DE4202151C2 - Sicherheitsgurt-Aufrollvorrichtung - Google Patents
Sicherheitsgurt-AufrollvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherheitsgurt-Aufroll
vorrichtung, welche eine erste Notsperreinrichtung zum Sper
ren einer Trommelwelle, auf welche ein Sicherheitsgurt auf
gewickelt ist, wenn eine auf ein Fahrzeug einwirkende Be
schleunigung größer als ein vorbestimmter Wert ist, und eine
zweite Notsperreinrichtung zum Sperren des Sicherheitsgurts
selbst aufweist.
Die DE-A-39 24 739 betrifft eine Rückhaltevorrichtung für
den Sicherheitsgurt eines Fahrzeugs mit einer Notsperrvor
richtung, die entweder auf eine rasche Beschleunigung des
Fahrzeugs oder auf eine rasche Beschleunigung der Gurtspule
anspricht sowie mit einer Gurtklemmvorrichtung, die durch
eine kleine Umdrehung der Gurtspule über eine Zwischenver
bindung betätigt wird, welche mit einem an der Gurtspule be
festigten Rastrad in Eingriff tritt. Die Zwischenverbindung
wird durch Eingriffswirkung einer die Spule sperrenden
Klinke, die in Abhängigkeit von der Aktivierung der Not
sperrvorrichtung bewegt wird, mit dem Rastrad in Eingriff
gebracht.
Als eine übliche Bauart von Sicherheitsgurt-Aufrollvorrich
tungen gibt es eine Sicherheitsgurt-Aufrollvorrichtung, die
in Fig. 12 gezeigt ist.
Wie sich aus Fig. 12 ersehen läßt, weist die Sicherheitsgurt-
Aufrollvorrichtung eine Trommelwelle 102, auf welche ein Si
cherheitsgurt 101 aufgewickelt wird, und ein Sperrklinken
rad 103 auf, welches koaxial zu der Trommelwelle und inte
gral an dieser vorgesehen ist. Auch ist die Sicherheitsgurt-
Aufrollvorrichtung mit einer ersten Notsperreinrichtung 105
versehen, welche die Trommelwelle 102 dadurch sperrt, daß
ein Anschlagteil 104 in Eingriff mit dem Sperrklinkenrad
103 kommt. Ferner weist sie eine zweite Notsperreinrich
tung 110 auf, welche den von der Trommelwelle bzw. Gurt
trommel 102 abgezogenen Sicherheitsgurt 101 dadurch sperrt,
daß der Sicherheitsgurt zwischen einem Gleit-Klemmteil
109 und einem Klemmteil 107 eingeklemmt wird, welches nach
stehend näher erläutert wird. Die zweite Notsperreinrich
tung 110 ist mit einem sich drehenden Klemmteil 108 verse
hen, dessen eines Ende drehbeweglich an einem Gehäuse 106
angebracht ist, und ein Klemmteil 107 hierfür ist an einem
Klemmende des Sicherheitsgurts 101 angebracht. Ferner ist
ein Gleit-Klemmteil 109 vorgesehen, welches dem Dreh-Klemm
teil 108 zugewandt und an dem Gehäuse 106 gleitbeweglich an
geordnet ist. Auf den jeweiligen Klemmflächen des Klemmteils
107 und des Gleit-Klemmteils 109 im Zusammenwirken mit dem
Sicherheitsgurt 101 sind Klemmsektoren 107a und 109a mit
glatten und unregelmäßigen Formen in Richtungen vorgesehen,
welche die Aufwickel- oder Abzugsrichtung des Sicherheits
gurts 101 kreuzen.
Bei einer derartigen Sicherheitsgurt-Aufrollvorrichtung, wel
che mit ersten und zweiten Notsperreinrichtungen 105 und 110
versehen ist, ist es nicht nur möglich, die Gurtwelle bzw.
Gurttrommel 102 zu sperren, sondern es kann auch der Sicher
heitsgurt 101 selbst festgelegt werden. Hierdurch läßt sich
die Betriebszuverlässigkeit in beträchtlichem Maße verbessern.
Wenn die zweite Sicherheitssperreinrichtung 110 in einem Not
fall, wie einer Fahrzeugkollision, arbeitet und der Sicher
heitsgurt 101 gesperrt wird, kann eine sehr große Kraft in
einigen Fällen an dem festgeklemmten Sicherheitsgurt 101
auftreten.
Wenn daher der Sicherheitsgurt 101 im Grundbetriebszustand
der zweiten Notsperreinrichtung 110 geklemmt wird, wird der
Sicherheitsgurt 101 geklemmt und gesperrt, da das Dreh-Klemm
teil 108 nach oben in eine mit 108' in Richtung des Pfeils
D1 angedeutete Position gedreht wird. In einigen Fällen
kann jedoch eine große Kraft einwirken, um den Sicherheits
gurt weiter über den normalen Klemmzustand des Sicherheits
gurts hinaus abzuziehen, welcher mittels des Dreh-Klemmteils
108 und des Gleit-Klemmteils 109 gehalten ist.
In diesen Fällen greift das Dreh-Klemmteil 108 in den Sicher
heitsgurt 101 ein und klemmt den Sicherheitsgurt 101 mit ei
ner noch größeren Kraft. Als Folge hiervon werden große Kräf
te an einem Klemmteil des Sicherheitsgurts 101 konzentriert.
Die Erfindung zielt darauf ab, eine Sicherheitsgurt-Aufroll
vorrichtung bereitzustellen, mittels welcher es ermöglicht
wird, große und konzentrierte Belastungen auf einen Sicher
heitsgurt selbst dann zu verhindern, wenn eine große Kraft
auf den Sicherheitsgurt einwirkt, welche versucht, diesen
über einen Grundzustand hinaus auszuziehen, um den Sicherheits
gurt durch das Arbeiten der zweiten Sperreinrichtung festzu
klemmen.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der Patentansprüche ge
löst.
Hierzu weist eine Sicherheitsgurt-Aufrollvorrichtung nach
der Erfindung eine erste Notsperreinrichtung zum Sperren
einer Gurtwelle oder einer Gurttrommel auf, auf welche ein
Sicherheitsgurt aufgewickelt ist, und eine zweite Notsperr
einrichtung, welche eine Sperrung dadurch bewirkt, daß der
von der Gurttrommel abgezogene Sicherheitsgurt durch ein
Dreh-Klemmteil eingeklemmt wird, dessen eines Ende in einem
Gehäuse drehbar gelagert ist, wobei sich die Vorrichtung da
durch auszeichnet, daß das Gehäuse ferner mit einem defor
mierbaren oder brechbaren Teil versehen ist, welches defor
miert oder durchbrochen wird, um die Klemmkraft auf den Si
cherheitsgurt durch das Dreh-Klemmteil herabzusetzen, wenn
eine Belastung auf das Gehäuse über die Lagerung des Dreh-
Klemmteils aufgebracht wird, die größer als ein vorbestimm
ter Wert ist.
Ferner zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, daß der vor
bestimmte Wert für die Belastung des deformierbaren oder
brechbaren Teils des Gehäuses durch seine Querschnittsfläche
bestimmt ist.
Bei der Sicherheitsgurt-Aufrollvorrichtung nach der Erfin
dung mit dem vorstehend angegebenen Aufbau arbeitet die
zweite Notsperreinrichtung in einem Notfall, wie einer Kol
lision, und der Sicherheitsgurt wird festgeklemmt und ge
sperrt. Wenn in diesem Fall die über die Lagerung des Dreh-
Klemmteils durch die an dem Sicherheitsgurt wirkende Kraft
auf das Gehäuse aufgebrachte Belastung niedriger als der
vorbestimmte Wert ist, wird das deformierbare oder brechbare
Teil des Gehäuses nicht deformiert, und der Sicherheitsgurt
wird in einem Grund-Klemmzustand festgelegt bzw. gesperrt.
Wenn die auf den Sicherheitsgurt wirkende Kraft größer wird
und die über die Lagerung des Dreh-Klemmteils auf das Gehäu
se einwirkende Belastung größer als der vorbestimmte Wert
wird, wird das deformierbare oder brech
bare Teil des Gehäuses deformiert oder es bricht, um die durch
das Dreh-Klemmteil auf den Sicherheitsgurt einwirkende Klemm
kraft herabzusetzen. Als Folge hiervon wirken auf den Sicher
heitsgurt keine konzentrierten Belastungen durch die Klemm
kraft ein, und ein Fahrzeuginsasse kann zuverlässig durch
den Sicherheitsgurt zurückgehalten und geschützt werden. Die
Betriebszuverlässigkeit läßt sich in beträchtlichem Maße ver
bessern.
Die Erfindung wird im folgenden anhand bevorzugter
Ausführungsformen und der Zeichnung näher erläutert. In der
Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer bevorzugten Ausfüh
rungsform einer Sicherheitsgurt-Aufrollvor
richtung nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Vorderansicht einer Sicherheitsgurt-
Aufrollvorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 3 eine Schnittansicht längs der Linie III-III
in Fig. 1,
Fig. 4 eine vergrößerte Schnittansicht längs der Li
nie ID-ID in Fig. 2,
Fig. 5 eine auseinandergezogene Ansicht einer ersten
Notsperreinrichtung zum Sperren einer Trommel
welle bzw. einer Gurttrommel und einer Bewe
gungsübertragungseinrichtung α,
Fig. 6 eine auseinandergezogene Darstellung einer zwei
ten Notsperreinrichtung zum Klemmen und Fest
legen des von der Gurttrommel abgezogenen Si
cherheitsgurts und einer Bewegungsübertragungs
einrichtung β,
Fig. 7(a) ein Diagramm zur Verdeutlichung des Zusammen
hangs zwischen der Kompressionskraft des de
formierbaren oder brechbaren Teils und der
Klemmkraft des Sicherheitsgurts,
Fig. 7(b) ein Diagramm zur Verdeutlichung des Zusammen
hangs zwischen der Verformung des deformier
baren oder brechbaren Teils und der Kompres
sionskraft des deformierbaren oder brechba
ren Teils,
Fig. 8 eine schematische Ansicht zur Verdeutlichung
der Arbeitsweise der Vorrichtung nach der Er
findung,
Fig. 9 eine Ansicht zur Verdeutlichung des Arbeits
zustandes der zweiten Notsperreinrichtung,
welche durch eine plötzliche Beschleunigung
bei der Ausführungsform nach der Erfindung
ausgelöst wird,
Fig. 10 eine Ansicht zur Verdeutlichung der plastischen
Verformung des deformierbaren oder brechbaren
Teils bei der Vorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 11 ein Beispiel für die Verformung der Vorrichtung
nach der Erfindung, und
Fig. 12 eine Ansicht einer üblichen Bauform einer Sicher
heitsgurt-Aufrollvorrichtung.
Wie in den Fig. 1 bis 3 gezeigt ist, weist die Sicherheits
gurt-Aufrollvorrichtung nach der Erfindung eine Gurttrommel
bzw. eine Gurttrommel 3 auf, welche an einem Gehäuse 2 drehbar
gelagert ist und welche zum Abziehen oder Aufwickeln eines Si
cherheitsgurts 1 dient. Ferner ist eine erste Notsperreinrich
tung 4 zum Sperren der Drehbewegung der Gurttrommel 3 vorge
sehen. Eine zweite Notsperreinrichtung 5 ist vorgesehen, wel
che ein weiteres Abziehen des Sicherheitsgurts 1 dadurch sperrt,
daß der von der Gurttrommel 3 abgezogene Sicherheitsgurt 1 fest
geklemmt wird. Ferner ist ein Beschleunigungssensor 6 vorge
sehen, welcher an einem unteren Teil auf einer Seitenwand 2a
des Gehäuses 2 vorgesehen ist und eine plötzliche Beschleunigung
bzw. Verzögerung detektiert.
Die erste Notsperreinrichtung 4 ist mit einem Sperrklinkenrad 7
versehen, welches koaxial zu der Gurttrommel 3 und integral
mit dieser vorgesehen ist, wie dies in Fig. 5 gezeigt ist.
Ein erstes Eingriffsteil 8 ist drehbeweglich um eine Dreh
welle 8a in Richtung von Positionen gelagert, in welchen die
ses in Eingriff mit dem Sperrklinkenrad 7 oder außer Eingriff
von demselben ist. Die erste Notsperreinrichtung 4 blockiert
eine Drehbewegung der Gurttrommel 3, wenn das erste Eingriffs
teil 8 in Eingriff mit dem Sperrklinkenrad 7 ist. In diesem
Fall wird das erste Eingriffsteil 8 in die Richtung C1 mittels
einer Bewegungsübertragungseinrichtung α gedreht, und seine
Anschlagklaue 8b kommt in Eingriff mit dem Sperrklinkenrad 7.
Wenn es in Richtung C2 gedreht wird, kommt die Eingriffsklaue
8b von dem Sperrklinkenrad 7 frei.
Zur näheren Beschreibung der Bewegungsübertragungseinrichtung
sei angeführt, daß ein Vorsprung 7a koaxial zu der Gurttrommel
3 außerhalb des Sperrklinkenrads 7 vorgesehen ist, und daß ei
ne Zugplatte 9 frei in Eingriff mit diesem Vorsprung 7a über
eine Durchgangsöffnung 9a kommen kann, und daß ein Sperring 10
über eine Durchgangsöffnung 10a in der Mitte frei in Eingriff
kommen kann.
Eine Federeinhängeeinrichtung 9b ist in der Nähe der Mitte der
Zugplatte 9 vorgesehen. Ein Ende eines Federteils 11 ist dort
in Eingriff. Das andere Ende des Federteils 11 ist in Eingriff
mit einer Federeinhängeeinrichtung 10b des Sperrings 10. So
mit wird immer eine Druckkraft durch das Federteil 11 aufge
bracht, welche versucht, den Sperring 10 in Richtung A2 zu
drehen. Ferner ist ein Innenzahn 10c auf dem Sperring 10 aus
gebildet, und zwei Führungsöffnungen 10d und 10e sind außen
seitig des Innenzahns 10c vorgesehen. In einer der Führungs
öffnungen 10d ist ein Zapfen 8c in Eingriff, welcher zwischen
der Eingriffsklaue 8b und der Drehwelle 8a des ersten Anschlag
teils 8 ausgebildet ist. Wenn der Sperring 10 um einen grös
seren als einen vorbestimmten Winkel verdreht wird, wird das
erste Eingriffsteil 8 gedreht, und die Eingriffsklaue 8b
kommt in Eingriff mit dem Zahn des Sperrklinkenrads 7.
An dem Vorsprung 7a des Sperrklinkenrads 7 ist außerhalb des
Sperrings 10 ein Hakenhalter 12 fest angebracht. Auf dem Um
fang des Hakenhalters 12 steht ein Tragzapfen 12a parallel
zu dem Drehmittelpunkt des Sperrklinkenrades 7 vor. Ferner ist
ein Haken 13 schwenkbeweglich und beweglich um den Tragzapfen
12a an dem Hakenhalter 12 gelagert. Zwischen dem Hakenhalter
12 und dem Haken 13 ist eine Kompressionsspiralfeder 17 vor
gesehen, um den Haken 13 in die Richtung B1 um den Tragzapfen
12a zu verdrehen.
Auf einem Teil des Außenumfangs des Hakens 13 ist eine Klaue
13a ausgebildet, welche in Eingriff mit dem Innenzahn 10c des
Sperrings 10 bringbar ist. Ein Verbindungszapfen 13b ist auf
einem Teil vorgesehen, welcher sich um den Tragzapfen 12a be
wegt. Somit ist die Klaue 13a im Grundzustand von dem Innen
zahn 10c getrennt, da der Haken 13 durch die vorstehend ange
gebene Kompressionsspiralfeder 14 mit einer Zugkraft beauf
schlagt wird.
Eine Eingriffsöffnung 15a, die auf einem äußeren Umfang eines
Reibeingriffsteils 15 vorgesehen ist, das in einer einer Ring
form angenäherten Gestalt ausgelegt ist, ist in Eingriff mit
dem Verbindungszapfen 13b, und der Tragzapfen 12a, welcher
durch den Haken 13 vorsteht, ist an einer Ausnehmung 15b po
sitioniert, welche auf einem Innenumfang des Reibeingriffsteils
15 ausgebildet ist. Auf dem äußeren Umfang des Reibeingriffs
teils 15 ist ein Sperrklinkenrad 17, welches Sperrklinken 17a
auf dem Außenumfang bildet, mittels Reibschluß in Eingriff.
Ein Beschleunigungssensor 6 befindet sich auf einem Trägheits-
Körper-Traggehäuse 6a, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist, und
dieses ist mit einem trommelförmigen Trägheitskörper 6b verse
hen, welcher durch die Wirkung einer im wesentlichen hori
zontalen Beschleunigung gekippt bzw. verschwenkt wird. Fer
ner ist auch eine Beaufschlagungseinrichtung 6c vorgesehen,
welche in einer vertikalen Ebene entsprechend der Kipp- bzw.
Verschwenkbewegung des Trägheitskörpers 6b verdreht und ver
schoben wird. Ein freies Ende der Beaufschlagungseinrich
tung 6c ist als eine Eingriffsklaue 6d ausgebildet, welche
in Eingriff mit der Sperrklinke 17a auf dem Außenumfang des
Sperrklinkenrades 17 ist, wenn die Beaufschlagungseinrich
tung 6b um einen gewissen Winkel verdreht wird.
In der Figur ist mit der Bezugsziffer 18 ein Radteil mit ei
ner zylindrischen Gestalt bezeichnet, welches Flansche an
beiden Enden hat, und welches mit der Trommelwelle bzw. der
Gurttrommel 3 zusammenarbeitet, um den Sicherheitsgurt auf
zurollen.
Die zweite Notsperreinrichtung 5 weist ein Gleit-Klemmteil
19 auf, welches gleitbeweglich an dem Gehäuse 2 in eine Rich
tung bewegbar ist, um den Sicherheitsgurt 1 nach Fig. 6 ab
zuziehen oder aufzurollen, und diese Einrichtung umfaßt ein
Dreh-Klemmteil 20, dessen eines Ende an den beiden Seiten
wänden 2a und 2b des Gehäuses 2 drehbeweglich gelagert ist.
Das andere Ende desselben ist dem Gleit-Klemmteil 19 zuge
wandt und vermittels dieser Einrichtung wird der Sicherheits
gurt 1 zwischen dem Gleit-Klemmteil 19 und dem Dreh-Klemmteil
20 als solcher festgeklemmt und festgehalten.
Das Gleit-Klemmteil 19 ist mit einem Klemmteil 19a versehen,
welches an einem Klemmrahmen 2d gleitbeweglich angebracht
ist. Es wird dadurch gebildet, daß ein Teil einer Rückwand
2c des Gehäuses 2 in eine Richtung Z umgebogen und gebogen
wird, um den Sicherheitsgurt 1 abzuziehen oder aufzurollen.
Auch ist ein Klemmteil 19b vorgesehen, welches eine Kontakt
fläche mit dem Sicherheitsgurt 1 hat, welches mit einer glat
ten und unregelmäßigen Oberfläche in einer Richtung quer
zur Richtung Z versehen ist. Ferner ist ein Kontaktteil
19c vorgesehen, welches an dem Klemmteil 19a angebracht ist,
und es sind Druckteile 19d und 19d vorgesehen, welche immer
eine Kraft auf das Klemmteil 19a in Richtung nach unten so
wie in Richtung Z aufbringen.
Das Dreh-Klemmteil 20 weist einen Hauptkörper 20a auf, des
sen eines Ende an den beiden Seitenwänden 2a und 2b des Ge
häuses mittels einer Drehwelle 21 drehbeweglich in die Rich
tung D1 oder D2 gelagert ist. Ferner ist ein Klemmteil 20b
vorgesehen, welches am anderen Ende des Hauptkörpers 20a
um ein vorbestimmtes Maß drehbeweglich gelagert ist, und wel
ches den Sicherheitsgurt 1 festklemmt. Wenn dieses Dreh-Klemm
teil 20 in die Richtung D1 gedreht wird und der Sicherheits
gurt 1 zwischen dem Gleit-Klemmteil 19 und sich selbst einge
klemmt und gesperrt wird, wird das Abziehen des Sicherheits
gurts 1 verhindert. In diesem Fall wird das Dreh-Klemmteil
20 in die Richtung D1 durch die Bewegungsübertragungseinrich
tung β gedreht, und das Klemmteil 20 klemmt den Sicherheits
gurt 1 zwischen dem Gleit-Klemmteil 19 und sich selbst fest.
Es wird weiter in Richtung D2 verdreht, um das Einklemmen
des Sicherheitsgurts 1 aufzuheben.
Nachstehend wird die Bewegungsübertragungseinrichtung β näher
erläutert. Ein Innenschraubteil 20c ist auf einem Zwischen
teil auf einer Seite des Dreh-Klemmteils 20 vorgesehen, wie
dies in Fig. 6 gezeigt ist, und ein Schraubteil 22 arbeitet
mit diesem Innengewindeteil 20c zusammen. Auch ist ein Über
tragungsteil 13 mit einer etwa dreieckförmigen Gestalt dreh
beweglich auf einer Seitenwand 2a des Gehäuses 2 gelagert.
Das Übertragungsteil 23 hat eine Durchgangsöffnung 23a und
eine Ausnehmung 23b an verschiedenen Ecken, und ein vorsprin
gender Zapfen 23c ist an der anderen Seite vorgesehen.
Wenn der Zapfen 23d in die Durchgangsöffnung 23a eingeführt
ist und dieser an der Seitenwand 2a des Gehäuses 2 festge
legt ist, ist das Übertragungsteil 23 an der Seitenwand 2a
des Gehäuses 2 drehbar gelagert. Auch wenn die Ausnehmung
23b mit dem Schraubteil 22 zusammenarbeitet, welches an dem
Dreh-Klemmteil 20 angebracht ist, sind das Übertragungsteil
23 und das Dreh-Klemmteil 20 drehbar relativ miteinander ge
koppelt. In diesem Fall ist die Ausnehmung 23b mit einer zy
cloidförmigen Kurve ausgebildet und hat einen schwachen Kon
takt mit dem Schraubteil 22. Somit dreht die Ausnehmung 23b
das Dreh-Klemmteil 20 gleichmäßig, wenn das Dreh-Klemmteil 20
sich im normalen Drehbereich befindet. Wenn andererseits ei
ne einen vorbestimmten Wert überschreitende Kraft auf den
Sicherheitsgurt 1 wirkt und das Dreh-Klemmteil 20 aus dem
Grunddrehbereich herausgedreht wird, wird das Übertragungsteil
23 von dem Schraubteil 22 gelöst, welches auf einer Seite des
Dreh-Klemmteils 20 angebracht ist, um die Drehverlagerung
nicht zu behindern.
Ferner ist an dem Zapfen 23c ein zweites Eingriffsteil 24 dreh
beweglich dadurch gelagert, daß der Zapfen 23c durch eine
Durchgangsöffnung 24a geht, die auf einem Ende des zweiten
Eingriffsteils 24 vorgesehen ist. Das Eingriffsteil 24 ist in
die Richtungen G1 und G2 derart drehbar, daß es in Eingriff
mit dem Sperrklinkenrad 7 oder außer Eingriff von demselben
kommen kann. Das andere Ende des zweiten Eingriffsteils 24 ist
in Form einer Eingriffsklaue 24b ausgelegt, und ein Zapfen 24c
ist zwischen der Eingriffsklaue 24b und der Durchgangsöffnung
24a vorgesehen. Dieser Zapfen 24c greift in die Führungsöff
nung 10e des Sperrings 10 ein. Wenn der Sperring 10 stärker
als ein vorbestimmter Winkel verdreht wird, wird das zweite
Eingriffsteil 24 in die Richtung G1 gedreht, und die Eingriffs
klaue 24b ist in Eingriff mit dem Zahn des Sperrklinkenrads 7.
Mit der Bezugsziffer 2e ist in Fig. 6 eine Öffnung gezeigt,
durch welche das Schraubteil 22 geht, und welche in Form ei
nes Kreisbogens ausgebildet ist, der auf einer Seitenwand 2a
des Gehäuses 2 vorgesehen ist, um zu bewirken, daß die Dreh
bewegung des Dreh-Klemmteils 20 innerhalb des Drehbereiches
nicht behindert wird.
Wie in den Fig. 1, 2 und 3 gezeigt ist, ist ein deformierba
res oder brechbares Teil γ in der Nähe eines Stützabschnitts
einer Drehwelle 21 auf den beiden Seitenwänden 2a und 2b des
Gehäuses 2 vorgesehen, und dieses Teil γ ist auf einer Seite
vorgesehen, die dem Gleit-Klemmteil 19 bezüglich der Dreh
welle 21 gegenüberliegt. Die Festigkeit dieses Teils γ
ist derart gewählt, daß es plastisch verformt wird oder bricht,
wenn eine Belastung F' einwirkt, welche größer als ein vorbe
stimmter Wert ist, und diese Belastung über das Dreh-Klemm
teil 20 und die Drehwelle 21 durch sehr hohe Zugkräfte auf
den Sicherheitsgurt 1 einwirkt.
Wenn das Teil γ eine plastische Verformung erfährt
oder bricht, bewegen sich die Drehwelle 21 und das Dreh-Klemm
teil 20 in Richtung S, welche die gleiche Richtung wie die
Wirkrichtung der Belastung F' ist. Somit bewegt sich das Dreh-
Klemmteil 20 in eine solche Richtung, daß es von dem Gleit-
Klemmteil 19 freikommt. Somit kann das Dreh-Klemmteil 20 über
den Drehbereich hinaus weiterverdreht werden und die Klemm
kraft auf den Sicherheitsgurt 1 durch das Dreh-Klemmteil 20
und das Gleit-Klemmteil 19 kann herabgesetzt werden.
Die Festigkeit des Teils γ auf den beiden Seiten
wänden 2a und 2b des Gehäuses wird entsprechend den nachste
henden Ausführungen vorgegeben. Wie in Fig. 7(a) gezeigt ist,
kann die Vorgabe derart erfolgen, daß von der Kompressions
kraft P des Teils γ und der Klemmkraft F auf den
Sicherheitsgurt 1 das Weiterdrehen des Dreh-Klemmteils 20
ermöglicht wird, wenn die Klemmkraft F auf dem Sicherheits
gurt 1 sich auf etwa 12000 N (1,200 kgf) beläuft, wobei die
Druckkraft P des Teils γ mit etwa 17000 N (1,700 kgf) vor
gegeben ist. Nach Fig. 7(β) ist die Festigkeit des Teils γ,
d. h. die Belastung (Druckkraft P) - Deformation ε derart
vorgegeben, daß die maximale Deformation εs auftritt, wenn
die Kompressionskraft P des Teils γ sich auf etwa 17000 N
(1,700 kgf) beläuft. Somit wird das Teil γ bei einer Defor
mation ε1 etwas weniger als die maximale Deformation εs pla
stisch verformt. In anderen Worten bedeutet dies, daß die
plastische Verformung des Teils γ beginnt, wenn die Druck
kraft P etwas kleiner als 17000 N (1,700 kgf) ist.
Bei der Einstellung der Festigkeit des Teils γ, d. h. der
Druckkraft-Deformation ε, läßt sich der Wert der Druckkraft
P - Deformation ε wie gewünscht dadurch vorgeben, daß die
Querschnittsfläche des Teils γ auf den beiden Seitenwänden
2a und 2b des Gehäuses 2 in abgestimmter Weise hierauf ge
wählt wird, wie dies in Fig. 4 gezeigt ist. Um die Quer
schnittsfläche des Teils γ hierauf abzustimmen, kann die
Dicke des Teils γ verändert werden, oder die Querschnitts
fläche kann dadurch abgestimmt werden, daß eine Ausnehmung
oder eine Öffnung vorgesehen wird. Bei der bevorzugten Aus
führungsform der Erfindung ist das Teil γ dünner als an den
anderen Teilen der Seitenwände 2a und 2b in Fig. 1 gezeigt
ausgelegt.
Wie in Fig. 1 gezeigt ist, ist ein Ende einer Rückholfeder
25 mit dem anderen Ende der Gurttrommel 3 verbunden, und das
andere Ende der Rückholfeder 25 ist an der anderen Seiten
wand 2b festgelegt. Somit läßt sich der Sicherheitsgurt 1
von der Gurttrommel 3 entgegen der Kraft der Rückholfeder 25
abziehen und er wird durch die Kraft der Rückholfeder 25
aufgerollt.
Nachstehend soll nunmehr die Arbeitsweise der Sicherheits
gurt-Aufrollvorrichtung gemäß der bevorzugten Ausführungs
form nach der Erfindung unter Bezugnahme auf die Fig. 5,
Fig. 8(a) bis (e), Fig. 9 und Fig. 10 näher erläutert werden.
Wenn im Grundzustand keine plötzliche Beschleunigung infolge
einer Kollision des Fahrzeugs auftritt, sind das Dreh-Klemm
teil 20 und das Gleit-Klemmteil 19 nicht in einer Betriebs
stellung, wie dies in Fig. 8(a) gezeigt ist und der Sicher
heitsgurt 1 wird nicht festgeklemmt. Dies bedeutet, daß die
zweite Notsperreinrichtung nicht den Sicherheitsgurt 1 sperrt.
Wenn eine plötzliche Beschleunigung infolge einer Fahrzeugkol
lision in diesem Grundzsutand auftritt, wird ein Trägheits
körper 6b eines Beschleunigungssensors 6 entsprechend Fig. 9
verschwenkt, und eine Beaufschlagungseinrichtung 6c wird ver
dreht. Dann kommt eine Eingriffsklaue 6d in Eingriff mit der
Sperrklinke 17a auf dem äußeren Umfang des Sperrklinkenrades
17. Als Folge hiervon wird das Sperrklinkenrad 17 relativ in
die Richtung A2 bezüglich der Gurttrommel 3 verdreht.
Diese Relativverdrehung wird auf den Haken 13 über den Kopp
lungszapfen 13b übertragen, und der Haken 13 wird in Richtung
B2 bewegt, wobei der Tragzapfen 12a als ein Drehmittelpunkt
wirkt und diese Bewegung entgegen der Kraft der Kompressions
spiralfeder 14 erfolgt. Dann kommt die Klaue 13a des Hakens
13 in Eingriff mit dem Innenzahn 10c des Sperrings 10. Die
Drehkraft der Gurttrommel 3 wird über den Hakenhalter 2, den
Haken 13, die Klaue 13a und den Innenzahn 10c übertragen, und
der Sperring 10 wird in Richtung A1 entgegen der Kraft des
Federteils 11 verdreht.
Durch die Drehung des Sperrings 10 wird der Führungszapfen
24c auf dem zweiten Eingriffsteil 24, welcher in die Füh
rungsöffnung 10e des Sperrings 10 eingesetzt ist, längs der
Führungsöffnung 10e bewegt, und das zweite Eingriffsteil 21
wird in Richtung G1 gedreht. Durch die Drehbewegung des zwei
ten Eingriffsteils 24 kommt die Eingriffsklaue 24b in Ein
griff mit dem Sperrklinkenrad 7. Bei der Drehverschiebung
des Sperrklinkenrades 7 in Richtung A1 wird das Übertragungs
teil 23 in Richtung H gedreht, wie dies in Fig. 9 gezeigt ist.
Bei dieser Bewegung des Übertragungsteils 23 ist das erste
Eingriffsteil 8 nicht in Eingriff mit dem Sperrklinkenrad 7.
Wenn die Drehbewegung des zweiten Eingriffsteil 24 in Richtung
G1 einen vorbestimmten Winkel erreicht, beginnt das erste Ein
griffsteil 8 sich in Richtung C1 zu drehen, um in Eingriff
mit dem Sperrklinkenrad 7 zu kommen, wie dies in Fig. 9 ge
zeigt ist. Folglich kommt das erste Eingriffsteil 8 in Eingriff
mit dem Sperrklinkenrad 7, sobald der Sicherheitsgurt 1 fest
eingeklemmt ist.
Andererseits wird durch die Drehbewegung des Übertragungsteils
23 in Richtung H das Dreh-Klemmteil 20 in die mit dem Pfeil D1
angegebene Richtung um die Welle 21 verdreht, wie dies in
Fig. 8(b) geschlossen ist, und der Sicherheitsgurt 1 ist ein
geklemmt, welcher zwischen dem Gleit-Klemmteil 19, welches
eine gegenüberliegende Position einnimmt, und dem Dreh-Klemm
teil 20 vorgesehen ist. Fig. 9 zeigt etwa die gleichen Verhält
nisse wie Fig. 8(b).
Durch den Einklemmvorgang des Dreh-Klemmteils 20 und des Gleit-
Klemmteils 19 gleitet das Gleit-Klemmteil 10 in Richtung Z um
einen gewissen Weg im Anschluß an die Drehbewegung des Dreh-
Klemmteils 20 entgegen der Kraft der Druckteile 19d und 19d
nach oben, und der Sicherheitsgurt 1 wird festgelegt. Unter
dieser Bedingung behält das Teil 7 auf den beiden Seiten 2a
und 2b des Gehäuses die Ursprungsform ohne eine plastische
Verformung bei.
In einem Notfall, wie einer Fahrzeugkollision, wird der
Sicherheitsgurt 1 auf die vorstehend beschriebene Weise fest
gelegt bzw. gesperrt, und der Fahrzeuginsasse im Fahrzeug wird
durch den Sicherheitsgurt gehalten.
Wenn der Sicherheitsgurt 1 in Richtung Z durch eine sehr gros
se Kraft nach oben gezogen wird, die beispielsweise dann auf
tritt, wenn eine sehr hohe oder plötzliche Beschleunigung am
Fahrzeug auftritt, wird das Dreh-Klemmteil 20 gedreht und in
die Richtung D1, ausgehend von dem Zustand verlagert, in wel
chem der Sicherheitsgurt 1 gesperrt ist.
Durch eine weitere Drehbewegung dieses Dreh-Klemmteils 20
führt das Gleit-Klemmteil 19 eine Drehbewegung dadurch aus,
daß ein oberes Ende des brechbaren Teils des Klemmrahmens 2d
ausgebrochen wird, wie dies in Fig. 8(c) gezeigt ist. Durch
die Drehbewegung des Dreh-Klemmteils 20 und die nach oben
gerichtete Gleitbewegung des Gleit-Klemmteils 19 wird die
auf den Sicherheitsgurt 1 wirkende Klemmkraft F erhöht. Wenn
eine Reaktionskraft F' dieser Klemmkraft F auf das Teil γ
auf den Gehäuseseitenwänden 2a und 2b über das Dreh-Klemm
teil 20 und die Drehwelle 21 wirkt, wird auch die Druckkraft
P des Teils γ größer.
Wenn die Druckkraft P des Teils γ einen gewissen Wert über
schreitet, beginnt sich das Teil γ plastisch zu verformen
(auszubauchen), wie dies mit ε in Fig. 10 verdeutlicht ist,
und die Drehwelle 21 und das Dreh-Klemmteil 20 werden in
Richtung S bewegt. Somit beginnt die auf den Sicherheitsgurt
1 einwirkende Klemmkraft abzunehmen. wenn der Teil γ die
maximale plastische Deformation ε erfährt oder bricht, wird
die Klemmkraft auf den Sicherheitsgurt 1 am stärksten herab
gesetzt. Als Folge hiervon wirkt keine konzentrierte Bela
stung auf den Sicherheitsgurt 1 ein.
Wenn nach Fig. 8(d) der Sicherheitsgurt weiter nach oben
in Richtung Z abgezogen wird, wird das Dreh-Klemmteil 20
nach oben überdreht, und die Klemmkraft F durch das Dreh-
Klemmteil 20 und das Gleit-Klemmteil 19 wird weiter ver
ringert. Schließlich wird das Dreh-Klemmteil 20 in die Rich
tung D1 weitergedreht, wie dies in Fig. 8(e) gezeigt ist.
Der Sicherheitsgurt 1 und das Klemmteil 20b sind voneinander
getrennt und der Sicherheitsgurt 1 ist von dem Einklemmzustand
befreit.
Selbst wenn der Sicherheitsgurt 1 von dem Einklemmzustand be
freit ist, wird die Gurttrommel 3 durch die erste Not
sperreinrichtung 4 blockiert, und der Sicherheitsgurt 1 wird
ebenfalls gesperrt. Selbst wenn daher keine ausreichende Klemm
kraft auf den Sicherheitsgurt 1 durch die plastische Verfor
mung oder das Brechen des Teils γ erreicht wird,
laßt sich das Einwirken der konzentrierten Belastung auf den
Sicherheitsgurt 1 vermeiden, und der Fahrzeuginsasse kann zu
rückgehalten und sicher sowie zuverlässig geschützt werden.
Wenn entsprechend den voranstehend angegebenen detaillierten
Ausführungen der Sicherheitsgurt 1 durch das Dreh-Klemmteil 20
und das Gleit-Klemmteil 19 bei der bevorzugten Ausführungsform
eingeklemmt wird, wirkt eine starke Zugkraft weiterhin auf den
Sicherheitsgurt 1 ein. Wenn das Dreh-Klemmteil 20 versucht,
sich zwangsläufig in Richtung D1 beim Abziehen des Sicherheits-
Gurts 1 zu drehen, erfährt das Teil γ eine plasti
sche Verformung oder ein Brechen tritt auf, um die Klemmkraft
F des Dreh-Klemmteils 20 und des Gleit-Klemmteils 19 herabzu
setzen. Als Folge hiervon schneidet das Klemmteil 20a sich
nicht in den Sicherheitsgurt 1 ein, und es wirkt keine Kraft
in verstärktem Maße auf das eingeklemmte Teil des Sicher
heitsgurts ein, die größer als der vorbestimmte Wert ist, wo
bei der Sicherheitsgurt durch das Dreh-Klemmteil 20 eingeklemmt
ist.
Die Erfindung ist nicht auf die voranstehend erläuterte be
vorzugte Ausführungsform beschränkt, sondern es sind zahl
reiche Abänderungen und Modifikationen möglich. Beispiels
weise kann das brechbare Teil γ eine Ausbauchungsdeforma
tion dadurch erfahren, daß eine Kompression entsprechend dem
voranstehend bevorzugten Ausführungsbeispiel auftritt, oder
das brechbare Teil δ kann eine plastische Verformung erfahren,
oder es kann dadurch brechen, daß eine Zugkraft einwirkt, wie
dies in Fig. 11 gezeigt ist.
Wie sich aus der voranstehenden Beschreibung ergibt, ist es
bei der Sicherheitsgurt-Aufrollvorrichtung nach der Erfin
dung möglich, konzentrierte Belastungen auf den Sicherheits
gurt durch die Klemmkraft auf den Sicherheitsgurt zu verhin
dern, da das brechbare Teil des Gehäuses eine plastische Ver
formung erfährt oder ein Bruch auftritt, um die Klemmkraft
auf den Sicherheitsgurt durch das Dreh-Klemmteil in dem Fall
herabzusetzen, wenn auf den Sicherheitsgurt eine zu große
Kraft einwirkt und die auf den Sicherheitsgurt wirkende Bela
stung über ein Ende des Dreh-Klemmteils einen gewissen Wert
überschreitet. Somit kann der Fahrzeuginsasse zuverlässig
zurückgehalten werden, und er kann mittels des Sicherheits
gurts geschützt werden. Die Betriebszuverlässigkeit läßt sich
beträchtlich steigern.
Claims (2)
1. Sicherheitsgurt-Aufrollvorrichtung mit einer ersten Not
sperreinrichtung zum Sperren einer Gurtwelle oder einer
Gurttrommel, auf welche ein Sicherheitsgurt aufgerollt
wird, und mit einer zweiten Notsperreinrichtung zum Ein
klemmen und Sperren des von der Gurttrommel abgezogenen
Sicherheitsgurts mittels eines Dreh-Klemmteils, wobei
ein Ende dieses Dreh-Klemmteils an einem Gehäuse drehbar
gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Gehäuse (2) mit einem deformierbaren oder brechbaren
Teil (γ) versehen ist, welches zur Herabsetzung der
Klemmkraft auf den Sicherheitsgurt (1) durch das Dreh-
Klemmteil (20) deformiert wird oder bricht, wenn eine
Belastung über die Lagerung des Dreh-Klemmteils (20) auf
das Teil (γ) einwirkt, die größer als ein vorbestimmter
Wert ist.
2. Sicherheitsgurt-Aufrollvorrichtung nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß der vorbestimmte Wert für die
Belastung des deformierbaren oder brechbaren Teils (γ)
an dem Gehäuse (2) durch seine Querschnittsfläche vorge
geben ist.
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|---|---|---|---|
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: TAUCHNER, P., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. HEUNEMANN, D |
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