DE449660C - Luftreinigungseinsatz fuer Atmungs- und Gasschutzgeraete - Google Patents

Luftreinigungseinsatz fuer Atmungs- und Gasschutzgeraete

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DE449660C
DE449660C DEH105652D DEH0105652D DE449660C DE 449660 C DE449660 C DE 449660C DE H105652 D DEH105652 D DE H105652D DE H0105652 D DEH0105652 D DE H0105652D DE 449660 C DE449660 C DE 449660C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B19/00Cartridges with absorbing substances for respiratory apparatus

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Respiratory Apparatuses And Protective Means (AREA)

Description

  • Luftreinigungseinsatz für Atmungs- und Gassehutzgeräte. Bei den für das Grubenrettungswesen zu benutzenden Atmungsgeräten besteht die Vorschrift, nach welcher die Luftreinigungseinsätze so beschaffen sein müssen, daß der durch sie verursachte Atmungswiderstand nicht größer sein darf als ein Druck oder Zug von 2o mm Wassersäule bei 5o l Luftdurchlaß in der Minute. Früher wurden die Luftreinigungseinsätze fast durchweg in der Weise gebaut, daß darin quer zum Luftwege und gegeneinander versetzt eine Anzahl Siebe oder Bleche angeordnet wurden, die das chemische Bindemittel für die Atmungsluft trugen. Zwischen diesen Sieben oder Blechen wurde die Luft zwangläufig in Zickzackführung geleitet. Soll jedoch der Widerstand der Luftreinigungseinsätze so gering wie möglich werden,-so erfüllt die genannte Einrichtung diese Forderung nicht, weil die Luft auf diesem Zickzackwege verhältnismäßig enge Querschnitte durchstreichen muß, die naturgemäß durch das Quellen- oder Ausblühen des Bindemittels während der Absorption noch weiter verengt werden. Den geringsten Atmungswiderstand haben in erster Linie diejenigen Einrichtungen, welche die Luft in vollem Querschnitt des ganzen Einsatzes durchtreten lassen und das Bindemittel auf luftdurchlässigen Unterlagen gleichmäßig im Raum verteilt tragen, oder die, welche mit Bindemittel gefüllt sind, das in besondere Formen gepreßt ist.
  • Auch bei diesen Anordnungen sind bisher Übelstände aufgetreten. Bei zu weitläufiger Verteilung des Bindemittels kann ein Teil der Luft hindurchstreichen, ohne mit dem Bindemittel genügend in Berührung gekommen- zu sein. Bei dichten Füllungen besteht die Gefahr, daß durch das Quellen des Bindemittels während der Absorption sich die Luftzwischenräume verstopfen und dadurch der Luftdurchtritt erschwert oder auch ganz unterbunden wird. Der Versuch, das Verstopfen der Luftkanäle dadurch zu verhindern, daß man der Füllmasse Körper beifügt, die nicht an der Absorption teilnehmen, hat nicht zum gewünschten Ergebnis geführt.
  • Für Luftreinigungseinsätze zu Gasschutzmasken ist auch eine Ausführung bekannt, bei der in der Mitte des Bindemittels ein bis zum Boden reichender, den Abzugskanal bildender Trichter aus gelochtem Blech angeordnet ist. Der Durchmesser der Lochung nimmt nach abwärts zu, um die angesaugte Luft entsprechend ihrer Neigung, stets den Weg des geringsten Widerstandes zu wählen, möglichst gleichmäßig durch das Bindemittel zu führen, also eine möglichst innige Berührung der Luft mit dem Bindemittel herbeizuführen und eine Patrone mit möglichst gleichbleibendem Widerstand zu erhalten. Dieser Luftabzugstrichter ist aber nicht in der Lage, den durch das Ausblühen des Bindemittels auftretenden erhöhten Widerstand zu überbrücken, und kann demzufolge nicht mit geringstem Widerstand arbeiten. Die angegebenen Nachteile sollen gemäß torliegender Erfindung durch einen Luftreinigungseinsatz vermieden werden, in welchem außer dem Luftwege durch die chemischen Bindemittel noch gesonderte, gegen das Quellen der Bindemittel geschützte Luftwege vorgesehen sind, die durch Anfüllung mit geeigneten Mitteln, z. B. Drahtwolle, oder durch die begrenzte Luftdurchlässigkeit ihrer Wandung einen Atmungswiderstand bieten. Dieser Widerstand wird so bemessen, daß er größer ist als derjenige der unverbrauchten Bindemittel, so daß die gesonderten Luftwege von der Atmungsluft so weit benutzt werden, als die jeweilig benachbarten Lagen des Bindemittels durch ihr Quellen einen noch größeren Widerstand bieten.
  • In der beigefügten Zeichnung ist der neue Luftreinig ingseinsatz in Abb. r im Längsschnitt und in Abb. 2 im Querschnitt dargestellt.
  • In der Zeichnung ist die bekannte Anordnung gewählt, bei der gleichmäßig auf den Innenraum verteilte, durch Drahtsiebe a gebildete Fächer vorgesehen sind, die das körnige Bindemittel b ebenfalls gleichmäßig verteilt enthalten. In der durch Pfeile angedeuteten-Richtung des Atmungsweges sind durchgehende Kanäle c zwischen den Bindemitteln frei gelassen. Die Luft streicht durch die körnigen Bindemittel, vorzugsweise aber durch die Kanäle c hindurch, und wird auf diesem Wege von ihren schädlichen Bestandteilen befreit. An der Lufteintrittsseite des Einsatzes ist in seiner ganzen Breite ein freier Raum d vorgesehen, damit die Luft sich sofort auf den ganzen Querschnitt verteilen kann.
  • Bei der Luftreinigung wird durch die Verbindung des aus Ätzkali, Ätznatron o. dgl. bestehenden Bindemittels mit der in der Ausatmungsluft enthaltenen Kohlensäure und durch die ebenfalls darin enthaltene Feuchtigkeit ein Ausblühen, d. h. ein Quellen des Bindemittels, hervorgerufen. Durch dieses Quellen wird die Luftdurchlässigkeit vermindert und kann schließlich vollständig unterbunden werden.
  • Damit die Atmungsluft durch das Quellen des Bindemittels nicht mehr über den zulässigen Widerstand hinaus gehemmt wird, sind gemäß der Erfindung gesonderte Luftwege oder Sicherheitskanäle vorgesehen, die durch die Größe ihres Querschnitts, durch ihre Lage oder durch ihre Umwandung eine Verstopfung ausschließen und gleichzeitig auf einen bestimmten Widerstand eingestellt sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein solcher Sicherheitskanal e an einer der beiden schmalen Längsseiten des Einsatzes angeordnet. Diese Lage des Kanals erscheint besonders zweckmäßig, weil er dort der Ausdehnung des quellenden Bindemittels am wenigsten ausgesetzt ist. Damit nun die Atmungsluft nicht ständig den ihr bequemeren Weg durch den Sicherheitskanal nimmt, ist dieser mit einem geeigneten Mittel durchsetzt, das dem Luftdurchzug einen Widerstand bietet. Zu diesem Zweck kann der Kanal mit Drahtwolle oder einem sonstigen zweckentsprechenden Stoff angefüllt werden. Drahtvolle ist sehr geeignet, weil sich damit der Luftwiderstand sehr leicht bestimmen läßt. Auch kann sie dem Ausblühen des Bindemittels in den Kanal hinein genügenden Widerstand bieten. Die Umwandung des Kanals kann .auch durch eine Drahtspirale, ein Filter, ein Sieb oder aus festem Material mit Öffnungen gebildet werden.
  • Der Widerstand im Sicherheitskanal wird so bemessen, daß er größer ist als derjenige, den die Luft beim Durchstreichen der unverbrauchten Bindemittel zu überwinden hat. In Abb. z der Zeichnung ist oben eine Widerstandsskala für den Sicherheitskanal und unten eine Widerstandsskala für die unverbrauchten Bindemittel eingetragen. Erfahrungsgemäß tritt das Dichtsetzen der Bindemittel stets auf dem ersten Drittel an der Lufteintrittsseite auf, während- der nach der Luftaustrittsseite gelegene Teil des Einsatzes genügend offene Luftwege behält. In der Abb. r- ist der Einsatz so gezeichnet, wie er nach Gebrauch aussieht. In den vorderen Lagen, wo die Bindemittel zuerst mit der unreinen Luft in Verbindung kommen, also die Absorption am größten ist, ist das Ausblühen sehr stark erfolgt.- Nach. hinten läßt das Quellen allmählich nach und hört etwa in der Mitte vollständig auf. Ein solcher Einsatz ist also ohne Sicherheitskanal vollständig unbrauchbar geworden, obwohl er zur Hälfte noch. mit unverbrauchten Bindemitteln angefüllt ist.
  • Bietet der Einsatz mit seinen gesamten unverbrauchten Bindemitteln einen Luftwiderstand von etwa ro mm und der gesonderte Luftweg auf seiner ganzen Länge einen solchen von etwa 15 mm, so wird bei Ingebrauchnahme des Einsatzes die Luft den ihr bequemeren Weg zwischen den Bindemitteln nehmen. Tritt nun in den vorderen Lagen des Bindemittels die Quellung und damit die Vergrößerung des Widerstandes ein, so wird die Luft, sobald dieser Widerstand größer wird als derjenige in dem Sicherheitskanal, ihren Weg durch letzteren, nehmen. Den Weg durch diesen Kanal nimmt sie jedoch nur so lange, bis sie in der nächsten Lage unausgeblühter Bindemittel geringeren Widerstand findet und dann wieder durch diese streicht. Nach der oberen Skala bietet der Sicherheitskanal im ersten Drittel 5 mm, bis zum zweiten Drittel io mm und auf seiner ganzen Länge 15 min Widerstand, während dagegen nach der unteren Skala die unverbrauchten Bindemittel bis zu ihrer Hälfte nur 5 mm und in ihrer ganzen Länge io mm Widerstand bieten. Wenn nun im ersten Drittel der Bindemittel sich durch Ausblühen der Widerstand vergrößert, so wird die Atmungsluft durch den freien Raum d in den Sicherheitskanal e übertreten und diesen nach der oberen Skala etwa bis zu einem Widerstand von bis 7 mm durchstreichen. Alsdann wird sie wieder ihren Weg durch die einen geringeren Widerstand bietenden Bindemittel neh-. tuen. Der Gesamtwiderstand wäre dann in dein Sicherheitskanal etwa 61nm, in dem hinteren Teil der Bindemittel noch etwa 7mm, im ganzen also ungefähr 13 mm. Wenn durch (len weiteren Gebrauch auch die folgenden Lagen des Bindemittels ausblühen, so nimmt die Atmungsluft einen entsprechend längeren Weg durch den Sicherheitskanal, bis sie hinter den ausgeblühten Lagen wieder in noch unverbrauchte Bindemittel übertreten kann. Der Widerstand in dem Sicherheitskanal vergrößert sich entsprechend der Länge des Weges, den die Luft darin nehmen muß. Die Bindemittel können also bis zur letzten Lage ausgenutzt werden, ohne daß eine Verstopfung oder ein Gesamtwiderstand eintreten kann, der die vorgeschriebene Grenze überschreitet.
  • Die Anordnung des Sicherheitskanals e beseitigt nicht nur die großen Gefahren, die das Quellen des Bindemittels durch zu großen Widerstand oder durch vollständige Verstopfung verursacht, sondern sie gestattet auch den restlosen Verbrauch des ganzen Inhaltes derkeinigungspatrone, verlängert demnach deren Gebrauchsdauer.
  • Wie bereits erwähnt, können auch mehrere solcher Sicherheitskanäle vorgesehen werden. Es kann auch ein gesonderter Luftweg angeordnet sein, der in mehreren Abzweigungen verläuft. Es genügt auch, wenn der Sicherheitskanal nur die hauptsächlich gefährdeten Bindemittelschichten durchstreicht, er braucht also nicht den Einsatz in der ganzen Länge zu durchziehen.
  • Der Widerstand in dem Sicherheitskanal braucht auf seiner ganzen Länge nicht gleichmäßig zu' sein. Er kann z. B. nach hinten vergrößert werden, um die Luft zu veranlassen, soweit wie möglich noch die brauchbaren Schichten des Bindemittels zu durchstreichen. Der Sicherheitskanal würde auch dann noch vorteilhaft wirken, wenn sein Widerstand mit demjenigen der Bindemittel gleich wäre.
  • Anstatt den gesonderten Luftweg mit Widerstandsmaterial auszufüllen, kann er auch leer bleiben und den notwendigen Atmungswiderstand durch die begrenzte Luftdurchlässigkeit seiner Wandung bieten. Dieser Wandungswiderstand kann durch die verschiedensten Mittel erreicht werden. Z. B. kann, wie bereits erwähnt, die Wandung des gesonderten Luftweges aus einer Drahtspirale bestehen, die an der Lufteintrittsseite offen und hinten geschlossen ist und bei welcher die einzelnen Windungen vorn lose und nach hinten zu immer dichter gegeneinanderliegen. Die durch diese Spirale streichende Luft ird also bei ihrem Austritt in der gleichen Weise wie bei der Drahtwolle einen Widerstand bekommen, der mit der Länge des in der Spirale zurückgelegten Weges zunimmt. Die gleiche Wirkung würde als Trennungswand zwischen dem Sicherheitskanal und den Bindemitteln ein Filter oder Sieb erzielen, das in der Richtung des Luftweges an Dichtigkeit zunimmt, welches also z. B. vorn grob beginnend nach hinten immer dichter würde. Auch kann der vorn offene- Sicherheitskanal eine im übrigen geschlossene feste Wandung haben, die in der Längsrichtung mit öffnen= gen versehen ist, welche infolge ihrer zunehinenden Verengung oder durch ansteigend belastete Ventile einen von vorn nach hinten zunehmenden Luftdurchtrittswiderstand bieten.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Luftreinigungseinsatz für Atmungs-und Gasschutzgeräte, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem Luftwege durch die chemischen Bindemittel noch gesonderte, gegen das Quellen der Bindemittel geschützte Luftwege vorgesehen sind, die durch Anfüllung mit geeigneten :Mitteln, z. B. Drahtwolle, oder durch die begrenzte Luftdurchlässigkeit ihrer Wandung einen Atmungswiderstand bieten.
  2. 2. Luftreinigungseinsatz für Atmungs-und Gasschutzgeräte nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der von den gesonderten Luftwegen gebotene Atmungswiderstand so bemessen wird, daß er größer ist als derjenige der unverbrauchten Bindemittel, so daß die gesonderten Luftwege von der Atmungsluft nur so weit benutzt «=erden, als die jeweilig benachbarten Lagen des Bindemittels durch ihr Quellen einen noch größeren Widerstand bieten.
DEH105652D 1926-03-06 1926-03-06 Luftreinigungseinsatz fuer Atmungs- und Gasschutzgeraete Expired DE449660C (de)

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