DE4431052C2 - Einrichtung zum Entfernen von Kronenkorken - Google Patents

Einrichtung zum Entfernen von Kronenkorken

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DE4431052C2 DE19944431052 DE4431052A DE4431052C2 DE 4431052 C2 DE4431052 C2 DE 4431052C2 DE 19944431052 DE19944431052 DE 19944431052 DE 4431052 A DE4431052 A DE 4431052A DE 4431052 C2 DE4431052 C2 DE 4431052C2
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    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67BAPPLYING CLOSURE MEMBERS TO BOTTLES JARS, OR SIMILAR CONTAINERS; OPENING CLOSED CONTAINERS
    • B67B7/00Hand- or power-operated devices for opening closed containers
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Description

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Entfernen von Flaschen­ verschlüssen, insbesondere von Kronenkorken, von in über Trans­ portbahnen zugeführten Flaschenkästen enthaltenen Getränkeflaschen.
Bei rücklaufendem Leergut in Brauereien und sonstigen getränkeher­ stellenden bzw. abfüllenden Betrieben sind oft Verschlüsse auf Flaschenhälsen verblieben, und es kommt gelegentlich auch vor, daß von den Kontrollorganen ausgeschiedene oder bezüglich des Fülldatums überalterte Flaschen zu öffnen sind. Schon früh hat man versucht, die mit dem Entfernen von Verschlüssen Beschäftigten durch Mechani­ sierung, d. h., durch Einsetzen einer technischen Einrichtung, zu ersetzen. So beschreibt die DE 19 52 727 C2 eine Einrichtung, bei der alle Flaschen eines oder mehrerer Flaschenkästen während des Stillstandes der Flaschenkästen zeitlich parallel bearbeitet werden, indem von oben her eine Entkorkungsvorrichtungen enthaltende Platine abgesenkt und wieder angehoben wird. Bspw. aus der US 237 289 ist es bekannt, die Entkorkungswerkzeuge am Umfang einer Scheibe anzuordnen und während des kontinuierlichen Durchlaufes von Flaschen wirksam werden zu lassen.
Hierbei hat es sich gezeigt, daß insbesondere bei höherem Durchsatz der kontinuierliche Durchlauf sich als zweckmäßig erweist und durch Fortfall von Beschleunigungs- und Verzögerungsvorgängen die zufüh­ renden Transportbahnen entlastet, so daß höhere Durchlaufgeschwin­ digkeiten ermöglicht werden; im Interesse eines schnellen, störungs­ freien Durchlaufes ist es hierbei jedoch wünschenswert, zwischen den geförderten Flaschen und den umlaufenden Werkzeugen einen weitgehenden Gleichlauf zu erreichen, der rein mechanisch mit der gewünschten Genauigkeit kaum erreichbar sein dürfte.
Die Erfindung geht daher von der Aufgabe aus, eine Einrichtung entsprechend der bezeichneten Gattung zu schaffen, bei der eine einfache, ortsfeste Entkorkungswerkzeuge aufweisende Trommel sich in exaktem Gleichlauf der Werkzeuge zu dem praktisch lückenlos kontinuierlich erfolgenden Vorschub der in Flaschenkästen enthalten­ den, zu bearbeitenden Getränkeflaschen gehalten ist.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1. Mit ihrer Hilfe wird ein zwangsläufiger, feinstufig geregelter Gleichlauf erzielt, mit dem unter Verzicht auf mechanische Kupp­ lungen die Rotation der in festen Positionen vorgesehenen Werkzeuge aufweisenden Trommel durch den Vorschub der Getränkeflaschen bzw. Flaschenkästen bestimmt wird.
Vorteilhafte, zweckmäßige und erfinderische Weiterbildungen des Patentanspruches 1 sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Im einzelnen sind die Merkmale der Erfindung anhand der Beschreibung eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit dieses darstellenden Zeichnungen erläutert. Es zeigen hierbei:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Einrichtung zum Entfernen von Kronenkorken von Getränkeflaschen,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Einrichtung nach Fig. 1,
Fig. 3 vergrößert und bereichsweise geschnitten ein Segment der die Entkorkungswerkzeuge aufweisenden Trommel,
Fig. 4 abgebrochen die Aufsicht auf Entkorkungswerkzeuge betäti­ gende Steuerkurven,
Fig. 5 abgebrochen zwei in unterschiedlichen Ebenen geführte Schnitte durch die Hohlwalzenwandung der Fig. 3 mit Kronenkorken ergreifenden Werkzeugen, und
Fig. 6 ein Blockschaltbild für eine der Fig. 1 entsprechende, weitergebildete Einrichtung.
In Fig. 1 ist in der Ansicht und Fig. 2 der Seitenansicht eine Einrichtung zum Entfernen von Kronenkorken von in Flaschenkästen geführten Getränkeflaschen gezeigt. Zum Teil mit Kronenkorken 1 versehene Getränkeflaschen 2 werden von links nach rechts in Fla­ schenkästen 3, 4, 5 lückenlos aneinanderschließend kontinuierlich vorgeschoben. In der Einrichtung werden sie hierbei von einem Förderband 6 übernommen, das im Rahmen 7 über Umlenkrollen 8 geführt ist, deren in Fig. 1 rechts dargestellte durch einen Elektromotor 9 angetrieben wird, der mit einem als digitaler Winkelschrittgeber ausgeführten Weggeber 10 gekoppelt ist. Eine exakte Mitnahme der Flaschenkästen 3 bis 5 wird durch Andruckrollen 11 erzielt, welche auf den oberen Rändern der Flanken der Flaschenkästen laufen und diese zusätzlich belasten.
Ein Vertikalprofil 12 des Rahmens trägt um einen Bolzen schwenkbar einen im wesentlichen horizontal auskragenden Schwenkarm 13, der an seinem freien Ende mit einer feststehenden Achse 14 ausgestattet ist, um die eine Werkzeuge aufweisende Hohlwalze 15, durch einen Elektromotor 16 angetrieben, drehbar ist. Die Drehung wird durch einen als absoluter Winkelschrittgeber ausgeführten Weggeber 17 überwacht. Ein Sensor 18 ist über der Durchlaufbahn der Flaschenkä­ sten 3 bis 5 vorgesehen und spricht auf deren Querwände an und zeigt damit das Einlaufen eines weiteren Kastens an. Die jeweils von den Weggebern 10, 17 und dem Sensor 18 abgegebene Signale werden einer Regelvorrichtung 19 zugeführt.
Zum Betriebe werden Getränkeflaschen enthaltende Kästen über nicht dargestellte Förderwege der Einrichtung zugeführt und erreichen das separat angetriebene Förderband 6, das ihre Durchlaufgeschwindigkeit durch die Einrichtung bestimmt, indem es die Flaschenkästen 3 bis 5 unter Einwirkung der Andruckrollen 11 schlupffrei mitnimmt. Die Antriebsgeschwindigkeit des Förderbandes 6 ist im wesentlichen konstant, kann jedoch ggfs. auf unterschiedliche Geschwindigkeiten eingestellt werden. Bewährt hat es sich, jeweils vorgegebene Ge­ schwindigkeiten mittels einer weiter unten beschriebenen Regel­ vorrichtung 38 konstant zu halten.
Die vom Förderband 6 eingehaltene Geschwindigkeit wird vom Weggeber 10 über eine Leitung 20 der Regelvorrichtung 19 als Sollwert vor­ gegeben, welche die Drehgeschwindigkeit des die Hohlwalze 15 betrei­ benden Elektromotores 16 einregelt, wobei der dem Elektromotor 16, der Hohlwalze 15 oder einem beider verbindenden Getriebe zugeordnete Weggeber 17 den Ist-Wert vorgibt, der über Leitung 21 der Regel­ vorrichtung 18 zugeführt wird. Um jedoch mit vorgegebenen Bedingun­ gen sicher rechnen zu können, und insbesondere die Einlaufphase der Flaschenkästen mit zugeordneten Umdrehungsphasen der Hohlwalze 15 in Übereinstimmung zu bringen, wird eine einem Flaschenkasten entsprechende Teildrehung der Hohlwalze 15 jeweils durch Signale des Sensors 18 ausgelöst bzw. korrigiert und durch den absoluten Winkelschrittgeber 17 überwacht. Damit wird erreicht, daß die Drehgeschwindigkeit der Hohlwalze 15, genauer gesagt, deren Umfangs­ geschwindigkeit, auf die Vorschubgeschwindigkeit des Förderbandes 6 eingeregelt wird, wobei jedoch durch Auslösung und/oder Korrektur jeweils nach einem Durchlauf eines Flaschenkastens eine Korrektur des Drehwinkels der Hohlwalze 15 erfolgt, so daß auch kleinste Fehler, die sich beim längeren Lauf auf summieren könnten, ausgegli­ chen werden und ein phasenstarrer Gleichlauf gesichert ist.
Die eigentlichen Werkzeuge zum Abziehen der Kronenkorken sind in den Fig. 1 und 2 nur angedeutet, und dieses nur über einen begrenzten Umfangswinkel der sie tragenden Hohlwalze 15. In Fig. 3 ist ein Segment der Hohlwalze vergrößert und abgebrochen sowie bereichsweise geschnitten dargestellt. Als Werkzeuge sind auch in Fig. 5 gezeigte, im wesentlichen U-förmig geformte Profilschienen 23 vorgesehen, die in Nute der Hohlwalze 15 eingesetzt und durch in Fig. 5 gezeigte Schrauben 24 gehalten sind. Jeweils einer der Schenkel der Profilschienen 23 ist mit einem als Widerhaken wirken­ den Profilvorsprung 25 ausgestattet, während der unten links darge­ stellte gegenüberliegende Schenkel sich zum freien Ende verjüngend als Rampe ausgebildet ist. Beim Vorschieben der Flaschenkästen 4, 5 und dem Drehen der Hohlwalze 15 mit eingeregelter Tangentialge­ schwindigkeit werden die Profilvorsprünge einseitig unter den Rand der Kronenkorken 1 geschoben, und beim Weiterlaufen dreht und entfernt sich die jeweilige Schiene von der Mündung des Flaschenhal­ ses und zieht hierbei den Kronenkorken ab. An dieser Profilschiene bleibt der Kronenkorken 1 unter Einwirkung des eingelegten Perma­ nentmagneten 26 hängen und umläuft im Ausführungsbeispiel die feststehende Achse 14 um fast 270 Grad.
Wie der Schnitt des in unterster Position dargestellten Werkzeuges zeigt, besteht das Werkzeug in jeder Flaschenposition nicht nur aus dieser Profilschiene 23 und einem Permanentmagneten 26, es ist jeweils an den an Flaschenhälse herangeführten Stellen auch eine Führungshülse 27 in die Wandung der Hohlwalze 15 eingesetzt, in der ein durch eine Druckfeder 28 vorgespannter Auswerferbolzen ver­ schiebbar gehalten ist. Nach einem Umlauf von ca. 250 Grad läuft jeweils das freie Ende der Auswerferbolzen auf eine Steuerkurve 30 auf, welche während der weiteren Drehung der Hohlwalze 15 den Aus­ werferbolzen 29 gegen die Kraft der Druckfeder 28 nach außen drückt und damit den bis jetzt gehaltenen Kronenkorken auswirft. In dieser Stellung ist es leicht möglich, durch eine die am weitesten nach links exponierten Mantellinien der Hohlwalze 15 untergreifende Rinne die abgeworfenen Kronenkorken 1 aufzufangen und, bei entsprechender Schrägstellung der Rinne, seitlich abzuleiten.
Die Halterung der Steuerkurve 30 mit empfehlenswerten Einstell­ möglichkeiten sind aus der Fig. 3 ersichtlich. Die feststehende Achse 14 wird von der Wandung einer entsprechenden Bohrung eines Lagerbockes 31 umgriffen, wobei dessen Lage durch eine beide ver­ bindende Paßfeder 32 gesichert ist. Die Steuerkurve 30 wird in einem Gabelstück 33 des Lagerbockes 31 schwenkbar gehalten und mittels einer Einstellschraube 34 angestellt, wobei die Druckfeder 35 den ihr gegenüberliegenden Schenkel der Steuerkurve 30 gegen das Schaf­ tende der Einstellschraube 34 drückt.
Entsprechend der Anzahl der in einem Kasten untergebrachten Geträn­ keflaschen 2, in Transportrichtung jeweils fünf Flaschen, enthält die Hohlwalze 15 in jedem ihrer Quadranten in Umfangsrichtung hintereinander fünf Profilschienen 23 mit fünf Auswerferbolzen 29 mit Zubehör, sowie eine Ausnehmung 36, welche den Stirnflächen der Flaschenkästen 4, 5 die Passage ungestört ermöglicht. Es besteht natürlich die Möglichkeit, die entsprechende Anzahl von Profil­ schienen und Werkzeugen bei kleineren Hohlwalzen auf jeweils 120 Grad oder bei größeren Hohlwalzen auf jeweils 72 bzw. 60 Grad zu verteilen. Die üblichen Flaschenkästen weisen beim Durchlauf jeweils parallel vier Getränkeflaschen auf. Von entsprechender Länge werden die Profilschienen 23 gewählt, obwohl selbstverständlich auch einzelne, kurze Schienenstücke jeweils einsetzbar sind. Die Aus­ werfer sind in der entsprechenden Anzahl der parallel stehenden Getränkeflaschen und in deren Teilung entsprechenden Abständen vorgesehen, und dem entsprechend sind gemäß Fig. 4 auch entspre­ chend viele Steuerkurven 30 angeordnet. Der Verzicht auf eine breite, gemeinsame Steuerkurve ergibt in Verbindung mit der separa­ ten Lagerung in den Gabelstücken 33 die Möglichkeit, bspw. bei blockierten Auswerferbolzen 29 übergroße zerstörende Kräfte zu vermeiden, indem die Betroffene der Steuerkurven 30 gegen die Kraft der sie vorspannenden Druckfeder 35 nachzugeben vermag, ohne die parallel angeordneten Steuerkurven 30 zu beeinträchtigen. Ein achsparalleler Halbschnitt ist zur Erleichterung des Verständnisses in Fig. 5 gezeigt.
Wie Fig. 3 weiterhin zeigt, sind die äußeren Enden der Schenkel der Profilschienen 23 rampenartig angeschrägt, und die schräge Fläche setzt sich am äußeren Ende der Flanken der sie aufnehmenden Nute sofort, so daß beim Einschwenken den Hälsen von Getränkefla­ schen 2 ausreichend Raum geboten ist sowie diese zur gegenüber­ liegenden Flanke hin geschoben werden, so daß beim Einlaufen von Getränkeflaschen deren Kronenkorken 1 durch die linksseitige Flanke der Profilschiene 23 unter den rechtsseitigen Profilvorsprung 25 geschoben werden, und ohne Kronenkorken 1 verbliebene Flaschenhälse so weich geführt sind, daß mechanische Überbeanspruchungen und Verletzungen des Mündungbereiches der Getränkeflaschen sicher vermieden werden.
In Fig. 4 ist die Halterung der Steuerkurven 30 in einer Aufsicht auf diese dargestellt. Die feststehende Achse 14 trägt Lagerböcke 31, die durch eine parallel zur Achse 14 laufende Traverse verbunden sind. Die Traverse trägt die Gabelstücke 33, zwischen denen jeweils Steuerkurven 30 schwenkbar angeordnet sind. Durch diese Trennung läßt sich nicht nur eine separate Justierung durchführen, ist wird auch erreicht, daß, wie bereits beschrieben, beim Blockieren eines Auswerferbolzens 29 die zugeordnete Steuerkurve 30 nachzugeben vermag, ohne daß die übrigen Steuerkurven in ihrer Funktion beein­ trächtigt werden.
In Fig. 5 ist ein radial geführter Schnitt durch einen Wandungs­ bereich der Hohlwalze 15 im Bereiche einer der Profilschienen 23 gezeigt. Es ist hier erkenntlich, wie der Umfang der Hohlwalze jeweils in Flaschenkästen 4 eintaucht und die Profilschiene 23 mit ihrem Profilvorsprung 25 Kronenkorken 1 untergreift, so daß sie beim Weiterlauf der Hohlwalze vom Halse der Getränkeflasche 2 abgezogen werden. Eine exakte Einstellung des Eingreifens der Hohlwalze läßt sich mit einer dem Hub des Schwenkarmes (13) nach unten begrenzender Stell- bzw. Justiervorrichtung bewirken, wobei der Schwenkarm zweckmäßig durch nicht dargestellte Druckmittelzylinder und/oder Federn teilentlastet wird. Eine vorteilhafte Höheneinstellung des Schwenkarmes ergibt sich hierbei, wenn die Nutgründe der Profil­ schienen (23) im unteren Scheitel der Hohlwalze (15) geringfügig über verbliebenen Kronkorken 1 stehen. Die Hohlwalze hat jedoch die Möglichkeit, ohne Schäden in Flaschenkästen (4) befindlichen Fremd­ körpern nach oben auszuweichen.
Es war bereits angedeutet, daß eine hohe Konstanz einer eingestell­ ten Vorschubgeschwindigkeit des Förderbandes 6 sich durch Einschal­ ten einer Regelvorrichtung 38 erreichen läßt. Der jeweilig gewünsch­ te Soll-Wert wird an einer Stellvorrichtung 37, bspw. einem Poten­ tiometer, eingestellt, welches der Regelvorrichtung 38 den Soll-Wert der einzuhaltenden Geschwindigkeit vorgibt. Der Ist-Wert wird vom Weggeber 10 über die Leitung 20 zugeführt, und die von rechts zugeführte Betriebsspannung des Elektromotores 9 wird entsprechend den Abweichungen von der vorgegebenen Geschwindigkeit abgeändert über Leitung 39 dem Elektromotor 9 zugeführt und damit Drehzahl­ abweichungen ausgeregelt.
Ein in seiner Steuerung weiter verfeinertes Ausführungsbeispiel ist im Blockschaltbild der Fig. 6 dargestellt. Auch hier werden für gleiche Bauteile zur Vereinfachung des Verständnisses auch gleiche Referenznummern verwendet, so bspw. für die auf dem Förderband 6 geführten Flaschenkästen 3, 4 und 5, die Umlenkrollen 8 und der­ gleichen.
Zur Bedienung sind hier eine Schalterkonsole 40 sowie ein Bedie­ nungsterminal 41 vorgesehen, die mit einer speicherprogrammierbaren Steuereinrichtung 42 verbunden sind. Die Drehzahl des Elektromotores 9 des Förderbandes 6 kann hier direkt von der Steuereinrichtung 42 aus über einen Frequenzumformer 43 bestimmt werden, welcher dem als Asynchronmotor ausgeführten Elekromotor 9 die jeweilige Betriebs­ frequenz vorgibt, die bspw. zwischen 8 und 200 Hz liegen kann. Die Speisung des Elektromotors 16 zum Betriebe der Hohlwalze 15 erfolgt von der Steuereinrichtung 42 aus über die Regelvorrichtung 44 und einen Frequenzumformer 45.
Die Vorschubgeschwindigkeit des Förderbandes 6 wird hier durch einen Weggeber 10 erfaßt, der mit einer der Umlenkrollen 8 des Förder­ bandes verbunden ist. Im Falle des Antriebes der Hohlwalze 15 ist der den Ist-Wert der Drehzahl bzw. der Umfangsgeschwindigkeit angebende Weggeber 17, schon aus Preisgründen, als einfacher Winkel­ geber ausgeführt. Ergänzt ist er daher durch einen Sensor 46, der den Umlauf der Hohlwalze 15 überwacht und Makierungen 47 derselben auffaßt, die je einem Flaschenkasten entsprechenden, mit Werkzeugen bestücken Sektor der Walze zugeordnet sind. Ein Sensor 16, der als Fotozelle bzw. Lichtschranke ausgebildet sein kann, erfaßt den Durchlauf der Stirnwände der Flaschenkästen 3 bis 5.
Damit ist auch hier eine Möglichkeit für eine exakte Einregelung auf gleiche Geschwindigkeiten gegeben, indem die Betriebsfrequenz des Elekromotores 17 entsprechend eingeregelt wird, während gleich­ zeitig der Sensor 18 bestimmte Phasenlagen des Einschiebens der Flaschenkästen angibt und Sensor 46 die hierfür erforderliche Phasenlage der Hohlwalze 15 feststellt. Treten Differenzen auf, so werden diese von der Steuereinrichtung 42 ermittelt und als Stör­ größe der Regelvorrichtung 44 zugeführt, welche diese durch gering­ fügiges Absenken oder Anheben der im Frequenzumformer 45 bewirkten Betriebesfrequenz auszugleichen vermag.
Zusätzlich sind dem Förderband 6 vorgeordneten Förderwegen Licht­ schranken 48 zugeordnet, welcher die Anzahl der gegenwärtig an­ stehenden Flaschenkästen zu ermitteln vermögen. Zeigen alle diese Fotozellen anstehende Flaschenkästen an, so wird von der Steuervor­ richtung 42 aus über den Frequenzumformer 43 der Elektromotor 9 mit der vollen vorgesehen Arbeitsgeschwindigkeit betrieben, und über die Regelvorrichtung 44 und dem Frequenzumformer 45 wird der Elek­ tromotor 16 der Hohlwalze 15 nachgeführt. Sind aber nicht alle der Fotozellen durch Flaschenkästen abgeblendet, so wird durch die Steuervorrichtung 42 die im Frequenzumformer 43 bewirkte Betriebs­ frequenz des Elektromotors 9 für langsameres Arbeiten abgesenkt, und über die Regelvorrichtung 44 wird der Elektromotor 16 nach­ geführt, so daß ein eventuell drohendes Abbrechen der kontinuierli­ chen Förderung durch langsameres Fahren abgewendet wird.

Claims (17)

1. Einrichtung zum Entfernen von Flaschenverschlüssen, insbesonde­ re von Kronenkornen, von in über Transportbahnen zugeführten Flaschenkästen enthaltenen Getränkeflaschen, dadurch gekennzeichnet,
daß ein mit definierter Geschwindigkeit angetriebenes Förder­ band (6) zur Aufnahme aufgeschobener Flaschenkästen (3 bis 5) vorgesehen ist,
daß über dem Förderband eine gesteuert und/oder geregelt angetriebene Hohlwalze (15) angeordnet ist, entlang deren Umfang die zum Entfernen der Flaschenverschlüsse (1) vorgesehe­ nen Werkzeuge angeordnet sind,
daß das Förderband (6) sowie die Hohlwalze (15) bzw. deren Antriebe mit Weggebern (10, 17) ausgestattet sind, wobei der Ausgangswert des dem Förderband (6) zugeordneten Weggebers (10) als Sollwert einer Stell- bzw. Regelvorrichtung (19) zugeführt wird, der als Stellglied der Antriebsmotor (17) der Hohlwalze (15) zugeordnet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Weggeber (10, 17) als digitale Winkelgeber ausgebildet sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Weggeber (17) als absoluter Winkelgeber ausgebildet ist, und daß der Führungsbahn der Flaschenkästen (3 bis 5) ein deren Stirnwände erfassender Sensor (18) zugeordnet ist, welcher die absolute Lage der Hohlwalze (15) in vorgegebenen Vorschubphasen der Flaschenkästen (3 bis 5) mittels der Regel­ vorrichtung (19) korrigiert.
4. Einrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsgeschwindigkeit des Förderbandes (6) durch eine dem Elektromotor (9) zugeordnete Stellvorrichtung (37) vor­ gebbar ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Stellvorrichtung (37) abgegebene Wert einer dem Elektromotor (9) des Förderbandes (6) vorgeordneten Regel­ vorrichtung (38) als Soll-Wert vorgegeben ist, und daß ihr als Ist-Wert der Ausgang des Weggebers (10) zugeleitet (20) wird.
6. Einrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Entkorkerwerkzeuge U-artig geformte Profilschienen (23) aufweisen, die in die Mantelfläche der Hohlwalze (15) in entlang von Mantellinien derselben eingearbeitete Nute einge­ legt sind, und daß die Innenfläche einer der Profilschenkel der Profilschienen (23) als schräge Rampe ausgebildet ist, während der gegenüberliegende Schenkel mit einem widerhaken­ artig nach innen auskragenden Profilvorsprung (25) ausgestattet ist.
7. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Mantel der Hohlwalze (15) angeordneten Entkor­ kerwerkzeuge jeweils Permanentmagnete (26) aufweisen.
8. Einrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlwalze (15) im Bereiche der Profilschienen (23) mit in eine Grundstellung vorgespannten, radial geführten Aus­ werferbolzen (29) versehen ist, und daß im Innern der Hohlwalze (15) vorgesehene Steuerkurven (30) beim Durchlauf von Aus­ werferbolzen (29) diese gegen die Kraft der sie vorspannenden Druckfeder (28) radial nach außen durchdrücken.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkurven (30) rückschwenkbar gehalten und durch eine Druckfeder (35) in Arbeitsstellung gehalten sind.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsstellungen der Steuerkurven (30) durch Stellvor­ richtungen (Einstellschrauben 34) justierbar sind.
11. Einrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Entkorkerwerkzeuge in Sektoren des Mantels der Hohlwal­ ze (15) derart angeordnet ist, daß deren Abwicklung der Anord­ nung von Getränkeflaschen (2) in Flaschenkästen (3 bis 5) entspricht, und daß zwischen diesen Sektoren Ausnehmungen (36) angeordnet sind, in welche die Kopfpartien der Querwände der Flaschenkästen (3 bis 5) einzutreten vermögen.
12. Einrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlwalze (15) auf einer feststehenden Achse (14) gelagert ist, die auch den bzw. die Lagerböcke (31) zur Auf­ nahme der Steuerkurven (30) trägt.
13. Einrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Flaschenkästen (3 bis 5) durch gewichts- und/oder federbelastete Andruckrollen (11) schlupffrei gegen das Förder­ band (6) gepreßt werden.
14. Einrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die feststehende Achse (14) der Hohlwalze (15) am freien Ende eines vertikal verschwenkbaren Schwenkarmes (13) angeord­ net ist, dessen Arbeitsstellung durch einen verstellbaren Anschlag justierbar ist, und der zweckmäßig durch Druckmittel­ zylinder und/oder Federn teilentlastet ist.
15. Einrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der der Hohlwalze (15) zugeordnete Weggeber (17) ein einfacher, vorzugsweise digitaler Winkelgeber ist, und daß der Hohlwalze (15) ein Sensor (46) zugeordnet ist, der auf dis­ krete, vorbestimmte, ggfs. durch Markierungen (47) gekenn­ zeichnete Phasenstellungen der Hohlwalze (15) anspricht.
16. Einrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß dem Einlaufweg der Flaschenkästen (3 bis 5) Sensoren (48) zugeordnet sind, welche die Anzahl von im Einlauf befindlichen Flaschenkästen erfassen und einer Steuervorrichtung (42) übermitteln, welche beim Unterschreiten eines vorgegebenen Signales ein langsameres Laufen des Förderbandes (6) bewirkt.
17. Einrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband (6) und die Hohlwalze (15) durch eine einstellbare Phasenlagen starr einhaltende elektrische Welle miteinander verbunden sind.
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