DE447108C - Hydraulische Presse mit Presspumpe und mit Druckregler im Antrieb des Pumpenkolbens - Google Patents

Hydraulische Presse mit Presspumpe und mit Druckregler im Antrieb des Pumpenkolbens

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DE447108C
DE447108C DEB120385D DEB0120385D DE447108C DE 447108 C DE447108 C DE 447108C DE B120385 D DEB120385 D DE B120385D DE B0120385 D DEB0120385 D DE B0120385D DE 447108 C DE447108 C DE 447108C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/16Control arrangements for fluid-driven presses

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

  • Hydraulische Presse mit Preßpumpe und mit Druckregler im Antrieb des Pumpenkolbens. Man hat bereits bei Pumpen zum Betriebe hydraulischer Pressen einen Druckregler in den Antrieb des Pumpenkolbens eingefügt, um den Hub des letzteren und im umgekehrten Verhältnis hierzu seine Druckwirkung je nach dem Preßw iderstand zu ändern und sogar bei gewissen Stellungen der Antriebsteile die Bewegung des Pumpenkolbens im Falle eines übermäßig hohen Widerstandes aufhören zu lassen.
  • Bei den bekannten Einrichtungen dieser Art beeinfiußt der Regler das Antriebsgestänge derart, daß der Pumpenkolben während einer vollständigen Umdrehung der Antriebskurbel nur einen mit dem Preßdruck veränderlichen Teilhub macht. Infolgedessen ist es bei diesen Einrichtungen nicht möglich, den Anfang und das Ende eines ganzen Druckhubes des Pumpenkolbens und demgemäß des Preßkolbens in bezug auf bestimmte Winkelstellungen der Kurbel festzulegen und die Vorwärtsbewegung des Preßkolbens mit anderen gleichfalls von der Kurbelwelle abgeleiteten Bewegungen von Vorrichtungen abwechseln zu lassen, die zum selbsttätigen Arbeiten der Presse, z. B. zur Zufuhr des Preßgutes, zum Entleeren und Fortschaffen des gepreßten Gutes, zur Vor- und Rückbewegung der Preßformen usw. dienen.
  • Die Erfindung soll diesem Mangel abhelfen und bei jeder Stellung des Preßkolbens eine Anpassung der Druckwirkung an den Widerstand des Preßgutes in einer Presse sichern, in der ein voller Vor- und Rückhub des Preßkolbens einer ganzen Umdrehung der Antriebskurbel des Pumpenkolbens entspricht.
  • Zu diesem Zwecke arbeitet der in den Antrieb des Pumpenkolbens eingefügte Druckregler mit der Antriebsschubstange eines am Pumpenkolben angreifenden Kniehebelpaares zusammen und wirkt derart, daß er im Falle einer Überbeanspruchung der Schubstange den Preßkolben der Einwirkung des Pumpenkolbens entzieht, indem er das Entweichen eines Teiles der durch den Pumpenkolben geförderten Flüssigkeit veranlaßt, eso daß der Preßkolben trotz Fortsetzung der Beweggong des Pumpenkolbens so lange unbeweglich bleibt, bis das übersetzungsverhältnisder Kniehebel infolge ihrer Annäherung an die Strecklage sich so weit geändert hat, daß die Antriebsschubstange der Kniehebel nur noch eine geringere Kraftwirkung auf das Kniehebelgelenk auszuüben braucht. Von diesem Augenblick an unterbricht der Druckregler, dessen Belastung sich entsprechend verringert, das Entweichen der Flüssigkeit, so daß diese den Preßkolben vor sich herschieben kann.
  • Bei der praktischen Ausführung der Erfindung besteht der Druckregler vorzugsweise aus einem Zylinder, der zwischen zwei Kolben eine nicht zusammendrückbare Flüssig-!.zeit enthält, und wirkt mit einem Akkumulator zusammen, dessen Belastung für die größte zulässige Beanspruchung der Antriebsschubstange der Kniehebel berechnet ist. Dieser- Akkumtrlatär steuert seinerseits ein in eine Verbindung zwischen dem Preßzylinder und einem Saugbehälter eingefügtes Ventil. Übersteigt der Druck der Flüssigkeit im Regler die Belastung des Akkumulators, so öffnet dieser das Ventil, so daß die durch den Pumpenkolben verdrängte Flüssigkeit in den Saugbehälter austritt und der Preßkolben stillsteht. Sobald der Flüssig keitsdruck im Regler entsprechend der abnehmenden Beanspruchung der Schubstange .nicht mehr die Belastung des Akkumulators übersteigt, fördert der Kolben des letzteren die vorher aus dem Regler verdrängte Flüssigkeit in diesen zurück und schließt das Abflußventil für die Preßflüssigkeit, so daß diese wieder den Preßkolben vortreibt.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach der Abbildung treibt die Kurbel i des Pressenantriebes mittels einer Schubstange 2 auf einen Kolben 3, der mit einem Kolben 4 zusammenwirkt. Die beiden Kolben 3 und 4 spielen in einem Zylinder 6 und sind durch eine zwischen ihren inneren Stirnflächen liegende, nicht zusammendrückbare Flüssigkeit 5 getrennt, aber außen durch Zugstangen 7, die ein sogenanntes Schleppgestänge bilden, derart miteinander verbunden, daß sie sich nicht weiter als um ein durch die Länge der Zugstangen bestimmtes Maß voneinander entfernen können, während eine gegenseitige Annäherung möglich ist. Infolgedessen nimmt der Kolben 3, wenn er nach links bewegt wird, bei Erreichung einer bestimmten Entfernung zwischen den beiden Kolben den Kolben q. mit, während er sich bei der Bewegung nach rechts dem Kolben 4., auf den er den durch die Schubstange 2 auf ihn ausgeübten Druck durch die Flüssigkeit 5 überträgt, ohne Behinderung durch die Zugstanzen 7 nähern kann. Der Kolben 4 ist durch eine Schubstange 8 mit dem Mittelgelenk von Kniehebeln 9 verbunden, die am Treibkolben i o der hydraulischen Presse i i angreifen. Der Preßkolben 12 der Presse steht unter dem Einfloß einer Rückzugfeder 13. Der die beiden Kolben 3 und 4 und die Flüssigkeit 5 enthaltende Zylinder 6 wirkt als Druckregler. Zu diesem Zwecke steht der die Flüssigkeit 5 enthaltende Raum durch eine Leitung 14 in Verbindung mit einem durch eine Feder 16 belasteten Akkumulator 15, dessen Kolben i7 auf einen mit einem Gewicht i9 belasteten und bei 2o drehbar gelagerten Hebel 18 einwirken kann. Der Hebel 18 wirkt auf ein Ventil 21, das in einen den Zylinder i i der Presse mit einer Saugkammer 23 verbindenden Kanal 2:2 eingeschaltet ist. In dem Kanal 22 liegt andererseits ein Saugventil 24, das der in der Kammer 23 enthaltenen Flüssigkeit die Rückkehr in den Preßzylinder i i während des- Saughubes des--Treibt,-olbens-rö gestattet. Die Einrichtung kann ergänzt werden durch. einen zweiten Akkumulator 25, des mit dem Zylinder i i in Verbindung steht und dazu dient, einerseits den Höchstdruck im Zylinder zu begrenzen und andererseits die Dauer des vollen Preßdrucks beim Rückgang des Treibkolbens io um einen Zeitraum z" verlängern, der dem Inhalt des Akkumulators entspricht.
  • Die Einrichtung wirkt wie folgt. Solange der Preßdruck normal bleibt, wirrt der Druck der Flüssigkeit 5 zwischen den Kolben 3 und 4 allein durch den Druck des Akkumulätors 15 bestimmt, so daß bei - der- Vorwärtsbewegung der Schubstange 2- der Kolben 3 sich zusammen mit dem Kolben :4 bewegt, der .seinerseits durch die Schubstange 8 und die Kniehebel 9 den Treibkolben io bewegt, dessen Druck für den Druck des Preßkolbens 12 maßgebend ist. Erhöht sich der Widerstand des Preßgutes, so muß der Preßdruck im gleichen Verhältnis ansteigen. Übersteigt hierbei schließlich der Druck der Flüssigkeit 5 die Belastung des Akkumulators 15,. so hebt sich infolge der Annäherung -der Kolben 3 und 4. des Druckreglers und dadurch bewirkter Verdrängung eines Teiles der eingeschlossenen Flüssigkeit 5 der Kolben 17 des Akkumulators und hebt den Hebel z8 mit dem Gegengewicht i9 an. Dadurch wird das Ventil ei freigegeben, so daß aus dein Preßzylinder i i Flüssigkeit durch den Kanal 22 in die Saugkammer 23 übertritt. ES fließt also die weiterhin unter der Wirkung des Antriebes 2, 8, 9 durch den Treibkolben i o verdrängte Flüssigkeit in die Saugkammer über, während der Kolben 12 stelienbleibt. Dies geschieht solange, bis das übersetzungsverhältnis der Knieliebel9 infolge ihrer weiteren Annäherung an die Strecldage sich so verändert hat, daß die Schubstange 8 einen geringeren Druck auf das Kniehebelgelenk auszuüben braucht und dem Rückdruck von dein Treibkolben io her ein die Belastung des Akkumulators 15 nicht mehr übersteigender Druck der Flüssigkeit 5 im Druckregler entspricht, die Spannung der Flüssigkeit 5 um einen gewissen Betrag abnehmen kann, der Akkuinulatorkolben 17 also unter Zurückdrängung des vorher aus dem Zylinder 6 verdrängten Teiles der Flüssigkeit 5 zurückgeht und infolgedessen der gewichtsbelastete Hebel 18 das Ventilei wieder schließt, so daß von nun an die durch den Treibkolben io verdrängte Flüssigkeit nicht mehr durch den Kanal 22 nach der Druckkammer 23 entweicht, sondern den Preßkolben 12 vortreibt. Beim Saughub des Treibkolbens io dagegen verschiebt sieh der Kolbenq. unter allen Umständen zusammen mit dem Kolben 3 vermöge ihrer Verbindung durch das Schlepphestätige 7. Bei diesem Saugbub wird durch die Sangwirkung des Kolbens io auf die Flüssigkeit im Zylinder i i das Ventil 24 geöffnet und die vorher in die Druckkammer 23 übergetretene Flüssigkeit aus dieser in den "Zylinder i i zurückgesaugt. Andererseits greift vor dem Offnen des Ventils 24 der Akkumulator 25 ein, um die Dauer der Voll-(Irtickpressung zu verlängern. Erst wenn der @kkumtilator 25 vollständig niedergesunken ist, entsteht unter der Wirkung des zurückgehenden Kolbens io die für' das Zurücksaugen der Flüssigkeit aus der Saugkammer 23 erforderliche Saugspannung.
  • In dem gezeichneten Beispiel beruht der Druckregler auf der Verwendung der mit dem Akkumulator 15 in Gegenwirkung stehenden Flüssiglceit-5. Es ist jedoch klar, daß er auch als Federregler oder sonst-,vie als mechanischer Regler ausgebildet werden könnte, der die Druckschwankungen durch irgendein Zwischengetriebe, z. B. durch Hebel, auf den Akkumulator überträgt.

Claims (3)

  1. PATPNTANSPRÜCHE: i. Hydraulische Presse mit Preßpumpe und mit Druckregler im Antrieb des Pumpenkolbens, der bei jeder Umdrehung der Antriebskurbel einen Vor- und Rückhub macht, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckregler (6) im Antrieb (2 bis 8) von am Pumpenkolben (io) angreifenden Kniehebeln (9) liegt und bei einer Überlastung des Antriebes (2 bis 8) das Entweichen eines Teiles der durch den Pumpenkolben (io) nach dem Preßzylinder (i i) geförderten Flüssigkeit hervorruft, so daß der Preßkolben (12) stillsteht, bis das Übersetzungsverhältnis der Kniehebel infolge ihrer Annäherung an die Strecklage sich so weit verändert hat, daß die Antriebsschubstange (8) der Kniehebel (9) nur noch einen geringeren Druck auf deren Mittelgelenk auszuüben braucht und in der Folge der Druckregler, dessen Belastung damit herabgesetzt wird, im Sinne einer Unterbrechung des Entweichens der Flüssigkeit wirkt, die somit den Preßkolben (12) vor sich herschieben kann.
  2. 2. Presse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckregler (6) mit einem Akkumulator (15) zusammenwirkt, der bei einer Drucksteigerung auf ein Ventil (21) wirkt, um das Entweichen von Flüssigkeit aus dem Preßzylinder (i i) in eine Saugkammer (23) zu ermöglichen.
  3. 3. Presse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der in den Schubstangen- und Kniehebelantrieb (2 bis 9) des Pumpenkolbens (io) eingeschaltete Druckregler (6) mit zwei durch eine nicht zusammendrückbare Flüssigkeit (5) getrennten Kolben (3, 4) gebildet wird, die beim Rückhube durch Schleppgestänge (7-7) in zwangläufiger Verbindung stehen, während beim Vorhube die die Bewegung übertragende Flü ssigkeit (5) bei Steigerung des Preßdruckes über ein bestimmtes Maß auf den Kolben (17) des Akkumulators (15) einwirkt, der die Stellung des die Flüssigkeit aus dem Preßzylinder (ii) ablassenden Ventils (21) bestimmt.
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