DE4432151C2 - Aufrollvorrichtung mit Klemmechanismus - Google Patents
Aufrollvorrichtung mit KlemmechanismusInfo
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- DE4432151C2 DE4432151C2 DE4432151A DE4432151A DE4432151C2 DE 4432151 C2 DE4432151 C2 DE 4432151C2 DE 4432151 A DE4432151 A DE 4432151A DE 4432151 A DE4432151 A DE 4432151A DE 4432151 C2 DE4432151 C2 DE 4432151C2
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- B60R—VEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60R22/00—Safety belts or body harnesses in vehicles
- B60R22/34—Belt retractors, e.g. reels
- B60R22/36—Belt retractors, e.g. reels self-locking in an emergency
- B60R22/42—Belt retractors, e.g. reels self-locking in an emergency having means for acting directly upon the belt, e.g. by clamping or friction
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
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- B60R22/28—Safety belts or body harnesses in vehicles incorporating energy-absorbing devices
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- Automotive Seat Belt Assembly (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Gurtaufroller gemäß
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein Sicherheitsgurt zum Festhalten eines Fahrgastes oder der
gleichen in einem Fahrzeug zum Schutz des Fahrgastes vor Auf
prallstößen kooperiert mit einem Aufroller, der sowohl eine
Verzögerungsaufrolleinrichtung, die in einem Notfall, wie einem
Aufprall oder dergleichen, die Drehung der Aufwickelwelle mit
einem darumgewickelten Gurtband in Herausziehrichtung des Gurt
bandes verriegelt, als auch einen Klemmechanismus enthält, der
das Gurtband festhält, um ein Herausziehen des Gurtes zu ver
hindern, wodurch bereits in einem frühen Stadium des Fahrzeug
aufpralls die Rückhaltefunktion für den Fahrgast verbessert
wird. Eine Kraft größer als die Reißfestigkeit des Gurtbandes
kann auf das durch den Klemmechenismus gehaltene Gurtband bei
einem Notfall (z. B. einer Kollision) ausgeübt wird. Das heißt,
wenn eine starke Zugkraft zum Herausziehen des Gurtbandes zu
sätzlich auf die Aufrollvorrichtung ausgeübt wird, welche eine
Verlängerung des Gurtes durch den Klemmechanismus verhindert,
dann wird eine Kraft zum stärkeren Halten des Gurtbandes zu
sätzlich auf den Gurtbandhalteabschnitt ausgeübt, so daß das
Gurtband im Gurtbandhalteabschnitt reißen könnte. Auch wenn der
Stoß bei einer Kollision sehr groß ist, kann eine plötzliche
Verzögerung auf den Körper des Fahrgastes ausgeübt werden, mit
dem Ergebnis, daß die auf den Fahrgast durch den Gurt ausgeübte
Beanspruchung erhöht wird.
Bei einem aus DE-U-89 15 307 bekannten Gurtaufroller ist der
Führungsteil für den Klemmkeil ein halterfestes Querprofil mit
U-Querschnitt, dessen Gleitfläche ihre schräge Lage auch dann
beibehält, wenn der Klemmkeil das Gurtband fest gegen die unte
re Platte geklemmt hat. Zusätzliche Schrägführungen und ein
stationärer, entgegen der Gurtbandausziehrichtung wirkender An
schlag verhindern, daß der das Gurtband klemmende Klemmkeil
sich dann weiter mit dem Gurtband in Ausziehrichtung bewegt. Es
kommt zu einem unterwünschten Ruck beim vollständigen Blockie
ren des Gurtbandes. Ein weiteres Nachgeben des Gurtbandes ist
nicht möglich.
In einem aus US-A-51 54 368 bekannten Gurtaufroller enthält der
Klemm-Mechanismus einen um eine zum Gurtband parallele Achse
schwenkbaren Arm, an dessen dem Gurtband zugewandten Ende in
einer konkaven Ausnehmung ein konvexer Drücker mit gezahnter
Klemmfläche gelagert ist. Dem Drücker liegt an der anderen Sei
te des Gurtbandes ein ebenfalls gezahnter in Gurtauszugsrich
tung verschiebbarer Schieber gegenüber. Verformungsbereiche
zwischen dem Drücker und dem Arm sowie im Bewegungsweg des
Schiebers werden bei Überschreiten vorbestimmter Gurtkräfte de
formiert, um den Wirkabstand zwischen dem Drücker und der
Schwenkachse des Arms zu verringern und ein zu starkes Einklem
men des Gurtbandes zu verhindern.
Bei einem aus DE-A-37 17 559 bekannten Gurtaufroller weist die
Gleitfläche des Führungsteils für den Klemmkeil einen anfängli
chen Flächenabschnitt mit stärkerer Neigung zur unteren Platte
und einen in Ausziehrichtung anschließenden Flächenteil mit
schwächerer Neigung auf. Der Klemmkeil weist an seinem Rücken
bereich ebenfalls zwei unterschiedlich geneigte Flächenab
schnitte auf, nämlich einen in Ausziehrichtung vorderen mit
stärkerer Neigung zur unteren Platte, und einen in Ausziehrich
tung hinteren mit schwächerer Neigung zur unteren Platte. So
bald der Klemmkeil bei seiner Bewegung mit dem Gurtband in Aus
ziehrichtung mit dem Übergang seiner beiden Flächenbereiche die
Kante zwischen den Flächenbereichen am Führungsteil überschrei
tet, nimmt die Progressivität der Klemmung beim Weiterbewegen
des Klemmkeils ab.
In einem aus DE-C-32 33 797 bekannten Gurtbeschlag läßt sich
ein den Gurt festlegender Quersteg des Beschlages bei übergro
ßer Gurtkraft im Beschlag in Längsrichtung verschieben, wobei
er in seinen Verschiebeweg hineingebogene Zungen wegdrückt.
Durch die Beweglichkeit des Querstegs unter der Verformung der
Zungen ist ab Erreichen der vorbestimmten Gurtkraft ein be
grenztes, energieaufzehrendes Nachgeben des Gurts in Auszieh
richtung möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde einen Gurtaufroller
bereit zustellen, der bei einer Fahrzeugkollision die auf den
Körper des Fahrgastes wirkende Energie effizient absorbiert.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Merkmale des Patentan
spruchs 1.
Wenn eine Zugkraft gleich oder größer als ein vorbestimmter
Wert in einer Fahrzeugnotsituation auf das Gurtband wirkt,
tritt eine Belastung gleich oder größer als ein vorbestimmter
Wert auf das Führungsteil durch die Rückseitenkante des Klemm
keils auf, so daß der Klemmkeil in Gurtbandausziehrichtung be
wegt wird, wobei er den Verformungsbereich des Führungsteils
verformt, bis die Gleitfläche im wesentlichen parallel zum
Gurtband ausgerichtet ist.
Es wird der Klemmkeil frei, um sich in Gurtbandausziehrichtung
zu bewegen, wodurch der Klemmechanismus zurückgezogen wird. Die
Widerstandskraft, die zur Begrenzung der Bewegung des Klemm
keils in Gurtbandausziehrichtung durch die Gleitfläche ausgeübt
wird, wirkt nicht länger auf den Klemmkeil, so daß folglich die
Gurtbandhaltekraft aufgehoben ist. Die kinetische Energie des
Fahrgastes wird effektiv aufgezehrt, indem der Verformungsbe
reich sich verformt, wodurch ein plötzliches Abfallen der Gurt
bandspannkraft beim Aufheben der Klemmbedingung verhindert ist.
Zweckmäßige Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen ent
halten.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Zeichnung
näher erläutert und beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 u. 2 eine Explosions-Darstellung eines Aufrollers als er
stes Ausführungsbeispiel;
Fig. 3 einen Teilschnitt des Aufrollers nach den Fig. 1 und
2;
Fig. 4 einen Teilschnitt des Aufrollers nach den Fig. 1 und
2;
Fig. 5a, b vergrößerte Teilschnitte aus Fig. 4 in zwei Betriebs
stellungen;
Fig. 6 eine vergrößerte Seiten-Ansicht einer Notverriegelung
zu Fig. 1;
Fig. 7 eine vergrößerte Perspektivansicht von Teilen eines
Aufrollers eines zweiten Ausführungsbeispiels;
Fig. 8a, 8b, 8c Teilschnitte des zweiten Ausführungsbeispiel zur Er
läuterung der Wirkungsweise;
Fig. 9 eine Perspektivansicht von Teilen eines dritten Aus
führungsbeispiels;
Fig. 10a, 10b, 10c Schnittansichten des dritten Ausführungsbeispiels zur
Erläuterung der Wirkungsweise; und
Fig. 11 eine graphische Darstellung der Abhängigkeit zwischen
Gurtbandspannungskraft F und einer Bewegungsgröße S.
In Fig. 1 und 2 hat ein Aufrollhalter 1 einen U-förmigen Quer
schnitt mit Seitenplatten 1a und zwei gegenüberliegenden Durch
gangslöchern 1c. Eine Aufwickelwelle 4 auf einer Spule 2 zum
Aufwickeln eines Gurtbandes ist drehbar in den Durchgangslö
chern 1c mit Laufbuchsen 3a, 3b aus Kunststoff gelagert. Ein
Spannungsverminderer 5 ist an einem Ende der Aufwickelwelle 4
angeordnet. Die Aufwickelwelle ist in Aufwickelrichtung des
Gurtbandes vorgespannt.
Ein Notverriegelungsmechanismus weist am anderen Endbereich der
Aufwickelwelle 4 eine Zahnplatte 4a auf, wobei die Aufwickel
welle 4 über die Zahnplatte 4a nach außen vorsteht. Eine Spann
platte 9 mit einer Durchgangsöffnung 9c und eine Zahnkappe 13
mit Innenverzahnung 13a sind lose über die Aufwickelwelle 4 ge
steckt. Eine Rückstellfeder 12 ist auf einem Federausleger 13b
an der Zahnkappe 13 und einem Federausleger 9a an der Span
nungsplatte 9 montiert. Eine Kraft wird auf die Zahnkappe 13 so
ausgeübt, daß diese in Richtung eines Pfeils X₂ drehbar vorge
spannt ist. Wo die Aufwickelwelle 4 außen über die Zahnkappe 13
vorsteht, sind ein Verriegelungsteil 28 und ein Flansch 27
(Fig. 6) angeordnet, die zu einer Verriegelungseinrichtung ge
hören. Weiterhin ist ein bekanntes Trägheitsteil (nicht darge
stellt) angeordnet. In einer Notfallsituation (Kollision oder
dgl.) wenn eine Zugkraft auf das Gurtband so ausgeübt wird, so
daß auf die Aufwickelwelle 4 eine Stoßdrehkraft gleich oder
größer einem vorbestimmten Wert in Gurtausziehrichtung (Pfeil
X₁) wirkt, dreht sich die Zahnkappe 13 gegen die Kraft der Rück
stellfeder 12.
Eine Klinke 11, die mit der Zahnplatte 4a in Eingriff bringbar
ist, um eine Drehung der Zahnplatte 4a in X₁-Richtung zu ver
hindern, ist mit einem Klinkenstift 10 bei der Seitenplatte 1a
so gelagert, daß die Klinke 11 mit der Zahnplatte 4a in und au
ßer Eingriff bringbar ist. Der Klinkenstift 10 ist durch eine
Durchgangsöffnung 27 und ein Langloch 21 einsetzbar. Es weist
der Klinkenstift 10 einen äußeren Abschnitt 10a auf, der im
Langloch 21 hin- und her schwingen kann, wobei die Durchgangs
öffnung 27 der Mittelpunkt ist. Ein Durchgangsloch 9b in einem
Abschnitt der Spannungsplatte 9 ist über den äußeren Abschnitt
10a gepaßt. Weiterhin weist die Klinke 11 einen Klinkenfüh
rungsvorsprung 11b auf, der in ein Klinkenführungsloch 13c ein
gesetzt ist, welches in einem äußeren Umfangsabschnitt der
Zahnkappe 13 gebildet ist.
Ein Sensorgehäuse 31
(Fahrzeugbeschleunigungserfassungseinrichtung 30), ist unten an
den Seitenplatten 1a befestigt. Im Sensorgehäuse 31 sind ein Ku
gelgewicht 33 als Sensor sowie ein schwingfähiger Sensorarm 32
mit einem Sicherungsvorsprung 32a angeordnet. Eine Abdeckung 14
deckt den Notverriegelungsmechanismus ab.
In den Fig. 1 bis 3 weist ein Klemmechanismus einen Klemmkeil 6
mit einem Klemmzahnbereich 6c zum Klemmen eines Gurtbandes 26
auf, und ein oberes Verbindungsstück 19, das ein Führungsteil
20 hält, das in gleitenden Kontakt mit einer Rückenfläche 6d
des Klemmkeils 6 bringbar ist.
Das Verbindungsstück 19 begrenzt die Bewegung des Führungsteils
20, sobald Montagelöcher 19b entsprechend mit Vorsprüngen 1d
der Seitenplatten 1a zusammenwirken und der Führungsteil 20
Schrauben an einer Montageplatte 19a des Verbindungsstücks 19
befestigt ist.
Das Führungsteil 20 weist eine Gleitfläche 20a zum Gleitkontakt
mit der Rückenfläche 6d des Klemmkeils 6 auf. Die Gleitfläche
20a ist außen an einem Auslegerteil 20d vorgesehen. Zur Bildung
des Auslegerteils 20d kann ein Eckbereich eines Hohlteils mit
einem rechteckigen Querschnitt in dessen Längsrichtung ge
schnitten werden. Am Auslegerteil 20d ist an seinem Basisende
ein Verformungsbereich 20c des Führungsteils 20 ausgebildet,
der verformt werden kann, bis die Gleitfläche 20a im wesentli
chen parallel zur Gurtbandgegenfläche des Klemmkeils 6 ausge
richtet ist. An einer Platte 1b des Halters 1 ist eine Klemm
platte 16 befestigt, die parallel zum Gurtband 26 verläuft. Der
Klemmzahnbereich 6c liegt parallel zur Klemmplatte 16. Der ebe
ne Rückenbereich 6d liegt an der Gleitfläche 20a an. Es kann
deshalb der entlang der Gleitfläche 20a verschiebbare Klemmkeil
6 das Gurtband 26 gleichmäßig klemmen und an diesem angreifen.
Der Rückenbereich 6d des Klemmkeils 6, geht über eine Kante 6e
in einen ebenen Bereich über, der im wesentlichen parallel zum
Gurtband 26 liegt. Zwischen einem Eingriffsbereich 6b des
Klemmkeils 6 und einer rückwärtigen Fläche 20b ist eine Rück
haltefeder 15 angeordnet, die den Klemmkeil 6 in einer Richtung
belastet in der er sich vom Gurtband 26 löst. Unterhalb des
Klemmkeils 6 ist ein Klemmhebel 7 angeordnet, der den durch die
Rückhaltefeder 15 belasteten Klemmkeil 6 in seiner Bewegung
einschränkt. Der Klemmhebel 7 wirkt mit einer Außenplatte 8
(Fig. 2) zusammen, die innerhalb der Seitenplatten 1a angeord
net und mit der Spannungsplatte 9 in Eingriff bringbar ist.
Der Klemmhebel 7 weist plattenähnliche Teile 7a, 7b mit Nuten
7f auf, welche mit vom Klemmkeil 6 vorstehenden Achsstummeln 6a
in Eingriff bringbar sind. Ein Verbindungsbereich 7c zwischen
den Teilen 7a, 7b dient zur Anlage gegen die den Rückenbereich
des Klemmkeils 6. Der Klemmhebel 7 ist drehbar gelagert mit ei
nem Hebelstift 17, der in Durchgangslöcher 23 der Seitenplatten
1a eingesetzt und in entsprechende Löcher 7d in den Teilen 7a,
7b eingepaßt ist. Die Außenplatte 8 ist entlang der Seitenplat
te 1a drehbar. Ein Endbereich des Hebelstifts 17 greift durch
ein Durchgangsloch 8d in der Außenplatte 8. Die Außenplatte 8
trägt einen nach innen gerichteten Wellenbereich 8a, der sich
durch ein Langloch 22 in der Seitenplatte 1a in eine Ein
griffsöffnung 7e im Teil 7a erstreckt. Ein Kontaktbereich 8c
ist mit einem Eingriffsbereich 9d der Zugplatte in Eingriff
bringbar.
Der Klemmhebel 7 wird durch den Wellenbereich 8a an einer Dre
hung nach unten gehindert, um durch das Langloch 22 gesichert
zu werden. Dabei begrenzt der Klemmhebel 7 die Bewegung des
Klemmkeils 6 unter der Kraft der Rückstellfeder 15. Das heißt,
die Achsen 6a sind durch die Nuten 7f in den Teilen 7a, 7b ge
lagert. Der Klemmkeil 6 ist durch den Verbindungsbereich 7c ab
gestützt, so daß der Klemmzahnbereich 6c so gehalten ist, daß
er mit dem Gurtband 26 außer Eingriff ist. Wird die Außenplat
te 8 nach unten gedreht, dreht sich der Klemmhebel 7 durch den
Wellenbereich 8a nach oben. Der Klemmhebel 7 drückt gegen die
Achsen 6a und gegen die Kraft der Rückstellfeder 15, wodurch
der ebene Rückenbereich 6d entlang der Gleitfläche 20a gleitet
und der Klemmkeil in einer Richtung bewegt wird, in der mit dem
Gurtband 26 in Eingriff bringbar ist.
Weiterhin wird der Eingriffsbereich 9d der Platte 9 in Fig. 2
und 3 durch die äußere Platte 8 nach unten gedrückt, auf welche
eine Kraft der Rückstellfeder 15 größer als die Kraft einer
Rückstellfeder 12 ausgeübt wird, so daß die Platte 9 in Rich
tung des Pfeils X₂ verdreht wird. Der Klinkenstift 10 wird in
Gurtbandaufwickelrichtung betätigt.
Folglich arbeiten das Hebelteil mit Klemmhebel 7 und die Außen
platte 8 und die Platte 9 zusammen, um eine Steuereinrichtung
zu bilden, die den Klemmkeil 6 in Gurtbandhalterichtung bewegt
und entweder in einer ersten Position positioniert, in der er
ein Ausziehen des Gurtbandes 26 verhindert, oder in einer zwei
ten Position positioniert, in der das Ausziehen des Gurtbandes
26 möglich ist.
Nach Fig. 3 liegt der mit dem Eingriffsloch 7e des Klemmhebels
7 in Eingriff bringbare Wellenbereich 8a der äußeren Platte 8
am unteren Ende des Langloches 22 aufgrund der Kraft der Rück
stellfeder 15. Der Klemmkeil 6 ist durch die Rückstellfeder 15
vom Gurtband 26 gelöst. Gemäß Fig. 6 wird die Zahnkappe 13 in
Richtung X₂ durch die Rückstellfeder 12 belastet, die auf dem
Federausleger 13b und dem Federausleger 9a montiert ist. Die
Klinke 11 mit dem Klinkenführungsvorsprung 11b, der mit dem
Klinkenführungsloch 13c in Eingriff bringbar ist, wird in
Nichteingriffsrichtung durch die Zahnplatte 4a betätigt, so daß
das Gurtband 26 frei ausziehbar ist.
Wird bei einem Notfall (Kollision oder dergleichen) Zug auf das
Gurtband 26 ausgeübt und eine Stoßdrehkraft gleich oder größer
als ein vorbestimmter Wert in Gurtbandausziehrichtung
(X₁-Richtung) auf die Aufwickelwelle 4 ausgeübt, erfährt das Träg
heitsteil (nicht dargestellt) eine Trägheitskraft, um eine
Drehverzögerung in der Drehung der Aufwickelwelle 4 in Gurt
bandausziehrichtung zu erzeugen. Als Reaktion wird die Verrie
gelungseinrichtung betätigt, um den Eingriffsbereich 28a des
Verriegelungsteils 28 in Eingriff mit den Innenzähnen 13a der
Zahnkappe 13 zu bringen, so daß die Drehkraft eines Flansches
27 auf die Zahnkappe 13 übertragen wird, um diese in
X₁-Richtung gegen die Kraft der Rückstellfeder 12 nach Fig. 4 zu
drehen. Das Klinkenführungsloch 13c dreht die Klinke 11 durch
den Klinkenführungsvorsprung 11b in eine Richtung Z, wodurch
der Eingriffsbereich 11a in Eingriff mit der Zahnplatte 4a ge
rät.
Wenn die Aufwickelwelle 4 weiter in X₁-Richtung gedreht wird,
bewegt sich der die Klinke 11 lagernde Klinkenstift 10 zum Vor
derende 21b des Langloches 21 gegen die Kraft der Rückstellfe
der 15, so daß die Zugplatte 9 in X₁-Richtung gedreht wird. Als
Ergebnis dreht der Eingriffsbereich 9d der Zugplatte 9 die äu
ßere Platte 8 durch den Kontaktbereich 8c der äußeren Platte 8
in Richtung eines Pfeils Y. Daher wird der Klemmhebel 7 eben
falls in Y-Richtung durch den Wellenbereich 8a gedreht, der im
Langloch 22 sitzt.
Dann wird der Klemmkeil 6 aufwärts entlang der Gleitfläche 20a
bewegt. Da die Gleitfläche 20a so geneigt ist, daß sie sich
oben der Klemmplatte 16 nähert, wird der Klemmkeil 6 in Gurt
bandhalterichtung (in eine Richtung eines Pfeils W) bewegt und
greift zwischen die Gleitfläche 20a und die Klemmplatte 16 ein.
Da die rückwärtige Kante 6e des Klemmkeils 6 näher beim freien
Ende des Auslegerteils 20d als der Verformungsbereich 20c ange
ordnet ist, wird eine Kraft zum Umbiegen des Auslegerteils 20d
einwärts auf den Verformungsbereich 20c ausgeübt. Wird aller
dings nur eine Zugkraft kleiner als eine vorbestimmte Zugkraft
auf das Gurtband 26 ausgeübt und ist die auf das Auslegerteil
20d ausgeübte Belastung kleiner als eine vorbestimmte Bela
stung, dann wird das Gurtband 26 am Herausziehen gehindert, da
sich das Führungsteil 20 nicht verformt.
Der Klinkenstift 10 wird angehalten, wenn er mit der vordersei
tigen Endfläche 21b des Langloches 21 in Kontakt kommt, wodurch
die Drehung der Aufwickelwelle 4 in X₁-Richtung verhindert
wird.
Die Kontaktzeit des Klinkenstifts 10 mit der Endfläche 21b ent
spricht einer Zeitdauer, bei der der Klemmzahnbereich 6c gerade
vollständig im Gurtband 26 festsitzt. Diese Zeit kann durch Än
derung der Formen des Kontaktbereichs 8c und des Langloches 21
geändert werden.
Wenn das Fahrzeug einer Geschwindigkeitsänderung eines vorbe
stimmten Wertes oder Größe in einer Notfallsituation unterwor
fen ist, betätigt die Beschleunigungsabtasteinrichtung 30 die
Verriegelungseinrichtung, um dadurch den Klemmechanismus und
den Notverriegelungsmechanismus in der oben beschriebenen
Weise zu betätigen.
Wird der auf das Gurtband 26 ausgeübte Zug wieder abgebaut,
entfällt die den Klemmkeil 6 haltende Kraft. Folglich wird der
Klemmkeil 6 durch die Rückstellfeder 15 aus dem Eingriff mit
dem Gurtband 26 gelöst. Zur gleichen Zeit wird die Platte 9 in
X₂-Richtung gedreht. Der Klemmkeil 6 und Platte 9 kehren in ih
re Ausgangspositionen zurück. Wird das Gurtband 26 weiter auf
gewickelt, dann dreht die Klinke 11 entgegengesetzt zur
Z-Richtung, wodurch sich die Verriegelung zwischen der Zahnplatte
4a und dem Eingriffsbereich 11a löst. Wird das Gurtband 26 dann
noch weiter aufgewickelt, dann werden der Eingriff zwischen dem
Eingriffsbereich 28a des Verriegelungsteils 28 und den Innen
zähnen 13a der Zahnkappe 13 aufgehoben und die Zahnkappe 13
durch die Rückstellfeder 12 in X₂-Richtung gedreht, wodurch sie
in ihre Ausgangsposition zurückkehrt und das Gurtband 26 frei
ausziehbar ist.
Wächst hingegen die Zugkraft F auf das Gurtband 26 weiter an,
versucht der Klemmkeil 6 sich weiter in W-Richtung zu bewegen,
wodurch die Widerstandskraft des Klemmkeils 6 gegen die Klemm
platte 16 und auf den Auslegerteil 20d anwächst.
Dann wird durch die rückwärtige Kante 6e des Klemmkeils 6 das
Auslegerteil 20d einwärts umgebogen, und zwar über den Verfor
mungsbereich 20c. Daher (Fig. 5a) bewegt sich der Klemmkeil 6
in Gurtbandausziehrichtung, während er den Verformungsbereich
20c verformt, bis die Gleitfläche 20a des Führungsteils 20 im
wesentlichen parallel zur Gurtbandgegenfläche des Klemmkeils 6
ist.
Gemäß Fig. 5b kann sich der Klemmkeil 6 frei in Gurtbandaus
ziehrichtung bewegen, wenn der Verformungsbereich 20c soweit
verformt ist, daß die Gleitfläche 20a im wesentlichen parallel
zur Gurtbandgegenfläche des Klemmkeils 6 ist. Dann ist der
Klemmkeil 6 frei von der Widerstandskraft der Gleitfläche 20a
und folglich ist der Klemmkeil 6 zusammen mit dem Gurtband 26
frei beweglich in Gurtbandausziehrichtung, wodurch die Gurt
bandhaltekraft aufgehoben wird und ein Zerreißen des Gurtbandes
26 im Haltebereich vermieden ist. Wenn die Gurtbandhaltekraft
so aufgehoben ist, wird das Gurtband 26 dennoch am Ausziehen
durch den Notverriegelungsmechanismus über die Aufwickelwelle 4
gehindert.
Der Widerstand bei der Verformung des Verformungsbereichs 20c
erlaubt ein effektives Aufbrauchen der kinetischen Energie ei
nes Fahrgastes, die bei einer Fahrzeugkollision erzeugt wird,
durch das Gurtband 26, wodurch ein plötzlicher Abfall in der
Gurtbandspannung verhindert ist. Wie sich in der graphischen
Darstellung nach Fig. 11 ergibt, in der der Zusammenhang zwi
schen einer in einem durch den Klemmechanismus geklemmten Gurt
band auftretenden Gurtbandspannung F und einer Bewegungsgröße S
des Klemmkeils in Gurtbandausziehrichtung dargestellt ist, wird
die Gurtbandspannung F (durchgezogene Linie in Fig. 11) allmäh
lich in einem bestimmten Bereich der Klemmkeilbewegung S von
einem Punkt O (Zustand nach Fig. 5(a)), an dem das Aufheben des
Haltens des Gurtbandes anfängt, bis zu einem Punkt Q (Zustand
nach Fig. 5(b)) abnehment, an welchem Punkt Q das Halten des
Gurtbandes aufgehoben ist. Es wird die Gurtbandspannung bzw.
-zugkraft F nicht plötzlich aufgehoben (unterbrochene Linie in
Fig. 11).
Während das Gurtband eingeklemmt ist, wird die in dem Körper
des Fahrgastes aufgrund einer Fahrzeugkollision auftretende ki
netische Energie effizient absorbiert. Nachdem das Gurtband
nicht mehr geklemmt ist, blockiert der Notverriegelungsmecha
nismus die Drehung der Aufwickelwelle 4 in Gurtbandausziehrich
tung, wodurch große Änderungen von auf den Körper des Fahrga
stes wirkenden Verzögerungen vermieden werden, wenn die Gurt
bandspannung wieder anwächst. Die Aufrolleinrichtung des ersten
Ausführungsbeispiels leistet eine sehr effektive Schutzfunktion
für Fahrgäste. Die Aufrollvorrichtung ist einfach und kompakt.
Fig. 7 zeigt Hauptteile einer Aufrollvorrichtung eines zweiten
Ausführungsbeispiels. Teile ähnlich denen des ersten Ausfüh
rungsbeispiels werden erneut erläutert.
Der Klemmechanismus nach Fig. 7 weist ein Führungsteil 40 auf,
z. B. einen steifen Körper mit erwünschter Festigkeit. Ein
Hauptauslegerteil 40d (Fig. 8) ist durch Schneiden entlang ei
ner Kante des Hohlteils mit rechteckigem Querschnitt in dessen
Längsrichtung gebildet und steht mit seinem freien Ende vor, an
dem ein Verlängerungszungenbereich 40e vorstehend angeordnet
ist. Eine Gleitfläche 40e ist zum Kontakt mit dem ebenen Rücken
bereich 40d des Klemmkeils 6 vorgesehen.
Ein Bereich des Hauptauslegerteils 40d wird als erster Verfor
mungsbereich 40c des Führungsteils 40 eingesetzt, der verform
bar ist, bis die Gleitfläche 40a im wesentlichen parallel zur
Gurtbandgegenfläche des Klemmkeils 6 ist. Wirkt eine vorbe
stimmte Belastung auf die freie Endseite des Hauptauslegerteils
40d, dann wird dieses im ersten Verformungsbereich 40c umgebo
gen. Weiterhin ist ein Hilfsauslegerteil 40f gegenüberliegend
zum Verlängerungszungenbereich 40e am Führungsteil 40 und über
einen zweiten Verformungsbereich 40g mit dem Führungsteil 40
verbunden, der sich nach dem ersten Verformen des Verformungs
bereichs 40d verformen kann.
Das Führungsteil 40 ist an der Montageplatte 19a des Verbin
dungsstücks 19 befestigt, in dem die Endbereiche in Durchgangs
löcher 52 in Seitenplatten 51a, eingepaßt sind. Dadurch ist die
Gleitfläche 40a zum Führen des Klemmkeils 6 in einem vorbe
stimmten Neigungswinkel angeordnet, so daß der obere Bereich
der Gleitfläche 40a zu der Klemmplatte 16 an der Rückplatte 51b
des Aufrollhalters 51 geneigt ist.
In einer Notfallsituation (Kollision oder dgl.) wird eine Stoß
drehkraft gleich oder größer einem vorbestimmten Wert in Gurt
bandausziehrichtung auf die Aufwickelwelle 4 ausgeübt. Es wird
der Klemmkeil 6 nach Fig. 8(a) entlang der Gleitfläche 40a
durch den Klemmhebel 7 bewegt gegen die Kraft der Rückführfeder
15. Es wird der Klemmkeil 6 in W-Richtung zwischen die Gleit
fläche 40a und die untere Platte 16 bewegt.
Im Klemmzustand, wenn die Zugkraft F auf das Gurtband 26 gleich
oder größer einem vorbestimmten Wert wird, biegt die untere
Kante 6e den Hauptauslegerteil 40d einwärts. Folglich stellt
die auf den Verformungsbereich 40c einwirkende Kraft eine Bela
stung gleich oder größer einem vorbestimmten Wert bereit. Es
bewegt sich der Klemmkeil 6 nach Fig. 8b in Gurtausziehrich
tung, während er den Verformungsbereich 40c verformt. Dabei ge
rät der Verlängerungszungenbereich 40e des umgebogenen Haupt
auslegerteils 40d gegen den Hilfsauslegerteil 40f. Wirkt die
Zugkraft F weiterhin auf das Gurtband 26, dann biegt der Haupt
auslegerteil 40d den Hilfsauslegerteil 40f einwärts, so daß der
Klemmteil 6 sich in Gurtbandausziehrichtung bewegt, während er
gleichzeitig die Verformungsbereiche 40c und 40g verformt.
Nach Fig. 8(c) werden die Verformungsbereiche 40c und 40g so
lange verformt, bis die Gleitfläche 40a im wesentlichen paral
lel zur Gurtbandgegenfläche des Klemmkeils 6 ist. Dann ist der
Klemmteil 6 frei zur Bewegung in Gurtbandausziehrichtung, wo
durch die Klemmung aufgehoben wird, und ein Reißen des Gurtban
des 26 im Haltebereich vermieden wird.
Fig. 9 bezieht sich auf ein drittes Ausführungsbeispiel. Ein
Führungsteil 60 ist ein festes Bauteil (Fig. 10a, b,c) mit er
wünschter Steifigkeit und weist ein Auslegerteil 60d auf, das
durch Wegschneiden eines Eckbereiches des hohlen Bauteils mit
einem rechteckigen Querschnitt in dessen Längsrichtung erzeugt
wurde. Das Auslegerteil 60d steht weist am freien Ende einen
Verlängerungszungenbereich 60e auf und ist in einem Verfor
mungsbereich 60c biegbar. Eine Gleitfläche 60a ist auf der Au
ßenseite des Führungsteils 60 für den ebenen Rückenbereich 6d
des Klemmkeils 6 vorgesehen.
Das Führungsteil 60 ist an der Montageplatte 19a des Verbin
dungsstücks 19 befestigt, in dem Endbereiche in Durchgangsöff
nungen 63 von der Seitenplatte 61a eingepaßt sind. Dadurch ist
das Führungsteil 60 mit einem vorbestimmten Neigungswinkel der
Gleitfläche 60a befestigt, mit dem der Klemmkeil 6 in die Gurt
bandklemm- und -eingriffsposition nahe zur Klemmplatte 16 an
der Platte 61b des Abrollhalters 61 bewegt wird.
Ein Verformungsstift 62 ist in Durchgangslöcher 64, in den
Platten 61a des Aufrollhalters 61 eingesetzt. Er erstreckt sich
im Schwingbereich des Verlängerungszungenbereichs 60e beim
Schwingen des Auslegerteils 60d unter Verformen des Verfor
mungsbereiches 60c.
In einer Notfallsituation (Kollision oder dgl.), werden Stoß
drehkräfte gleich oder größer einem vorbestimmten Wert in Gurt
bandausziehrichtung auf die Aufwickelwelle 4 ausgeübt. Es be
wegt sich nach Fig. 10a der Klemmkeil 6 entlang der Gleitfläche
60a gegen die Kraft der Rückstellfeder 50 in W-Richtung.
Wenn eine Zugkraft F gleich oder größer einem vorbestimmten
Wert auf das Gurtband 26 ausgeübt wird, biegt die rückwärtige
Kante 6e des Klemmkeils 6 das Auslegerteil 60d einwärts und
wird eine auf den Verformungsbereich 60c ausgeübte Kraft eben
falls größer als eine vorbestimmte Kraft. Folglich bewegt sich
nach Fig. 10b der Klemmkeil 6 in Gurtbandausziehrichtung, wäh
rend er den Verformungsbereich 60c verformt. Dabei gerät der
Verlängerungszungenbereich 60e des Auslegerteils 60d gegen den
Verformungsstift 62.
Wird weiterhin Zug auf das Gurtband 26 ausgeübt, dann biegt das
Auslegerteil 60d den Verformungsstift 62 nach vorne relativ zur
Aufrollvorrichtung und bewegt sich der Klemmkeil 6 in Gurtband
ausziehrichtung, während er den Verformungsbereich 60c und den
Verformungsstift 62 gleichzeitig verformt.
Nach Fig. 10c, wenn Verformungsbereich 60c und Verformungsstift
62 somit verformt sind, daß die Gleitfläche 60a und die Gurt
bandgegenfläche des Klemmkeils 6 parallel sind, ist der Klemm
keil 6 frei zur Bewegung in Gurtbandausziehrichtung, wodurch
die Klemmung aufgehoben und ein Reißen des Gurtbandes 26 im
Haltebereich vermieden sind.
Zur Relation zwischen Gurtbandzugkraft F und Klemmbewegung S
des Klemmkeils in Gurtbandausziehrichtung beim zweiten und
dritten Ausführungsbeispiel wird auf Fig. 11 verwiesen. Die
Gurtbandzugkraft F, die auf das Gurtband 26 einwirkt, nimmt vom
Punkt O, an dem das Aufheben des Gurtbandhaltens beginnt, bis
zum Punkt P allmählich ab, an welchem die Verformung des zwei
ten Verformungsbereiches, d. h., des Verformungsbereiches 40g
oder des Verformungsstifts 62, beginnt. Bis zum Punkt P ist das
Verhalten ähnlich wie beim ersten Ausführungsbeispiel.
Da die Verformung des Verformungsbereichs 40g oder des Verfor
mungsstifts 62 erst am Punkt P beginnt, (in Fig. 11 strichpunk
tiert dargestellt), bewegt sich der Klemmkeil weiter unter Auf
rechterhaltung einer angemessenen Gurtbandzugkraft F, bis die
Verformung des Verformungsbereichs 40 oder des Verformungs
stifts 62 an einem Punkt R vollendet ist. Folglich ergibt sich
bei den zweiten und dritten Ausführungsbeispielen, daß die
Gurtbandzugkraft und die Bewegung des Klemmkeils 6 beim Klemmen
in Gurtbandausziehrichtung genauer gesteuert sind.
Claims (7)
1. Gurtaufroller mit Klemm-Mechanismus zum Halten eines Gurt
bandes, mit
einem Halter,
einer am Halter befestigten Klemm-Platte,
einem in Gurtband-Ausziehrichtung bewegbaren Klemmkeil zum Klemmen des Gurtbandes gegen die Klemm-Platte,
wobei der Klemmkeil dem Gurtband zugewandt eine zur Klemm platte parallele, verzahnte Gegenfläche und - dem Gurtband ab gewandt - einen ebenen, in Gurtbandausziehrichtung schräg zur Klemm-Platte geneigten Rückenbereich aufweist, und
einem stationären Führungsteil zur Führung des Klemmkeils bei dessen Bewegung in Gurtbandausziehrichtung aus einer Gurtband freigabeposition in eine der Klemm-Platte nähere Gurtbandhalte position, wobei
das Führungsteil eine zum Rückenbereich des Klemmkeils in etwa parallele, schräge Gleitfläche für den Rückenbereich des Klemm keils aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Gleitfläche (20a, 40a, 60a) des Führungsteils (20, 40, 60) am Führungsteil (20, 40, 60) über wenigstens einen Verformungs bereich (20c, 40c, 60c, 40g, 62) abgestützt ist, daß der Rücken bereich (6d) an seinem der Gurtbandausziehrichtung (F) ent gegengesetzten Ende über eine Kante (6e) in eine zur Klemm platte (16) in etwa parallele Fläche übergeht, und daß die Gleitfläche (20a, 40a, 60a) unter einer vorgegebenen Gurtkraft in Gurtbandausziehrichtung (F) durch die Bewegung des Klemm keils (6) unter Verformen des Verformungsbereiches (20c, 40c, 60c, 40g, 62) in eine in etwa gurtbandparallele Lage bewegbar ist.
einem Halter,
einer am Halter befestigten Klemm-Platte,
einem in Gurtband-Ausziehrichtung bewegbaren Klemmkeil zum Klemmen des Gurtbandes gegen die Klemm-Platte,
wobei der Klemmkeil dem Gurtband zugewandt eine zur Klemm platte parallele, verzahnte Gegenfläche und - dem Gurtband ab gewandt - einen ebenen, in Gurtbandausziehrichtung schräg zur Klemm-Platte geneigten Rückenbereich aufweist, und
einem stationären Führungsteil zur Führung des Klemmkeils bei dessen Bewegung in Gurtbandausziehrichtung aus einer Gurtband freigabeposition in eine der Klemm-Platte nähere Gurtbandhalte position, wobei
das Führungsteil eine zum Rückenbereich des Klemmkeils in etwa parallele, schräge Gleitfläche für den Rückenbereich des Klemm keils aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Gleitfläche (20a, 40a, 60a) des Führungsteils (20, 40, 60) am Führungsteil (20, 40, 60) über wenigstens einen Verformungs bereich (20c, 40c, 60c, 40g, 62) abgestützt ist, daß der Rücken bereich (6d) an seinem der Gurtbandausziehrichtung (F) ent gegengesetzten Ende über eine Kante (6e) in eine zur Klemm platte (16) in etwa parallele Fläche übergeht, und daß die Gleitfläche (20a, 40a, 60a) unter einer vorgegebenen Gurtkraft in Gurtbandausziehrichtung (F) durch die Bewegung des Klemm keils (6) unter Verformen des Verformungsbereiches (20c, 40c, 60c, 40g, 62) in eine in etwa gurtbandparallele Lage bewegbar ist.
2. Gurtaufroller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gleitfläche (20a, 40a, 60a) an einem über den Verformungs
bereich (20c, 40c, 60c) mit dem Führungsteil (20, 40, 60) ver
bundenen, frei auskragenden Auslegerteil (20d, 40d, 60d) ange
ordnet ist, und daß die Kante (6e) am Auslegerteil in Gurtband
ausziehrichtung (F) hinter dem Verformungsbereich zum Angriff
bringbar ist, um die Gleitfläche mit dem Auslegerteil bis in
die in etwa gurtbandparallele Lage zu bewegen.
3. Gurtaufroller nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß am Führungsteil (40) über den zweiten Verfor
mungsbereich (40g) ein Hilfsausleger (40f) abgestützt ist, der
in den Bewegungsweg des Auslegerteils (40d) bei Verformung des
ersten Verformungsbereiches (40c) unter einer ersten vorgegebe
nen Gurtkraft ragt, daß der Auslegerteil (40d) nach einem an
fänglichen Bewegungshub am Hilfsausleger zum Angriff bringbar
ist, und daß der Hilfsausleger (40f) im zweiten Verformungsbe
reich (40g) vom bei einer vorgegebenen höheren Gurtkraft beweg
ten Auslegerteil (40d) verformbar ist.
4. Gurtaufroller nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Auslegerteil (40d) dem ersten Verformungsbereich (40c) ab
gewandt eine Verlängerungszunge (40e) aufweist, in deren Bewe
gungsweg der Hilfsausleger (40f) eingreift.
5. Gurtaufroller nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß benachbart zum Führungsteil (60) ein halterfester
Verformungsstift (62) angeordnet ist, der quer durch den Bewe
gungsweg des Auslegerteils (60d) bei dessen Bewegung unter Ver
formung des ersten Verformungsbereiches (60c) verläuft und ab
einer vorgegebenen höheren Gurtkraft durch den sich bewegenden
Auslegerteil (60d) verformbar ist.
6. Gurtaufroller nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Auslegerteil (60d) am freien Ende eine Verlängerungszunge
(60e) aufweist, und daß der Verformungsstift (62) in den Bewe
gungsweg der Verlängerungszunge (60e) eingreift und durch die
Verlängerungszunge (60e) verformbar ist.
7. Gurtaufroller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Führungsteil (20, 40, 60) ein hohler Bauteil mit rechtecki
gem Querschnitt ist, vorzugsweise ein hohler Bauteil mit recht
eckigem Querschnitt und einem in Längsrichtung des Bauteils
aufgeschnittenen Eckbereich.
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- 1994-09-09 GB GB9418303A patent/GB2282317A/en not_active Withdrawn
- 1994-09-09 DE DE4432151A patent/DE4432151C2/de not_active Expired - Fee Related
- 1994-09-12 US US08/304,691 patent/US5524842A/en not_active Expired - Fee Related
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