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Vorrichtung zum Herstellen von Schlauchabschnitten aus thermoplastischem Kunststoff
Das Patent Nr. 276736 betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Schlauchabschnitten aus thermoplastischem Kunststoff, bestehend aus einer Strangpresse mit einem Winkelspritzkopf, der einen in Ausspritzrichtung verlaufenden mit der Strangpresse durch einen Zuführungskanal verbundenen ringförmigen Speicherraum für den Kunststoff aufweist, wobei der unmittelbar in die Spritzdüse mündende Speicherraum mittels eines Kolbens entleerbar ist. Das Neue gemäss dem Stammpatent besteht darin, dass der Verbindungskanal zwischen Strangpresse und Speicherraum an der der Spritzdüse des Spritzkopfes zugekehrten Seite des Speicherraumes in denselben einmündet.
Der Erfindung liegt unter anderem die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung gemäss dem Patent Nr. 276736 in vorteilhafter Weise auszugestalten, insbesondere auch mit dem Ziel, eine übersichtliche und kompakte Bauweise zu ermöglichen, die zudem eine möglichst einheitliche und gleichmässige Führung des Materialstromes innerhalb des Spritzkopfes zulässt.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass der Verbindungskanal und der Speicherraum koaxial zu einem Kern der Ringdüse angeordnet sind. Die Ausgestaltung erlaubt eine verhältnismässig kleine Bauhöhe des Spritzkopfes, wobei die Beheizung und damit des darin fliessenden Materialstromes verhältnismässig geringe Aufwendungen erfordert.
Die Erfindung sieht weiterhin die Möglichkeit vor, dass koaxial zum Kern in einem geringen Abstand eine Hülse angeordnet ist, die oberhalb der Ringdüse --119-- endet, wobei der zwischen Hülse und Kern gebildete Verbindungskanal an seinem oberen Ende mit der Strangpresse und an seinem oberen Ende mit der Strangpresse und an seinem unteren Ende mit dem Speicherraum verbunden ist. Weiterhin hat es sich als zweckmässig herausgestellt, dass das untere freie Ende der Hülse mit der Unterkante des Kolbens im Speicherraum in seiner tiefsten Lage abschliesst. Der Kern kann sich unmittelbar unterhalb des freien Endes der Hülse in der Auspressrichtung kegelförmig verbreitern, wobei die Unterseite des im Speicherraum vorgesehenen Kolbens dieser Kegelfläche angepasst ist.
Ein wesentlicher Vorteil der Vorrichtung gemäss der Erfindung besteht auch darin, dass keine toten Räume, Ecken od. dgl. innerhalb des Spritzkopfes entstehen können, in denen sich Material festsetzt oder jedenfalls länger als an sich notwendig verweilt, so dass unzulässige überhitzungen des Materials vermieden werden. Das Nichtvorhandensein von toten Räumen u. dgl. hat noch einen weiteren Vorteil zur Folge. Bei einem Wechsel des zu verarbeitenden Materials ist es möglich, die zuerst verarbeitete Materialsorte verhältnismässig schnell und vollständig aus dem Spritzkopf zu entfernen. Es besteht also nicht die Gefahr, dass bei der Verarbeitung der darauffolgenden Materialsorte noch Reste der ersten Materialsorte im Spritzkopf vorhanden sind, die sich dann zur Unzeit lösen und in den Strom der zweiten Materialsorte eintreten könnten.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung ein Längsschnitt durch einen
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Spritzkopf dargestellt.
Der Spritzkopf --110-- ist mit einer Schneckenpresse--111--verbunden, in der eine Schnecke--112--angeordnet ist, die das thermoplastische Material plastifiziert und in Richtung des
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u. zw.--41-- trägt. Die Aussenwandung des Bereiches --44-- mit der Hülse --43-- ist zugleich die innere Begrenzung der Wandung des Zylinders--40--. Eine Bewegung des Kolbens --41-- nach oben und unten hat über die Teile-44, 43 und 42-eine Mitnahme des Bolzens-117-zur Folge. Stirnseitig wird der Zylinder --40-- durch die beiden Teile --45 und 46-begrenzt. Die
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Kolben--41--hat--117-- und damit des Düsenkems-118-kann auf diese Weise höher oder tiefer eingestellt werden.
Der Kern --115-- ist von einer Hülse --47-- umgeben. Diese bildet in ihrem unteren Bereich gemeinsam mit dem Kern --15-- einen ringförmigen Verbindungskanal--129--. Der obere Bereich der Hülse--47--, die innen etwas konisch verläuft, bildet einen Sitz für den Kern
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sowohl mit dem inneren Verbindungskanal--129--als auch mit der Spritzdüse--119--in Verbindung steht. Der oberhalb des freien Endes--49--der Hülse--47--liegende Ringraum - dient als Speicherraum. In ihm ist ein Ringkolben --50-- geführt, der über Bolzen --51-- mit einem zweiten Ringkolben--52--verbunden ist. Letzterer ist in einem Ringzylinder - 53-hin-und herverschiebbar.
In der Zeichnung sind die beiden Kolben-50 und 52-links in ihrer unteren und rechts in ihrer oberen Lage dargestellt. Diese obere Lage ist mit--50a bzw. 52a-bezeichnet. Die innenseitige Führung des Kolbens --52-- erfolgt dabei durch einen verdickten Bereich des Bolzens-117--. Die Steuerung des Kolbens --52-- und damit auch des Kolbens --50-- erfolgt in der Weise, wie es im Zusammenhang mit dem Patent Nr. 276736 beschrieben ist.
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--111-- durch- 132-- ein, die durch einen Steg --137-- voneinander getrennt sind. Die Zwischenkanäle --132-- und die daran anschliessenden Verteilerkanäle --130-- werden, durch Ausnehmungen im Kern --115-- gebildet, die durch die Hülse --47-- abgedeckt sind.
Durch die Zwischenkanäle --132-- strömt das Material in den Bereich-135-, wo es umgelenkt wird und in die Verteilerkanäle--130--fliesst. Von dort aus gelangt es, nachdem sich beide Teilströme auf etwa 1800 im Bogenmass verbreitert haben, in den Verbindungskanal --129-- hinein. Am unteren Ende --49-- der Hülse --47-- tritt das thermoplastische Material aus dem Verbindungskanal-129aus und zunächst in den oberhalb des freien Hülsenendes --49-- befindlichen Speicherraum --48-ein, wobei gleichzeitig der Ringkolben --50-- aus der links in der Zeichnung dargestellten Lage nach oben in die rechts dargestellte Lage --50a-- verdrängt wird.
Dies erfolgt ohne besondere Vorkehrungen, da der Strömungswiderstand, den das Material beim Durchfliessen der eigentlichen Spritzdüse--119--zu überwinden hat, wesentlich grösser ist als der Widerstand, der durch den
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nicht seine obere Endlage erreicht hat. Sobald das der Fall ist, wird über geeignete Mittel Druck auf den Zylinder --53-- gegeben, so dass über den Ringkolben --52-- und die Bolzen --51-- der Ringkolben --50-- nach unten gefahren wird. Dabei wird gleichzeitig das den Speicherraum --48-- ausfüllende Material durch die Spritzdüse--119--ausgepresst.
Ringkolben--50--und Bolzen--51--sind nicht fest miteinander verbunden. Vielmehr liegen die unteren Enden der Bolzen --51-- lose auf der Oberseite des Ringkolbens --50-- auf.
Dieser ist also schwimmend angeordnet. Dadurch wird insbesondere die Möglichkeit ausgeschlossen, dass auf Grund einer Fehlschaltung oder auf Grund sonstiger Umstände eine Aufwärtsbewegung des Kolbens
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- erfolgt, ohne dass gleichzeitig Material in den Speicherraum --48-- einfliesst. Es wird mithin verhindert, dass sich im Speicherraum --48-- zu irgendeinem Zeitpunkt eine Unterdruckzone bildet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Herstellen von Schlauchabschnitten aus thermoplastischem Kunststoff nach Patent Nr. 276736, bestehend aus einer Strangpresse mit einem Winkelspritzkopf, der einen in Ausspritzrichtung verlaufenden mit der Strangpresse durch einen Zuführungskanal verbundenen ringförmigen Speicherraum für den Kunststoff aufweist, wobei der unmittelbar in die Spritzdüse mündende Speicherraum mittels eines Kolbens entleerbar ist und wobei der Verbindungskanal zwischen Strangpresse und Speicherraum an der der Spritzdüse des Spritzkopfes zugekehrten Seite des
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kanal (129) und der Speicherraum (48) koaxial zu einem Kern (115) der Ringdüse (119) angeordnet sind.
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