DE453023C - Verfahren zum Auslesen von Saemereien - Google Patents

Verfahren zum Auslesen von Saemereien

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DE453023C
DE453023C DEM86236D DEM0086236D DE453023C DE 453023 C DE453023 C DE 453023C DE M86236 D DEM86236 D DE M86236D DE M0086236 D DEM0086236 D DE M0086236D DE 453023 C DE453023 C DE 453023C
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Germany
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drum
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seeds
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DEM86236D
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SECK WERKE DRESDEN DER MIAG MU
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SECK WERKE DRESDEN DER MIAG MU
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07BSEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
    • B07B13/00Grading or sorting solid materials by dry methods, not otherwise provided for; Sorting articles otherwise than by indirectly controlled devices
    • B07B13/02Apparatus for grading using pockets for taking out particles from aggregates

Landscapes

  • Pretreatment Of Seeds And Plants (AREA)

Description

  • Verfahren zum Auslesen von Sämereien. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auslesen von Sämereien mittels einer auf der Innenseite mit Taschen versehenen umlaufenden Trommel. Um die Leistung derartiger Ausleser zu steigern, hat man die Trommel bereits mit einer so hohen Umfangsgeschwindigkeit betrieben, daß die ausgelesenen Samenkörner unter dem Einfluß der die Fliehkraft überwiegenden Schwerkraft kurz vor Erreichung des Scheitelpunktes der Trommel die Taschen noch verlassen. Bei derartig hohen Umfangsgeschwindigkeiten vollführt der Getreidekörper in der Trommel eine auf und ab schwankende Bewegung, so daß die Gefahr besteht, daß das Arbeitsgut in die Auffangmulde übertritt. Daher hat man diese hohe Geschwindigkeit bisher nur dadurch möglich gemacht, daß man in der Trommel Einbauten anbrachte, die den Getreidekörper festhielten und seine auf und ab schwankende Bewegung verhinderten.
  • Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß derartige Einbauten überflüssig sind. Es hat sich nämlich gezeigt, daß bei der Bewegung des Arbeitsgutes drei scharf umgrenzte Zonen unterschieden werden können (Abb. i), nämlich einmal die Zone a-b der tiefsten Lage des Getreidekörpers, die als Stauzone bezeichnet werden mag, zweitens eine oberhalb dieser Stauzone liegende Zone b-c, in die der obere Teil des Getreidekörpers bei seiner auf und ab schwankenden Bewegung gelangt, und in der außerdem die Langkörner aus den Taschen herausgekippt werden, eine Zone, die als Schwankungs- und Streuzone bezeichnet- werden mag, und drittens die Zone c-d, in der die runden Sämerei- und Fremdkörper ausgeschleudert werden. Die beiden letztgenannten Zonen sind räumlich scharf voneinander getrennt. Denn die länglichen Getreidekörner, die aus den Taschen der Trommel hervorragen, werden durch einen verhältnismäßig schwachen Stoß aus ihren Taschen herausbefördert, so daß sie in verhältnismäßig kurzen Flugbahnen in den Trommelraum zurückfallen, während die runden Samenkörner, die nicht aus den Taschen herausragen, diese später verlassen und einen wesentlich stärkeren Anstoß von der Trommel erhalten, so daß sie in hohem Bogen in das Trommelinnere geschleudert werden. Da diese Flugbahnen zunächst dicht am Trommelumfang verlaufen, treten die runden Samenkörner zwischen dem äußeren Rand der Auffangmulde und dem Trommelmantel hindurch, so daß sie in die Auffangmulde gelangen. Die vorher mit geringerem Anstoß ausgeworfenen länglichen Getreidekörner erreichen höchstens die Rückseite der Fangmulde, so daß sie auf den Getreidekörper zurückfallen.
  • Von dieser Beobachtung ausgehend, besteht die Erfindung darin, daß die Trommel mit der bekannten hohen Umfangsgeschwindigkeit betrieben wird, daß aber die Einbauten fortgelassen werden und dadurch dem Getreidekörper die auf und ab schwankende Bewegung erteilt wird.
  • Hieraus ergibt sich zunächst der Vorteil, daß die in die Taschen gelangenden und aus diesen vorragenden länglichen Getreidekörner durch die Auf- und Abbewegung des Getreidekörpers herausgestrichen werden, so daß sie Platz schaffen für den Besatz, der durch den Getreidekörper nicht herausgestreift wird. Außerdem vollführt der durch keine Einbauten gehemmte Getreidekörper eine lebhafte wälzende Bewegung, vermöge deren in schnellem Wechsel immer neue Teile des Getreidekörpers mit den Taschen in Berührung gelangen und die Samenkörner an diese abgeben können. Daraus ergibt sich ein schnelles Auslesen der Samenkörner. Die ungestörte Bewegung des Getreidekörpers hat ferner die Wirkung, daß sich das Gut lediglich durch die Drehbewegung der Trommel mit sehr flachem Böschungswinkel nach dem Trommelauslaß hin verschiebt, ohne daß Fördermittel, wie Schnecken o. dgl., zur Anwendung kommen.
  • Das Fehlen der Einbauten ist ferner deshalb von großer Bedeutung, weil der Bewegungswiderstand der. Trommel infolge der Verminderung der Reibung des Getreidekörpers auf der Trommelwand vermindert wird. Ferner werden die Getreidekörner einerseits und der Trommelmantel anderseits besser geschont, da der Getreidekörper sich nicht zwischen den Einbauten und dem Trommelmantel hindurchdrängen muß, die schleifende Wirkung zwischen Getreidekörper und Trommelmantel also wesentlich vermindert wird.
  • In der Stauzone d-b nimmt der Sämereikörper f bei Umdrehung der Trommel mit größerer Geschwindigkeit die in Abb. i dargestellte, im Querschnitt nierenförmige Gestalt an. Die durch die Taschen mitgenommenen Körner fließen auf der Innenseite des Körpers in starkem Strome nach unten, so daß eine gründliche Durchmischung stattfindet und immer neue Körner mit der Trommelwandung in Berührung kommen. Innerhalb der Trommel schwankt der Sämereikörper in gewissen Grenzen auf und ab, so daß er mit seinem oberen Teil in die Schwankungs- und Streuzone b bis c gelangt. Das Zurückgleiten des Gutes hat ein Abstreichen der aus den Taschen vorstehenden Langkörner zur Folge, so daß diese Taschen immer wieder für die Aufnahme des auszulesenden Besatzes frei gemacht werden. Außerdem hat die schwankende Bewegung die Folge, daß die Masse des Gutes sich fortgesetzt streckt und wieder zusammenzieht, wodurch eine gegenseitige Verschiebung der Getreidekörner eintritt.
  • In der Schwankungs- und Streuzone werden dis Langkörner, die aus den Taschen hervorragen, durch den auf und ab schwankenden werden dann, da die Arbeitskante e1 der Auffangrille e noch weit entfernt ist, durch die Schwerkraft aus den Taschen sicher herausgestreut. Auch sie fallen mithin wieder in den Sämereikörper f zurück bzw.. in ihn hinein.
  • Die von den Taschen aufgenommenen kleinen Sämereien und Fremdkörper unterliegen nun der Fliehkraft und der Schwerkraft. Da die Taschen schalenförmig offene Zellen sind, können die kleinen Sämereien und Fremdkörper sie ohne jede Klemmwirkung verlassen, sobald von einem gewissen Punkt nahe dem Scheitel der umlaufenden Trommelwand die Wirkung der Schwerkraft diejenige der Fliehkraft überwiegt. Von diesem Augenblick an vollführen die Sämereien parabölische Flugbahnen, die sich allmählich von der Trommelwand entfernen und schließlich auf der hinteren Muldenwand e enden, wie aus Abb. i ersichtlich ist.
  • Damit die Auswurfkurven der Körner so flach verlaufen, wie in Abb. i angegeben ist, muß die Umdrehungszahl der Trommel bis nahe an die theoretische Höchstgrenze gesteigert werden. Diese ergibt sich aus der folgenden Rechnung: Bezeichnet v die Umfangsgeschwindigkeit der Trommel,, Y den Halbmesser der Trommel in Metern, g die Beschleunigung des freien Falles in m/sec2 und ra die. minutliche Umlaufszahl der Trommel, so lautet der mathematische Ausdruck dafür, daß die Wirkung der Schwerkraft die der Fliehkraft überwiegen soll: Da nun ist, so kann man auch schreiben oder oder Bei einem Trommeldurchmesser von beispielsweise 6oo mm erhält man eine Umlaufsgeschwindigkeit. von 545 in der Minute, die tatsächlich nicht mehr erreicht werden darf, damit die Sämereien noch aus den Taschen herausfallen können. Geht man bis nahe an -die Höchstumlaufszahl heran, so erhält man Die in Abb. i dargestellten Verhältnisse lassen erkennen, daß die nachteiligen Wirkungen des Auf- und Abschwankens des Sämereikörpers dadurch beseitigt werden können, daß die Arbeitskante e1 der Auffangrinne e außerhalb der Schwankungs- und Streuzone liegt. In diesem Falle wird die Masse des Auslesegutes die Arbeitskantee niemals erreichen. Das gleiche gilt von den aus der Masse von der Trommel mitgenommenen Langkörnern; diese gelangen höchstens bis an die Rückseite der Mulde, von der sie in die Trommel zurückfallen. Anderseits fliegen die ausgelesenen Sämereien oberhalb der Arbeitskante ei in die Mulde e hinein. Mithin ist bei dieser Arbeitsweise und Einrichtung eine vollkommene Trennung der Sämereien möglich. Durch Versuche bei steigender Leistung wurde festgestellt, daß die Stauzone a bis b nach oben hin ungefähr in der Höhe der Trommelachse endet, während die Schwankungs- und Streuzone je nach Leistung, Umlaufszahl und Trommeldurchmesser etwa bis an eine unter 3o bis q.5° durch die Trommelachse -gehende Ebene reicht. Daraus ergibt sich, daß die Auswurfszone einen sehr großen Bereich umfaßt, die ausgelesenen Sämereien also mit Sicherheit aus den Taschen herausfallen können. Tatsächlich kann die Auswurfzone bis zu der durch die Trommelachse gehenden Wagerechten ausgenutzt werden.
  • Man kann also die in hohem Bogen ausgeworfenen Sämereien außerhalb der Schwankungs- und Streuzone auffangen. Voraussetzung hierfür ist, daß die Umdrehungszahl der Trommel nahe an die theoretische Höchstgrenze herankommt, damit die Wurfparabeln der auszulesenden Sämereien sich möglichst dicht an den Trommelumfang anschließen.
  • Die Lage des Sämereikörpers f ändert sich, wenn die Schichtdicke bei Auslesegut besonderer Art sehr stark abnimmt. Es hat sich herausgestellt, daß in solchen Fällen bei sehr geringer Schichtdicke die Körner unregelmäßig in der Auslesetrommel umherspritzen, so daß ein Auslesen unmöglich ist. Um ein solches Umherspritzen zu vermeiden, ist dafür Sorge zu tragen, daß der Sämereikörper immer eine gewisse Schichtdicke behält. Dies läßt sich dadurch erreichen, daß am Auslaßende der Trommel ein Staurand angeordnet wird. Man hat bereits bei Scheibenauslesern mit feststehender Trommel einen Staurand angeordnet, um gleichfalls einen Sämereikörper von bestimmter Schichtdicke zu erhalten. Während bei solchen bekannten Auslesern der Zweck war, ein genügendes Eintauchen der Scheiben in den Sämereikörper zu sichern, also eine genügende Berührungsfläche zwischen dem Sämereikörper und den auslesenden Scheiben zu erreichen, hat der Staurand im vorliegenden Falle nicht diese Aufgabe, da ja die Berührungsfläche des Sämereikörpers mit der Trommelwandung von der Schichtdicke unabhängig ist. Dafür aber wird durch den Staurand in einem Trommelausleser und das Anstauen des Sämereikörpers die neue Wirkung erzielt, daß infolge großer Schichtdicke die Masse des Sämereikörpers eine ruhige Bewegung der einzelnen Körner gewährleistet.
  • Wie sich aus Abb. 2 ergibt, senkt sich die Oberkante des Samenkörpers f nach dem Auslaß hin, und zwar tritt unmittelbar vor dem Auslaß eine ziemlich scharfe Senkung ein. In ähnlicher Weise wird sich am Einlaß das Arbeitsgut stauen. Es empfiehlt sich daher, die Arbeitskante der Abfangfläche e1 dem kleinen Böschungswinkel der Bewegung entsprechend ein wenig geneigt anzuordnen oder die Abfangfläche etwas windschief zu gestalten. Abb. i und 2 lassen die windschiefe oder geneigte Lage der Ablaufkante erkennen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Auslesen von Sämereien mittels einer auf der Mantelinnenseite mit Taschen versehenen umlaufenden Trommel mit Fangmulde für das ausgelesene Gesäme, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel mit einer solchen Umfangsgeschwindigkeit umläuft, daß die ausgelesenen Körner unter dem Einfluß der die Fliehkraft überwiegenden Schwerkraft kurz vor Erreichung des Scheitelpunktes der Trommel die Taschen noch verlassen und in die Fangmulde gelangen, und wobei dem Sämereikörper durch Ausschluß jeglicher Einbauten, wie Abstreicher, Leitflächen, Aufhalte- oder Staukörper, eine umwälzende und zp le ch uf und ab schwankende Beeeu n wird.
  2. 2. Auslesetrommel nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen am Ausgang der Trommel angeordneten Staurand (g), durch den die für die ruhige Bewegung des Sämereikörpers erforderliche Schichtdicke erhalten wird.
  3. 3. Auslesetrommel nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitskante der Abfangfläche nach dem Auslaß hin geneigt ist.
DEM86236D 1924-09-02 1924-09-02 Verfahren zum Auslesen von Saemereien Expired DE453023C (de)

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