DE45867C - Patronen für Geschütze und Handfeuer - Waffen mit brisanter Ladung - Google Patents
Patronen für Geschütze und Handfeuer - Waffen mit brisanter LadungInfo
- Publication number
- DE45867C DE45867C DENDAT45867D DE45867DA DE45867C DE 45867 C DE45867 C DE 45867C DE NDAT45867 D DENDAT45867 D DE NDAT45867D DE 45867D A DE45867D A DE 45867DA DE 45867 C DE45867 C DE 45867C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- cartridges
- charge
- spaces
- explosive charges
- artillery
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000002360 explosive Substances 0.000 title claims description 15
- 238000004880 explosion Methods 0.000 description 6
- 238000010304 firing Methods 0.000 description 4
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 3
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 3
- 239000003721 gunpowder Substances 0.000 description 2
- QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N mercury Chemical compound [Hg] QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 description 1
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 1
- 239000007884 disintegrant Substances 0.000 description 1
- 229910052753 mercury Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000009527 percussion Methods 0.000 description 1
- 239000010454 slate Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B5/00—Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
- F42B5/02—Cartridges, i.e. cases with charge and missile
- F42B5/16—Cartridges, i.e. cases with charge and missile characterised by composition or physical dimensions or form of propellant charge, with or without projectile, or powder
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich darauf, Sprengstoffe von hoher Sprengkraft als Ladung
für Kanonen und Handfeuerwaffen in Anwendung zu bringen, so dafs dieselben sowohl
allein, als auch in Verbindung mit gewöhnlichen Sprengmitteln, wie Schiefspulver, vortheilhaft,
sicher und billig anzuwenden sind.
Fig. ι ist ein Längsschnitt in theilweiser Ansicht
der Ladung für Geschütze,
Fig. 2 ein halber Querschnitt nach der Linie x-x der Fig. 1,
Fig. 3 ein Längsschnitt durch eine Patrone für Kanonen,
Fig. 4 ein Querschnitt nach der Linie y-y in der Fig. 3,
Fig. 5 ein Längsschnitt durch eine Patrone für eine Handfeuerwaffe,
Fig. 6 ein Längsschnitt einer Patrone für eine Schrotflinte,
Fig. 7 ein Querschnitt nach der iLinie \-^ in
der. Fig. 6,
Fig. 8 und 9 sind vergröfserte Vorder- und Schnittansichten des Zündhütchens der Patronen.
■
Ein elastisches Kissen A, welches vortheilhaft aus einem einzigen weichen, cylindrischen
Holzkörper hergestellt wird, bildet die Aufsenseite der Patrone. Durch die Anordnung desselben
zwischen dem Sprengstoff und der Wandung des Geschützrohres oder Laufes werden die auftretenden seitlichen Kräfte, welche durch
die plötzliche Explosion erzeugt werden, gleichmäfsiger und langsamer auf die Waffe übertragen.
Der Buffer A bei der Geschützpatrone ist mit zwei oder mehr Kammern B versehen,
welche mit dem von mir mit »Emmensit« bezeichneten oder einem anderen starken Sprengstoff
angefüllt sind und aufserdem je eine Sprengkapsel D besitzen, um eine vollständige Verbrennung
der Explosivstoffe zu sichern. Jede der Kammern kann cylindrisch gebohrt und mit einem Metallfutter versehen sein.
Das in den Fig. 8 und 9 dargestellte Zündhütchen C ist mit einer theilweise mit Knallquecksilber
etc. angefüllten Metallkappe α, sowie
mit einem metallischen Ambos b versehen, welcher die Form einer an einer Seite mit
zurückgebogenen Lappen versehenen Muffe hat, gegen welche Lappen das Qpecksilber getrieben
wird, sobald die Kappe von dem Schlagbolzen oder der Zündnadel getroffen wird. Dieses
Zündhütchen C kann in einer cylindrischen Aussparung E untergebracht werden, von wo
aus die Flamme durch eine Oeffnung c in das Innere der Patrone schlagen kann. Die Sprengkapseln
D können die gewöhnlichen Percussionssprengkapseln und von einer Gröfse sein, welche
dem Gewicht der . verwendeten Sprengstoffe entspricht. Die starken Sprengstoffladungen in
den Kammern B sind Ladungen, welche eine beschleunigende Anfangsgeschwindigkeit ertheilen.
Diese Patronen sind aufserdem mit einem Metallrohr F versehen, welches an dem
Ende der Pulverkammer geschlossen ist und die Zündhütchenaussparung E sowie das Zündloch
c enthält. Die Bohrung G dieses Rohres enthält eine die Bewegung des Geschosses einleitende
Ladung von Geschützpulver oder anderen schwachen Explosivstoffen. Das vordere Ende des Rohres wird durch einen Holzpflock
geschlossen. Das Rohr F wird vortheilhaft im Mittelpunkt des Buffers A und die Kam-
mern B werden centrisch mit demselben lind diametral gegen einander angeordnet, wobei die
Kammern an ihrem vorderen Ende durch Holzzapfen / verschlossen werden, welche sä'mmtlich
auf einem metalllischen, vortheilhaft kupfernen, in der Mitte gewölbten Ladepfropfen / befestigt
sind. Das vordere Ende des Buffers A, des Rohres F und dessen Pfropfen passen sich der
convexen Form des Ladepfropfens / genau an. Ein zweites Paar Kammern Bl mit längeren
Holzzapfen, sowie weitere Kammern mit noch längeren Holzzapfen können vorgesehen werden
, so dafs ein successives Zünden erreicht wird. Die Kammern B B1 können so in dem
Buffer in vertheilten Gruppen zu dreien oder mehreren angeordnet werden, dafs sich die
seitliche Beanspruchung des Rohres genau ausgleichen kann. Die Patrone wird an dem
vorderen Ende durch einen hölzernen Ladepfropfen K, welcher mit dem Pfropfen / durch
einen centrischen Ansatz Z-, der in einer entsprechenden Ausbohrung des Ladepfropfens /
genau eingepafst ist, verbunden. Die Zündflamme geht von dem Zündhütchen C durch
das Zündloch c in die Ladung der Bohrung G, welche zuerst explodirt, und bewegt den
Ladepfropfen mit dem Geschofs vorwärts, worauf die mit dem starken Explosionsstoff
gefüllten Kammerpaare oder Gruppen der Reihe nach, so wie die Holzzapfen aus den
Kammern B Bl herausgezogen werden, sich
entzünden. ' Die Trägheit des Geschosses wird so ohne anfängliche Beanspruchung des Geschützes
überwunden, und aüfserdem wird eine beschleunigende Bewegung durch die auf einander
folgenden Explosionen der stark explodirbaren Ladungen bewirkt.
Die Patrone für Kanonen, Fig. 3 und 4, hat einen mit der Aussparung E und dem
Zündloch c versehenen Mantel, welcher den elastischen Buffer A mit seinen Ladungen, den
Schlagbolzen und das Geschofs einschliefst. Die Ausbohrung G, die mit einer Ladung von
Kanonenpulver oder einem anderen schwachen Explosivstoff gefüllt ist, steht in directer Verbindung
mit dem Zündhütchen C. Das vordere Ende des Rohres F ist durch eine Zündkapsel
D1 verschlossen, welche in einer Ausbohrung d des Geschosses bei der Explosion
der Ladung von G einschlägt. Zündkapseln D sind in ähnlichen Ausbohrungen des Geschosses,
wie aus der Fig. 3 ersichtlich, untergebracht.
Die Kammern B (zwei oder in gröfserer Anzahl) sind in dem Buffer A vorgesehen und
je mit einer Ladung von Emmensit oder einem anderen starken Strengstoff angefüllt. Dieselben
sind so um den Mittelpunkt des. Buffers angeordnet, dafs die seitlichen Kräfte ausgeglichen
werden. Die centrale Ladung leitet die Bewegung des Geschosses ein und entzündet zugleich
die Sprengkapsel D1, welche einen Augenblick später die die Anfangsgeschwindigkeit des
Geschosses beschleunigenden Ladungen gleichzeitig mit den Sprengkapseln D entzündet, so
dafs eine vollständige Explosion dieser Ladungen gesichert wird. Die Patrone für Ge7
wehre und Pistolen, Fig. 5, hat einen ähnlichen metallischen Mantel M und ein Geschofs N.
Der elastische Buffer hat eine einzige, mit Emmensit oder einem anderen entsprechenden
Sprengstoff gefüllte Kammer. Die Explosion der Ladung wird durch die Sprengkapsel D
bewirkt, welche in die in dem Geschofs N vorhandene Aussparung d durch die vorherige
Explosion der Pulverladung mittelst des Zündhütchens C eingetrieben wird, wobei eine übermäfsige
Beanspruchung des Laufes durch den elastischen Buffer A verhindert wird. Die Patrone
für Schrotflinten, Fig. 6 und 7, ist der letztbeschriebenen ähnlich. Der vordere Theil
des Buffers ist mit einem konischen Anlauf versehen, in welchen ein ebensolcher konischer
Deckel O eingepafst ist, der eine zum Aufnehmen der Zündkapsel D bestimmte Aussparung
besitzt. Der Deckel O schliefst die Kammer B ab.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Patronen für Geschütze und Handfeuerwaffen zur Ermöglichung der Verwendung brisanter Ladungen, dadurch gekennzeichnet, dafs die Ladung in einem (Fig. 5 und 6) oder mehreren (Fig. i, 2 und 3) Räumen B eines elastischen Körpers A untergebracht ist und in den äufseren Räumen B, Fig. 3 und 4, durch besondere Zündhütchen D entzündet wird, während bei schweren Geschützen ein Theil der Ladung in dem Raum G, Fig. 1, 2; und 3, des das Zündhütchen C tragenden mittleren Rohres F Platz findet und nach Vorschiebung des mit den eventuell ungleich langen Pfropfen / für die Räume B versehenen Spiegels J die Zündung der Ladungen in den Räumen B durch die Zündhütchen D veranlafst.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE45867C true DE45867C (de) |
Family
ID=321010
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT45867D Active DE45867C (de) | Patronen für Geschütze und Handfeuer - Waffen mit brisanter Ladung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE45867C (de) |
-
0
- DE DENDAT45867D patent/DE45867C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE60107927T2 (de) | Besonders ausgebildete Waffenrohre für Übungszwecke und Platzpatronen | |
| EP0187932A1 (de) | Vorrohrsicherung für Übungsmunition | |
| DE45867C (de) | Patronen für Geschütze und Handfeuer - Waffen mit brisanter Ladung | |
| US4088056A (en) | Gas initiated cartridges | |
| DE977818C (de) | Treibladungsanordnung fuer rohrfoermige Abschusseinrichtungen | |
| DE8136383U1 (de) | Granate | |
| DE224371C (de) | ||
| DE267962C (de) | ||
| DE365953C (de) | Bombe mit einer an ihrem hinteren Ende angebrachten Huelse | |
| DE184640C (de) | ||
| DE2752844A1 (de) | Mit unterschiedlichen schussweiten durch veraenderung der treibladung verschiessbarer gefechtskopf | |
| DE149077C (de) | ||
| DE49104C (de) | Perkussions - Zünder für Granaten mit brisanter Sprengladung | |
| DE244395C (de) | ||
| DE231532C (de) | ||
| DE242263C (de) | ||
| DE156189C (de) | ||
| AT147256B (de) | Abfeuerungsvorrichtung für Minenwerfer und Geschütze. | |
| AT149437B (de) | Leuchtspurgeschoß. | |
| DE307064C (de) | ||
| DE209102C (de) | ||
| DE228981C (de) | ||
| DE285867C (de) | ||
| DE348463C (de) | Nahkampfgeschoss | |
| DE301386C (de) |