DE455571C - Verfahren zum Betriebe von Kohlenstaubfeuerungen, bei denen die Verbrennung in zwei Verbrennungsstufen erfolgt - Google Patents

Verfahren zum Betriebe von Kohlenstaubfeuerungen, bei denen die Verbrennung in zwei Verbrennungsstufen erfolgt

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DE455571C
DE455571C DEM78163D DEM0078163D DE455571C DE 455571 C DE455571 C DE 455571C DE M78163 D DEM78163 D DE M78163D DE M0078163 D DEM0078163 D DE M0078163D DE 455571 C DE455571 C DE 455571C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23CMETHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING FLUID FUEL OR SOLID FUEL SUSPENDED IN  A CARRIER GAS OR AIR 
    • F23C6/00Combustion apparatus characterised by the combination of two or more combustion chambers or combustion zones, e.g. for staged combustion
    • F23C6/04Combustion apparatus characterised by the combination of two or more combustion chambers or combustion zones, e.g. for staged combustion in series connection

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Description

  • Verfahren zum Betriebe von Kohlenstaubfeuerungen, bei denen die Verbrennung in zwei Verbrennungsstufen erfolgt. Will man Kohlenstaub @-ergasen, so wird der Brennstoff mit der für die CO-Bildung gerade erforderlichen Menge von Luft ineinen hocherhitzten Schacht geblasen. Bei diesem Verfahren treten Schwierigkeiten in bezug auf die Asche und das Schachtmauerwerk auf. Dieses wird bei den bisher verwendeten Temperaturen leicht angegriffen und muß daher oft erneuert werden. Ferner wird die Asche flüssig, woraus sich Schwierigkeiten bei ihrer Entfernung ergeben. Sind außerdem Asche und Mauerwerk nicht gleicher, d. h. saurer oder basischer Natur, so wird das Mauerwerk auch von der Asche angegriffen.
  • Die erwähnten, bei der Vergasung auftretenden Schwierigkeiten sind natürlich in noch viel höherem Maße bei einer Kohlenstaubfeuerung vorhanden, bei der also der Kohlenstaub verbrannt werden soll, um die hierdurch erhaltene Hitze zu anderen Zwecken zu verwenden. Für die Verbrennung sind nämlich viel höhere Temperaturen erforderlich als für die Vergasung, besonders da erstrebt werden muß, daß aller Kohlenstaub in CO. übergeführt wird.
  • Man hat nun die Verbrennung des Kohlenstaubs bereits in zwei Stufen durchgeführt, derart, daß er in einer kleineren Vorkammer unter Zuführung von Luft in einen mehr oder weniger gasförmigen Zustand übergeführt und dann unter Zuführung neuer Luft in der eigentlichen Verbrennungskammer verbrannt wird. In der Vorkammer findet nur eine Teilvergasung statt, die Luft wird ohne jede Regelung lediglich angesaugt und wird in keinem Verhältnis zu der jeweilig eingeführten Kohlenstaubmenge gebracht. Bei dem Übertritt in die Hauptkammer kann eine derart starke Verbrennungswärme auftreten, daß die Asche flüssig ausfallen und das Mauerwerk zerstören wird.
  • Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, daß in der ersten Stufe mit einen Luftunterschuß, d. h. Luftmangel, gearbeitet wird. Es wird erheblich weniger Luft zugeführt, als die C02-Bildung erfordern würde. Es wird aber mehr Luft verwendet, als für eine reine CO-Bildung erforderlich ist, und zwar so viel, daß die für die CO-Bildung erforderliche Wärme durch teilweise Verbrennung erzielt wird. Es kann daher mit kalter oder mäßig vorgewärmter Luft gearbeitet werden. In dieser ersten Stufe wird durch Regelung der Luftzuführung erreicht, daß die Temperatur so niedrig gehalten wird, daß die Asche hier ganz oder zum Teil trocken ausfällt und das Mauerwerk nicht angegriffen wird. Es können daher ganz kleine Verbrennungsräume verwendet werden, die nicht größer zu sein brauchen, als der Luftstrahl, in dem die Kohlenstaubkörperchen schwimmen, lang ist.
  • Aus der ersten Kammer tritt dann das Gemisch von CO und C02 in den eigentlichen Verbrennungsraum. In diesen wird erneut Luft zugeführt, so daß eine vollkommene Verbrennung stattfindet, und zwar muß aus bekannten Gründen etwas mehr Luft zugeführt werden, als für die Umsetzung in C02 erforderlich wäre.
  • Besonders wichtig ist das neue Verfahren: für Feuerungen, die einem weiten Regelbereich dienen sollen, bei denen man also sowohl mit kleiner wie mit großer Belastung fahren will. Hier ist es besonders schwierig, in allen Fällen eine sichere Zündung des aus dem Brenner austretenden Kohlenstaubgemisches zu erreichen. Man kann dies dadurch erzielen, daß man den Raum in der Nähe tdes Brenners verhältnismäßig klein macht und erst die weitere Verbrennung in dem anschließenden großen Raum bewerkstelligt. Macht manaber, den Raum in der Nähe des Brenners klein, so besteht die Gefahr, daß die Aschenteilchen mit den umgebenden Wandungen in Berührung kommen. Ist die Asche flüssig, so besteht die Gefahr der Beschädigung des Mauerwerks, die gemäß der Erfindung vollkommen ausgeschlossen wird.
  • Das Verfahren ist insbesondere für Schachtöfen zum Brennen von Kalk vorteilhaft, weil durch die trockene Austragung der Asche verhütet wird, daß Verunreinigungen in den Schacht und damit in den Kalk gelangen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Betriebe von Kohlenstaubfeuerungen, bei denen die Verbrennung in zwei Verbrennungsstufen erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß durch Regelung der Luftzuführung zur ersten Stufe die hier entstehende Temperatur unter der Verflüssigungstemperatur der Schlacke gehalten und in dieser Stufe ein CO-C02-Gemisch hergestellt wird.
DEM78163D 1922-06-22 1922-06-22 Verfahren zum Betriebe von Kohlenstaubfeuerungen, bei denen die Verbrennung in zwei Verbrennungsstufen erfolgt Expired DE455571C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE965348C (de) * 1948-10-02 1957-06-06 Metallgesellschaft Ag Verfahren und Vorrichtung zur Vergasung von festen Brennstoffen unter stufenweiser Zugabe des Vergasungsmittels
DE2837174A1 (de) * 1978-08-25 1980-02-28 Ver Kesselwerke Ag Verfahren und vorrichtung zum verfeuern von schwer zuendfaehigen, gasarmen brennstoffen mit trockenem ascheabzug

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE965348C (de) * 1948-10-02 1957-06-06 Metallgesellschaft Ag Verfahren und Vorrichtung zur Vergasung von festen Brennstoffen unter stufenweiser Zugabe des Vergasungsmittels
DE2837174A1 (de) * 1978-08-25 1980-02-28 Ver Kesselwerke Ag Verfahren und vorrichtung zum verfeuern von schwer zuendfaehigen, gasarmen brennstoffen mit trockenem ascheabzug

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