DE458488C - Wanderwellenschutz fuer elektrische Netze - Google Patents
Wanderwellenschutz fuer elektrische NetzeInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H9/00—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection
- H02H9/005—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection avoiding undesired transient conditions
- H02H9/007—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection avoiding undesired transient conditions avoiding or damping oscillations, e.g. fenoresonance or travelling waves
-
- H—ELECTRICITY
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- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
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- H01B17/26—Lead-in insulators; Lead-through insulators
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
12. APRIL 1928
12. APRIL 1928
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JiIi 458488 KLASSE 21 c GRUPPE
Wanderwellenschutz für elektrische Netze. Patentiert im Deutschen Reiche vom II. August 1926 ab.
In elektrischen Stromkreisen sind zahlreiche Inhomogenitäten der Leitungen vorhanden,
die beim Auftreffen von Wanderwellen zu lokalen Schwingungen Anlaß geben können. Insbesondere wirken in dieser Richtung
die Selbstinduktionen von Spulen, wie Auslösern, Stromwandlern usw., und die Kapazität von Isolatoren, wie Hängeisolatoren,
Stützisolatoren und ganz besonders von Durchführungen durch Wände. Da die Kapazität solcher Durchführungen wegen der
Nähe der geerdeten Wand im allgemeinen viel größer ist als die von anderen Isolatoren,
so bilden Durchführungsisolatoren am leichtesten lokale parasitäre Schwingungen aus. Abb. 1 der Zeichnung zeigt z. B., wie
in einem Transformator die Kapazität der beiden Durchführungen 1 und 2 und die
Selbstinduktion der Transformatorwicklung 3 einen Schwingungskreis miteinander bilden,
der durch irgendwelche Störungen angestoßen werden kann und starke Überspannungen
an der Wicklung und an den Durchführungen selbst erzeugen kann. Abb. 2 stellt einen Schalter dar, dem eine Auslösespule 4
oder ein Stromwandler vorgeschaltet ist. Die Selbstinduktion des letzteren Apparates kann
mit der Kapazität der Durchführungen wieder schädliche Schwingungen bilden.
Gegenstand der Erfindung ist die Vermeidung oder Abdämpfung derartiger Schwingungen
durch Einfügung eines Widerstandes in den Kapazitätsstromkreis des Isolators zwischen dem Stromleiter und der Erde. In
Abb. 3 und 4 sind die Wirkungen eines solchen Widerstandes an Stromschemen erläutert,
wobei sich Abb. 3 auf die Transformatorenanordnuing der Abb. 1 bezieht und
Abb. 4 auf die Schalter- und Stromwandleranordnung der Abb. 2. Man sieht, daß die
Widerstände 7 und 8 im: Stromkreise vor den
Kapazitäten 5 und 6 eine erhebliche Dämpfung bewirken können.
Den Ohmwert der Widerstände wird man entweder dem Wellenwiderstand der Leitung
anpassen, wobei Werte von der Größenordnung des Wellenwiderstandes selbst besonders
günstige Wirkung ergeben, oder man wird ihn dem Schwingungswiderstand von Selbstinduktion und Kapazität anpassen,
wobei Werte in der Größenordnung des Schwingungswider Standes 1/vr günstige Wirkung
ergeben. Die Belastbarkeit des Widerstandes auf Strom braucht nur äußerst gering
zu sein, weil er ja nur von den sehr geringen Verschiebungsströmen des Isolators durchflossen
wird.
Abb. S zeigt die Ausführung des Isolators als sogenannte Kondensatordurchführung.
Man kann den Widerstand 9 hier zwischen die äußersten oder irgendwelche anderen Be-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Dr.-Ing. e. h. Reinhold Rüdenberg in Berlin-Grunewald.
lege schalten, wo er fast von dem ganzen Verschiebungsstrom des Isolators durchflossen
wird. Abb. 6 zeigt eine Ausführungsform für beliebige Arten von Durchführungen,
beispielsweise Papier- oder Porzellandurchführungen. Hier besteht der Widerstand
entweder aus einem Ring io aus hochohmigem Material, wie Kohle, Silit, Kupferoxyd,
Holz u. ä., das an der Fassungsstelle des Isolators in den Gang des Verschiebüngsstromes
eingeschaltet ist und gleichzeitig zur mechanischen Befestigung des Isolators
dienen kann. Es kann aber auch ein Widerstand 11 aus schlecht leitendem Material in
Röhrenform um die Durchführungsleitung herum angeordnet sein und hier in der Nähe
des Leiters im Gang des Verschiebungsstromes liegen. Abb. 7 zeigt als Beispiel einen
Stützisolator, bei dem der Widerstand 12 ao zwischen dem Isolationskörper und dem Befestigungsflansch.
13 angebracht ist und hier wenigstens in einem Teile des Kapazitätsstromes liegt.
Bringt man derartige Widerstänge von angemessenem Ohmbetrag an zahlreichen Stellen
in der elektrischen Anlage an, entweder an vielen oder gar an allen Isolatoren, so
werden die in der Anlage auftretenden Wanderwellen an allen diesen zahlreichen Stellen
etwas gedämpft und dadurch im ganzen in ihrer Wirkung außerordentlich geschwächt.
Es wird außerdem das Auftreten lokaler Schwingungen mit ihren verderblichen Überspannungen
sehr stark eingeschränkt oder gar unmöglich gemacht.
Claims (6)
1. Wanderwellenschutz für elektrische Netze, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kapazität der in der Anlage vorhandenen Isolatoren ganz oder zum Teil in Reihe mit Ohmschen Widerständen liegt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch (z. B. ringförmige)
Zwischenlagen aus hochohmigem Material an der Fassungsstelle der Isolatoren.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromdurchführung
von Durchführungsisolatoren von einer Schicht aus hochohmigem Material umgeben ist.
4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Isolatoren mit
Kondensatoreinlagen zwischen einzelne der Einlagen (zweckmäßig zwischen den Endeinlagen) Widerstände eingeschaltet
sind.
5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ohmwert
der Widerstände die Größenordnung des Wellenwiderstandes der Leitung besitzt.
6. Anordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ohmwert
der Widerstände die Größenordnung des
S chwingungs wider Standes y jt besitzt,
wenn L die Selbstinduktion des Schwingungskreises und C die Kapazität der
Isolatoren bedeutet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES75663D DE458488C (de) | 1926-08-10 | 1926-08-11 | Wanderwellenschutz fuer elektrische Netze |
| GB20220/27A GB275966A (en) | 1926-08-10 | 1927-07-29 | Improvements in or relating to lead-in insulators, particularly for electric apparatus |
| FR638733D FR638733A (fr) | 1926-08-10 | 1927-08-02 | Protection contre les ondes voyageuses pour réseaux électriques |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE275966X | 1926-08-10 | ||
| DE638733X | 1926-08-10 | ||
| DES75663D DE458488C (de) | 1926-08-10 | 1926-08-11 | Wanderwellenschutz fuer elektrische Netze |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE458488C true DE458488C (de) | 1928-04-12 |
Family
ID=61911312
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES75663D Expired DE458488C (de) | 1926-08-10 | 1926-08-11 | Wanderwellenschutz fuer elektrische Netze |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE458488C (de) |
| FR (1) | FR638733A (de) |
| GB (1) | GB275966A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH520397A (de) * | 1970-01-08 | 1972-03-15 | Tokyo Shibaura Electric Co | Vakuumschalteinrichtung |
-
1926
- 1926-08-11 DE DES75663D patent/DE458488C/de not_active Expired
-
1927
- 1927-07-29 GB GB20220/27A patent/GB275966A/en not_active Expired
- 1927-08-02 FR FR638733D patent/FR638733A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB275966A (en) | 1928-03-01 |
| FR638733A (fr) | 1928-06-01 |
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