DE4445635A1 - Verfahren zur Herstellung von Polyolalkylethern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von PolyolalkylethernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Polyolalkylethern, bei dem man
Polyhydroxyverbindungen in Gegenwart von sauren Katalysatoren bei Temperaturen
von 50 bis 120°C und bei Drücken von 5 bis 30 bar mit Olefinen umsetzt, sowie die
Verwendung der so hergestellten Polyolalkylether.
In der WO 94/01389 wird ein Verfahren der eingangs genannten Art zur Herstellung
von Polyolalkylethern offenbart. Bezüglich der apparativen Ausgestaltung des Ver
fahrens ist dem Dokument zu entnehmen, daß 1-Liter-Autoklaven benutzt wurden. Die
Reaktionszeit wird mit 10 bis 25 Std. angegeben. In der Beschreibung findet sich kein
Hinweis auf den Einsatz von Lösungsmitteln und sich daraus ergebenden Vorteilen.
Bei der Durchführung von Autoklavversuchen, wie sie z. B. in der genannten WO
94/01389 beschrieben werden, ist zu beobachten, daß für das Gelingen der Ver
etherung bzw. für einen befriedigenden Umsatz innerhalb einer akzeptablen Zeit bei
Verwendung eines festen Katalysators eine intensive Rührung von ca. 1500 Um
drehungen/min. erforderlich ist. Hierbei wird der feste Katalysator, z. B. Ionenaus
tauscherharz oder Zeolith, durch mechanische Einwirkung weitgehend beschädigt oder
zerstört. Im kontinuierlich arbeitenden Rohrreaktor reicht die Strömung für eine innige
Durchmischung der ineinander nicht löslichen Reaktionspartner nicht aus, um zu be
friedigenden Umsätzen zu gelangen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren zur Verfügung zu stellen, bei
dem innerhalb einer relativ kurzen Reaktionszeit ein hoher Umsatz erzielt wird, ohne
daß im Falle des Einsatzes fester Katalysatoren diese zerstört werden.
Die Aufgabe wurde gelöst durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1. Bevorzugte Aus
führungsformen des Verfahrens sind Gegenstand der Unteransprüche.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion
in der Flüssigphase in Gegenwart eines Lösungsmittels durchführt. Das Lösungsmittel
hat die Aufgabe, den Kontakt der Reaktionspartner mit dem Katalysator bzw. mit den
aktiven Zentren des Katalysators besser und schneller zu ermöglichen. Dies ist der
Fall, wenn die Reaktanten im Lösungsmittel löslich sind. Dadurch findet eine Redu
zierung der an der Reaktion beteiligten Phasen statt. Geeignete Lösungsmittel sind z. B.
niedere Alkohole und auch niedere Ketone, insbesondere solche mit 3 bis 9 C-Atomen,
vorzugsweise Aceton. Von den niederen Alkoholen sind die mit 1 bis 4 C-Atomen
besonders geeignet. Mit Vorteil können insbesondere Methanol und tert.-Butylalkohol
als Lösungsmittel eingesetzt werden.
Unter den als Edukte geeigneten Polyhydroxyverbindungen sei insbesondere das
Glycerin aufgrund seiner Herkunft als nachwachsender Rohstoff einerseits sowie auf
grund der hervorragenden Eignung seiner Veretherungsprodukte als Oktanzahlver
besserer in Ottokraftstoffen andererseits genannt.
Als Alkylenglycole werden hier Ethylenglycol, Propylenglycol und deren höhere Homo
loge mit einem durchschnittlichen Kondensationsgrad von 2 bis 12 verstanden.
Kurzkettige Olefine, die im Sinne des erfindungsgemäßen Verfahrens mit Vorteil einge
setzt werden können, sind Propen sowie die isomeren Butene, Pentene, Hexene,
Heptene und Oktene. Im Hinblick auf die Eigenschaften der Polyolalkylether als Oktan
zahlverbesserer ist insbesondere Isobuten als Edukt geeignet.
Das molare Einsatzverhältnis von Polyhydroxyverbindung und Olefin kann 1 : 1 bis
1 : 10 betragen. Als optimal hat sich ein Verhältnis der Reaktionspartner erwiesen, bei
dem auf eine OH-Gruppe 1 bis 2 Olefin-Moleküle entfallen.
Typische Beispiele für unlösliche feste Katalysatoren sind saure Ionenaustauscher, wie
Amberlyst® 15, Amberlite® XE 383 oder Dowex® 50 WX 2. Desweiteren kommen als
heterogene Katalysatoren Zeolithe in Betracht, die natürlicher oder synthetischer Her
kunft sein können. Bevorzugt sind synthetische Zeolithe, beispielsweise Zeolithe mit
der Bezeichnung A, X, Y und L. Gegenüber Ionenaustauscherharzen führen Zeolithe
zu sehr uneinheitlichen Endprodukten mit sehr vielen Nebenprodukten, weshalb
erstere bevorzugt sind.
Es lassen sich auch im Reaktionsgemisch lösliche saure Katalysatoren einsetzen. Dies
hat den Vorteil, daß eine weitere Phasenreduzierung erreicht wird, d. h. im wesent
lichen eine Einphasenreaktion vorliegt. Der Nachteil liegt darin, daß je nach Ver
wendung des Produktes die Katalysatoren unter Umständen aufwendig entfernt werden
müssen. Ggfs. kann man den löslichen sauren Katalysator durch Neutralisation aus
fällen. Nach erfolgtem Abtrennen kann der Katalysator u. U. durch Ansäuren reaktiviert
und wieder eingesetzt werden. Typische Beispiele für homogene lösliche Katalysatoren
sind Methansulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure, Sulfoessigsäure, Sulfobernsteinsäure,
Sulfotriazetin und Dodecylbenzolsulfonsäure.
Die Umsetzung kann unter milden Reaktionsbedingungen durchgeführt werden.
Typischerweise liegen die Temperaturen bei 50 bis 120°C, vorzugsweise 70 bis 90°C
und die Drücke bei 5 bis 30 bar.
Hinsichtlich der Menge an eingesetztem Lösungsmittel hat sich ein Molverhältnis von
Polyhydroxyverbindungen zu Lösungsmittel im Bereich von 3 : 1 bis 1 : 5 als geeignet
erwiesen. Optimal ist ein Molverhältnis von 2 : 1 bis 1 : 3.
Oftmals ist es ausreichend, nur so viel Lösungsmittel zuzusetzen, daß sich ein Teil der
Edukte darin löst. Diese Ausführungsform ist insbesondere dann geeignet, wenn
sichergestellt ist, daß stets soviel an Edukten nachgelöst wird wie abreagiert, ohne daß
der Lösungsvorgang zum geschwindigkeitsbestimmenden Schritt der Reaktion wird.
Auch in den Fällen, in denen die entstehenden Produkte selbst als Lösungsmittel für
die Edukte fungieren können, kann zu Beginn des Verfahrens eine reduzierte Menge
Lösungsmittel eingesetzt werden.
Die Reaktion kann diskontinuierlich in einem üblichen Druckbehälter (Autoklav) durch
geführt werden. Hierbei wird üblicherweise die Reaktionsmischung ständig innig ver
mengt. Beim Einsatz fester Katalysatoren ist bevorzugt, diese nach beendeter Reaktion
sedimentieren zu lassen und die darüberstehende flüssige Phase abzusaugen oder
abzulassen, um dann den Reaktor für den nächsten Ansatz mit frischen Edukten zu
befüllen. Der Katalysator kann auf diese Weise ständig im Reaktor verbleiben.
Es ist bevorzugt, die Reaktion kontinuierlich durchzuführen. Hierzu ist ein üblicher
Rohrreaktor geeignet. Dieser ist mit Vorteil so ausgelegt, daß er mit einer WHSV
(weight hourly space velocity) von 1 bis 10 kg l-1 h-1 zu betreiben ist. Als optimal hat
sich ein Bereich von 3 bis 8 kg l-1 h-1 erwiesen. Die Massenangabe in kg bezieht sich
dabei auf die Gesamtmenge der eingesetzten Edukte.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhältlichen Polyolalkylether können als
Lösungsmittel bzw. Lösungsvermittler, z. B. in Reinigungsmitteln, Farben und Lacken,
eingesetzt werden. Diese Produkte weisen den Vorteil einer guten biologischen Ab
baubarkeit auf.
Gegenstand der Erfindung ist desweiteren die Verwendung der Polyolalkylether als
Additiv zur Verbesserung der Oktanzahl von Ottokraftstoffen. Die Polyolalkylether
können Ottokraftstoffen in Mengen von 1 bis 25 V.A.-%, bezogen auf die Summe der
Volumenanteile von Kraftstoff und Polyolalkylether, zugesetzt werden. Ein besonders
günstiger Bereich liegt zwischen 5 bis 10 V.A.-%.
Bevorzugt wird das Reaktionsprodukt von Glycerin und Isobuten als Oktanzahlver
besserer in Ottokraftstoffen eingesetzt. Glycerin ist eine gut verfügbare Basis
chemikalie, die vorzugsweise aus nachwachsenden Rohstoffen, d. h. nativen Ölen und
Fetten stammt. Größere Mengen Glycerin fallen z. B. bei der Verseifung von Fetten
oder bei der Umesterung pflanzlicher Öle an. So kann z. B. Glycerin eingesetzt
werden, das als Nebenprodukt bei der Umesterung von Rapsöl mit Methanol zu
Rapsölmethylester (Bio-Diesel) entsteht.
Die Veretherung des Glycerins mit Olefinen der allg. Formel
R¹: C₁- bis C₄-Alkylrest
R²: C₁- bis C₄-Alkylrest oder H
R²: C₁- bis C₄-Alkylrest oder H
z. B. Isobuten, ist mit dem erfindungsgemäßen Verfahren leicht durchführbar. Bei der
Veretherungsreaktion entsteht ein Gemisch von 5 verschiedenen Ethern, die das
Glycerin-Gerüst als Grundkörper enthalten. Bei der Veretherung mit Isobuten sind dies
die 1-Mono-, 2-Mono-, 1,3-Di-, 1,2-Di- und Tri-tert.-butylether des Glycerins. Bereits die
Monoether sind im Ottokraftstoff vollständig löslich.
Die Zusammensetzung des Gemisches läßt sich durch die Wahl des Verhältnisses der
Edukte, z. B. durch das Verhältnis der jeweils eingesetzten Mole Glycerin zu Isobuten
weitgehend beeinflussen und steuern. Ein Verhältnis 1 : 1 führt überwiegend zur
Monosubstitution, während bei einem Verhältnis von 1 : 3 hohe Anteile des Triethers
nachgewiesen werden können.
Bei höherem Olefin-Angebot können als Nebenprodukte auch das Dimere und Trimere
des Olefins entstehen. Es ist jedoch nicht notwendig, diese Produkte nach erfolgter
Reaktion aus dem Gemisch zu entfernen, wenn dieses zur Verbesserung der Oktan
zahl Ottokraftstoffen zugesetzt werden soll. Der Glycerinumsatz und die Mengenver
teilung der verschiedenen Ether sind im wesentlichen abhängig vom Olefin-Angebot.
Gemische mit einem hohen Anteil an Monoethern erzielen bei ROZ-Messungen die
besten Blend-Oktanzahlen. Da bei der Herstellung von Gemischen mit einem hohen
Monoetheranteil zwangsweise der Glycerin-Umsatz geringer ausfällt, wird das nicht
umgesetzte Glycerin vorzugsweise aus dem Gemisch abgetrennt, um eine Phasen
trennung bei der Mischung mit Benzin zu vermeiden, die eintreten würde, weil Glycerin
nicht mit handelsüblichem Ottokraftstoff mischbar ist.
Ein bevorzugtes Lösungsmittel für die Veretherungsreaktion ist Methanol. Bei der Ver
etherung mit Isobuten entsteht dann als Nebenprodukt der Reaktion Methyltertiär
butylether (MTBE). In Bezug auf die oktanzahlverbessernde Wirkung des entstehen
den Gemisches erweist sich diese Nebenreaktion als Vorteil, da bekanntermaßen
Methyltertiärbutylether in großen Mengen als Oktanzahlverbesserer in Ottokraftstoffen
eingesetzt wird. Ähnliches gilt auch für Ethanol als möglich einsetzbares Lösungsmittel,
wobei dieses Ethanol auch aus nachwachsenden Rohstoffen stammen kann, z. B. als
Gärungsalkohol.
Des weiteren kann mit Vorteil tert.-Butylalkohol (TBA) als Lösungsmittel für die Reaktion
eingesetzt werden, da TBA ebenfalls ein Oktanzahlverbesserer ist. Vorteilhafterweise
wird dem Reaktionsgemisch Wasser und eine entsprechend größere Menge Isobuten
zugeführt, so daß das Lösungsmittel TBA unter den Reaktionsbedingungen des er
findungsgemäßen Verfahrens intermediär gebildet wird.
Nach beendeter Reaktion kann nicht umgesetztes Olefin z. B. Isobuten leicht über Kopf
entfernt werden. Ggf. muß auch nicht umgesetztes Glycerin entfernt werden, z. B.
durch Extraktion mit Wasser. Die verbleibende Mischung aus Ethern, Lösungsmittel
und ggfs. Reaktionsprodukten der Nebenreaktion von Lösungsmittel mit Olefin kann
direkt mit Ottokraftstoffen zur Erhöhung der Oktanzahl gemischt werden.
In den Fällen, in denen die entstehenden Produkte selbst als Lösungsmittel für die
Edukte fungieren können, wird eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ver
fahrens bevorzugt, bei dem das entstandene Rohprodukt fraktioniert wird und der
Sumpf, der z. B. etwa 20% des eingesetzten Rohprodukts ausmachen kann und der
neben den Reaktionsprodukten auch nicht umgesetzte Polyhydroxyverbindungen, z. B.
Glycerin enthält, wieder dem Verfahren zugeführt wird und als Lösungsmittel für frisch
zugeführte Edukte dient. Diese Verfahrensweise hat den Vorteil, daß kein zusätzliches
Lösungsmittel zugefügt werden muß, welches anschließend ggfs. wieder aus dem
Rohprodukt entfernt werden muß und/oder mit den Edukten unerwünschte Neben
produkte bildet. Diese Verfahrensvariante eignet sich insbesondere für die kontinuier
liche Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Die Erfindung soll anhand der nachfolgenden Beispiele näher erläutert werden.
In einem Rührautoklaven (500 ml) wurden
46,5 g (0,5 Mol) Glycerin,
48,1 g (1,5 Mol) Methanol
174 g (3,1 Mol) i-Buten und
15 g Ionenaustauscher Amberlite® XE-386
48,1 g (1,5 Mol) Methanol
174 g (3,1 Mol) i-Buten und
15 g Ionenaustauscher Amberlite® XE-386
unter Rühren (ca. 600 U/min) aufgeheizt. Bei 65°C und einem Systemdruck von ca. 8
bar setzte die Veretherungsreaktion ein, erkennbar am Temperaturanstieg auf ca. 86°C
und dem langsam beginnenden Druckabfall auf 2 bar. Nach ca. 3 Stunden war die
Reaktion beendet. Im Produktgemisch wurden durch GC folgende Komponenten nach
gewiesen:
Analog Bsp. 1 wurden
80 g (0,87 Mol) Glycerin
28 g (0,87 Mol) Methanol
196 g (3,49 Mol) i-Buten
28 g (0,87 Mol) Methanol
196 g (3,49 Mol) i-Buten
eingesetzt.
Der Glycerinumsatz betrug < 99%.
Nach Abtrennung des i-Butens und der Vorlauf-Kohlenwasserstoffe (KW) wurde fol
gendes Gemisch erhalten (GC-Analyse):
Analog Bsp. 1 wurde folgendes Gemisch eingesetzt:
74 g (0,8 Mol) Glycerin
59,3 g (0,8 Mol) tert.-Butanol
180 g (3,2 Mol) i-Buten
59,3 g (0,8 Mol) tert.-Butanol
180 g (3,2 Mol) i-Buten
Im Produktgemisch wurden folgende Komponenten nachgewiesen (GC):
95 g (0,95 Mol) Rohglycerin (Restwasser 4,9%) und 52 g (0,70 Mol) tert.-Butanol
wurden mit 4,5 g Methansulfonsäure vermischt und mit 214 g (3,8 Mol) i-Buten bei 90°C
und bei einem Druck von 20 bar im Autoklaven umgesetzt.
Nach der Neutralisation mit Natriumhydrogencarbonat und der Abtrennung des Vor
laufs wies das verbleibende Produktgemisch folgende Zusammensetzung auf (GC):
Analog Bsp. 1 wurden
105 g (1,15 Mol) Glycerin
33,4 g (0,58 Mol) Aceton
194 g (3,46 Mol) i-Buten
33,4 g (0,58 Mol) Aceton
194 g (3,46 Mol) i-Buten
eingesetzt.
Im Reaktionsprodukt betrug der Glyceringehalt < 0,05 Gew.-%.
Nach Abtrennung des Vorlaufs wurden im Reaktionsprodukt folgende Komponenten
nachgewiesen (GC):
Analog zu Bsp. 1 wurden
92,1 g (1 Mol) Glycerin
50 g GTBE-Gemisch aus Bsp. 1
168 g (3 Mol) i-Buten
50 g GTBE-Gemisch aus Bsp. 1
168 g (3 Mol) i-Buten
eingesetzt.
Die Reaktion wurde bei 90°C durchgeführt. Der Anteil an Kohlenwasserstoffen (KW)
betrug 40,2 Gew.-%.
Nach Destillation des Rohproduktes wurde folgende Zusammensetzung des GTBE-Ge
misches ermittelt (GC):
Tri-tert.-butoxy-propan: 24,6 Gew.-%
Di-tert.-butoxy-propanol: 68,2
Mono-tert.-butoxy-propandiol: 7,2
Di-tert.-butoxy-propanol: 68,2
Mono-tert.-butoxy-propandiol: 7,2
In einem Reaktionsrohr mit einer Länge von 750 mm, einem Durchmesser von 30 mm
und gefüllt mit 170 g Ionenaustauscherharz Amberlite ® XE-386 wurde Glycerin kon
tinuierlich mit i-Buten verethert.
Bei einer Belastung von WHSV = 4 kg l-1 h-1 wurden kontinuierlich Glycerin, Methanol
und i-Buten im Molverhältnis 1 : 3 : 6 in das Reaktionsrohr eingeführt. Der Druck wurde
auf 25 bar geregelt. Eingangs- und Maximaltemperatur siehe Tabelle 1.
Aus der gaschromatischen Analyse des anfallenden Flüssigproduktes wurden die in
der Tabelle 1 aufgeführten Ergebnisse ermittelt.
Die kontinuierliche Glycerinveretherung mit i-Buten in Gegenwart von Aceton bzw. des
Acetalgemisches aus Aceton und Glycerin wurde analog den Beispielen 6 bis 9 durch
geführt.
Das Molverhältnis betrug
Glycerin : Aceton: i-Buten = 1 : 1 : 4
WHSV: 4 kg l-1 h-1; Druck: 25 bar;
Eingangstemperatur: 62°C; max. Temperatur: 85°C
Nach Abtrennung von i-Buten, Aceton, KW und tert. Butanol als Vorlauf verblieb ein Reaktionsprodukt, welches laut GC-Analyse folgende Zusammensetzung aufwies:
WHSV: 4 kg l-1 h-1; Druck: 25 bar;
Eingangstemperatur: 62°C; max. Temperatur: 85°C
Nach Abtrennung von i-Buten, Aceton, KW und tert. Butanol als Vorlauf verblieb ein Reaktionsprodukt, welches laut GC-Analyse folgende Zusammensetzung aufwies:
Das Gemisch ist als Kraftstoffkomponente im Ottokraftstoff einsetzbar (vgl. Tabelle 2).
Claims (13)
1. Verfahren zur Herstellung von Polyolalkylethern, bei dem man Polyhy
droxyverbindungen, ausgewählt aus der Gruppe
- a) Alkylenglycole,
- b) Glycerin,
- d) Trimethylolpropan,
- d) Pentaerythrit
in Gegenwart von sauren Katalysatoren bei Temperaturen von 50 bis 120°C
und Drücken von 5 bis 30 bar mit Olefinen der Formel (I)
umsetzt, in der R¹ für einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 4
Kohlenstoffatomen und R² für Wasserstoff oder ebenfalls für einen Alkylrest
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen steht, dadurch gekennzeichnet, daß man die
Reaktion in der Flüssigphase in Gegenwart eines Lösungsmittels durchführt.
2. Verfahren Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmittel
C₁- bis C₄-Alkohole, insbesondere Methanol und/oder - vorzugsweise inter
mediär gebildeten - tert.-Butylalkohol, einsetzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungs
mittel niedere Ketone, insbesondere mit 3 bis 9 C-Atomen, vorzugsweise
Aceton, einsetzt.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß man Polyhydroxyverbindungen und Lösungsmittel im Molverhältnis von 3:1
bis 1 : 5, insbesondere 2 : 1 bis 1 : 3, einsetzt.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Reaktion kontinuierlich in einem Rohrreaktor durchführt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man den Rohr
reaktor mit einer WHSV von 1 bis 10, insbesondere 3 bis 8 kg l-1 h-1, betreibt.
7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Olefin Isobuten einsetzt.
8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Polyhydroxyverbindung Glycerin einsetzt.
9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß man unlösliche saure Ionenaustauscher als Katalysatoren einsetzt.
10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Polyhydroxyverbindungen und die Olefine im molaren Verhältnis
von 1 : 1 bis 1 : 10 einsetzt.
11. Verwendung der Polyolalkylether als Oktanzahlverbesserer in Ottokraftstoffen.
12. Verwendung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyolalkyl
ether im Ottokraftstoff in Mengen von 1 bis 25, insbesondere 5 bis 10 V.A.-%
eingesetzt werden.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944445635 DE4445635A1 (de) | 1994-12-21 | 1994-12-21 | Verfahren zur Herstellung von Polyolalkylethern |
| DE1995144413 DE19544413A1 (de) | 1994-12-21 | 1995-11-29 | Verfahren zur Herstellung von Polyolalkylethern |
| EP95120313A EP0718270A3 (de) | 1994-12-21 | 1995-12-21 | Verfahren zur Herstellung von Polyolalkylethern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944445635 DE4445635A1 (de) | 1994-12-21 | 1994-12-21 | Verfahren zur Herstellung von Polyolalkylethern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4445635A1 true DE4445635A1 (de) | 1996-06-27 |
Family
ID=6536484
Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19944445635 Withdrawn DE4445635A1 (de) | 1994-12-21 | 1994-12-21 | Verfahren zur Herstellung von Polyolalkylethern |
| DE1995144413 Ceased DE19544413A1 (de) | 1994-12-21 | 1995-11-29 | Verfahren zur Herstellung von Polyolalkylethern |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995144413 Ceased DE19544413A1 (de) | 1994-12-21 | 1995-11-29 | Verfahren zur Herstellung von Polyolalkylethern |
Country Status (2)
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| DE (2) | DE4445635A1 (de) |
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