DE46029C - Maschine zur continuirlichen Herstellung von Zündhölzern - Google Patents

Maschine zur continuirlichen Herstellung von Zündhölzern

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DE46029C
DE46029C DE188846029D DE46029DA DE46029C DE 46029 C DE46029 C DE 46029C DE 188846029 D DE188846029 D DE 188846029D DE 46029D A DE46029D A DE 46029DA DE 46029 C DE46029 C DE 46029C
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clamping
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Louis Cobbaert
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06FMATCHES; MANUFACTURE OF MATCHES
    • C06F1/00Mechanical manufacture of matches
    • C06F1/26Production lines for complete match manufacture

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Specific Conveyance Elements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
ή-
O 6
Gegenstand vorliegender Erfindung ist die Anordnung einer Maschine, mittelst welcher die Herstellung von Zündhölzchen in der Zukunft nur noch ein einziges continuirliches Verfahren ausmachen soll, d. h. dafs alle Vorgänge dieser Fabrikation, wie das Einsetzen der Zündhölzchen in die Prefsrahmen, das Paraffiniren, das Eintauchen in die Zündmischung, das Trocknen der letzteren, das Lösen der fertigen Zündhölzchen und das Anordnen derselben in Schachteln, welche bisher mit der Hand oder mittelst getrennt aufgestellter Apparate ausgeführt wurden, alle einschliefslich mittelst einer einzigen, besonders zu diesem Zwecke angeordneten Maschine bewerkstelligt werden.
Hierdurch wird nicht allein eine grofse Zeit% ersparnifs in der Behandlung erzielt durch eine gröfsere Vollkommenheit der verschiedenen zur Maschine gehörigen Organe im Vergleiche zu den bestehenden Apparaten, sondern es bestehen auch keine Unterbrechungen mehr zwischen den auf einander folgenden Vorgängen, d. h. dafs die Zündhölzchen alle Vorgänge durchmachen, ohne nach jedem derselben in die Hand genommen werden zu müssen behufs Uebergebung an den nächstfolgenden, so dafs als© aufser doppelter Ersparnifs an Zeit ■ auch noch eine bedeutende Ersparnifs an Handarbeit vorliegt.
Die continuirliche Maschine ist auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht, und zwar ist:
Fig. ι ein von der Seite genommener Aufrifs der Maschine,
Fig. 2 derjenige Theil der Maschine, wo die Zündhölzchen in dieselbe eingeführt werden,
d. h. der Anfang der Maschine in gröfserem Mafsstabe,
Fig. 3 eine Oberansicht desselben,
Fig. 4 ein Querschnitt nach A-B in Fig. 2, Fig. 5 ein Aufrifs bezw. Schnitt vom Ende der Maschine, wo die Zündhölzchen, in Schachteln angeordnet, von derselben abgenommen werden, Fig. 6 eine Oberansicht desselben,
Fig. 7 ein Querschnitt des Gestelles im gebogenen Theil mit den Sperrzähnen zum Aufhalten der Doppelschienen während der Lösung der Zündhölzchen,
Fig. 8 eine Detailansicht im Aufrifs,
Fig. 9 eine Oberansicht derselben,
Fig. ίο ein Längenschnitt durch den Fachbehälter zum Füllen der Schachteln,
■ Fig. ι ι ein Horizontalschnitt desselben,
Fig. 12 ein Längenschnitt der Doppelschienen zur Aufnahme der Zündhölzchen,
Fig. 13 eine Oberansicht derselben.
Das Mittel, welches in erster Linie gestattet, alle Vorgänge bei der Zündholzfabrikation in continuirlicher Weise auszuführen, besteht in der Ersetzung der bisher gebräuchlichen Prefsrahmen, in welchen die Zündhölzchen befestigt werden, um die verschiedenen Arbeiten des Paraffinirens, des Eintauchens in die Zündmasse, des Trocknens etc. durchmachen zu können, durch Organe, welche, nachdem sie die Holzstäbchen aufgenommen und festgeklemmt haben, sich in der Maschine in continuirlich intermittirender Weise fortbewegen und dabei die Zündhölzchen durch alle Phasen der Fabrikation in der entsprechend angeordneten Maschine hindurchführen.
Diese Organe bestehen in einer Klemmvorrichtung, welche mit dem Namen des Doppelschienensystems bezeichnet ist und welche in Fig. 12 und 13 im Längenschnitt und in der Oberansicht veranschaulicht ist.
Die Anordnung besteht aus zwei besonders construirten Schienen B und B1, welche, auf einander angeordnet, zu einem Paar vereinigt werden, und zwar in solcher Weise, dafs die obere Schiene B1 in der Längsrichtung auf der unteren verschoben werden kann. Die letztere hat einen höheren Querschnitt wie die obere Schiene und sind dieselben beide mit gleichabständigen Löchern perforirt, welche dazu bestimmt sind, die Zündhölzchen aaa aufzunehmen.
Die Löcher in der oberen Schiene B1 sind an beiden Seiten ausgefräst, wogegen die Löcher, welche durch die untere Schiene B gehen, nur an der oberen Seite ausgefräst sind. Die Anzahl der Löcher entspricht der Länge der Schienen, welche eine beliebige, jedenfalls eine zur Breite der continuirlichen Maschine verhältnifsmäfsige ist. Der Durchmesser der Löcher ist etwas gröfser wie derjenige der Streichhölzer, so dafs, wenn beide Schienen BB1 bezw. die Löcher in denselben genau über einander liegen, jedes Loch leicht ein Streichholz aufnehmen kann, wie dies an der linken Seite von Fig. 12 veranschaulicht ist.
Nun ist leicht ersichtlich, dafs zur Festklemmung der Streichhölzer die obere Schiene B nur um ein Geringes in der Längsrichtung verschoben werden mufs, wodurch sich der obere Theil der Streichhölzer leicht biegt und dieselben einerseits an den unteren Rand der Löcher der unteren Schiene und andererseits an den Rand der Löcher in der oberen Schiene angedrückt werden, wobei die Ausfräsung der Löcher gestattet, die Streichhölzer leicht zu biegen, ohne dieselben zu brechen. Zur Führung der oberen Schiene in der Längsrichtung ist dieselbe mit Schlitzen versehen, in welche auf der unteren Schiene befestigte Stifte hineingreifen. Selbstverständlich kann zu diesem Zwecke auch jede andere entsprechende Anordnung benutzt werden. Das Festspannen der Streichhölzer findet statt, nachdem dieselben bis auf eine gewisse Tiefe in die Schienen bezw. die Löcher hineingeschoben worden sind, und werden die Streichhölzer durch einen an jedem Schienenende angeordneten Verschlufs in der festgespannten Stellung erhalten. Dieser Verschlufs besteht aus einem eigenthümlich geformten Riegel V, welcher in einer entsprechenden Aussparung am Ende der Schienen auf- und abgleiten kann.
Der obere Theil des Riegels V ist rechteckig und hat eine Höhe, welche der doppelten Dicke der oberen Schiene gleichkommt. Unten hat der Riegel einen Ausschnitt, dessen Tiefe dem Verstellungshube der oberen Schiene B zur Festspannung der Streichhölzer entspricht. Aufserdem befindet sich an der Seite des Ausschnittes noch eine halbrunde Bohrung, welche den Anschlag α aufnimmt, und an der anderen Seite des Riegels eine Aussparung, welche auf dem Anschlag a1 gleitet und den verticalen Hub des Riegels V begrenzt. Sind nun die Schienen so gestellt, dafs die Löcher für die Streichhölzer über einander liegen, so fallen die Aussparungen für die Riegel ebenfalls zusammen und nehmen dann die Riegel die an der linken Seite, Fig. 12, veranschaulichte Stellung ein. Liegen aber die Streichholzlöcher nicht mehr über einander, d. h. wenn die obere Schiene zur Festspannung der Streichhölzer länglich verschoben ist, so nimmt der Riegel die an der rechten Seite der Fig. 12 veranschaulichte Stellung ein. Selbstverständlich müssen die Riegel, ehe die längliche Verschiebung der oberen Schiene in der einen oder der anderen Richtung stattfindet, vorher in ihren Aussparungen gehoben werden, was durch eine weiter unten beschriebene Einrichtung der Maschine bewerkstelligt wird. Die Enden der unteren Schienen B sind mit vertical schräg abgeschnittenen Gleitstücken ausgestattet, wie in Fig. 13 veranschaulicht und zu dem unten beschriebenen Zwecke.
Die in der beschriebenen Weise construirten Klemmschienen sind mit ihren Enden bezw. Gleitstücken in den an der inneren Seite des Maschinengestelles zu Führungen C ausgebildeten Läufern L, Fig. 1,2, 3 und 4, angeordnet, so dafs die sämmtlichen quer hinter einander liegenden Schienen unter dem Antriebe verschiedener, unten beschriebener Mechanismen von einem zum anderen der Maschine gleiten können.
Das Gestell der Maschine besteht aus zwei parallel mit Ständern M verbundenen Seitenrahmen, welche oben die Läufe L tragen, und sind letztere am Anfange der Maschine und beinahe auf der ganzen Länge derselben horizontal gerichtet und beschreiben gegen das Ende der Maschine hin einen niederschweifenden Bogen von 900, damit sich in demselben die Klemmschienen zum Auslösen der Zündhölzchen aus denselben während des Durchganges durch den Bogen auf die Seite legen können, um sich nachher wieder gerade zu stellen und den vorgeschriebenen Weg in dem tiefer liegenden, wieder horizontal gerichteten Endtheil bis zum Ausgange der Maschine zurückzulegen.
Die Läufe L sind zu Führungen C ausgebildet, welche an der äufseren Seite geschlossen und nach der inneren Gestellseite hin offen sind, wobei dieselben einander genau gegenüberliegen. In diesen Führungen, Fig. 1, 2, 3 und 4, verschieben sich die Gleitstücke der
Klemmschienen B, wobei sich dieselben quer nicht verstellen können, indem sie daran durch die an den Führungen anliegenden Ränder r verhindert sind, wodurch die Stellung der Schienen eine stets genau gerade ist. Die Ränder r gehen nicht über die obere Seite der unteren Schienen B, damit die Verschiebung der oberen Schienen B1 auf denselben keine Verhinderung erleide.
Die Führungen C sind breit genug, um aufser den Gleitstücken noch mit Sperrklinken versehene Gleitstangen G aufzunehmen, wobei die an letztere angelenkten Sperrklinken auf die schräg abgeschnittenen Gleitstücke der Klemmschienen B greifen und dadurch die Gleitstangen G seitlich andrücken und führen. Die obere oder untere Seite der Gleitstangen G ist zu einer Zahnstange ausgefräst, in welche ein Getriebe eingreift, welches sich in einer entsprechenden Oeffnung der Führungswand dreht.
Zwischen den Ständern M liegt auf dem Boden ein Schienenstrang R, während ein zweiter Strang i?1, an den Ständern M befestigt, auf einer gewissen Höhe über dem ersten Strange angebracht ist. Auf diesen beiden Bahnen laufen kleine Wagen W, welche durch die Drücker P bewegt werden; letztere stehen an einer endlosen Kette J GaIl'scher Construction vor, wobei dieselbe über zwei passende Getriebe K läuft, von welchen das vordere durch eine zweite, über ein später noch erwähntes Vorlagegetriebe K1 laufende Kette J1 in Rotation versetzt wird. Die auf den Bahnen -R R1 laufenden Wagen W bestehen aus einer einfachen, auf Rädern angeordneten Platte, welche dazu bestimmt ist, eine gewisse Anzahl der oben beschriebenen Klemmschienen BB1 aufzunehmen, und zwar werden dieselben, wie später erklärt, automatisch in der richtigen Stellung zur Einführung in die Maschine auf die Wagenplatte geschoben.
Der in dieser Weise beladene Wagen wird auf der unteren Bahn durch den Kettendrucker P auf eine am Anfange der Maschine angeordnete Hebevorrichtung E transportirt. Letztere besteht aus der Tragplatte E mit hohem Rande r1, welche durch zwei verticale Zahnstangen U U getragen wird, und führen sich die letzteren in passend geformten, an der Maschine befestigten Augen O (Fig. ι und 2).
Die Zahnstangen werden gehoben und gesenkt mittelst zweier auf einer gemeinsamen Welle A gekeilten Getriebe K^, welche bei C1 auf der Maschine gelagert und mittelst einer Kurbel Af1 in Rotation versetzt werden.
Die Klemmschienen sind quer auf die Wagen W geladen und ragen mit den Enden über die Platte hinaus, so dafs, wenn der Elevator E bis auf die Höhe der Läufe L gehoben worden ist, sich die Enden der Klemmschienen genau vor den Führungen C befinden, welche an dieser Stelle entsprechende Ausschnitte haben, behufs Durchlassung der auf den Wagen geladenen Schienenreihe zwischen den Läufen. Der Elevator E stellt den Wagen bezw. die Schienen genau in die verlangte Stellung durch den hohen Rand r1 der Platte, welcher an passend am Gestell angeordnete Knaggen bezw. Gufsvorsprünge anschlägt.
Um nun die Enden der Klemmschienen in die Führungen C hineinzuführen, bedient man sich einer Anordnung, bestehend aus mit Sperrklinken q ausgestatteten Gleitzahnstangen G, welche in den Führungen unter Einwirkung von Getrieben K3 vor- und zurückgeschoben werden können; die Getriebe sitzen auf einer auf dem Gestell gelagerten Welle, welche durch Kurbel M2 in Rotation versetzt wird, wobei die Getriebe durch einen Spalt in den oberen Führungswänden in die nach oben gerichteten Zahnstangen eingreifen. In diesem Zustande befinden sich die Gleitstangen am Ende ihres Hubes nach hinten und greifen die vorn angelenkten Sperrklinken q auf die schräg abgeschnittenen Gleitstücke der letzten Gleitschiene auf der Wagenplatte. Bei Drehung der Getriebe K3 drücken dann die Gleitstangen G bezw. die Sperrklinken q die Klemmschienen auf der Wagenplatte vorwärts und eine nach der anderen in die Führungen C hinein, und ist dieser Vorgang beendet, sobald die Gleitstangen ihren ganzen Hub nach vorn durchlaufen haben. Der Elevator E wird alsdann mit dem Wagen W bis an den oberen Schienenstrang R1 niedergelassen, wo er (d. h. der Wagen) von dem Drücker P1 der Kette J erfafst und nach dem anderen Ende der Maschine zur weiteren, später beschriebenen Verwendung befördert wird. Der Elevator wird darauf ganz niedergelassen, um einen neuen, mit Klemmschienen B beladenen Wagen wieder hochzuheben, wonach derselbe Vorgang erneuert wird.
Die mittelst der Gleitstangen G in die Führungen C hineingeschobene Serie Klemmschienen (35 im vorliegenden Beispiel, wovon jede 100 Löcher enthält) sind dadurch so gestellt worden, dafs sich die Löcher genau unter 3 5 Reihen verticaler Röhrchen t befinden, welche symmetrisch in einem Kasten y angeordnet sind, und steht dieser Kasten auf einem entsprechenden Support S der Maschine. Die verticalen Röhrchen t sind durch den bekannten Seb old 'sehen Apparat mit den Zündholzstäbchen angefüllt worden und werden die Klemmschienen durch verstellbare Knaggen FF in der verlangten Stellung gehalten.
Die in den Führungen vorstehenden Knaggen können mittelst zweier Hebescheiben D und der Zugstangen il zurückgezogen werden, um
das weitere Vorgehen der Klemmschienen zu gestatten. Die Scheiben D haben an ihrem Umfange Rippchen t2, welche sich in Ausbiegungen der auf den Umfang der Hebescheiben drückenden Federn legen und dadurch die Stellung der Knaggen E bestimmen. Die Hebescheiben sitzen auf einer gelagerten Welle A\ welche mittelst einer Kurbel Ai3 gedreht wird. Auf dem Boden des Kastensy liegt eine Platte, welche in Nuthen gleitet und ebenso viele Löcher enthält, wie es Röhrchen in dem Kasten giebt; eine leichte Verschiebung dieser durchlochten Platte mittelst eines kleinen Hebels Z, Fig. i, öffnet oder schliefst die Löcher der darunter liegenden Klemmschienen, um das Hineinfallen der Zündhölzchen in dieselben zu gestatten oder zu verhindern. Die Zündhölzchen fallen bis auf eine gewisse Tiefe in die Klemmschienen hinein, und wird diese Tiefe durch eine darunter angebrachte Platte P1 begrenzt.
Oberhalb des Kastensy ist eine mit 3 5 Reihen Stäbe b ausgestattete Platte P'2 aufgehängt, welche mittelst einer durch einen Bügel gehenden Schraube V hoch- oder niedergeschraubt werden kann.
Die Platte führt sich in dem Bügel, und treiben die in die Röhrchen hineindringenden Stäbchen b die etwa nicht von selbst herausgefallenen Streichhölzer in die Löcher der Klemmschienen hinein.
Um nun die Zündhölzchen in den Schienen B B1 festzuklemmen, verschiebt man die oberen Schienen B1 auf den unteren B durch einen besonders hierzu angeordneten Mechanismus, nachdem die Riegel V durch eine Hebelanordnung L1, welche auf Böckchen C schwingt, gehoben worden sind. Das Händel der beiden Hebel, welche durch eine auf die Riegel von unten drückende Schiene B2 verbunden sind, steht aufserhalb an der Maschine vor, so dafs ein leichter Druck auf das Händel bezw. den Griff m die Riegel mittelst der im Innern der Maschine liegenden Schiene B2 hochhebt. Die oberen Klemmschienen By sind alsdann frei und werden in ihrer Längsrichtung zum Festklemmen der Zündhölzchen durch eine Gleitschiene / verschoben. Letztere wird durch Schrauben Z1/1 angetrieben, welche durch eine Kurbel Mi und entsprechende Kettengetriebe gedreht werden, wodurch die Gleitschiene / zum Festklemmen der Zündhölzchen leicht vorgetrieben und zum Rückwärtsstellen der oberen Klemmschienen in die ursprüngliche Lage zurückgezogen werden kann. Diese beiden Vorrichtungen sind in Fig. 3 und 4 veranschaulicht.
Sind die Zündhölzchen in den Schienen B B1 festgeklemmt, so werden die Knaggen FF durch entsprechende Drehung der Scheiben D niedergezogen und kommt nun ein weiterer Zahnstangenmechanismus zur Wirkung, welcher die Klemmschienen in den Führungen weiter vortreibt. Derselbe besteht aus Gleitzahnstangen G1 mit Sperrklinken q1, wobei hier Getriebe K^ durch die untere Wand der Führungen in die Zahnstangen U2 greifen. Die Getriebe sitzen auf einer gemeinsamen Welle A2, welche aufserdem Kettengetriebe trägt, und läuft über die letzteren eine mit Gegengewichten ausgestattete Kette /2, welche das Ganze vortreibt, und werden die Gleitstangen G1 durch eine auf Welle A2 gekeilte Kurbel Ai5 nach Erfordernifs zurückgeschoben.
Dieser durch Gewichte functionirende und die Klemmschienen unter dem Kasten y hervorziehende Mechanismus überliefert dieselben dem eigentlich continuirlichen Vorschubmechanismus, welcher aus mit Sperrklinken q2 ausgestatteten Gleitstangen G2 ohne Zahnstangen besteht und eine Hin- und Herbewegung ausführt.
Hier wird der Vorschub durch eine Excenterscheibe E1 bewirkt; dieselbe ist auf eine passend auf dem Gestell gelagerte Welle A3 gekeilt und die Schubstangen des Excenters sind an die Gleitstangen G2 gelenkt. Wird nun die Welle A3 durch Riemenantrieb oder sonstwie in regelmäfsige Rotation versetzt, so überträgt das Excenter seine Bewegung auf die Gleitstangen, wodurch die Klemmschienen gleichmäfsig intermittirend vorgeschoben werden, indem sich dieselben vor den Sperrklinken q befinden, welche bei der Rückwärtsbewegung auf den schief abgeschnittenen Gleitstücken zurückgehen. Von dem Augenblick ab, wo die Klemmschienen von diesem Vorschub . erfafst werden, schreiten dieselben also in regelmäfsig intermittirender Weise bis zum Ende der Maschine vor und untergehen die Zündhölzchen während dieser Periode die Vorgänge des Paraffinirens, des Tunkens etc. in absolut selbstthätiger Weise. Wird die Anzahl der Klemmschienen zu bedeutend bezw. zu schwer, so kann an passender Stelle ein Hülfsmechanismus, welcher in derselben Weise wie oben functionirt, angeordnet werden, um das Vorschreiten der Klemmschienen in ihren Führungen zu erleichtern.
Diese Bewegung kann durch Druckexcenter, wie oben, oder auch mittelst Zugexcenter, wie in Fig. 5 und 6 veranschaulicht, ausgeführt werden. In diesem Falle sind die Sperrklinken hakenförmig, und wird denselben die erforderliche Bewegung durch die Excenterstangen B3 übertragen; hierbei ist selbstverständlich, dafs die Hin- und Herbewegung der Zugklinken zu derjenigen der Druckklinken eine gleichzeitig identische sein mufs. Aufserdem sei noch bemerkt, dafs die sämmtlichen hier beschriebenen Vorschubmechanismen nur beispielsweise angeführt worden sind, und dafs dieselben be-
liebig durch andere, gleichen Zweck verfolgende' Anordnungen ersetzt werden können, ohne dafs dadurch das Wesen der Erfindung beeinträchtigt werden kann.
Den ersten Vorgang, welchen die Streichhölzer während dieses intermittirenden Vorschubes durchmachen, ist das »Paraffiniren«, was in praktischer Weise durch folgende Anordnung ausgeführt wird.
Auf Trägern PB, welche in der Längsrichtung an den Ständern M befestigt sind, wird in der Querrichtung ein mit Paraffin gefülltes Becken Bi aufgestellt. In letzteres taucht eine horizontale Rinne von geringer Tiefe (etwa 5 mm), welche sich unter den Klemmschienen hin erstreckt und hier eine Auf- und Abbewegung ausführt, welche genau der intermittirenden Vorschubbewegung der Klemmschienen entspricht. Damit nun diese Bewegungen genau identisch seien, wird die Auf-und Abbewegung der Rinne durch das für den Vorschub benutzte gleiche Excenter IT2 übertragen. Ein ähnlicher Mechanismus wird ebenfalls für die Einrichtung zum Tunken in die Zündmasse benutzt, und werden die drei Mechanismen durch eine Kette J3 angetrieben, welche über gleiche Getriebe ÜT5 läuft, wobei die letzteren auf drei entsprechende Wellen A3 A^ A5 gekeilt sind, welche auch die Excenterscheiben E1E2E3 tragen, so dafs die intermittirenden Bewegungen stets gleichzeitig in den erforderlichen Momenten stattfinden.
Zum Paraffiniren sind nun die Excenterstangen an Führungsrahmen N1 angelenkt, welche die Tauchrinne N tragen. Steht dieselbe .unten, d. h. taucht sie in das Paraffin des Beckens, so gehen die in den Klemmschienen vorgeschobenen Streichhölzer über die Ränder der Rinne hinweg; hebt sich dagegen die letztere, was während des Stillstandes der Zündhölzer bezw. der Klemmschienen stattfindet, so umspült das Paraffin die Enden der Stäbchen auf einer Höhe von etwa 5 mm. Nach diesem Vorgange legen nun die Streichhölzer einen zum Antrocknen bezw. Erkalten des Paraffins genügenden Weg zurück, ehe dieselben der Eintauchung in die Zündmasse unterzogen werden.
Dieser Vorgang wird in derselben Weise wie das Paraffiniren durch die Excenterbewegung E3 vollzogen. Die Anordnung unterscheidet sich nur dadurch von der ersteren, dafs statt einer drei Tauchrinnen N vorhanden sind, so dafs jede Reihe Zündhölzer dreimal in die chemische Zündmasse getaucht wird, behufs Erzielung eines vollständigen und regelmäfsigen Zündkopfes. Für diesen Vorgang haben die Rinnen P4 eine Tiefe von nur 2 bis 3 mm, und hat das Tauchbecken jB4, sowie die Führungsrahmen ΛΡ der Anzahl der Rinnen entsprechende Dimensionen.
Nach Beendigung des Tunkens werden die Klemmschienen mit den Streichhölzern in die Trockenkammer vorgeschoben und hat die letztere eine Länge von ungefähr 20 bis 30 m. In derselben ist gleich unter den Streichholzköpfen ein Heizkasten B5 angebracht, und besteht derselbe aus einem Blechmantel, welcher im Innern mit Dampfrohrleitungen Z ausgestattet ist; letztere dienen dazu, die in den Kasten durch entsprechende Oeffhungen nach den Pfeilrichtungen eintretende bezw. austretende Luft zu erhitzen, wobei dieselbe die Streichholzköpfe bestreicht. In der Mitte geht durch den Trockenkasten ein Kamin Q, dessen unteres Ende mit einem Ventilator F2 in Verbindung steht, wobei letzterer die oberhalb des Trockenkastens schwebende, durch ihre Berührung mit den Streichholzköpfen feucht gewordene Luft absaugt, so dafs dieselbe stets durch neue trockene, aus dem Kasten heraustretende heifse Luft ersetzt wird.
Beim Heraustreten aus der Trockenkammer sind die Zündhölzer zum Einschachteln fertig und müssen dieselben zu diesem Zwecke aus den Klemmschienen losgelöst werden, ein Vorgang, welcher stattfindet, nachdem die Klemmschienen die 90 gradige Biegung der Führungen C durchlaufen haben. Hier sei bemerkt, dafs durch diesen Niedergang sich die Klemmschienen auf die Seite gelegt haben und dadurch die darin enthaltenen Streichhölzer horizontal gestellt worden sind. In dieser Stellung verharren die Klemmschienen durch die schräg geschnittenen federnden Knaggen, so dafs bei jedem durch die Druck- bezw. Zugklinken bewirkten Vorschub die federnden Knaggen e1 seitlich ausweichen und je eine Klemmschiene durchlassen. So lange nun die Knaggen e1 die Schienen in fester Stellung erhalten, werden zum Auslösen der Streichhölzer zuerst die Riegel V der Klemmschienen in ihre ursprüngliche Stellung zurückgeschoben bezw. niedergedrückt. Hierzu bedient man sich eines Hebels L2, Fig. 8 und 9, während ein zweiter Hebel L3 die obere Schiene B1 ebenfalls wieder in ihre normale Stellung zurückdrückt, so dafs die Löcher' der Klemmschienen wieder auf einander treffen, wodurch die Zündhölzer wieder frei in den Klemmschienen liegen. Die Hebel L2 L3 werden in den entsprechenden Momenten durch Daumenschienen JD1 bewegt, und zwar so, dafs, nachdem Hebel Z.2 die Riegel V niedergedrückt hat, Hebel L3 die obere Schiene B1 durch Vermittelung einer im Gestell geführten flachen Stange b1 zurückschiebt. Die Daumenscheiben D1 sind auf eine gemeinsame Welle Ae gekeilt, welche durch ein Kettengetriebe in Rotation versetzt wird. Es sind dies also ungefähr dieselben Bewegungen, wie vorhin zum Festklemmen der Streichhölzer, mit dem Unterschiede, dafs die-
selben im letzteren Falle nur je auf eine einzige Klemmschiene wirken.
Die in der beschriebenen Weise gelösten Streichhölzer sind gleichzeitig vor eine Serie von ioo Stiften b2 gestellt worden und sind die letzteren horizontal in einer quer angeordneten Gleitschiene G3 festgenietet. G3 erhält eine Hin- und Herbewegung durch zwei doppelarmige Hebel Z-4, welche in der Mitte auf Ständern des Gestelles schwingen.
Die unteren Arme der Hebel greifen in Spalten der Gleitschiene G3, während die oberen Arme durch zwei auf eine gemeinsame Welle A6 gekeilte Daumen χ χ1 in Schwingung versetzt werden.
Es ist nun leicht erkenntlich, dafs die ioo Stifte b2 dazu dienen sollen, die Zündhölzer aus den Klemmschienen herauszudrücken. Ehe aber diese Bewegung stattfindet, werden zwei weitere, bedeutend stärkere konische Stifte b3 in entsprechende Löcher an den Enden der Klemmschienen hineingedrückt.
Diese Stifte befinden sich an den Enden einer zweiten Gleitschiene G4, welche unabhängig von G3 durch die Doppelhebel L5 functionirt, wobei dieselben in derselben Weise wie die Hebel Z-4 angetrieben werden, und zwar durch zwei weitere Daumen x2 x2, welche in entsprechender Stellung zu den Daumen X1X1 auf dieselbe Welle gekeilt sind, wobei aber die ersteren einen längeren Hub wie die letzteren haben, wodurch die Stifte b3, obgleich sie zuerst in die correspondirenden Löcher eindringen, sich erst nach dem Heraustreten der Stifte b2 aus ihren Löchern wieder zurückziehen.
Um das Zurücktreten der Gleitstangen bezw. der Stifte aus den Löchern zu bewirken, sind an den Enden der Gleitschienen zwei Spiralfedern R2 befestigt, welche dieselben stets nach hinten ziehen.
Alle diese Bewegungen werden in der vorgeschriebenen Zeit ausgeführt, indem sie von der gemeinsamen, in den Ständern M gelagerten Welle übertragen werden, welche aufserdem an jedem Ende eine Excenterscheibe Zs4 trägt, welche mittelst der Stangen B5 an den Klinkenstangen G2 ziehen und dadurch der den Klemmschienen mittelst des Excenters E übertragenen Vorschubbewegung nachhelfen, Fig. 5.
Werden nun nach Entleerung der Klemmschienen dieselben von den Knaggen el losgelassen, so stellen sie sich wieder gerade und fallen auf den weiteren, d. h. den unteren, geraden Theil der Führungen C, und um in denselben den gleichen tactmäfsigen Vorschub beizubehalten, ist ein verticaler Hebel L6, welcher an seinem Mittelpunkte auf einem entsprechenden Böckchen C2 schwingt, mit seinem oberen Ende an die Excenterstange Ei gelenkt, während sein unteres Ende durch eine Schubstange i3 mit einer weiteren, in den unteren Führungen functionirenden Klinkengleitschiene G5 verbunden ist, wodurch die Klemmschienen in derselben intermittirenden Weise wie vorhin weitergeschoben werden, bis wieder eine Anzahl von 35 Klemmschienen durch weitere Klinkenstangen G6 mittelst Zahnstangen U3 und Getriebe K6, welche mit der Hand gedreht werden, auf einen zwischen die Führungen gehobenen Wagen W geschoben werden können. Letzterer steht auf einem Elevator Es von der nämlichen Construction, wie am Anfange der Maschine.
Auf den Vorgang zurückkommend, wo die Entleerung der Klemmschienen stattfindet, wird man bemerken, dafs die 100 Stifte auf einen Schlag die 100 Streichhölzer aus der Schiene herausstofsen.
Hierbei fallen die Streichhölzer in eine Reihe Schiebschachteln, welche neben einander vor der Schiene und unterhalb derselben aufgestellt sind. Da jede Schachtel annähernd fünf Zündhölzer in der Breite aufnimmt, sind 20 Schachteln in der beschriebenen Weise neben einander gestellt, und da jede Schachtel im Ganzen ungefähr 60 Zündhölzer enthalten soll, müssen also zur Füllung von 20 Schachteln 12 Klemmschienen entleert werden. Damit nun jede Serie von 20 Schachteln sich regelmäfsig vor die zu entleerenden Klemmschienen stellt, sind dieselben auf einer mit 20 Fächern ausgestatteten Eisenplatte P3 angeordnet, welche oben in einer verticalen Führung G1 mittelst abgeschrägter Randknaggen O hängt, wobei sich die letzteren auf Knaggen e von derselben Form stützen, und sind letztere federnd in der Führung C1 angeordnet, so dafs sie seitlich ausweichen können, wenn die Platte P3 in der Führung sinken soll (Fig. 10).
Die durch Querscheidewände in offene Fächer zerlegten Platten P3 sind in der verticalen Führung C1 über einander gelagert, und ruhen dieselben, wie vorhin die Klemmsihienen, auf federnden Knaggen e an den Enden der Führung C \ Fig. ι ο und 11. Die Federn u sind zweitheilig und haben oben und unten einen Knaggen e, so dafs von denselben >nur die obere und untere Platte getragen wird, während die zwischenliegenden Platten direct auf einander liegen. Zwischen den Federn u sind zwei flache Stangen u1 geführt, welche an ihrem oberen Ende mit einem Haken m2 ausgestattet sind; letztere legen sich auf den Rand ο der oberen Platte P3, so dafs, wenn die Stange u1 niedergezogen wird, die sämmtlichen Platten um eine Knaggenhöhe sinken, indem unter dem Druck der abgeschrägten Ränder 0 die Knaggen e seitlich ausweichen, um nach dem Durchgange einer Platte gleich wieder zusammenzutreten und -die übrigen Platten bis zum nächsten Anziehen der Stan-
gen u : aufzuhalten. Das Niederziehen der Stangen u' . wird durch eine Hebelanordnung M6 Τ ausgeführt.
Die Hebel T sind auf eine unter der Führung G1 gelagerte Welle A7 gekeilt und durch Zugstangen T1 mit den Enden der Stangen M1 verbunden. Wird nun die Welle A1 durch eine auf dieselbe gekeilte Kurbel M6 genügend gedreht, so erreicht man hierdurch die eben beschriebene Wirkung (Fig. 8, 10 und 11).
Sind die Platten um eine Knaggenhöhe tiefer gestellt worden, so dreht man die Kurbel in ihre vorherige Stellung zurück, d. h. so, dafs sich die Haken «2 wieder auf die Ränder der oberen Platte legen. An einem Ende der Führung G1 ist ein Sechseck H angeordnet, welches fortwährend um seine Achse rotirt, wobei die Ecken auf ein Röllchen g stofsen, welches sich am Ende eines federnd in einer Hülse«? gelagerten Stiftes dreht. Letzterergeht durch die Kopfwand der Führung C1 und überträgt dabei die durch das Sechseck bewirkten leichten Stöfse auf die obere Platte, wodurch die Streichhölzer in den Schachteln fortwährend geschüttelt werden und sich dadurch gleichmäfsig ordnen (Fig. io).
Die Platten P3 werden in einer horizontalen Führung C2 vorgeschoben, in welche die Platten durch eine verticale Führung C3 durch ihr eigenes Gewicht eintreten. In der horizontalen Führung C2 gleitet ein Vorstofser P4, welcher mittelst Kurbel M1 und Zugstange B6 angetrieben wird, und ist nun leicht zu. ersehen, Fig. 5, dafs, wenn die obere Platte P3 in der verticalen Führung C1 niedergegangen ist, durch Drehung der Kurbel Μη eine weitere, mit Schachteln besetzte Platte an Stelle der ersteren geschoben wird und hier auf dem Knaggen e stehen bleibt, bis die sämmflichen Schachteln mit den aus den Klemmschienen fallenden Streichhölzern aufs Neue gefüllt worden sind, wonach derselbe Vorgang wieder beginnt. Ist nun die erste der . mit Streichhölzern gefüllten Schachtelplatte an das untere Ende der verticalen Führung C1 angekommen, so werden die Schachteln einem weiteren Vorgange unterzogen, welcher darin besteht, die Schubschachteln auf automatischem Wege in die Futterale einzuführen.
Zu diesem Zwecke ist eine Platte P6, auf welcher 20 Futterale in geschlossenen Fächern angeordnet bezw. an der vorderen Seite auf zwei Federn gestülpt sind, in eine horizontale Führung C4 eingeschoben, und liegt letztere der horizontalen Führung C5 genau gegenüber. In der letzteren functionirt ein Vorstofser P5 in derselben WTeise wie P4, so dafs beim Vortreiben desselben durch Kurbel M8 die Schubschachteln der Platte P3 in die Futterale der Platte P5 hineingedrückt werden. Letztere wird dann seitlich aus Führung C4 herausgezogen und durch eine leere Futteralplatte ersetzt u. s. w. Die entleerten Platten P3 fallen durch den Druck der Haken w2 auf eine geneigte Fläche /, von welcher dieselben dann mit der Hand abgenommen und wieder in die verticale Führung C3 eingesetzt werden. Diese zum Einschachteln der Streichhölzer beschriebenen Vorgänge finden in Zwischenräumen statt, welche der Dauer zur Entleerung von 12 Klemmschienen entsprechen.
Kurz zusammengefafst, findet also der Gesammtvorgang der continuirlichen Maschine wie folgt statt:
Der mit 35 leeren Klemmschienen beladene Wagen W wird durch den Elevator J?5 am Ausgange der Maschine bis auf ■ das Bodengeleise R heruntergelassen und nun durch den Drücker P der endlosen Kette J auf den Elevator E transportirt, welcher dann den Wagen zwischen die Läufe L hebt, wo die 35 Klemmschienen durch die Klinkenzahnstangen G in die Führungen C eingeschoben werden.
Alsdann wird der leere Wagen W mittelst des Elevators E bis auf das Geleise R1 heruntergelassen und hier von dem Drücker P2 erfafst, um wieder auf den Elevator EB gestellt und zwischen die Läufe am Ende der Maschine gehoben zu werden u. s. w. Inzwischen sind die 35 Klemmschienen am Anfange der Maschine durch die Klinkenschienen G unter den Kasten^ befördert und in der beschriebenen Weise mit Zündhölzchen besteckt worden. Letztere werden nun festgeklemmt durch Verstellung der oberen Schienen B und darauf die Knaggen F zurückgezogen, um den Vorschub der Klemmschienen bis an den intermittirenden Föfdermechanismus der Excenter E1 und der Schubstangen G2 zu gestatten. Von diesem fortbewegt, werden die Streichhölzer in das Paraffin und die Zündmasse getaucht und darauf über den Troekenkasten B5 weggeführt und durch den Kreisbogen der Läufe zum Einschachteln auf die Seite gelegt. In dieser Stellung werden die Klemmschienen wieder in ihren normalen Zustand gebracht und die Streichhölzer durch die 100 Stifte £2 ausgestofsen und dadurch in die Schachteln geworfen.
Hierauf fallen die Klemmschienen auf den unteren geraden Theil des Gestelles und werden nun durch die Gleitschienen G5 unter dem Drucke des Hebels L6 weiter befördert, bis sie durch die Gleitschienen G6 wieder auf den zwischen den Läufen gehobenen Wagen W geschoben werden, wonach dasselbe Spiel wieder aufs Neue beginnt. Während die Klemmschienen in der beschriebenen Weise ihren Weg verfolgen, werden die ausgeworfenen Streichhölzer durch die Anordnung der Führungen C1C2 C3C4" nebst den zugehörigen Mechanismen einge-
schachtelt und in der Führung C5 zum Verkaufe fertig in die Futterale geschoben.
Es ist also ersichtlich, dafs das Princip der Erfindung hauptsächlich in der Verbindung der Kiemmschienen B B] mit einem entsprechenden Gestell liegt, welches solchermafsen angeordnet ist, dafs die Schienen quer hinter einander liegend in intermittirend continuirlicher Weise vorgeschoben werden können, wobei die darin festgeklemmten Streichhölzer allen zu ihrer Vollendung erforderlichen Vorgängen automatisch unterzogen werden können.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Maschine zur continuirlichen Herstellung von Zündhölzern, bestehend aus einer erforderlichen Anzahl von Organen, in welchen die Stäbchen befestigt sind, wobei dieselben in einem entsprechenden Gestell continuirlich vorgeschoben werden, so dafs während dieses Vorschiebens die Zündhölzchen automatisch in den betreffenden Organen fixirt, in Paraffin und in den Zündstoff getaucht, getrocknet, wieder aus den Organen ausgelöst und in Schachteln zum Verkauf bereit angeordnet werden.
2. Bei der unter i. gedachten Maschine zur continuirlichen Herstellung von Streichhölzern :
a) ein Gestell, bestehend aus zwei Läufen L mit Führungen C, welche horizontal und parallel zu einander angeordnet, an entsprechender Stelle einen Kreisbogen von 900 bilden und nach dieser Neigung bezw. Senkung wieder die horizontale Stellung bis an das Ende der Maschine einnehmen;
b) die die Streichhölzer enthaltenden bezw. fixirenden Organe oder Klemmschienen, bestehend aus zwei mit Löchern versehenen Schienen B B\ welche zum Festklemmen der Streichhölzer länglich auf einander verschoben und durch die Riegel V in der erforderlichen Stellung erhalten werden;
c) die Combinirung der Klemmschienen B B1 mit den Führungen C der Läufe L des Gestelles, in welchen die Klemmschienen, an ihren Enden gehalten, in der Querrichtung continuirlich vorschreiten;
d) die Combinirung mit dem Gestell und der in demselben angeordneten Klemmschienen, der Vorschubmechanismen GG1 G2 G5 Ge, deren Klinken q auf die abgeschrägten Enden der Klemmschienen greifen und mittelst Getriebe K und Zahnstangen U bezw. Excenter E1E* und Excenterstangen B3 angetrieben werden;
e) die Combinirung mit dem Gestell der Anordnung zum Ausrücken der Riegel V in den Kiemmschienen, bestehend aus der Schiene B2, den Hebeln L3 u. s. w. und der Anordnung zum Festklemmen der Streichhölzer durch Verschiebung der Schiene Bl mittelst der durch Schrauben I1 verstellbaren Platte / durch Drehung der Kurbel M4;
f) die Combinirung mit den intermittirend continuirlich vorschreitenden Klemmschienen, der Anordnungen zum Eintauchen bezw. Tunken der Zündhölzer in Paraffin und Zündstoff, bestehend aus den durch die Excenter E2 E3 sich abwechselnd hebenden und senkenden Riemen NN;
g) in Verbindung mit dem Gestell und den Klemmschienen BB1 die Anordnung zum Auslösen der Streichhölzer, bestehend aus den mit Stiften b2 b3 ausgestatteten Gleitschienen G3 G*, welche mittelst der Hebel Z,4 L5 angetrieben werden;
h) in Verbindung mit der Maschine die Anordnung der Führungen C1 C2 C3 C4 C5 und der zugehörigen Platten P3P5 mit den Vorstöfsem P4P5 zum Einschachteln der Zündhölzer;
i) in Verbindung mit der Maschine der Elevator E zur Beschickung und der Elevator E5 zur Entladung der Klemmschienen ;
k) in Verbindung mit den Elevatoren E Es die Schienenstränge RR^, die endlose Kette / und die Treiber P.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
DE188846029D 1888-02-15 1888-02-15 Maschine zur continuirlichen Herstellung von Zündhölzern Expired DE46029C (de)

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