracht kommt, vielmehr nur feste oder schlammartige Verunreinigungen
abgeschieden und im Schlammraum der Trommel gesammelt werden sollten.
A ist die Trommel, B das die Flüssigkeit zuleitende Rohr und C der Verteiler. Die
Flüssigkeit-strömt in den Verteiler C hinein und gelangt in den Raum D, der mit geeigneten,
gerade angeordneten, schräg gestellten oder schraubenförmig verlaufenden Leistenil
oder aber in sonstiger geeigneter Weise mit Kanälen ausgerüstet ist. Von dem Raum D
gehen zwei Gruppen von Auslaßöffnungen aus, und zwar besteht die eine Gruppe aus den
den Löchern G der Einsatzteller entsprechenden Löchern F und die andere aus den unmittelbar
nach dem Schlammraum H führenden Löchern M. Für beide Arbeitsweisen findet
der gleiche Verteiler Verwendung, so daß ein Austausch dieses Teiles überflüssig wird,
wenn von der einen auf die andere Arbeitsweise übergegangen werden soll. Auf der
Zeichnung ist aus diesem Grunde der Verteiler auf der linken Seite in genau der gleichen
Weise dargestellt wie auf der rechten. I ist der mittlere Raum zwischen dem Verteiler C
und den Innenrändern der Einsatzteller. / ist der mit einem Hals versehene Oberteller, der
verwendet wird, wenn eine schwerere Flüssigkeit vorhanden ist. K ist eine Auslaßöffnung
im Halse des Obertellers /, durch den im vorliegenden Falle die aus dem Raum I
kommende gereinigte leichtere Flüssigkeit ausströmt. Die Auslaßöffnung L steht mit
dem Schlammraum H in Verbindung, so daß durch diese die schwerere Flüssigkeit ausströmt.
Bei der Arbeit ohne schwerere Flüssigkeit wird ein Oberteller Λ7 ohne Hals verwendet,
und in diesem Falle strömt die gereinigte Flüssigkeit von dem Raum I durch die Auslaßöffnungen
L.
Wie auf der linken Seite der Abbildung dargestellt worden ist, sind hier die Einsatzteller
mit übereinanderliegenden Löchern G versehen, während die Einsatzteller auf der
rechten Seite keine Löcher aufweisen und für die Durchführung der Flüssigkeitsreinigung
ohne schwerere Flüssigkeit bestimmt sind. Die Einsatzteller können jedoch für beide
Fälle gleich ausgebildet und alsdann mit Löchern versehen sein. In einem solchen Falle
muß jedoch ein besonderer Unterteller verwendet werden, der bei der Arbeit mit einer
schwereren Flüssigkeit mit Löchern versehen ist, um den Durchgang zwischen den Auslaßlöchern
F und den Löchern G der Einsatzteller zu ermöglichen, der jedoch bei der Arbeit
ohne eine schwerere Flüssigkeit die erwähnte Verbindung absperrt. Diese Abänderungsform
ist auf der Zeichnung nicht besonders dargestellt worden, da sie in keinem unmittelbaren
Zusammenhang mit der Erfindung steht.
Bei der Arbeit ohne schwerere Flüssigkeit, d. h. wenn die Vorrichtung in der auf der
rechten Seite der Zeichnung dargestellten Weise ausgebildet ist, wird die einströmende
Flüssigkeit gezwungen, durch die öffnungen M hindurch unmittelbar nach dem
Schlammraum H zu fließen. Steigt in diesem Falle die Flüssigkeit durch die Löcher F
empor, so kann sie nicht weiter als bis zum Raum zwischen dem Verteiler und dem untersten
Einsatzteller bzw. dem Unterteller gelangen und muß in diesem Zwischenraum wie in jedem anderen Tellerzwischenraum
verteilt werden. Soll ein derartiges Emporsteigen der Flüssigkeit, welches jedoch in der
Praxis von keiner Bedeutung ist, ganz verhindert werden, so kann der unterste Einsatzteller
bzw. der Unterteller unmittelbar auf dem Verteiler ruhend angeordnet werden.
In einem solchen Falle besteht keine Gefahr, daß die Flüssigkeit unerwünschte Bahnen
einschlägt.
Bei der Arbeit mit einer schwereren Flüssigkeit, d. h. bei Verwendung einer Vorrichtung
nach der auf der linken Seite der Zeichnung dargestellten Bauart, sind jedoch beide
Gruppen von Auslaßöffnungen, d. h. sowohl die Löcher F als auch die öffnungen M, frei.
Hier wird mithin keine unbedingte Gewähr dafür geleistet, daß die Flüssigkeit den Weg
durch die Löcher F und die Löcher G der
Einsatzteller nimmt, vielmehr kann ein beträchtlicher Teil der Flüssigkeit durch die
Öffnungen M unmittelbar in den Schlammraum H hineinströmen, was aber für diese
Arbeitsweise nicht erwünscht ist.
Die Erfindung bezieht sich nun auf eine Vorrichtung, durch welche eine derartige unerwünschte
Flüssigkeitsströmung verhindert oder mindestens derart eingeschränkt wird, ίο daß sie praktisch keinen schädlichen Einfluß
ausüben kann.
Die neue Vorrichtung beruht auf der bekannten Erscheinung, daß in einer schnell umlaufenden
mit Flüssigkeit gefüllten Trommel die Flüssigkeit nur unter Schwierigkeiten radiale
Bewegungen ausführt, sofern sie nicht in irgendeiner Weise an der Umdrehung der Trommel teilnimmt. Läuft eine mit Flüssigkeit
gefüllte Trommel um und strömt dabei Flüssigkeit durch die Trommel hindurch und ist ein ringförmiger Raum mit einem gewissen
radialen Umfang vorhanden, in welchem die Flüssigkeit nicht mitgenommen wird, sondern
sich frei mit derjenigen Geschwindigs5 keit drehen kann, die sie beim Einströmen in
den radialen Raum hat und alsdann durch die entstehenden Reibungen nur langsam gezwungen
wird, diese Geschwindigkeit mehr oder weniger der Umfangsgeschwindigkeit der Trommel entsprechend zu ändern, so
tritt folgendes ein:
Angenommen, die Flüssigkeit soll am Innenumfang des in Betracht kommenden radialen
Raumes D ein- und gegen den Außenumfang M ausströmen, so hat die Flüssigkeit das
Bestreben, die dem Innenumfang entsprechende niedrige Umfangsgeschwindigkeit beizubehalten.
Die Flüssigkeit befindet sich jedoch, sobald sie in radialer Richtung ausströmt,
an einer Stelle, an welcher die Umfangsgeschwindigkeit der Trommel größer ist. Da die Geschwindigkeit der Flüssigkeit
geringer als die der Trommel ist, leuchtet es ein, daß auch der durch die Flüssigkeit verursachte
Zentrifugaldruck geringer ist als der in den anderen Teilen der Trommel, wo Mitnehmer
vorgesehen sind. Die Flüssigkeit muß mithin, um nach außen strömen zu können, andere Flüssigkeiten, die sich an anderen
Stellen der Trommel befinden, verdrängen, d. h. näher nach der Mitte zu verschieben,
und hat in diesem Falle den daselbst auftretenden Zentrifugaldruck zu überwinden. Da
jedoch aus obenerwähnten Gründen im ringförmigen Raum die Zentrifugalkraft geringer
ist als die der eigenen Geschwindigkeit der Trommel entsprechende, genügt der Zentrifugaldruck
nicht, den entgegenwirkenden Druck zu überwinden, und mithin kann eine Strömung nach außen nur in dem Maße erfolgen,
in welchem die Flüssigkeit im ringförmigen Raum durch die Reibung eine ge-
■ nügende Geschwindigkeit erhält. Dies erfolgt jedoch ziemlich langsam, so daß die radiale
Strömung durch den in Frage kommenden Raum nur sehr langsam vor sich gehen kann.
Handelt es sich um eine Bewegung der
■ Flüssigkeit von außen nach innen, so kommen
j ähnliche Bedingungen in Betracht, da alsdann die Zentrifugalkraft zu groß ist und mithin
der zentripetalen Bewegung entgegenwirkt.
Diese bekannte Erscheinung wird gemäß der Erfindung derart ausgenutzt, daß außer-
: halb der Löcher F ein ringförmiger Raum P
von gewissem radialen Umfang gebildet wird, in welchem entweder gar keine Mitnehmer
oder aber in der Umlaufrichtung der Trommel nach hinten gebogene Flügel angebracht
sind, welche der mitfolgenden Flüssigkeit eine niedrigere Umfangsgeschwindigkeit erteilen,
als die Trommel an der gleichen Stelle hat. Die praktisch zweckmäßigste Art, diesen
ringförmigen Raum zu bilden, ist, den äußersten Teil des Verteilers in einem Flansch R
auslaufen zu lassen, so daß die Flüssigkeit in dem durch ihn gebildeten Raum ausströmt.
Wenn die Flüssigkeit hierdurch in die Gegend der Löcher F, also in den ringförmigen
Raum P geführt wird, beginnt ein Nachgleiten,
das in der angegebenen Weise einen beträchtlichen Widerstand gegen die radiale Ausströmtmg verursacht. Hierdurch wird
wenigstens der größte Teil der Flüssigkeit gezwungen, aufwärts durch die Löcher F zu
strömen, wenn diese offen sind. Nur eine sehr geringe Menge Flüssigkeit gelangt allmählich
nach dem Schlammraum H, und diese geritige Menge hat keinerlei schädlichen Einfluß
auf die Reinigungswirkung. Wenn da- ioo gegen, wie auf der Zeichnung rechts angedeutet
worden ist, die Löcher F abgedeckt sind und mithin keine Möglichkeit vorhanden,
daß die Flüssigkeit nach oben abfließen kann, wird sie gezwungen, den radialen Gleitwiderstand
überwindend, den Weg durch die Auslaßöffnungen M hindurch nach dem Umfang
der Trommel einzuschlagen. Es ist daher von Bedeutung, die Bauart und Abmessungen
des Gleitraumes derart zu wählen, daß einerseits eine genügende Gewähr gegen fehlerhafte
Strömung erzielt und andererseits kein unnötig großer Überdruck zum Auspressen der Flüssigkeit nach dem Schlammraum erforderlich
wird, weil dies eine schädliche Wirkung auf die Aufnahmefähigkeit der Trommel haben könnte. In der Praxis ist es
daher für gewöhnlich nicht nötig, den ganzen Raum von der Außenkante der Löcher F nach
der Außenkante des unteren Teiles des Verteilers von jedem Mitnehmer frei zu lassen.
Es kann zweckmäßig sein, die Flügel B weiter
als bis an die Außenkante der Löcher F reichen zu lassen, und es kann \-orteilhaft sein,
beispielsweise den Außenteil des Raumes zwischen dem Flansch R und dem Boden der
Trommel mit Mitnehmern zu versehen.
Während des Durchganges der Flüssigkeit durch den innerhalb der mit den Löchern in
den Einsatztellern in Verbindung stehenden Ausströmungslöcher liegenden Teil des Verteilers
soll ihr soweit wie möglich die gleiche Geschwindigkeit wie der Trommel gegeben werden. Hierdurch wird zunächst das Empfangsvermögen
der Trommel nicht unnötig weit herabgesetzt, was zur Folge haben würde, daß die Flüssigkeit "bzw. Flüssigkeiten
aus den Zentrifugentrommeln auf einen unnötig großen Abstand von der Drehachse fortgeleitet
werden müssen. Dadurch würde wiederum der Kraftverbrauch unnötig groß und die Flüssigkeit bei der Ausströmung aus
der Trommel unnötig fein verteilt werden, was in vielen Beziehungen schwerwiegende
Nachteile zur Folge hat. Durch einen Raum ohne Mitnehmer innerhalb der Einleitungslöcher
würde die regelnde Wirkung des äußeren Gleitungsraumes noch weiter herabgesetzt,
da dann unter allen Bedingungen die Flüssigkeit entweder durch Löcher hinzuströmt
oder durch Kanäle, die unmittelbar in den Schlammraum münden, durch einen Gleitungsraum gelangen muß.
Wie bereits oben angedeutet worden ist, besteht noch eine andere Möglichkeit, nämlich
den radialen Raum ganz oder in einem gewissen Umfang mit nach hinten gerichteten
Flügeln 5 (Abb. 2) zu versehen, die allerdings die Flüssigkeit in gewissem Maße mitnehmen,
ihr aber eine geringere Geschwindigkeit als die der Trommel erteilen.
Claims (1)
- Patentanspkuch:Reinigungsschleuder mit Einsatztellern und einem bis an den Schlammraum reichenden Verteiler, der mit den in den Einsatztellern übereinanderliegenden Löchern zusammenarbeitende öffnungen aufweist, dadurch -gekennzeichnet, daß innerhalb der Lochreihe des Verteilers (C) Flügel, Leisten (B) 0. dgl. vorge- 5<> sehen sind, während hinter der Lochreihe (F) in dem durch den Schleuderboden und den Verteiler (C) gebildeten ringförmigen Raum (M) entweder gar keine Mitnehmer oder solche angebracht sind, die die Gestalt von im Umdrehungssinn nach hinten gerichteten Flügeln, Leisten (S) o. dgl. haben.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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