DE445372C - Verfahren zum Einsetzen von Faschinen unter Wasser - Google Patents

Verfahren zum Einsetzen von Faschinen unter Wasser

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DE445372C
DE445372C DEN23004D DEN0023004D DE445372C DE 445372 C DE445372 C DE 445372C DE N23004 D DEN23004 D DE N23004D DE N0023004 D DEN0023004 D DE N0023004D DE 445372 C DE445372 C DE 445372C
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DE
Germany
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press
piles
frame
fascines
structural units
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Expired
Application number
DEN23004D
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English (en)
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KARL NEYNABER DR ING
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KARL NEYNABER DR ING
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Application granted granted Critical
Publication of DE445372C publication Critical patent/DE445372C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B3/00Engineering works in connection with control or use of streams, rivers, coasts, or other marine sites; Sealings or joints for engineering works in general
    • E02B3/04Structures or apparatus for, or methods of, protecting banks, coasts, or harbours
    • E02B3/12Revetment of banks, dams, watercourses, or the like, e.g. the sea-floor
    • E02B3/121Devices for applying linings on banks or the water bottom

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Placing Or Removing Of Piles Or Sheet Piles, Or Accessories Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren .zum Einsetzen von Faschinen unter Wasser. Die Erfindung betrifft ein Verfahren, um auf dem Meeres- oder Flußgrund Decklagen anzubringen, und besteht darin, daß an Pfählen befestigte Faschinen oder ähnliche zur Bildung einer Decklage bestimmte Baueinheiten mittels eines auf die Pfähle ausgeübten Preßdruckes, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Spritz-oder Spülverfahrens, niedergebracht und die Pfähle dabei auf die erforderliche Tiefe in den Boden eingedrückt werden.
  • Zu der Erfindung gehören auch die Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens, nämlich ein Arbeitsschiff mit Presse und einer passend angeordneten Ringbahn, auf der - die Baueinheiten zusammengesetzt und unter die Presse gefahren werden, sowie die Ausrüstung der Presse mit einem biegsamen Stempel und einer daran angeordneten Befestigungsvorrichtung für die Baueinheiten und deren Einzelteile.
  • Das Anwendungsgebiet der Erfindung ist insbesondere die Herstellung von Unterwasserbuhnen oder Schlengen sowie Leitwerken, besonders im Strommündungsgebiet, zur Einengung des Stromes, zur Begradigung und Offenhaltung des Fahrwassers, ferner die Befestigung von Inseln und vorspringenden Landzungen durch Unterwasserbauwerke, Uferabdeckungen usw., die Beseitigung gefährlicher Kolke im Stromgebiet durch Abdeckung nach Ausfüllung mit Baggergut, die Herstellung von Unterwasserleitdämmen zur Ablenkung des Küstenstromes an Hafeneinfahrten zur Abwendung der Versandungsgefahr, die Festlegung des Grundes bei Strom- und Seebauwerken durch Grundabdekkungen, die Befestigung des Böschungsfußes und der Böschung bei Kanälen usw.
  • In der Hauptsache benutzte man für ähnliche Arbeiten bisher die Senkstückbauweise und die Steinschüttungen ; diesem gegenüber liegt der Vorteil der neuen Bauweise in der besseren Ausnutzung der Arbeitskräfte, in der Baustoff- und Geräteersparnis, in der Verbilligung der Arbeitskosten, in der großen Standsicherheit der Bauwerke und in der großen Baugeschwindigkeit. Dieser letzte Vorteil ist besonders deshalb von Bedeutung, weil die Arbeiten im Strommündungsgebiet und an der Küste nur im Sommer und bei verhältnismäßig geringem Seegang vorgenommen werden können. Da unter diesen Verhältnissen nur wenig gute Arbeitstage zur Verfügung stehen, spielt die wirtschaftliche Ausnutzung dieser Tage eine große Rolle.
  • Die Abbildungen veranschaulichen den Gegenstand der Erfindung, und zwar zeigen die Abb. i bis 3 das Bauschiff im Längsschnitt, in der Aufsicht und im Querschnitt durch den Preßschacht ; die Abb. q. und 5 zeigen die in den Preßstempel eingebaute Baueinheit in der Seitenansicht und im Querschnitt, während die Abb. 6 bis g den Rahmen in verschiedenen Ansichten und die Abb. io die Rollenbahn mit einem Rahmen vor der Wendung darstellen.
  • i ist das Bauschiff mit dem Arbeitsschacht 2. Über dem Schacht ist auf Säulen 3 eine Presse, im vorliegenden Fall eine Druckwasserpresse q., mit sehr langem Zylinder 5 aufgestellt, der mittels Wanten 6 an der Reeling verspannt ist. Der Kolben 7 der Druckwasserpresse hat eine der. Wassertiefe entsprechend lange, kräftige Verlängerungsstange 8, die an ihrem unteren Ende einen Teller g trägt; wischen dessen abwärts gerichteten, mit nach innen vorspringenden Leisten io versehenen Seitenwangen ii die Rahmen 12 (Abb. 6 bis g) eingeschoben werden können. Am Kopf ist der Preßzylinder mit einem Sicherheitsventil 13 versehen. Der Schacht 2 hat solche Abmessungen, daß der Teller mit dem Rahmen frei durchgehen kann, und erstreckt sich mindestens nach einer Seite des Schiffes so weit, daß die Presse auch in der in Abb. 3 gestrichelt angedeuteten Schräglage arbeiten kann. Die zum Aufbau der Baueinheiten dienenden Rahmen 12, bestehen aus kräftigen U-Eisen 1q. und haben über die Langseiten und Querseiten verteilt so viel Löcher 15, als höchstenfalls Pfähle zu einer Baueinheit gehören. Die Löcher sind mit Futtern 16 versehen, deren Lichtweite etwas geringer ist als die Pfahlstärke. An der äußeren Seite hat jedes Futter ein Loch 17, durch das ein gefedertes Klemmstück 18 mit abgerundetem Kopf ig ein wenig in die Öffnung hineinragt.
  • Um den Schacht verläuft im Ring eine Rollenbahn 2o mit einer zum Aufsetzen der Rahmen 12 geeigneten Spur. Im allgemeinen liegt diese Rollenbahn so hoch über Deck, daß die Rahmenoberkanten sich in geeigneter Arbeitshöhe befinden. An der Stelle jedoch, wo sie sich der Presse nähert, bei 21, erhebt sich die Bahn genügend über Deck, um ein Umkehren der Rahmen mit den darauf gesetzten Baueinheiten zu ermöglichen.
  • Die Rahmen i2 werden auf die Rollenbahn aufgelegt, und in die Löcher 15 werden die für ein Bündel nötigen Pfähle 22 mit aufwärts gerichteten Spitzen eingesetzt, im Höchstfalle also bei der dargestellten Rahmenform zwölf, im vorliegenden Beispiel aber nur sechs. Die Köpfe der Pfähle sind bei 23 soweit abgesetzt, daß sie leicht in die Futter 16 passen. Einige Zentimeter oberhalb des Rahmens sind Pflöcke 24 durch die Pfähle geschlagen, und auf diesen Pflöcken werden Faschinen 25 in der gewünschten Höhe bis zu den Bohrungen 26 aufgehäuft und mittels vorgeschlagener Pflöcke 27 sowie mittels Draht u. dgl. samt den Pfählen zu einem Baukörper vereinigt, aus dem die sechs Pfähle hervorragen, wie in Abb. q. und 5 dargestellt. Jede dieser Arbeiten wird an einer besonderen Stelle der Rollenbahn vorgenommen, und die Arbeitsstellen sind so verteilt, daß die Baueinheit in der beschriebenen Weise fertiggestellt ist, wenn sie an dem steigenden Teil der Rollenbahn angelangt ist. Sie wird dann auf den hochliegenden Teil der Rollenbahn geschoben, neben dem Preßteller gewendet und in den Teller eingeschoben, wobei sich die nunmehr nach unten hängende Baueinheit durch die von den Klemmstücken 18 auf die Pfahlköpfe ausgeübte Klemmung indem Rahmen hält. Der Preßstempel wird nun so weit gesenkt, bis die Pfähle in den Boden eingedrungen sind und die Faschinenlage fest aufliegt.
  • Seitliche Bewegungen des Schiffes während des Preßvorganges werden durch die Stange 8 verhindert, plötzliche Senkungen durch das Sicherheitsventil 13, während bei plötzlichen Hebungen der Stempel wegen seiner Schwere auf den Pfahlköpfen liegenbleibt. Beim Hochgehen nimmt der Teller g mittels der Klauen zo den Rahmen wieder nach oben, der dann auf die Gleitbahn zurückgeschoben und nach vorn zur ersten Arbeitsstelle weitergerollt wird, ohne daß eine abermalige Wendung erforderlich ist, da der Rahmen oben und unten gleich ist. Inzwischen wird -der nächste bereits gewendete Rahmen angerollt und in den Stempel eingeschoben, so daß die Presse ununterbrochen arbeiten kann.
  • Das Verfahren und die Vorrichtung ermöglichen eine außerordentlich wirtschaftliche Arbeitsweise, da sich die Arbeiter ohne Unterbrechung in die Hand arbeiten können. Zu diesem Zweck wird auf dem Vorschiff das Lager für die unbearbeiteten Pfähle angelegt, daneben die Fräsmaschine zum Absetzen der Pfahlköpfe aufgestellt, dahinter wird die Bohrmaschine zum Bohren der Pflocklöcher angeordnet. Nachdem die Pfähle diese beiden Stellen durchlaufen haben, landen sie neben der Rollenbahn an der Stelle, wo die von der Presse abfahrenden leeren Rahmen in Arbeitshöhe angelangt sind. An dieser Stelle arbeitet die Gruppe, die die Pfähle in die Rahmen einsetzt. An der nächsten Stelle werden die Pflöcke zunächst dem Pfahlkopfe, auf denen die Faschinen ruhen sollen, eingeschlagen. Dann erfolgt die Bindung mit Draht, und an der letzten Stelle werden die Pflöcke zunächst der Pfahlspitze eingeschlagen.
  • Als Antriebsmaschine für die Druckwasserpresse und- die Arbeitsmaschinen verwendet man zweckmäßig eine Dampfmaschine, um die Holzabfälle nutzbar zu verwerten.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zum Einsetzen von an Pfählen befestigten Faschinen oder ähnlichen Decklagen unter Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß die Pfähle durch Preßdruck, gegebenenfalls im Verein mit dem Spülverfahren, auf die erforderliche Tiefe in den Boden eingedrückt werden.
  2. 2. Arbeitsschiff für das Verfahren nach dem Anspruch i, gekennzeichnet durch eine zum Anfahren der Baueinheiten an die Presse dienende Ringbahn (2o), die im allgemeinen in Arbeitshöhe, dagegen an dem der Presse zunächstliegenden Teil (2i) so hoch über Deck liegt, daß die mit aufwärts gerichteten Pfählen angefahrenen Baueinheiten in der Nähe der Presse mit den Pfählen nach unten gewendet und in die Presse eingehängt werden können.
  3. 3. Presse für das Verfahren nach dem Anspruch z, gekennzeichnet durch einen biegsamen Stempel (8) und einen daran befestigten Teller (g) zum Einhängen der die Baueinheiten.tragenden Rahmen (z2). q..
  4. Rahmen nach dem Anspruch 3, gekennzeichnet durch der Zahl und Lage der Pfähle entsprechend angeordnete, mit Löchern versehene Futter (x6), in denen die abgesetzten Pfahlköpfe durch Klemmvorrichtungen (i8, zg) gehalten werden.
  5. 5. Verfahren zur Herstellung und zum Anortbringen der Baueinheiten für das Verfahren nach dem Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Pfähle (22), die mit einem Querpflock (2q.) dicht unter dem Kopf und einer Querbohrung (26) in einem der Höhe der Faschinenschicht (25) entsprechenden Abstand darunter versehen sind, mit der Spitze aufwärts in die Rahmen eingesetzt werden, daß die Faschinen auf die Pflöcke (2q.) aufgelegt und mittels in die Löcher (26) eingeschlagener Pflöcke (27) gehalten und durch Drähte gesichert werden, worauf die so gebildeten Baueinheitenverfahren samt den Rahmen gewendet und in den Preßteller eingehängt werden.
DEN23004D Verfahren zum Einsetzen von Faschinen unter Wasser Expired DE445372C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2570271A (en) * 1946-05-23 1951-10-09 Andrew B Pickett Apparatus and process for launching revetments

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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