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Schmiergefäß. Die Erfindung bezieht sich auf SchmiervorrIchtungen,
und zwar insbesondere auf Schmiergefäße, die mit den zu schmierenden Lagern o. dgl.
derart verbunden sind, daß die Zuführung des Schmiermittels zu der zu schmierenden
Stelle selbsttätig durch die Temperatur des Lagers o. dgl. geregelt wird. Derartige
Schmiergefäße sind mit einem 'Zwischenluftraum versehen und besitzen in manchen
Fällen ein Füllrohr, welches die Veibindung zwischen dem Innern des Füllrohres und
dem Ölbehälter herstellende Durchbrechungen aufweist. Dieses Füllrohr wird gleichzeitig
zum Zusammenhalten der einzelnen TAle :des Schmiergefäßes benutzt.
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Gemäß der Erfindung wird nun im Füllrohr eine Scheidewand so angeordnet,
- daß in dem Füllrohr über seiner Ausflußöffnung ein Luftraum entsteht, in den das
Schmiermittelüberlaufrohr mündet. Dieser Luftraum ist der an sich bekannte--und
oben erwähnte Zwischenluftraum; seine Anordnung irr dem an sich bekannten Füllrohr
selbst hat aber den Vorteil, daß dieser Zwischenluftraum leicht gereinigt werden
kann. Nach Herausschrauben des Füllrohres aus dem Behälter kann dieser Zwischenluftraum
nicht nur durch Ausspülen mit flüssigen Mitteln, sondern auch auf mechanischem Wege
gut gereinigt werden.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Schmiergefäßes
gemäß der Erfindung in einem senkrechten Längsschnitt dargestellt. -Der Schmiermittelbehälter
i i besitzt einen Deckel 12 und einen. Boden 13, die mit geeigneten Dichtungsringen
14 und 15 gegen den Schmiermittelbehälter i i anliegen. Diese Teile werden
durch ein in der Mitte hindurchgeführtes Füllrohr 17 zusammengehalten, und zwar
in .der Weise, daß das an beiden Enden mit Schraubengewinde versehene Füllrohr 17
zunächst in ein im Lager 21 sitzendes Ansatzstück oder einen Nippel2o eingeschraubt
wird, worauf, zweckmäßig unter Zwischenschaltung von Dichtungsr@ngem., der Boden
13, der Schmiermittelbehälter_ i i und der Deckel 12 aufgesetzt werden. Dann werden
diese Teile durch die Mutter 18, welche auf das Füllrohr 17 aufgeschraubt wird,
dicht zusämmengedrückt und schließlich ,eine Verschlußkappe i9 auf das obere Ende
des Füllrohres aufgeschraubt.
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Das untere Ende .des Ansatzstückes 20 ist mit einer Bohrung kleineren
Durchinessersversehen, in die ebenfalls mittels Gewindes ein Rohr 22 eingeschraubt
wird, welches bis in das Füllrohr 17 hineinragt und zur überleitung des Schmiermittels
aus dem Behälter i i bzw. aus dem Füllrohr 17 zur Lagerstelle dient. Über dem oberen
Ende des Rohres 22 isst im Füllrohr 17 ein Stopfen 23 angebracht, durch den
.über dem Rohr 22 im Füllrohr 17 selbst ein ZwischenlufVaum 25 gebildet wird. über
diesem Stopfen 23 ist das Füllrohr 17 mit drei übereinander angeordneten Reihen
Durchbrechungen oder Bohrungen 24 versehen, von denen sich die oberste
Reihe
in beträchtlichem Abstünde unterhalb des Deckels 12 befindet, so daß auch im oberen
Teil. des SchUV:ermittelbehälters in jedem Fall ein Luftraum entsteht. Eine weitere
Bohrung 26 ist im Füllrohr i7 in der Nähe des Bodens z3 angeordnet, und durch diese
B_olirUng 26 kann das Schmiermittel aus dem Behälter i z in das Innere des Füllrohres
17 bzw. in den` Zwischenluftraum 25 reintreten und von dort dwrc'h das Rohr
22 zum Lager gelangen.
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Während bei derartigen Schmiergefäßen die Anordnung eines Zwischenluftraumes
an sich bekannt ist, der dieselbe '#ATii'kung hat wie der Zwischenluftraum bei dem
Schmiergefäß nach der Erfindung, nämlich den Ausfluß des Schmiermittels .durch:
das Rohr 2,2 regelt, besteht das Neue .gemäß der Erfindung in der Anordnung dieses
Zwischenluftraumes in dem Füllrohr, was den Vorteil. bietet, daß dieser Zwischenluftraum
25 leicht gereinigt werden kann.
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Die Wirkungsweise der Schmiervorrichtung ist vollständig selbsttätig,
und zwar folgendermaßen: Wenn der Behälter i i mit dem Schmiermittel ganz oder teilweise
gefüllt worden ist, kann ein Teil desselben in .den Zwischenluftraum 25 fließen,
wie es in der Abbildung dargestellt ist. Zufolge des Umstandes jedoch, daß der Behälter
i i luftdicht abgeschlossen ist, wird beim Austritt von Schmiermittel aus genanntem
Behälter im oberen Teil desselben eine teilweise Luftleere geschaffen, so daß unter
gewöhnlichen Bedingungen das Ausfließen des. Schmiermittels aus dem Behälter i i
aufhören würde. Wenn die Temperatur der zu schmierenden Lagerstelle steigt, so wird
die 'hierbei entstehende Wärme auch auf den Schmi:erbe'hälter und das Schmiermittel
übertragen, wobei sieh letzteres ausdehnt, ebenso wie die oben, im Schm@erbelhälter
befindliche Luft. Unter der Wirkung dieser Ausdehnung wird das Schmiermittel im
Schmierbehälter abwärts in den Luftraum 25 durch die Öffnung 26 hineingedrückt,
worauf alsdann eine gewisse Menge des Schmiermittels über den oberen Rand des Röhrchens
22 -überlaufen und zur Schmierstelle ,-m gelangen kann, um letztere zu kühlen. Sobald
die Temperatur fällt, nimmt auch die Ausdehnung des Schmiermittels ab, so daß bei
genügender Abnahme der Temperatur das Schmiermittel aus dem Luftraum 25 durch die
Öffnung 26 zurückgesaugt und Luft von der Lagerstelle durch das Rohr 22 in den Luftraum
miteingesaugt wird.