DE45867C - Patronen für Geschütze und Handfeuer - Waffen mit brisanter Ladung - Google Patents

Patronen für Geschütze und Handfeuer - Waffen mit brisanter Ladung

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DE45867C
DE45867C DENDAT45867D DE45867DA DE45867C DE 45867 C DE45867 C DE 45867C DE NDAT45867 D DENDAT45867 D DE NDAT45867D DE 45867D A DE45867D A DE 45867DA DE 45867 C DE45867 C DE 45867C
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cartridges
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DENDAT45867D
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ST. H. EMMENS in Harrison, New-York, V. St. A.; Ver
Publication of DE45867C publication Critical patent/DE45867C/de
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B5/00Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
    • F42B5/02Cartridges, i.e. cases with charge and missile
    • F42B5/16Cartridges, i.e. cases with charge and missile characterised by composition or physical dimensions or form of propellant charge, with or without projectile, or powder

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich darauf, Sprengstoffe von hoher Sprengkraft als Ladung für Kanonen und Handfeuerwaffen in Anwendung zu bringen, so dafs dieselben sowohl allein, als auch in Verbindung mit gewöhnlichen Sprengmitteln, wie Schiefspulver, vortheilhaft, sicher und billig anzuwenden sind.
Fig. ι ist ein Längsschnitt in theilweiser Ansicht der Ladung für Geschütze,
Fig. 2 ein halber Querschnitt nach der Linie x-x der Fig. 1,
Fig. 3 ein Längsschnitt durch eine Patrone für Kanonen,
Fig. 4 ein Querschnitt nach der Linie y-y in der Fig. 3,
Fig. 5 ein Längsschnitt durch eine Patrone für eine Handfeuerwaffe,
Fig. 6 ein Längsschnitt einer Patrone für eine Schrotflinte,
Fig. 7 ein Querschnitt nach der iLinie \-^ in der. Fig. 6,
Fig. 8 und 9 sind vergröfserte Vorder- und Schnittansichten des Zündhütchens der Patronen. ■
Ein elastisches Kissen A, welches vortheilhaft aus einem einzigen weichen, cylindrischen Holzkörper hergestellt wird, bildet die Aufsenseite der Patrone. Durch die Anordnung desselben zwischen dem Sprengstoff und der Wandung des Geschützrohres oder Laufes werden die auftretenden seitlichen Kräfte, welche durch die plötzliche Explosion erzeugt werden, gleichmäfsiger und langsamer auf die Waffe übertragen. Der Buffer A bei der Geschützpatrone ist mit zwei oder mehr Kammern B versehen, welche mit dem von mir mit »Emmensit« bezeichneten oder einem anderen starken Sprengstoff angefüllt sind und aufserdem je eine Sprengkapsel D besitzen, um eine vollständige Verbrennung der Explosivstoffe zu sichern. Jede der Kammern kann cylindrisch gebohrt und mit einem Metallfutter versehen sein.
Das in den Fig. 8 und 9 dargestellte Zündhütchen C ist mit einer theilweise mit Knallquecksilber etc. angefüllten Metallkappe α, sowie mit einem metallischen Ambos b versehen, welcher die Form einer an einer Seite mit zurückgebogenen Lappen versehenen Muffe hat, gegen welche Lappen das Qpecksilber getrieben wird, sobald die Kappe von dem Schlagbolzen oder der Zündnadel getroffen wird. Dieses Zündhütchen C kann in einer cylindrischen Aussparung E untergebracht werden, von wo aus die Flamme durch eine Oeffnung c in das Innere der Patrone schlagen kann. Die Sprengkapseln D können die gewöhnlichen Percussionssprengkapseln und von einer Gröfse sein, welche dem Gewicht der . verwendeten Sprengstoffe entspricht. Die starken Sprengstoffladungen in den Kammern B sind Ladungen, welche eine beschleunigende Anfangsgeschwindigkeit ertheilen. Diese Patronen sind aufserdem mit einem Metallrohr F versehen, welches an dem Ende der Pulverkammer geschlossen ist und die Zündhütchenaussparung E sowie das Zündloch c enthält. Die Bohrung G dieses Rohres enthält eine die Bewegung des Geschosses einleitende Ladung von Geschützpulver oder anderen schwachen Explosivstoffen. Das vordere Ende des Rohres wird durch einen Holzpflock geschlossen. Das Rohr F wird vortheilhaft im Mittelpunkt des Buffers A und die Kam-
mern B werden centrisch mit demselben lind diametral gegen einander angeordnet, wobei die Kammern an ihrem vorderen Ende durch Holzzapfen / verschlossen werden, welche sä'mmtlich auf einem metalllischen, vortheilhaft kupfernen, in der Mitte gewölbten Ladepfropfen / befestigt sind. Das vordere Ende des Buffers A, des Rohres F und dessen Pfropfen passen sich der convexen Form des Ladepfropfens / genau an. Ein zweites Paar Kammern Bl mit längeren Holzzapfen, sowie weitere Kammern mit noch längeren Holzzapfen können vorgesehen werden , so dafs ein successives Zünden erreicht wird. Die Kammern B B1 können so in dem Buffer in vertheilten Gruppen zu dreien oder mehreren angeordnet werden, dafs sich die seitliche Beanspruchung des Rohres genau ausgleichen kann. Die Patrone wird an dem vorderen Ende durch einen hölzernen Ladepfropfen K, welcher mit dem Pfropfen / durch einen centrischen Ansatz Z-, der in einer entsprechenden Ausbohrung des Ladepfropfens / genau eingepafst ist, verbunden. Die Zündflamme geht von dem Zündhütchen C durch das Zündloch c in die Ladung der Bohrung G, welche zuerst explodirt, und bewegt den Ladepfropfen mit dem Geschofs vorwärts, worauf die mit dem starken Explosionsstoff gefüllten Kammerpaare oder Gruppen der Reihe nach, so wie die Holzzapfen aus den Kammern B Bl herausgezogen werden, sich entzünden. ' Die Trägheit des Geschosses wird so ohne anfängliche Beanspruchung des Geschützes überwunden, und aüfserdem wird eine beschleunigende Bewegung durch die auf einander folgenden Explosionen der stark explodirbaren Ladungen bewirkt.
Die Patrone für Kanonen, Fig. 3 und 4, hat einen mit der Aussparung E und dem Zündloch c versehenen Mantel, welcher den elastischen Buffer A mit seinen Ladungen, den Schlagbolzen und das Geschofs einschliefst. Die Ausbohrung G, die mit einer Ladung von Kanonenpulver oder einem anderen schwachen Explosivstoff gefüllt ist, steht in directer Verbindung mit dem Zündhütchen C. Das vordere Ende des Rohres F ist durch eine Zündkapsel D1 verschlossen, welche in einer Ausbohrung d des Geschosses bei der Explosion der Ladung von G einschlägt. Zündkapseln D sind in ähnlichen Ausbohrungen des Geschosses, wie aus der Fig. 3 ersichtlich, untergebracht.
Die Kammern B (zwei oder in gröfserer Anzahl) sind in dem Buffer A vorgesehen und je mit einer Ladung von Emmensit oder einem anderen starken Strengstoff angefüllt. Dieselben sind so um den Mittelpunkt des. Buffers angeordnet, dafs die seitlichen Kräfte ausgeglichen werden. Die centrale Ladung leitet die Bewegung des Geschosses ein und entzündet zugleich die Sprengkapsel D1, welche einen Augenblick später die die Anfangsgeschwindigkeit des Geschosses beschleunigenden Ladungen gleichzeitig mit den Sprengkapseln D entzündet, so dafs eine vollständige Explosion dieser Ladungen gesichert wird. Die Patrone für Ge7 wehre und Pistolen, Fig. 5, hat einen ähnlichen metallischen Mantel M und ein Geschofs N. Der elastische Buffer hat eine einzige, mit Emmensit oder einem anderen entsprechenden Sprengstoff gefüllte Kammer. Die Explosion der Ladung wird durch die Sprengkapsel D bewirkt, welche in die in dem Geschofs N vorhandene Aussparung d durch die vorherige Explosion der Pulverladung mittelst des Zündhütchens C eingetrieben wird, wobei eine übermäfsige Beanspruchung des Laufes durch den elastischen Buffer A verhindert wird. Die Patrone für Schrotflinten, Fig. 6 und 7, ist der letztbeschriebenen ähnlich. Der vordere Theil des Buffers ist mit einem konischen Anlauf versehen, in welchen ein ebensolcher konischer Deckel O eingepafst ist, der eine zum Aufnehmen der Zündkapsel D bestimmte Aussparung besitzt. Der Deckel O schliefst die Kammer B ab.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Patronen für Geschütze und Handfeuerwaffen zur Ermöglichung der Verwendung brisanter Ladungen, dadurch gekennzeichnet, dafs die Ladung in einem (Fig. 5 und 6) oder mehreren (Fig. i, 2 und 3) Räumen B eines elastischen Körpers A untergebracht ist und in den äufseren Räumen B, Fig. 3 und 4, durch besondere Zündhütchen D entzündet wird, während bei schweren Geschützen ein Theil der Ladung in dem Raum G, Fig. 1, 2; und 3, des das Zündhütchen C tragenden mittleren Rohres F Platz findet und nach Vorschiebung des mit den eventuell ungleich langen Pfropfen / für die Räume B versehenen Spiegels J die Zündung der Ladungen in den Räumen B durch die Zündhütchen D veranlafst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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