DE442899C - Verfahren zur Bodenlockerung und gleichzeitigen Duengung mittels Sprengstoffe - Google Patents

Verfahren zur Bodenlockerung und gleichzeitigen Duengung mittels Sprengstoffe

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DE442899C
DE442899C DEC38461D DEC0038461D DE442899C DE 442899 C DE442899 C DE 442899C DE C38461 D DEC38461 D DE C38461D DE C0038461 D DEC0038461 D DE C0038461D DE 442899 C DE442899 C DE 442899C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C21/00Methods of fertilising, sowing or planting

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

Seit einigen Jahren ist man dazu übergegangen, für Bodenlockerungen in der Landwirtschaft Sprengstoffe fcu verwenden, um eine tiefgehende Lockerung1 des Bodens und Zertrümmerung harter Schichten zu erreichen.
Die hierzu verwendeten Sprengstoffe waren ihrer Zusammensetzung nach bisher lediglich nach sprengtechnisdfoen Gesichtspunkten aufgebaut, so daß dem Boden noch reichliche ίο Gaben Stickstoff, Kali und andere Düngemittel zugeführt werden maßten, sollte die erzielte tiefgründige Bodenlockerung voll zur Geltung kommen.
Zwar hat man früher bereits versucht, gleichzeitig mit der Sprengung· eine Dünguing des Bodens durch Verwendung von Dünger in flüssiger Form zu erreichen; aber bei Anwendung dieses Verfahrens sind unverhältnismäßig· große Bohrlochdurchmesser erforderlich; andererseits ist für jeden Schuß ein besonderer Flüssigkeitsbehälter erforderlich, der jedesmal verloren ist.
Im Gegensatz hierzu besteht der Gedanke der Erfindung darin, daß man Sprengstoffen, die zu bodenkulturellen Arbeiten Verwendung finden, entsprechende Mengen von Dünge-
mitteln, wie Kalisalze, Phosphorsalze usw., zusetzt, die bei der Explosion die Bodenschichten in fein, verteilter Form, durchdringen und hierdurch eine Düngung des Bodens herbeiführen. Dabei können sowohl sieh bei der Explosion beteiligende Salze, wie Kaliumchlorat und Kaliumperchlorat, oder auch inerte Stoffe, wie Thomas-Phosphatmelil, verwendet werden. Bei Kaliumchlorat- bzw. Kaliumperchloratsprengstoffen kann auf einen Zusatz von Kalisalzen verzichtet werden, da bei deren Explosion bereits Chlorkalium entsteht, während bei Ammonsalpetersprengstoffen mit Rücksicht auf die1 Zersetzungsmöglichkeit Kaliumperchlorat oder eine inerte Kaliumverbindung verwandt werden muß.
Je nach dem Aufbau der einzelnen Sprengstoffarten können in einen Sprengstoff ein oder mehrere Düngemittel verwandt werden. Andererseits können, derartige Sprengstoffe mit einem Gehalt von verschiedenartigen Düngemitteln zusammen in einem Bohrloch oder nacheinander in einem Bohrloch oder im verschiedenen Bohrlöchern gleichzeitig oder S5 nacheinander zur Explosion gebracht werden. Bei Verwendung gelatinöser Sprengstoffe können die Gehalte an inerten Düngemitteln bei entsprechendem Gesamtaufbau der Sprengstoffe entsprechend höher gestaltet werden. Andererseits können die Düngemittel auch außerhalb der Sprengstoffe, wie 3. B. in Form eines Hohlzylinders, in fester oder loser Form angeordnet werden. In Abb. 1 stellt a die Sprengpatrone, b einen gepreßten Hohlzylinder aus Thomas-Phosphatmeihl dar. Abb. 2 zeigt eine Sprengpatrone in Kombination mit Chlorkalium in staubförmiger" Form, das in einer besonderen Hülle zylinderförmig um den Sprengstoff angeordnet ist.
Das hier charakterisierte Verfahren hat 40 neben r seiner einfachen Anwendungsweise gegenüber dem Streuen oder Eingraben von Düngemitteln den Vorteil, daß die Düngestoffe gleich an die Stelle ^gebracht werden, wo sie die Pflanze am schnellsten verarbeiten 45 kann.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Bodenlockerung und gleichzeitigen Düngung mittels Sprengstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß Sprengstoffen für bodenkulturelle Zwecke entsprechende Mengen Düngemittel zugesetzt werden, die entweder an der Umsetzung des Sprengstoffes · selbst teilnehmen oder aber auch als inerte "Körper dem Sprengstoff zugesetzt werden.
2. Verfahren zur Bodenlockerung und gleichzeitigen Düngung mittels Sprengstoffe nach Anspruch 1·, dadurch gekennzeichnet, daß Sprengstoffe, die verschiedenartige Düngemittel enthalten) zusammen in einem Bohrloch oder nacheinander in einem Bohrloch oder in verschiedenen Bohrlöchern gleichzeitig oder nacheinander zur Explosion gebracht werden.
3. Verfahren zur Bodenlockerung und gleichzeitigen Düngung- mittels Sprengstoffe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Düngemittel außerhalb von Sprengpatronen um dieselben oder zwischen denselben in beliebiger Form angeordnet werden, um sie durch die Explosion des Sprengstoffes im Boden zu verteilen und hierdurch gleichzeitig mit der Bodenlockeruüg eine Bodendüngung zu erreichen.
Abb. i.
Abb. 2.
DEC38461D 1926-07-04 1926-07-04 Verfahren zur Bodenlockerung und gleichzeitigen Duengung mittels Sprengstoffe Expired DE442899C (de)

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