DE460489C - Dynamo zum Steuern von Motoren mit selbsttaetiger Spannungsaenderung waehrend der Steuerperiode - Google Patents

Dynamo zum Steuern von Motoren mit selbsttaetiger Spannungsaenderung waehrend der Steuerperiode

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DE460489C
DE460489C DES62750D DES0062750D DE460489C DE 460489 C DE460489 C DE 460489C DE S62750 D DES62750 D DE S62750D DE S0062750 D DES0062750 D DE S0062750D DE 460489 C DE460489 C DE 460489C
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dynamo
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P7/00Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors
    • H02P7/06Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current
    • H02P7/18Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power
    • H02P7/34Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power using Ward-Leonard arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
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Description

  • Dynamo zum Steuern von Motoren mit selbsttätiger Spannungsänderung während der Steuerperiode: Bei elektrischen Anlagen, in denen ein oder mehrere Arbeitsmotoren von einer Steuerdynamo gespeist werden (z. B. in Leonard-Schaltung), ist die Geschwindigkeit des Arbeitsmotors der Kraftlinienzähl des Feldes der Steuerdynamo nahezu eindeutig- proportional. Ebenso ist die Beschleunigung oder Verzögerung des Motors, seine Geschwindigkeitsänderung, der zeitlichen Feldänderung der Steuerdynamo und damit auch der Steuergeschwindigkeit proportional. Jede unachtsame Handhabung der Steuervorrichtung oder unrichtiges Stillsetzen verursacht daher Stöße und gefährdet Personen und Waren. "Man suchte bisher diesen Übelständen durch mechanische Verriegelungen, durch Strombegrenzungswicklungen, durch selbsttätige Widerstandskontaktschaltungen u. dgl. zu begegnen. Aber allen diesen Einrichtungen fehlt Einfachheit oder Genauigkeit. Man hat auch vorgeschlagen, den Steuervorgang dadurch von der Willkür des Bedienungsmannes unabhängig zu machen, daß man auf stufenweise zu betätigende Steuereinrichtungen überhaupt verzichtet und z. B. dem Erregerstromkreis durch einen einmaligen Schaltvorgang unmittelbar die den Endzustand bestimmende volle Spannung aufdrückt; wobei die sich abspielende Zustandsänderung durch die dem Schaltvorgang folgenden - Ausgleichsvorgänge selbsttätig geregelt werden soll (sogenannte Grobschaltung). Diese Maßnahme ist jedoch in ihrer Wirkung von nicht willkürlich beherrschbaren Konstanten der zu steuernden Anlage in weitgehendem Maße abhängig und daher nur unter besonders günstigen Verhältnissen praktisch anwendbar. Die vorliegende Erfindung macht nun die selbsttätige Regelung des Steuerstromes durch Ausgleichsvorgänge von verschiedenen störenden und beschränkenden Einflüssen frei und ermöglicht eine verschiedenen Bedürfnissen entsprechende Anpassung, Vorausbestimmung und willkürliche Einstellung der selbsttätig ablaufenden Vorgänge.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Steuerdynamo mit selbsttätiger Spannungsänderung während der Steuerperiode, deren zeitlicher Verlauf im wesentlichen durch einen elektromagnetischen Ausgleiclhsvorgang in ihrem Erregersystem bestimmt wird. Erfindungsgemäß wird im Erregerkreis der Dynamo eine ihm eine Spannung aufdrückende Anordnung oder überhaupt eine solclhe Einrichtung vorgesehen, die den Einfluß des Ohmschen Widerstandes des Erregersystems auf die zeitliche Dauer irgendeines Ausgleichsvorganges verringert oder vollständig aufhebt, wobei dieser durch eine Zustandsänderung, ,etwa die Einführung einer zusätzlichen Spannung von einstellbarer Höhe, hervorgerufen wird, sa daß die entsprechende Änderung der Klemmenspannung der Steuerdynamo allmählich verläuft, wodurch der von ihr gespeiste Arbeitsmotor die beabsichtigten mäßigen Bes chleuniguhgen oder Verzögerungen erhält. Die Ausgleichsvorgänge selbst hängen sowohl von charakteristischen Größen der zugeführten Energiemengen, z. B. der Spannung, als auch von den Zeitkonstanten der Systeme ab, in denen sie auftreten. Auf die Zeitkonstanten haben die Ohmschen Widerstände bestimmenden Einfluß und beschränken dadurch die zur willkürlichen Einstellung und Vorausbestim< mang der Ausgleichsvorgänge erforderliche Freiheit. So. läßt sich z. B. in einer F örderandage :ein. gewünschtes Fahrdiagramm nur dann ausschließlich durch Ausgleichsvorgänge erzielen, wenn diese nicht unter dem dämpfenden Einfluß der Ohmschen Widerstände zu rasch abklingen.
  • Das einfachste Fahrdiagramm würde sich etwa bei konstanter Beschleunigung und Verzögerung ergeben, also bei konstanter Änderungsgeschwindigkeit des Dynamnofeldes. Hierzu müßte in einem Erregerkreis der Steuerdynamo ein zeitlich linear verlaufender Ausgleichstrom hervorgerufen werden. Ein solcher entsteht z. B., wenn einem rein induktiven Stromkreis (ohne Ohnvschen Widerstand) plötzlich :eine Spannung aufgedrückt wird. Hat diese den Wert E, dex Selbstinduktionskoeffizient des Kreises den Wert L, bedeutet j die resultierende Stromstärke und t die Zeit, so ist nach der Gleichung E - L # = o w it =s n nn M K ti s näher Indizes ihre Zugehörigkeit A e m i nm der Rolle, e irgendeiner die Änderungsgeschwindigkeit Stromes Vollständigkeit Erregerstromkreis also konstant. Dies setzt aber eben H e voraus, daß der Stromkreis überhaupt frei von s genannt Ohmschem Widerstand ist sich ein solcher widerstandsfreier dem verhält. ili g oder Vorkehrungen, Stromkreis prakel tisch im indifferenten Spannungsgleichgewicht Die Regelsind an sich erhalten. Solche dynamo un bekannt (z. B. der R:egutiermaschin@en usw.). Ihre n- so. endung im Sinne der Erfindungergibt aber R Zusammenhang mit den durch sie bcein- dieser Maschine ßzißten neue Induzierte Wirkungen. Einen Verlauf des, Vorganges erhält man, wenn in derartigen t kr im indifferenten Spannungsgleichgewicht ste- ungesättigten henden Stromkreis mit S:elbstin:duktion und m beliebige Ohmschem Widerstand plötzlich die Spannung oder der Widerstand geändert wird. Dieser Fall ,liegt den folgenden zusätzliche zugrunde. Die Feldänderung der Dynamo Haupterregerstromkreis darf natürlich nicht bis ins elektrisches fort- i i wofür schreiten. Man könnte .sie z. B. durch.
  • von der abhängige his Schalteinrichtung selbsttätig unterbrechen. Haupterregerstromkreis Zweckmäßig wird aber die Sättigung der ma--gnetischen zur Begrenzung des Beschleunigungsvorganges h ran ezogen.
  • und Abt. i zeigt das ganzen elektrischen Steuerung, der ge m < durch unrichtige Handhabung der Steuervorfunktionellen zwischen richtung nicht verursacht werden können. Es bedeuten darin 1Y1 den Arbeitsmotor für veränderliche Drehzahl, D die Steuerdynamo mit praktisch konstanter Drehzahl, S eine Erregermaschine mit konstanter Spannung und R eine z e e sich nicht selbst erregende Erregermaschine mit stark veränderlicher Spannung, aber ebenfalls konstanter Drehzahl. Errege chine R sei Regeldynamo it n sind ge a t. a bedeuten die Anker. Neb:emsch7.ußerregerwicklungen bzw. fremderregte Wicklungen, mit y Reihenschtul3erregexwicklungen und mit w Wendepol bzw. ompensa on wicklungen benannt, alle bezeichnet durch die M, D, S und R, its otorM, zum womit rb zur Steuerdynamo D und zu den beiden Erregermaschinen S und R ausgedrückt erscheint. st bedeutet den Steuerwiderstarid, m den Steuerumschalter und j .einen Justierwiderstand.
  • Die Wendepolwicklungen wD und w,H, die Kompoundwicklungen vD und YS zur Kompensation des Ohmschen Spannungsabfalles und die Erregerw spielen beim cklungenns und Gegenstand Erfindung keine andere elektrischen Anlage als di s in der Fall sein würde. Sie wurden nur der halber gezeichnet. Der der Steuerdynamo D sei aupt rregerstronzkreis-und ihr Erregerstrom Haupterreger Der Hauptertrom regerstromkreis wird gebildet aus der ErregerwicldungnD der Steuerdynamo D, Anker aR und der Re enschlußerrre erwlcklungvR dynamo R und aus einem etwa vorder Reg handenen Justierwiderstand j.
  • R habe n eine -solche magnetische Jus.tierwderstand j sei Charakteristik @bzw.
  • eingestillt, daß bei reiner Reihenscblußerregung durch die Wcklungr und bei undie im gesättigtem Zustande Anker nR Spannung E, gerade den Olunschen Spannungsverlust :ItrV des ganzen Haup erregerstrom cis:es deckt. Innerhalb des Zustandes der Regeldyna Wert o R wird dann jeder des Haupterrregerstromes so lange =erhalten bleiben, als im Haupterregerstromkreis keine Spannung auftritt. Es herrscht dann im indifferentes der mathe-Gle chgew cht, matische Ausdruck lautet: E,. - Jw.
  • In Abb.2 .sind die Spannungsverhältnisse im grap eh dargestellt. Die Gerade 2 zeigt den funktionellen Zusammenhang zwischen dem Haupterregerstrom J .dem von ihm verursachten Ohmschen Spannungsverlust Jht1 des Haupterre rstro reises. Die Kurve go zeigt dem 2 Zusamm:enhamg dem Haupterregerstrom J und der Spannung E, die im Anker aR zufolge Reihenschlußerregung durch Wicklung rR induziert wird. Voraussetzungsgemäß heben sich nun die beiden Spannungen E, und JW innerhalb des ungesättigten Zustandes der Regeldynamo R gerade auf. Dies kommt in Abb.2 .dadurch zum Ausdruck, daß sich die Gerade 2 mit dem geraden Teil der Kurve so deckt.
  • Es werde nun durch Betätigung des Steuerschalters st und des Umschalters in in die Wicklung nR ein von der Erregermaschine S gelieferter Fremderregerstrom geschickt. Zu dem Rehenschluß AW der ZVicklungrR kommen somit Fremderreger AW der Wicklung ttR hinzu, und dementsprechend addiert sich zu der dem Rehenschluß AW entsprechenden Spannung E, .eine dem Fremderreger AW @entsprechende Spannung E,1. Das bei reiner Reihenschlußerregung im Haupterregerstromkreis vorhandene Spannungsgleichgewicht ist hierdurch gestört.
  • Hat nun die Spannung E" z. B. dieselbe Richtung wie E" so. ist die: gesamte im Anker aR induzierte Spannung E" - E, + E" größer als die vom Ohmschen Widerstand W des Haupterregerstromkreises verursachte Gegenspannung JW. Der Haupterregerstrom J wird also verstärkt werden.
  • Die Verstärkung des Haupterregerstromes J hat die Verstärkung aller durch ihn erregten Felder, das sind alle Streufelder, das Reihenschlußerregerfeld der Regeldynamo ;R und vor allem das Erregerfeld der Steuerdynamo D, zur Folge. Das Anwachsen dieser Felder ist von dem Auftreten von Selbstinduktionsspannungen begleitet, deren Summe das Gleichgewicht gehalten wird durch den überschuß der Summenspannung E" = E, -f - E" über den Ohmschen Spannungsverlust JW. Bezeichnen wir die Summe aller Selbstindukd (P tionsspannungen mit n worin it die Windungszahlen der einzelnen Erregerwicklungen und cb die entsprechenden Erregerfelder hedeuten, so gilt die Gleichung E2 -J W d 41 Diese Gleichung sagt, daB durch die Überschußspannung E<< - f W die Änderungsgeschwindigkeit der Felder des Haupterregerstromkreises eindeutig bestimmt ist.
  • In Abb. 2 sind die im Anker aR induzierten Gesamtspannungen E" als Funktion des Haupterregerstromes J für verschiedene Werte der Fremderregung - durch Wicklung nR graphisch in Form der Kurven c dargestellt. Die Kurven cl und e- gelten für jenen Fall, in .welchem sich die Spannungen E, und E" bei positivem Werte des Haupterregerstromes J addieren. - Die Kurven c3 und % gelten für. den Fall, in welchem sich die Spannung E" von der Spannung E, bei positivem Werte des Haupterre;gerstromesJsubtrahi:e;rt. Dieliurveco gilt für reine eihenschlußerregung. Die Kurven cl und s3 gelten für konstante und schwächere, die Kurven E@ und für konstante und stärkere Fremderregung durch Wicklung nR. Der der Regeldynamo tritt selbstverständlich immer beim Wert der Gesamtspannung auf. Dies kommt geometrisch dadurch zum Ausdruck, daß bei Fremderregung dme Kurve co horizontal und nicht etwa vertikal -verschoben wird. Diese Horizontalverschiebung proportional dem Fremderregerstrom in. Wicklung nR.
  • Aus Ab .2 ist noch. zu ersehen, daß die Differenzspannung E" - J'W = E", das ist geometrisch der Vertikalabstand zwischen den E und der Geraden 2, so lange bleibt, als die S-Kurven gerad bleiben. Nach Übergang der c-Kurven in den gekrümmten Teil, also nach Eintritt der in der Regeldynamo, wird der zwischen den Kurven e und der G-raden immer kleiner und schließlich Schnittpunkt der beiden Linien gleich Null. Ist der durch diesen Schnittpunkt geometrisch dargestellte Zustand erreicht, so ist die Änderungsgeschwindigkeit das Haupterregerstromes J geworden. Der Strom J kann bei der eingestellten den erreichten Wert nicht übersteigen; dieser stellt also den für jene Fremderregung möglichen größten Haupterregerstrom dar.
  • Der Regelvorgang geht in folgender Weise vor sich: Bei Motorstillstand muß das Feld der Steuerdynamo, also auch der Haupterregerstrom J, den Wert o haben. Dieser als vorhanden angenommene a-Wert des Haupterregerstromes bleibt dauernd erhalten, wenn der Haupterregerstromkreis auf indifferentes Spannungsgleichgewicht eingestellt und die Fremderregerwic!klung nR stromlos ist. Will man nun vorwärts fahren, so stellt man den : Umschalter m auf »Vorwärts«, d. h. auf jene Schaltung ein, bei welcher sich die Spannungen E, und E,1 positivem Werte des Haupterregerstromes J addieren. Der Steuerschalter st ist gleichzeitig auf einen : Wert der Fremderregung durch Wicklung nR Nach richtiger Einstellung dieser beiden wird der Haupterregerstrom J zunächst, bezogen auf die Zeit, mit konstantem Zuwachs ansteigen, da die Diffe.-renzspannu g E" - JW bei ungesättigtem Zustande der Regeldynamo konstant bleibt. Im selben Maße steigt auch das der Steuerdynamo an. Da nun jedem Werte Feldes der Steuerdynamo eine bestimmte Gechwindigkeit des Motors W -entspricht, muß auch die bezogen auf die Zeit, konstant zunehmen.' Der Motor ist also auf konstante Beschleunigung geregelt: Mit beginnender Sättigung in der Regeldynamo. werden alle diese Zunahmen geringer werden, und die Zunahmen. finden ihre Grenze durch den Eintritt des elektrischen Gleichgewichtszustandes im Haupterregerstromkreis, der durch den Schnittpunkt zwischen s und 52 in Abb. a gekennzeichnet ist. D,er Motor M läuft von ,da ab mit konstanter Geschwindigkeit, und zwar ist diese Geschwindigkeit die höchste, die er bei der eingestellten Fremderregung erreichen kann.
  • Kommt nun der vom Motor bewegte Gegenstand in die .Nähe seines Zieles, so stellt man den Umschalter m auf »Rückwärts«, d. h. auf jene Schaltung ein, bei welcher sich die Spannung E" von der Spannung Er bei positivem Werte -des Haupterregerstromes J subtrahiert. Der geometrische Ausdruck dieser Umschaltung ist eine Verschiebung der S-Kurve aus den Lage E1 nach rechts in die Lage E3. Die negativ gewordene Differenzspannung.EQ - JW hat ,eine negative Änderung des ,Haupterregerstromes J und damit die .Abnahme des Feldes der Steuerdynamo D zur Folge. Der Motor wird also verzögert.
  • Ist es bei geschickter Steuerung gelungen, die Motorgeschwindigkeit o gerade am Ziel zu erreichen, so. wird man im Augenblick des Motorstillstandes den Fremderrezerstrom der WicklungnR ausschalten. Dann ist keine Ursache einer weiteren Feldänderung an der . Steuerdynamo mehr vorhanden, und der Motor wird im Stillstände verharren. Wäre eine kleinere Betriebsgeschwindigkeit @exwünscht gewesen als die erreichbare Höchstgeschwindigkeit, so hätte der Steuermann nasch Erreichung .einer geeigneten Zwischengeschwindigkeit die Fremderregung auf o bringen und so lange auf o belassen können, als der'Betrieb diese Zwischengeschwindigkeit erfordert hätte. Die Stillsetzung des Motors wäre auf dieselbe Art zu bewerkstelligen gewesen, wie vorhin beschrieben. Wäre eine kleinere oder eine größere Beschleunigung oder Verzögerung erwünscht gewesen, so hätte man die RegeldynamG schwächer oder stärker fremd- -erregen müssen. B.emerkeriswert ist, da:ß man einen durch den Widerstand des Fremderregerkreises und durch die Höhe .der Fremderregerspannung gegebenen Höchstwert -der Beschleunigung oder Verzögerung am Motor M nicht überschreiten kann, und daß man ebensowenig die durch: die. Sättigung der Regeldynamo gegebene höchste Motorgeschwindigkeit überschreiben kann. --Wie die bisherigen Darlegungen beweisen, ist die in Abb. i schematisch gezeichnete Steuerung,, z. B. für Kranbetrieb, ohne irgendwelche zusätzliche Einrichtungen vorteilhaft verwendbar. Der Steuernarr, kann nur bis zu einer gegebenen Höchstbeschleunigung oder Höchstverzögerung, nur bis zu einer gegebenen höchsten Hub- oder Senkgeschwindigkeit oder auf eine Zwischengeschwindigkeit oder auf Stillstand steuern, womit bereits alle Bedingungen eines sicheren Kranbetriebes erfüllt sind. Die Schaltung nach Abb. i hat vor den bestehenden Kranschaltungen mit Leonardsteuerung dien Vorzug, daß durch die Anordnung selbst, also ohne zusätzliche Einrichtungen, Stromstöße und demzufolge unzulässige Seilbeanspruchungen durch unrichtige Handhabung des Steuerhebels ausgeschlossen sind.
  • Bei vielen Steuerungen, `bes:onders von Aufzugs- oder Förderanlagen, tritt zu den vorhin aufgezählten Bedingungen eines sicheren Betriebes noch der Wunsch hinzu, den geförderten Gegenstand .aus der voll n Geschwindigkeit unabhängig von der Geschicklichkeit des Steuermannes genau im Fahrziel stillsetzen zu können. . Dieser Wunsch kann nur erfüllt werden, wenn in der richtigen Entfernung vom Fahrziel die richtige Verzögerung selbsttätig .einsetzt und wenn im Augenblick des Stillstandes die Verzögerungskraft selbsttätig zu wirken aufhört. Bei Nichterfüllung der ersten Bedingung wird das Fahrziel entweder nichterreicht -oder überfahren, bei Außerachtlassung der zweiten Forderung würde das Fahrzeug zwar am richtigen Ort zum Stillstand kommen, aber sofort in umgekehrter Richtung mit derselben Geschwindigkeitsänderung wieder davonfahren.
  • Praktisch ließe sich der genannte Wunsch an einer Steuerung nach Abb. i ohne weiteres erfüllen- Hierzu wären nur zusätzliche Einrichtungen erforderlich, z. B. die folgen- i denn Ein Kontakt in richtiger Entfernung vom Fahrziel veranlaßt die Einstellung auf geeignete--Verzögerung. Bei Erreichen einer bestimmten kleinen Fahrgeschwindigkeit wird mit Hilfeeines zweiten Kontaktes, z. B. an einem Fliehkraftrelais, auf diese konstante Geschwindigkeit geregelt. Mit dieser kleinen Geschwindigkeit fährt das Fahrzeug ins Ziel ein. Am Ziel veranlaßt ein dritter Kontakt die Einschaltung eines Ohmschen Widerstandes in den Haupterregerstromkreis, wodurch das Feld der Steuerdynamo und die Motorgeschwindigkeit den Wert o erreichen. Viertens' wird im Bedarfsfalle mechanisch gebremst. ° Das angeführte Verfahren der Stillsetzung im Fahrziel. benötigt nur ,eine mechanisch auszuführende Schaltung.
  • Eine Anordnung, die Verzögerung o selbsttätig und gleichzeitig mit der Geschwindigkeit o zu :erreichen, zeigt Abb. g.
  • Zum Unterschiede von der Einrichtung nach Abb. i besitzt hier die Steuerdynamo D zwei Erregerwicklungen nDl und nD2, von welchen nDl an die Regeldynamo 1Z angeschlossen ist, während nD2 von der Haupterregermaschine S gespeist wird. In Abb. 3 - sind zwei Umschalter mDl und mD2 in den beiden Erregerkreisen der Steuerdynamo vorhanden.
  • Der Regelvorgang spielt sich" folgendermaßen ab: Bei Fremderregung der Regeldynamo durch die WcklungnR steigt der Haupterregerstrom bis zu dem der Fremderregung entsprechenden Höchstwert an. Wird der Umschalter mR umgelegt, d. h. die Fremderregung der Regeldynamo umgekehrt, so wird der Haupterregerstrom abnehmen und über den Nullwert hinaus negativ wieder ansteigen, und zwar bis zu jenem Höchstwert, den er bei positiver Richtung hatte. Macht man nun die AW-Zahl der Wicklung nD2 gleich groß der höchsten AW-Zahl der Wicklung nDl, so werden bei: negativem Strom in der WicklungnDl die Gesamt-AW der Steuerdynamo D dem Nullwert zustreben. Wird der Schalter mR in der richtigen Entfernung vom Fährziel umgelegt, so tritt gerade in diesem der Stillstand ein. Bei positivem Strom in der -#VicklungnDl werden diese Gesamt-AW den doppelten Wert jener AW annehmen, die in nD2 dauernd vorhanden sind. Durch Betätigung des Umschalters tnR wird somit das Feld der Steuerdynamo zwischen dem Nullwert und einem Höchstwert geregelt.
  • Die Manövrierfähigkeit der Steuerung nach Abb.3 ist in bezug auf Beschleunigung und Verzögerung sowie in b;ezug auf Fahren mit verschiedenen Geschwindigkeiten genau dieselbe wie bei der Schaltung nach Abb. i. Hingegen ist das Stillsetzen der Maschinen bei der Schaltung nach Abb. 3 dadurch bedeutend vereinfacht, daß die Feldverminderung in der Steuerdynamo nach Erreichung des Feldwertes o selbsttätig aufhört. Mechanische Betätigungen zusätzlicher Stillsetzungseinrichtungen, wie sie bei Schaltung nach Abb. i erforderlich waren, sind hier überflüssig.
  • Zum Zwecke der Umkehrung der Motordrehrichtung sind noch zwei Erregerumschalter nzDl und tnD2 vorgesehen, die zweckmäßig nur bei Stillstand des Motors, also bei »Feld Null< in der Steuerdynamo zu betätigen sind; dann ist die zu vernichtende magnetische Energie am geringsten, und die Umschaltung der beiden Erregerströme erfolgt unter geringster Funkenbildung an den Schaltkontakten.
  • Dieselben Betriebseigenschaften, die die Schaltung nach Abb.3 besitzt, lassen sich durch die vereinfachte Schaltung nach Abb. q. erreichen. Schaltet man in den Haupterregerstromkreis der Abb. i eine Spannung ein, z. B. die Spannung Es der Erregerdynamo S, und ! hebt -gleichzeitig die Wirkung dieser zugescbaltete@n Spannung wieder auf, indem man die Regeldynamo 1Z mit Hilfe der Wicklung nR so stark fremderregt, daß die im Anker aR hierdurch induzierte Spannung En" gleich und entgegengesetzt ist der Spannung ES, so ist durch diese zwei einander aufhebenden Änderungen das indifferente Spannungsgleichgewicht im Haupterregerstromkreis nicht gestört worden. Der mathematische Ausdruck hierfür ist Es - En, = o. Der mathematische Ausdruck für das indifferente Gleichgewicht aller Spannungen im Haupterregerstromkreis der Abb. ¢ läßt sich dann unter Heranziehung der bei Besprechung der Abb. i genannten Formel E, = JW folgendermaßen schreiben JW = E, - En" ,+ Es. Der Ausdruck E, - E,ta sagt, daß die im Anker aR induzierte Gesamtspannung E" = E, - En, zustande kommt durch Gegenwirkung der beiden Erregerwicklungen rR und nR. Daß dies richtig ist, zeigt die Betrachtung jenes B!etrieb,sfalles, in welchem das Feld der Regeldynanio@ gleich Null ist. Dann hat auch die im Anker aR induzierte Spannung E" den Wert Null und im Haupterregerstromkreis kommen nur die zwei Spannungen E., und JW zur Wirkung. Sie müssen für den Fall indifferenten Gleichgewichteseinander gleich groß und entgegengerichtet :sein. Es muß also in diesem Betriebsfalle die Gleichung gelten Es-J,W = o, wenn man den Haupterregerstrom, der im betrachteten Sonderfall erheblichen Wert besitzt, mit J, bezeichnet. Soll trotz des erheblich großen Stromes J, das Feld der Regeldynamo R den Wert Null ;erhalten, so müssen die Reihenschluß;erreger AW der j&TicklungrR durch die vorhandenen Fremderreger A'W der WicklungnR aufgehoben werden.
  • Die betriebsmäßige Spannungseinstellung erfolgt bei Anordnung nach Abb. q. durch Änderung der Fremderregung an der Regeldynamo, R mit Hilfe des Steuerschalters st'. Die Fremderregung wird aber hierbei nicht um den Wert o herum geregelt, sondern die Richtung des Fremderregerstromes bleibt ungeändert, und nur seine Stärke wird einmal größer, das andere Mal kleiner gemacht als jener Wert, der der im Anker aR induzierten Spannung Enoentspricht.
  • Wird z. B. der Fremderregerstrom der Wicklung nR geschwächt, so wird die im Anker aR durch diese Wicklung induzierte Teilspannung En" etwa um einen- Wert En verkleinert. Es wird dann die Formel gelten E,-(E,0-E.) + Es = Er -i- Era > ,% W . Der Ohrnschen Verlustspannung JW = E, wirkt also eine um En größere Spannung entgegen. Der Haupterregerstrom J wird ansteigen. -- Bei dar -Anordrivng nach Abib. i wirkte der Ohmschen Verlustspannung JW während des Ansteigens- des Haupterregerstromes. J @ebenfalls .eine .Spannung E, + E" entgegen. Es ist also die zu Abb. 4 gehörige Spannung :E,L vollkommen gleichwertig der zu Abb.. a .gehörigen Spannung E'". Nur das Zustandekommen dieser Spannung E'. ist bei der Schaltung nach Abb. i ein anderes. ,als bei derjenigen nach Abb. 4. Bei Abb. i ist es die ganze Fremderregung durch WicldungnR, die diese Spannung hervorruft. Bei Abb.-4 ist in der Wicklung nR eine Grunderregung vorhanden, die die Spannung E", erzeugt, und über diese Grunderregung lagert sich eine zusätzliche Fremderregung, die die Spannung-En erzeugt. Praktisch wird die Überlagerung dieser beiden Fremderregungen bei der Schaltung nach Abb. 4 erreicht durch Schwächung und Stärkung des Fremderregerstnomes in der Wicklung UR.
  • Alle Folgerungen, die aus dem Vorhandensein der Spannung En bei Besprechung der Steuerung nach Abb. i an Hand der Abb.2, gezogen wurden und die die Änderungsgeschwindigkeit des Haupterreg;erstromes -sowie die Begrenzung dieser Änderung durch die Sättigung der Regeldynamo, R betrafen, gelten auch für die Anordnung nach Abb. q.. Der Unterschied zwischen den Regeleigenschaften der ganzen Anordnungen nanh Aab. i und Abb.4 besteht jedoch irn folgenden: Beim indifferenten Gleichgewichtszustand tritt bei der Anordnung nach Abb.4 das Feld Null in der Regeldynamo .R bei einem beträchtlichen Wert :J, des Haupterregerstromes auf, bei dem die Erregermaschine S- allein zur Deckung des Ohlnschen Verlustes JaW ausreicht. Beim Ansteigen des Haupterregerstromes J über diesen Wert Jo hinaus wird das Feld der Regeldynamo R im Sinne der Erregerwicldung YR ansteigen und beim Sinken des Haupterregexstromes J unter den Wert J" im verkehrten Sinne, also im Sinne der Erregerwicklung nR, ansteigen. Die Sättigung der Regeldynamo, die ja von der -Feldrichtung unabhängig ist, wird also im positiven Sinne bei einem Haupterregerstromwert J = J" + a J und -in negativem Sinne bei einem Haupterreg erstromwert J = Ja - /\ J .auftreten. Werden nun die magnetischen und :elektrischen Verhältnisse so. gewählt, daß die negative Feldsättigung der Regeldynamo beim Werte J = J, - /A :J = o auftritt, so wird der Haupterregerstrom je nach 'Stellung de Steuerhebels st einxnal dem Werte J = o, und das andere Mal einem Werte J = z Ja zustreben. Die Anordnung nach Abb. 4 hat also dieselben Betriebseigenschaften wie diejenige nach Abb. 3.
  • Beim indifferenten Gleichgewichtszustand in der Anordnung nach -Abb.-a fallen dagegen Feldwert Null der Regeldynamo- und -Haup,terregerstrom Null zusammen. Bei jener Anordnung strebt somit der Haupterregerstrom immer demselben Höchstwert zu, nur je nach Stellmg des Umschalters m. einmal mit po-. sitivem und das andere Mal mit negativem Vorzeichen.
  • Die praktischen Vorteile der Schaltung nach Abb.4 gegenüber der Schaltung nach Abb. 3 sind folgende: i.. Für Eahrtriehtungswechsel ist bei Abb. ¢ nur ein Umschalter mD gegenüber zwei UmschalternmDl und MD" he. Abb. 3 erforderlich.
  • x. Die Bedienung des Umach-alters mD der Abb. 4. kann bei -Motors-tillstand stromlos, also völlig funkenlos erfolgen, während .den Schaltern mDi und mD2 der Abb. 3 bei Motorstillstand der volle ;Strom zufließt.
  • 3. Die Steuerdynamo D nach Abb. 4 benötigt nur eine Frregerwickhmg nD und ist daher von einfacherer Bauart als die Steuerdynamo D, nach Abb. 3, die zwei Erregerwicklungen nDi :und nD2 besitzen muß.
  • 4. Die Erregerwicklung nD nach Abb.4 ist bei Motorstillstand stromlos, während die ErregerwieklungenyaDl und riD2 nach Abb. 3 bei Motorstillstand den vollen Erregerstrom füh- ren. Die Stromverluste der Schaltung nach Abb.4 sind somit geringer -,und die Steuerdynamol? nach dieser Abbildung kommt billiger als diejenige nach Abb. 3. .
  • 5. Die Steuerung bei Anordnung nach Abb. 4 erfolgt nur durch :einmaliges Schwächen oder Stärken der Fremderregung der Regeldynamo, R. Der Umschalter mR nach Abb. 3 .entfällt.
  • Es ist nicht unbedingt erforderlich., zur Erreichung der selbsttätigen und gesetzmäßigen Spannungsänderung im Haupterregerstromkreiseine besondere Maschine,, die sogenannte Regeldynamo vorzusehen. Die .beiden folgenden Beispiele mögen dies zeigen. In Abb...5 stellt D wieder die -Steuerdynamo, M wieder den Motor, U einst Stromquella mit konstanter Spannung, z. B. einen Umformer, .und H eine kleine Hilfsmaschine dar. Die Ste;uerdynamo D besitzt Selbsterregung, und der Ohmsche Widerstand des ganzen Haupterregerstromkreises sei -so eingestellt, daß abermals indifferentes Spannungsgleichgewicht bestehe, solange die .Steuerdynamo D ungesättigt ist und die Hilfsdynamo H keine .Spannung .erzeugt. Auch hier gilt die Gleichung E, - JW ; nur ist 'unter E, die Ankerspannung der Steuerdynamo,.D 'selbst zu verstehen. Wird nach erfolgter Einstellung des Widerstandes si unter Zuhilfenahme,des Umschalters mH in die Erregerwic(dung,aiH der Hilfsdynamo H ein Strom geschickt, so wird die hierdurch im Anker izH hervorgerufene Spannung E'rz auch hier wieder das indifferente Spannungsgleichgewicht des Haupterregerstromkreises stören und eine Änderung des Haupterregerstromes in Form eines freien Ausgleichsvorganges veranlassen. Über Gesetz und Begrenzung dieser Änderung gilt für Abb. 5 genau dasselbe, was bei Besprechung der Schaltungen nach Abb. i und a gesagt-wurde, höchstens mit dem geringen Unterschied, daß die Begrenzung des Haupterregerstromes bei der Anordnung nach Abb.5 in der Sättigung der Steuerdynamo D ihre Ursache hat, während dort die Änderung des Haupterregerstrames durch die Sättigung in der Regeldynamo begrenzt wurde. Bei der Anordnung nach Abb. 5 wird also die SteuerdynamoDebenso zwischen einer positiven und einer negativen Höchstspannung geregelt, wie dies bei Anordnung nach Abb. i der Fall war. Isst nun diese Höchstspannung ihrem absoluten Werte nach gleich der konstanten Spannung des Umformers U, so wird, da der Umformer U und die Steuerdynamo D in Reihe mit dem Mator geschaltet sind, die dem Motor aufgedrückte Gesamtspannung zwischen einem Höchstwert und dem Nullwert steuerbar sein. Die Gesamtanordnung nach Abb. 5 hat also ebenso wie die Anordnung nach Abb. q. dieselben Betriebseigenschaften wie die Anordnung nach Abb.3.
  • Abb.6 stellt das Schema einer Steuerung dar, die als Ersatz für die in Abb.5 gezeichnete Steuerung dienen kann. Die kleine HilfsmaschineH fehlt, dafür besitzt die Dynamo neben der .selbsterregten Wicklung ytDl noch eine fremderregte Wicklung 11D2. Bei indifferentem Spannungsgleichgewicht muß die WicklungnD2 urierregt sein und die WicklungttDl ein solches Feld erzeugen, daß die im AnkeraD induzierte Spannung',. gerade genügt, tun die Ohmsche Verlustspannung JW des Haupterregerstromkreises zu dekken. Wird in die Wicklung nD2 ein der fremden Stromquelle S entnommener Erregerstrom geschickt, so spielt sich folgender Vorgang ab. Das Feld der Steuerdynamo kann sich nicht plötzlich ändern, denn das hätte eine sehr große Gegenspannung der Selbstinduktion an den Klemmen der Wicklung nDl zur Folge, und die Klemmen dieser Wicklung liegen an den Bürsten des Ankers aD. Im ersten Augenblick bleibt vielmehr das Feld der Steuerdynamo und damit auch die Ankerspannung, die jetzt E" genannt sei, ung,eändert, und die hinzukommenden AW der Wicklung nD2 werden wettgemacht durch eine gleich große Abnahme der AW in Wicklung nDl. Die Abnahme der AW in Wicklung nDl ist gleichbedeutend mit einer Verringerung des Haupterregerstromes J um den Betrag eines freien Ausgleichstromes, also mit einer Verkleinerung der Ohmseheri 'Verlustspannung JW. Es entsteht ;eine Spannungsdifferenz E" -- j W, die, wie bei Besprechung der Abb. r auseinandergesetzt wurde, zur Überwindung der Selbstinduktionsspannung - :.n - dient. Die Betriebsvorgänge bei Anordnung nach Abb. 6 sind somit dieselben wie bei Anordnung nach Abb. z.
  • Während bei den beschriebenen Anordnungen die Spannung der Regeldynamo durch Änderung von deren Erregung bei konstanter Drehzahl dem Ohmschen Spannungsabfall angepaßt wird kann auch ohne weiteres, .eine Anordnung verwendet werden, bei der die Regeldynamo konstant erregt ist, aber mit gesetzmäßig veränderlicher Drehzahl angetrieben wird.
  • Da die Drehzahl des Arbeitsmotors unter gewissen Bedingungen dem Erregerstrom proportional ist, _genügt es, die Drehzahl der Regeldynamo der des Arbeitsmotors gleich oder proportional zu halten, indem man z. B. die Regeldynamo von der Welle des Arbeitsmotors antreibt, was für andere Zwecke bei Erregerhilfsmaschineri von Leonardantrieben an sich bekannt ist.
  • Die bisher besprochenen Einrichtungen zur selbsttätigen Erreichung der Motorbeschleunigung Null bei Motorgeschwindigkeit Null beruhten auf dem Prinzip der Gegenschaltung zweier Spannungen oder der Gegenwirkung zweier Erregungen. Im folgenden sei eine Maschine beschrieben, bei der dieselbe Wirkung erreicht wird durch ein Zusammenwirken zweier verschiedenartiger Polgruppen. Magnetgestell und Wicklungen einer solchen Maschine sind in Abb.7, die zugehörigen magnetischen bzw. Spannungscharakteristiken in Abb. 8 gezeichnet. In Abb. 7 bedeuten HP die Hauptpole, NP Nebenpole, WP die Wendepole und a den Anker. Der zweipolige Anker a, die Wendepole WP und die Hauptpole HP sind in üblicher Weise ausgeführt. Die magnetische Charakteristik der Hauptpole ist in Abb.8 durch die gestrichelte Kurve HP dargestellt. Die Nebenpole NP hingegen besitzen außerordentlich kleinen Eisenkern und außerordentlich kleinen Luftspalt. Diesen beiden Übertreibungen zufolge steigt die magnetische Charakteristik der Nebenpole NP bei kleiner Erregung sehr stark an, aber schon nach Erreichung sehr kleiner Feldstärken gelangt sie in den Bereich der Sättigung. Wie aus Abb.7 entnommen werden kann, besitzen die beiden Polgruppen HP und ND in bezug auf die beiden Bürsten=verkehrte Erregung. In den beiden Bürsten kann also nur die Differenz der beiden Spannungscharakteristiken zur Wirkung kommen. Die Differenz der beiden Spannungscharakteristiken HP und NP ist ebenfalls in Abb. 8 durch die vollausgezogene Kurve so dargestellt. Diese Kurve so hat ;eine eigentümliche Form. Bei ganz kleinen Werben der Erregung besitzt sie geringe positive oder, falls bei kleinen Erregungen die Kurve NP steiler ist als die Kurve HP, sogar negative Neigung gegen die Horizontale. Bald jedoch wendet -sie sich stark nach aufwärts, verläuft längere Zeit gerade und nimmt :erst hei höheren. Spannungswerten die normale Sättigungskrümmung an.
  • Hauptpolpaar HP und Nebenpolpaar NP besitzen beide sowohl Reihenschluß@erregung, die mit + und - bezeichnet ist, als auch Fremderregung, die mit C+) und Ü bezeichnet ist. Werden die Windungszahlen all dieser Erregerwicklungen so gewählt, daß bei Gegenwirkung von Reihenschlußerregung und Fremderregung die resultierenden. AW auf Haupt- und Nebenpolen gleichzeitig durch den Wert Null hindurchgehen, so treten die in Abb. 8 gezeichneten. Fälle der Kurven s" und s, auf. Werden z. B. in den. Fremderregen icklungen Aalerzeugt, die dein Wert J" des Haupterregerstnomes entsprechen, so werden beim Wert -J, des Haupterreger-Stroms Hauptpole und Nebenpole gleichzeitig feldlos. Der geometrische Ausdruck für diese Fremderregung ist die Verschiebung . der Kurve s, um den Wert -J" nach links, so daß die Kurve s" @entsteht. Erregt man. die Fremderregerwicklung mit ,einem Strom, der dem Wert -J, entspricht, so ist der geometrische Ausdruck für eine solche Fremderregung -die Verschiebung der Kurve so um den Wert +J, nasch rechts, so daß Kurve s, entsteht.
  • In Abb. 8 ist auch wieder eine Gerade 2 gezeichnet. Sie hat dieselbe Bedeutung wie in Abb. 2, steilt also die Spannungscharakteristik des Ohmschen Gesamtwiderstandes, des Haupterregerstromkreises dar. Um ähnliche Gesetze der Geschwindigkeitsänderungen zu erhalten ivie bei den bisher besprochenen Anordnungen, wurden solche Verhältnisse angenommen, daß die Gerade 2 parallel zum geraden Teil der Kurven E ist. Wird nun. eine solche Maschine nach Abb. 7 mit Charakteristiken nach Abb. 8 als Regeldynamo R für eine Schaltung nach Abb. i verwendet, so besitzt die Anlage folgende Betriebseigenschaften: Bei Anlauf aus dem Stillstand wird die Regeldynamo R durch Speisung der beiden Fremderregungen. auf den Hauptpolen HP und den Nebenpolin. NP derart erregt, daß die Spannungscharakteristik s" gilt. Die vertikale Differenz s" - 2 ist positiv und, da 2 zum geraden Teil der Kurve E" parallel ist, während längerer Zeit konstant. Wie bei Besprecheng- der Abb. i und 2 auseinandergesetzt wurde, heißt dies, der Arbeitsmotor M wird während dieser Zeit konstant beschleunigt. Von einer gewissen Spannung an krümmt sich die Kurve s". Die Differenz s" - 0, wird kleiner und schließlich im Schnittpunkt zwischen s" und 2 gleich Null. Diesem Schnittpunkt :entspricht die-höchsterreichbare Motorgeschwindigkeit; .der Motor läuft von hier an mit konstanter Geschwindigkeit. In der richtigen Entfernung vom Fahrziel wird die Fremderregung abgeschaltet, bei Fremderregung Null gilt die Kurve so. Die vertikale Differenz so - 2 ist jetzt negativ geworden, der Motor wird alw verzögert werden. Wie Abb. 8 zeigt, wird die negative Differenz so - 2 beim Haupterregerstrom J = o und bei Ankerspannung E" = o ebenfalls gleich Null. Der Motor M kommt mithin selbsttätig zum Stillstand. Soll in umgekehrter Richtung gefahren werden, so werden die beiden Fremderregerwicklungen auf den Hauptpolen HP und den Nebenpolen NP im umgekehrten Sinne erregt wie bei Vorwärtsfahrt, und zwar derart, daß die Kurve e, gilt. Alles spielt sich dann im umgekehrten Sinne ab, wie vorhin besprochen. Der ganze Regelvorgang bei normalem Betrieb mit Hilfeeiner Schaltung nach Abb. i, bei -dereine Regeldynamo nach Abb. 7 verwendet wird, beschränkt sich somit auf drei Schalterstellungen: i. Vorwärtsfahrt, 2. Rückwäritsfahrt, 3. Stillstand. Mit Hilfe; dieser drei Stellungen ist stoßloser Betrieb nach dem erwünschten Fahrdiagramm erreichbar.
  • Alle die besprochenen Einrichtungen, die dazu dienen, gleichzeitig mit der Geschwindigkeit Null. die Gesichwindigkeitsänderung Null ans Arbeitsmotor zu erreichen, können auch dazu verwendet werden, die erreichbaren Hö,clistgeschwindigkeiten bei Hinfahrt und Rückfalsrt verschieden zu machen, wie dies z. B. bei Hohelmas!chinenantrieb gewünscht wird. Zu diesem 'Zwecke braucht man nur im einen Falle die konstante Spannung kle- i ner zu machen als den erreichbaren Höchstwert der veränderlichen Spannung und im zweiten Falle die konstante Erregung kleiner zu .machen als den erreichbaren Höchstwert der veränderlichen Erregung. Im Falle der Regeldynamo nach Abb. 7 kann. man dies erreichen, wenn man die Fremderregungen der Hauptpole und der Nebenpole :so wählt, daß ihre Felder zu verschiedenen Zeiten durch den Wert Null hindurchgehen.
  • Hier sei noch biem-erkt, daß es selbstverständlich möglich ist, zwei oder mehrere der besprochenen Verfahren miteinander zu verbinden. Man kann hierdurch verschiedenartigere Gesetze von Geschwindigkeitsänderungen erreichen als die hier besprochenen einfacheren und in der Praxis meist geforderten. In 'vielen Fällen ist es erwünscht, mit mehreren wählbaren Geschwindigkeiten zu arbeiten. Das einfachste Mittel, die erreichbare Höchstgeschwindigkeit herabzudrücken, ist die Einschaltung eines zusätzlichen Ohmsehen Widerstandes in den Haupterregerstromkreis. In Abb. 9 bedeutet die Gerade 90 die Ohmsche Gegenspannung JWo des Haupterregerstromkreis@es bei Normalbetrieb in Abhängigkeit vom Haupterregerstrom J und die Gerade 21, die Ohmsche Gegenspannung JWl des Haupterregerstromkreises bei Vergrößerung des Ohmschen Widerstandes dieses Stromkreises vom Werte W, auf den Wert W1. e", und e, bedeuten die Spannungscharakteristiken der Erregerstromquelle bei Vor- und Rückwärtsfahrt. Wie aus der Abb.9 ersichtlich, schneidet die Kurve s"o die Gerade 2, bei einem viel höheren Werte des Haupterregerstromes als die Gerade 91. Durch die Vergrößerung des Widerstandes im Haupterregerstromkreis wurde somit der erreichbare Höchstwert des Haupterre erstromes J und damit die erreichbare Höchstgeschwindigkeit des Arbeitsmotors herabgedrückt.
  • Ein anderes Mittel zur Veränderung der Höchstgeschwindigkeiten ist die Verschiebung der Bürsten an jenen Maschinen, die als Erregerstro:mquelle dienen. Insbesondere bei breiten Wendepolen können hierdurch die Reihenschlußerregerfelder und damit auch die Spannungscharakteristik dieser Maschinen stark geändert werden. Es sei abermals die Abb. 9 zu Hilfe genommen, und es mögen die Kurven s"1 und E,1 für die normale Bürstenstellung und die Kurven s", und a,o für stark verschobene Bürsten gelten. Die Gerade 91 gebe die Ohmschen Gegenspannungen des Haupterre@gerstra'mkreises an. Der für Normalbetrieb gültige Schnittpunkt zwischen 21 und s"1 gehört abermals zu einem höheren Wert des Haupterregerstromes J als der Schnittpunkt zwischen 21 und s"o. Die höchst erreichbare Betriebsgeschwindigkeit kann also, passende Verhältnisse vorausgesetzt, auch durch Bürstenverschiebung an der als Erregerstromquelle dienenden Dynamo eingestellt werden.
  • Bei Anwendung der beiden besprochenen Mittel zur Verringerung der Betriebsgeschwindigkeit entsteht die Frage, ob man beim Bremsen etwas zu beachten hat. Auch die Beantwortung dieser Frage wird durch Betrachtung der Abb.9 erleichtert. Sowohl im Falle des zusätzlichen Ohmschen Widerstandes als auch im Falle der Bürstenverschiebung waren in Abb. 9 die Gerade 21. und die Kurve e"o maßgebend für die höchst erreichbare Betriebsges,chwindigkeit. Es muß also auch für den Bremszustand in beiden Fällen die Kurve e"o in Betracht gezogen werden, d. h. die Vertikalabstände zwischen -Q: und' eo sind- das Maß für die auftretendem Verzögerungen. Der Vertikalabstand im Schnittpunkt von 91 - und s"o ist nun größer als beim Werte Null des Haupterregerstrornes J. Würde man also, beim Übergang auf "Bremsung -den Ohmschen Zusatzwiderstand bzw. die starke Bürstenverschiebung beibehalten, so würde die Verzögerung am Beginn der Bremsperiode größer sein als an deren Ende. In den meisten Fäl-I@n des Betrieb-es ist dies unerwünscht. Man wird also am bestem: beim Übergang auf Bremsuüg gleichzeitig den Ohmschen Zusatzwiderstand ausschalten bzw. die starke Bürstenverschiebung rückgängig machen. Zufolge Ausschalters des Ohmschen Zusatzwiderstand-es wird die Gerade <?,in die Lage2o und zufolge Bürstenrückverschebung die Kurve s,o in die Lage s,1 gedreht: Beide geometrischen Änderungen haben zur Folge, daß der Vertikalabstand einerseits zwischen 90 und E,o und anderseits zwischen 91 und E,1 während der ganzen Bremsperiode konstant bleibt. Das Stillsetzen des Arbeitsmotors erfolgt dann mit konstanter Verzögerung, wodurch alle Mehrbeanspruchungen in der Anlage vermieden sind.
  • "Bei den beiden besprochenen Verfahren .zur Änderung der Betriebsgeschwindigkeit nehmen, wie abermals aus Abb. 9 ersichtlich ist; die Vertikalabstände zwischen den beiden zugehöriger. Linien 21 und s", bis zu deren Schnittpunkt ständig ab, d. h. die Beschleunigung nimmt mit zunehmender Geschwindigkeit beständig ab. Will man nun, wie beim Normalbetrieb, möglichst lange Zeit die Beschleunigung konstant erhalten, so kann man mit dem Ohmschen Widerstand des Haupterregerstromkreis,es die Zahl der Reihenschlußerre,ggerwindungen auf der Regeldynamo R proportional erhöhen (Abb. io). Die Folge einer solchen Änderung ist, daß sowohl die Charakteristik s als die Gerade 9 im gleichen Maße steiler gestellt werden. Die in Abb. 9 mit dem Index o versehenen Linien nehmen dabei die Lage der mit dem Index i versehenen Linien an. Die erreichbare Höchstspannung der Regeldynamo R bleibt dieselbe, die vertikalen Differenzen zwischen 9 und E. bleiben dieselben, jedoch treten alle Spannungswerte der Abb. io bei kleinerem Wert des - Haupterregerstromes J auf. Die Steuerdynamo D wird also zwar mit einem kleineren Höchstwert erregt, aber die Beschleunigung und die Verzögerung des Arbeitsmotors bleibt so - groß wie früher und ebenfalls in einem großen Teil der Betriebsgeschwindigkeiten konstant.
  • In Abb. io ist auch noch ein zusätzlicher induktiver Widerstand L gezeichnet, der ein Hilfsmittel darstellt, durch--welches die Beschleunigung bzw. Verzögerung geändert werden kann, falls sich diese Größe mit Hilfe der Fremderregerwicklungen nR oder ,nD2 oder nH in besonderen Fällen nicht regeln. lassen sollte.
  • Ein Beispiel der gleichzeitigen Änderung der Höchstgeschwindigkeit und der Höchstbeschleunigung zeigen die Abb. i ia und i ib. Die beiden Abbildungen stellen das Schema einer Regeldynamo mit zwei getrennten Ankerwicklungen, aRi und aR2 und mit zwei Reihenschlußerregerwickl:ungexiyRi und yR2 dar. In Abb. i ia sind die beiden Anker in Reihe und die beiden. Erregungen parallel, in Abb. i ib die beiden Anker parallel und die beiden Erregungen in Reihe geschaltet. Es ist leicht zu beweisen, daß im ungesättigten Zustande der Maschine die beiden Schaltungen in bezog auf den Hauptezregerstrom J gleichwertig sind. Die Spannung einer ungesättigten Maschine ist nämlich proportional dem Produkt aus Ankerleiterzahl X Erreger-AW. Da im Falle der Abb. iib die Zahl,der in Reihe liegenden Ankerleiter halb so. groß, die Erregerwindungszahl hingegen doppelt so groß isst wie im Fade Abb'. i ia, 'st beim selben Strom J auch die @ Maschinenspannung dieselbe. Da nun bei gleicher Spannung im Falle i ib das. Feld doppelt so groß ist ,als im Falle der Abb. i ia, wird im Falle i ib die Maschinensättibbgung bei halb so großem Belastungsstrom J - auftreten wie im Falle der Abb. i ia. DieRegeldynam;o R wird. somit im Falle der Abb. i ib nur den halben Haupterregerstrom liefern können wie im Falle der Abb. T ia. Infolge der halben Ankerleiterzahl im Falle der Abb. i ib gegenüber i ia wird auch die von der FremderregerwieIclung nR @erzeugte Spannung E, die ja maßgebend ist für die Beschleunigung des Arbeitsmotors, im Falle der Abb. i ib halb so groß sein wie im Falle der Abb. i ia. B;ei Wahl einer Maschine nach Abb. i ia und i ib als Regeldynamo wird also durch Umschaltung von Fall i ia auf Fall i ib .sowohl die Höchstgeschwindigkeit als auch die Höchstbeschleunigung und Höchstverzögerung des Arbeitsmotors halbiert.
  • Es sei nun ;einiges über die durch die Maschinenerwürmüng hervorgerufenen ,Fehler gesagt. Der störendste unter- diesem. Fehlern ist die Änderung des Ohmschen Widerstandes im Haupterregerstromkreis. Insbesondere die Genauigkeit der Bremsung kann hierdurch stark leiden. Die Berichtigung dieses Ohmschen Widerstandes während des Betriebes ist unerläßlich. Sie kann auf einfache Weise vermittels eines Handreglers erfSIgen. Entsprechend dem bei Erreichung des Fahrzieles auftretenden Fehler kann der Handregler nachgestellt werden, und die Stills.etzungsfehler bei den folgenden Fahrten werden geringer sein. Es ist aber auch möglich, geeignete Stromquellen für Betätigung .eines Relais zu finden, das die Berichtigung des Ohmschen Widerstandes selbsttätig veranlaßt. Nur als Beispiel einer solchen geeigneten Stromquelle sei :eine Hilfswicklung auf den Hauptpolen der Steuerdynamo D erwähnt. An .den Klemmen ,einer solchen Hilfswicklung wird näm# lieh eine induzierte Spannung auftreten, die genau proportional ist der Feldänderungsgeschwindigkeit in der Steuerdynamo. Bei richtiger Beschleunigung oder Verzögerung muß also an diesen Klemmen ;eine ganz b estimmte Spannung vorbanden sein. Schaltet man nun de Klemmen der Hilfswicklung an eine Stromquelle, die eine solche Spannung besitzt, wie sie in der Hilfswicklung induziart werden soll, so kann bei richtigen Verhältnissen zufolge Spannungsgleichgewichtes kein Strom auftreten. -Ist jedoch eine falsche Beschleunigungoder Verzögerung vorhanden, so wird ein Stromentstehen. Diesen Strom kann man zur Betätigungeines Relais oder des Reglers selbst benutzen.
  • Zum Schlosse sei noch folgendes bemerkt:, Vorrichtungen, die b.ei ungenauem Stillseiten eine berichtigende Steuerung von Hand aus gestatten, müssen auf alle Fälle vorgesehen werden. Eine solche Berichtigung kann nun vorgenommen werden ;entweder durch Bedienung der Steuerschalter m von Hand aus, oder es kann auf der Steuerdynamo D eine zusätzliche Hilfswicklung vorgesehen sein, niit deren Hilfe in der heute allgemein üblichen Weise auf kleine Geschwindigkeiten gesteuert werden kann.

Claims (1)

  1. PATrNTANSPRÜCH@: i. Dynamo zum Steuern von Motoren durch Änderung der ihnen aufgedrückten Spannung, wobei der zeitliche Verlauf der Spannungsänderung während der Steuerperioden und damit die Geschwindigkeitsänderung der Motoren im wesentlichen durch einen selbsttätig ablaufenden elektromagnetischen Ausgleichsvorgang im Erregersystem der Dynamo bestimmt wird, gekennzeichnet durch ;eine den Ohmschen Widerstand des Erregersystems der Dynamo vollständig oder teilweise komp:ensierende Anordnung (wie Reguliermaschinen, die dem Stromkreis eine Spannung aufdrücken, negative -elektrische Widerstände u. ,dgL ), zum Zweck, den Eitifluß des Obmschen Widerstandes des Erregersystems auf den zeitlichen Verlauf . des die Geschwindigkeitsänderung der gesteuerten Motoren bestimmendenelektromagnetischen Ausgleichsvorganges zu _ verringern -oder vollständig aufzuheben. a. Steuerdynama nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der den Ausgleichstrom führende Kreis eine seinem Olunschen Spannungsabfall annähernd proportional veränderliche Spännüngsquelle e 'hält. nt 3. Steuerdynamo nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, däß der den Ausgleichstrom führende Stromkreis konstanten Selbstinduktionskoeffizienten besitzt und unter dem Ein-Ruß einer konstanten zusätzlichen Spannung steht, so - daß dadurch eine konstante Änderungsgeschwindigkeit (Beschleunigung oder Verzögerung) bedingt ist. ¢. Ausführungsform nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß die veränderliche Spannungsquelle, die zur Kampensierung des Ohmschen Spannungsabfalls im Haupterregerkreis dient, durch die mit Reihenschlußerregung (rR) und Fremderregung (nR) versehene Erregermaschine (IR) der Steuerdynamo (D) gebildet und die Reihenschlußerregung (rR) so ausgeführt wird, daß sie allein die Erregermaschine (IR) nicht zu erregen vermag, also die Fremderregung (uR) ausschließlich zur Hervorbringung der den Ausgleichsvorgang bestimmenden zusätzlichen Spannung,dent (Abb. i). 5. Ausführungsform nach Anspruch i bis ,4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgleichsvorgang durch das Eintreten der magnetischen Sättigung an der Kompensationsmaschine zeitlich begrenzt wird. 6. Ausführungsform nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich der magnetische Zustand der Kompensationsmaschine während des Ausgleichsvorganges von der negativen Sättigung bis zur positiven oder umgekehrt ändert. 7. Ausführungsform nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerdynamo (D) außer der durch den Ausgleichstrom beherrschten Erregung (nD1) noch eine konstante Erregung (nD2) besitzt, die gleich dem am Ende des Ausgleichsvorganges bei magnetischer Sättigung der Kompensationsmaschine (IR) auftretenden Wert der ersten Erregung ist (Abb. 3). B. Ausführungsform nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der den Ausgleichstrom führende Kreis außer der Kompensationsmaschine (R) noch eine von dieser unabhängige konstante Spannungsquelle (S) enthält, deren Spannung gleich ist jener Spannung, die die Kompensationsmaschine (R) am Ende des Ausgleichsvarganges bei Sättigung ihres magnetischen Kreises besitzt (Abb. q.). g. Ausführungsform nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung verschiedener Geschwindigkeitshöchstwerte die konstante Erregung (nD2) oder die sie hervorrufende konstante Spannung (S) auf Werte .eingestellt wird, die -von den am Ende des Ausgleichsvorganges auftretenden Werten der veränderlichen Erregung (nDi) ,oder der diese erzeugenden veränderlichen Spannung (R) abweichen (Abb. 3) . io. Ausführungsform nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgleichsvorgang in einem Neben.schluß-@erregerkreis der Steuerdynamo (D) hervorgebracht wird, wobei diese selbst als Kompensationsmaschine für jenen Kreis wirkt (Abb. 5). i i. Steuerdynamo nach Anspruch i bis io, dadurch gekennzeichnet, daß durch einmalige Änderung der magnetomotorischen Krafteines mit dem Ausgleichstromkreis verketteten magnetischen Kreises in jenem Stromkreis ein Reaktionsstrom hervorgerufen wird, so daß die damit verbundene Änderung der Ohmschen Spannung den Ausgleichsvorgang einleitet. 12. Steuerdynama nach Anspruch i bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kompensation des Ohmschen Spannungsabfalles im Ausgleicbstromkreiseine konstant erregte Hilfsmaschine dient, deren Drehzahl der des Arbeitsmotors gleich oder proportional ist. 13. Ausführungsform nach Anspruch i bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompensationsmaschine so ausgeführt ist, daß ihre magnetische Charakteristik im Ursprung einen Wendepunkt besitzt (so in Abb. 8). 1q.. Ausführungsform nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Polteilung der Kompensationsmaschine zwei induzierende Kraftflüsse entgegengesetzt wirksam sind, deren Kraftlinienwege verschiedene magnetische Charakteristik besitzen. 15. Ausführungsform nach Anspruch 1q., dadurch gekennzeichnet, daß die Kompensationsmaschine in jeder Polteilung zwei mit voneinander abhängigen .entgegengesetzten Erregungen versehene Pole (HP und NP) besitzt, die ihre Sättigung bei wesentlich verschiedenen Erregungen erreichen (Abb.7). 16. Ausführungsform nach Anspruch i bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß durch Änderung der Charakteristik des Olunschen Spannungsverlustes (SZ) -oder der Charakteristik (e) der Kompensationsmaschine die Übereinstimmung des geradlinigen _ Teiles der letzteren mit der ersteren aufgehoben wird, zum Zwecke, daß der Ausgleichsvörgang noch vör Eintritt der magnetischen Sättigung der _ Kompensationsmaschine selbsttätig aufhört 17. Ausführungsform nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß proportional mit dem- Ohmschen Widerstand des Ausgleichstromkreises die Windungäzahl der Reihenschlußerregerwtcklung (rR) der Kompensationsmaschine (R) geändert wird, zum- Zweck, möglichst lange die Beschleunigung oder Verzögerung des Arbeitsmotors konstant zu halten (Abb. io). 18. Ausführungsform nach Anspruch i :, bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgleichstromkreis noch eine zusätzliche regelbare Induktivität enthält, durch welche die Beschleunigung oder Verzögerung gleichfalls geändert werden kann. i9. Ausführungsform nach--Anspruch i bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Ankerwicklung und die Erregerwicklung der Kompensationsmaschine aus je zwei Teilen (aRl und aR2 bzw. r"Zl und YR2) bestehen, die wechselweise parallel oder hintereinander schaltbar sind, zum Zweck, gleichzeitig mit der Änderung der Höchstges,chwindigkeit auch. eine solche der HGchstbeschleunigung oder Verzögerung zu erzielen (Abb. i ia und i ib). 2o. Ausführungsform nasch Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Störungen der Ausgleilchsvorgänge im Haupterregerkreis, welche durch Änderungen des Ohmsehen Widerstandes desselben etwa infolge von - Erwärmung o. dgl. hervorgerufen werden, durch besondere Einrichtungen verringert oder aufgehoben werden.
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