DE4412427A1 - Fahrzeug-Schallisolator - Google Patents
Fahrzeug-SchallisolatorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schallisolator, der
geeignet ist, zu verhindern, daß Störgeräusche, die im
Maschinenraum eines Fahrzeugs erzeugt werden, nach
außen abgegeben und in den Fahrgastraum des Fahrzeugs
über den Raum unter dem Boden übertragen werden.
Üblicherweise ist, wie Fig. 10 zeigt, ein
Maschinenraum E eines Kraftfahrzeuges mit
verschiedenen Isolatoren wie einem Motorhaubenisolator
2, der an der Innenseite eines Motorhaubenblechs 1
befestigt ist, an einem Aufprallfrontisolator 4, der
an der Vorderseite einer Aufprallplatte 3 befestigt
ist und einer unter der Maschine 5 befestigten
Isolatorplatte 6 ausgestattet.
Die im Maschinenraum E erzeugten Störgeräusche werden
zum großen Teil durch den Motorhaubenisolator 2, die
Aufprallfrontplatte 4 und die unter der Maschine
befindliche Isolatorplatte 6 isoliert, die aus
schallisolierendem oder - absorbierendem Material
hergestellt sind. Der restliche Teil der Störgeräusche
wird jedoch aus dem Fahrzeug aus einer Öffnung im
unteren und hinteren Teil des Maschinenraums E
abgegeben und für den zwischen der Bodenplatte 7 des
Fahrzeugs und der Straßenoberfläche gebildeten
Luftraum übertragen. Dieser Teil der Störgeräusche
wird nicht nur aus dem Fahrzeug abgegeben, sondern
auch in das Innere des Fahrgastraums übertragen und
stört den Komfort der Fahrzeugfahrgäste. Die
Schallabgabe des Aufpuffrohrs ist ebenfalls ein
erheblicher Faktor der Störgeräusche außerhalb des
Fahrzeugs, und diese werden ebenfalls in den
Fahrgastraum über den Raum zwischen der Bodenplatte 7
und der Straßenoberfläche und dann durch die
Bodenplatte 7 übertragen.
Es wurde vorgeschlagen, die Abgabe von Störgeräuschen
vom Maschinenraum E aus dem Fahrzeug und deren
Übertragung in den Fahrgastraum über die Bodenplatte 7
durch Verwendung einer ersten Seilabsorptionswand 8 zu
verhindern, die sich von einem unteren Aufprallteil
schräg nach unten erstreckt, sowie einer zweiten
Schallabsorptionswand, die an der Unterseite der
Bodenplatte 7 befestigt ist, wie Fig. 11 zeigt.
Da sich jedoch entsprechend diesem Vorschlag die erste
Schallabsorptionswand 8 vom unteren Teil des Fahrzeugs
schräg nach unten erstreckt, kann sie beschädigt oder
verschoben werden, wenn das Fahrzeug über eine
unregelmäßige Straßenoberfläche fährt. Wenn die Länge
der ersten Schallabsorptionswand 8 reduziert wird, um
dieses Problem zu vermeiden, wird ihre Effektivität
bei der Kontrolle der Störgeräusche wesentlich
verringert.
Da die erste und zweite Schallabsorptionswand 8 und 9
jeweils aus einer laminierten Anordnung einer
perforierten Stahlplatte und Schallabsorptionsmaterial
besteht, ist der Frequenzbereich der Störgeräusche,
die absorbiert werden können, begrenzt, und ihr
Gewicht erhöht das des Fahrzeugs erheblich. Vor allem
sind diese Wände hinsichtlich der Kontrolle des
Frequenzbereiches der Störgeräusche, die in den nach
außen abgegebenen Störgeräuschen vorherrschend sind,
nicht zufriedenstellend.
Es ist auch vorstellbar, eine Schallisolierplatte
unter der Maschine zu befestigen, jedoch dies die
Wärmeableitung vom Maschinenraum und beeinträchtigt
das Kühlsystem der Maschine nachteilig.
Der Erfindung liegt in erster Linie die Aufgabe
zugrunde, einen Schallisolator für ein Fahrzeug zu
schaffen, der die von einem Maschinenraum eines
Fahrzeugs abgegebenen Störgeräusche wirksam
kontrolliert, indem das Helmholtz′sche
Schallabsorptionsprinzip angewandt wird.
Weiterhin soll ein Schallisolator für ein Fahrzeug
geschaffen werden, der die an den Raum unter der
Bodenplatte des Fahrzeugs abgegebenen Störgeräusche
wirksam kontrolliert, so daß die aus dem Fahrzeug
abgegebenen Störgeräusche und die zum Fahrgastraum
übertragenen Störgeräusche reduziert werden können.
Weiterhin soll ein Schallisolator für ein Fahrzeug
geschaffen werden, der die von einem Maschinenraum
abgegebenen Störgeräusche wirksam kontrolliert, ohne
die Wärmeableitung aus dem Maschinenraum wesentlich zu
begrenzen.
Schließlich soll ein Schallisolator geschaffen werden,
der die von einem Maschinenraum abgegebenen
Störgeräusche wirksam kontrolliert, ohne daß die
Gefahr einer Beschädigung oder Verschiebung durch
mögliche Unebenheiten der Straßenoberfläche gegeben
ist.
Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung durch
die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale. Zweckmäßige
Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Normalerweise werden die verschiedenen Parameter so
eingestellt, daß die folgende Gleichung für eine
Resonanzfrequenz im Bereich von 200 bis 2 kHz erfüllt
ist.
in der C die Schallgeschwindigkeit, β das
Öffnungsverhältnis, t die Dicke der perforierten
Platte, b der Radius der der Öffnungen und d die Dicke
des Luftraums ist.
Somit können durch Befestigung einer perforierten
Platte an der gesamten Unterseite oder einem Teil der
Unterseite eines schrägen Fußbretts und/oder einer
Bodenplatte, die hinter einer unteren Aufprallplatte
liegen, wobei ein bestimmter Luftraum dazwischen
gebildet wird, und durch geeignete Einstellung der
Dicke der perforierten Platte, des Durchmessers jeder
Öffnung, des Abstandes der Öffnungen und der Dicke des
Luftraums im Maschinenraum erzeugte Störgeräusche, die
möglicherweise aus dem Fahrzeugkörper nach außen
abgegeben und zum Fahrgastraum übertragen werden, über
bestimmte Frequenzbereiche dadurch wirksam absorbiert
werden, daß die Helmholtz′sche Resonanz ausgenutzt
wird. Dadurch kann eine genau definierte
Störgeräuschkontrolle erreicht werden, und die aus dem
Fahrzeugkörper abgegebenen Störgeräusche und die an
den Fahrgastraum übertragenen Störgeräusche können
durch geeignete Abstimmung des Schallisolators in
wesentlichem Ausmaß reduziert werden.
Da der Schallisolator im wesentlichen aus einer
perforierten Platte besteht, die an der Unterseite des
Bodenteils des Fahrzeugkörpers besteht, ohne nach
unten um mehr als 50 mm vorzustehen, ist die Gefahr
einer Beschädigung der perforierten Platte und anderer
Teile des Schallisolators selbst dann minimal, wenn
das Fahrzeug über eine unregelmäßige Straßenoberfläche
fährt, und der Schallisolator ist daher äußerst
haltbar.
Wenn ein ringförmiger Vorsprung oder ein axialer
Flansch um jede Öffnung der perforierten Platte
vorgesehen wird, kann die Dicke der perforierten
Platte in der Helmholtz′schen Resonanzgleichung nach
Belieben in einfacher Weise durch Änderung der Länge
der axialen Flansche geändert werden, ohne tatsächlich
die physikalische Dicke der perforierten Platte zu
ändern. Daher kann die Dicke des Luftraums reduziert
werden, und die Gefahr der Beschädigung der
perforierten Platte während des Betriebs kann
minimiert werden. Als zusätzlicher Vorteil ergibt
sich, daß die Abstimmung des Schallisolators
erleichtert werden kann. Der axiale Flansch kann nach
außen, innen oder nach innen und außen vorstehen.
Dadurch, daß die Öffnungen der perforierten Platte an
Stellen vorgesehen werden, die gegenüber der
Unterseite der perforierten Platte etwas zurückgesetzt
oder vertieft sind, kann die Verstopfung der Öffnungen
und das Eindringen von Schmutz oder anderer
Fremdpartikel in die Öffnungen vermieden werden. Somit
können die richtige Abstimmung und andere
Schallabsorptionszustände des Schallisolators über
eine große Zeitperiode aufrechterhalten werden. Die
Vertiefung der Öffnungen kann auf verschiedene Arten
erreicht werden. Die perforierte Platte kann
wellenförmig ausgebildet sein, kann von Stelle zu
Stelle unterschiedliche Dicken haben, während die
Innenseite im wesentlichen gleichmäßig eben bleibt,
kann nach innen vertiefte Nuten haben oder
Vertiefungen haben, die kreisförmig oder anderweitig
ausgebildet sind und eines oder mehrere Öffnungen
umgeben. Durch Verwendung von solchen Strukturen der
perforierten Platte ist es möglich, die
Biegefestigkeit und andere mechanische Festigkeiten
der perforierten Platte zu erhöhen. Die Öffnungen
können in den so gebildeten vertieften Teilen der
perforierten Platte ausgebildet werden.
Entweder durch völliges oder teilweises Füllen des
Luftraums mit einem schallabsorbierenden Material
können höherfrequente Komponenten der Störgeräusche
durch das Schallabsorptionsmaterial kontrolliert
werden, während andere Frequenzkomponenten durch die
Helmholtz′sche Resonanz kontrolliert werden. Daher
kann der Schallisolator größere Bereiche von
Störgeräuschen kontrollieren.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Fig. 1
bis 11 beispielsweise erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Bodenansicht eines Fahrzeugkörpers,
an dem der Schallisolator gemäß der Erfindung
befestigt ist;
Fig. 2 einen Schnitt der Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III in
Fig. 1;
Fig. 4 einen Schnitt, aus dem der wesentliche
Aufbau des Schallisolators hervorgeht;
Fig. 5 eine graphische Darstellung, aus der der
Vorteil in der Erfindung gegenüber dem Stand der
Technik hervorgeht;
Fig. 6(a) bis 6(c) Schnittdarstellungen
unterschiedlicher Ausführungsformen der axialen
Flansche, die um jede der Öffnungen der perforierten
Platte gebildet werden können;
Fig. 7(a) bis 7(c) Schnittdarstellungen
unterschiedlicher Ausführungsformen der perforierten
Platte, deren Öffnungen in zurückgesetzten bzw.
vertieften Teilen der perforierten Platte gebildet
sind;
Fig. 8(a) bis 8(e) Schnittdarstellungen
unterschiedlicher Ausführungsformen des
Schallisolators, bei dem poröses, schallabsorbierendes
Material wenigstens teilweise in den Luftraum gefüllt
ist, der zwischen der Bodenplatte und der perforierten
Platte gebildet wird;
Fig. 9 eine Aufsicht einer weiteren
Ausführungsform der perforierten Platte;
Fig. 10 eine Schnittdarstellung eines Fahrzeug
körpers, aus dem eine übliche Anordnung von
Schallisolatoren in einem Maschinenraum eines
Fahrzeugs hervorgehen und
Fig. 11 eine Fig. 10 ähnliche Darstellung, die eine
weitere übliche Anordnung von Schallisolatoren zeigt.
Bezugnehmend auf die Fig. 1 bis 3 kann der
Fahrzeug-Schallisolator 20 gemäß der Erfindung über
den gesamten Bereich der Fahrzeugbodenplatte, die
hinter einer unteren Aufprallplatte 10 liegt oder in
einem Teil hiervon montiert werden. Bei dieser
Ausführungsform liegt der Schallisolator 20 über der
gesamten Fläche eines schrägen Fußbretts 11 und eines
Bodenbretts 12, die hinter der unteren Aufprallplatte
10 liegen, und liegt an den seitlichen inneren
Längsträgern 13 an, die längs jeder Seite der
Bodenplatte 12 verlaufen. Der Schallisolator 20 dieser
Ausführungsform erreicht einen Transmissionstunnelteil
14 in einem zentralen Teil der Bodenplatte 12 nicht
ganz, kann sich aber ggfs. längs jeder Seite des
Transmissionstunnelteils 14 erstrecken.
Fig. 4 zeigt Einzelheiten des Aufbaus dieses Fahrzeug-
Schallisolators 20. Eine perforierte Platte 30 ist an
der Unterseite der Bodenplatte 12 befestigt, wobei
zwischen diesen ein Raum 40 von 50 mm oder weniger
gebildet wird. Die perforierte Platte 30 hat Öffnungen
31 in einem bestimmten Abstand in Längs- und
Seitenrichtung.
Die perforierte Platte 30 dieser Ausführungsform
besteht aus einer Polypropylen-Harzplatte, kann jedoch
auch aus Stahl oder einer anderen Platte bestehen. Die
Platte ist am Fahrzeugaufbau durch Bolzen 16 (Fig. 3)
oder andere geeignete Befestigungsmittel so befestigt,
daß sie höher als die Unterseite der seitlichen
inneren Längsträger 13 angeordnet ist, so daß eine
Beschädigung durch Unregelmäßigkeiten der
Straßenfläche verhindert wird.
Der Schallisolator 20 kann Störgeräusche bestimmter
Frequenzbereiche entsprechend dem Helmholtz′schen
Resonanzprinzip aufgrund des Luftraums t (mit einer
Dicke von 50 mm oder weniger) absorbieren, der unter
der Bodenplatte 12 und dem schrägen Fußbrett 11 durch
die perforierte Platte 30 gebildet wird, die darin
ausgebildete Öffnungen 31 hat.
Typischerweise haben von einer Maschine erzeugte
Störgeräusche Schalldruckpegel in bestimmten
Frequenzbereichen, und diese Störgeräusche werden
zuerst aus dem Maschinenraum E abgegeben und bauen
einen Schalldruckpegel auf, wenn sie von der
Straßenoberfläche reflektiert werden. Ein Teil dieser
Störgeräusche wird zum Fahrgastraum des Fahrzeuges
weiter übertragen. Wenn der Schallisolator 20 am
Fahrzeug in einem richtig abgestimmten Zustand
montiert ist, kann er die Störgeräusche bestimmter
Frequenzbereiche entsprechend dem nachfolgend
beschriebenen Prinzip effektiv kontrollieren.
Üblicherweise hat die Helmholtz′sche Resonanzgleichung
folgende Form:
In der C die Schallgeschwindigkeit, das
Öffnungsverhältnis, das durch den Abstand der
Öffnungen und den Durchmesser der Öffnungen bestimmt
wird, t die Dicke der perforierten Platte, b der
Radius der Öffnung, die durch den Durchmesser der
Öffnungen bestimmt wird, und d die Dicke des Luftraums
ist.
Wenn die Dicke der perforierten Platte 3 mm, die Dicke
des Luftraums 40 20 mm, der Durchmesser jeder Öffnung
31 10 mm und der Abstand der Öffnungen 31 32,3 mm (das
Öffnungsverhältnis ist 7,5%) ist, und diese Werte in
die Gleichung 1 eingesetzt werden, ergibt sich eine
Resonanzfrequenz f von 1 kHz. Damit kann dieser
Isolator 20 Störgeräusche in einem Frequenzbereich um
1 kHz absorbieren.
Es ist somit möglich, die Störgeräusche bestimmter
Frequenzbereiche dadurch zu kontrollieren, daß der
Schallisolator 20 abgestimmt bzw. die Dicke der
perforierten Platte im Bereich von 1 bis 10 mm
eingestellt wird, wobei die Dicke des Luftraums 40 im
Bereich von 10 bis 50 mm liegt, der Durchmesser jeder
Öffnung 31 im Bereich von 5 bis 30 mm und der Abstand
der Öffnungen 31 im Bereich von 15 bis 100 mm.
Fig. 5 zeigt in Absolutwerten die Differenz zwischen
den Schallisolierungseigenschaften eines Fahrzeuges,
das mit einem üblichen Schallisolator ausgestattet ist
und einem Fahrzeug, das mit dem Schallisolator 20 der
günstigstens Ausführungsform gemäß der Erfindung bzw.
einer perforierten Platte mit einer Dicke von 3 mm,
einem Luftraum mit einer Dicke von 20 mm, Öffnungen 31
der perforierten Platte jeweils mit einem Durchmesser
von 10 mm und Öffnungen, die in einem Abstand von 32,3
mm angeordnet sind, ausgestattet ist.
Wie sich aus dem Diagramm der Fig. 5 ergibt, kann die
Verwendung des Schallisolators gemäß der Erfindung
eine Reduzierung von 0,2 bis 2 db des
Störgeräuschpegels erreichen, der entsprechend der
derzeitigen japanischen Vorschrift in einem
Frequenzbereich von 200 bis 2 kHz im Vergleich zu
einer üblichen Anordnung gemessen wird.
Die Fig. 6 bis 9 zeigen unterschiedliche
Ausführungsformen der Erfindung.
In Fig. 6 ist ein axialer Flansch 32 um jede Öffnung
31 der perforierten Platte 30 vorgesehen. Wie die Fig.
6a, b und c zeigen, kann sich der axiale Flansch 32
nach außen, innen oder nach innen und außen
erstrecken. Insbesondere dann, wenn die perforierte
Platte 30 aus einer Kunststoffplatte besteht, können
diese axialen Flansche 32 leicht durch Formgebung
gebildet werden und bieten den zusätzlichen Vorteil,
die perforierte Platte 30 zu verstärken.
Der Ausdruck t in der Helmholtz′schen Gleichung, der
normalerweise der Dicke der perforierten Platte
entspricht, ist in diesem Falle durch die Länge jedes
axialen Flansches 32 gegeben. Durch Anordnen eines
axialen Flansches 32 um jede Öffnung 31 ist es daher
möglich, den Ausdruck t einzustellen, ohne tatsächlich
die Dicke der perforierten Platte 30 zu ändern, indem
nur die Länge jedes axialen Flansches 32 geändert
wird.
Da der Schallisolator 20 an der Unterseite von Teilen
wie der Bodenplatte 12 und dem schrägen Fußbrett 11
vorgesehen ist, die oft durch kleine Steine und
Schmutzspritzer getroffen werden, sollte die
perforierte Platte 30 verstärkt werden, wie Fig. 7
zeigt. Bei der in Fig. 7a gezeigten Ausführungsform
ist die perforierte Platte 30 mit einer Wellenform
versehen, wie in einer Querschnittsdarstellung gezeigt
ist, so daß abwechselnd seitlich verlaufende, nach
unten vorstehende Teile 33 gebildet werden, von denen
jedes, von der Seite her gesehen, einen dreieckigen
Querschnitt hat, und ebene Teile 34, von denen sich
jedes zwischen einem Paar nach unten vorstehender
Teile 33 erstreckt. Jedes der nach unten vorstehenden
Teile 33 kann, seitlich gesehen, symmetrisch sein,
kann jedoch auch asymmetrisch sein, wobei die weniger
steile Seite zum Vorderteil des Fahrzeuges gerichtet
ist, so daß der Schlag eines kleinen Steines o. dgl.,
der den Schallisolator 20 trifft, gemildert werden
kann. Außerdem werden dadurch daß die Öffnungen 31 in
den ebenen Teilen 34 vorgesehen werden, kleine Steine
und Schmutz, die die perforierte Platte 30 treffen
können, durch die nach unten vorstehenden Teile 34
abgehalten und daran gehindert, in die Öffnungen 31
einzudringen und diese zu verstopfen, so daß eine
Änderung der Helmholtz-Eigenschaft des Schallisolators
30 über lange Zeitperiode vermieden werden kann.
Es ist auch möglich, die Innenseite der perforierten
Platte 30 im wesentlichen eben auszubilden und
seitlich verlaufende und nach unten vorstehende Teile
33 durch geeignete stellenweise Änderung der Dicke der
perforierten Platte 30 zu bilden.
Bei der in Fig. 7 (c) gezeigten Ausführungsform ist
eine Vertiefung 34 um jede Öffnung 31 der perforierten
Platte 30 vorgesehen, so daß die Öffnungen 31
gegenüber der Unterseite der perforierten Platte 30
etwas zurückgesetzt bzw. vertieft sind. Die Vertiefung
34 kann entweder um jede Öffnung 31 vorgesehen sein,
oder sich seitlich oder in Längsrichtung erstrecken,
so daß jede nutartige Vertiefung 34 mehrere Öffnungen
31 umfassen kann.
Bezugnehmend auf Fig. 8, ist es auch möglich, den
Luftraum entweder insgesamt oder teilweise mit
porösem, schallabsorbierendem Material 50 wie
Glaswolle zu füllen, das Störgeräusche in einem hohem
Frequenzbereich wirksam absorbieren kann. Durch
Kombination des Helmgoltz′schen
Schallabsorbierungsmechanismus, der auf Störgeräusche
bestimmter Frequenzbereiche gerichtet werden kann, mit
diesem schallabsorbierendem Material, das gegen
Störgeräusche in einem hohen Frequenzbereich wirksam
ist, ist es möglich, eine hochwirksame
Störgeräuschkontrolle über einen weiten
Frequenzbereich zu erzielen.
Das schallabsorbierende Material 50 kann in den
Schallisolator 20 auf verschiedene Arten eingebaut
werden, z. B. ist es möglich, den Luftraum 40 mit
porösem, schallabsorbierendem Material 50 zu füllen,
wie Fig. 8a zeigt, oder eine Schicht
schallabsorbierenden Materials 50 kann auf die
Innenseite der perforierten Platte 30 aufgebracht
werden, so daß ein Luftraum 41 zwischen der Schicht
schallabsorbierenden Materials 50 und der Bodenplatte
verbleibt, wie Fig. 8(b) zeigt. Als Alternative
und/oder zusätzliches Merkmal der Ausführungsform der
Fig. 8(b) ist es auch möglich, eine Schicht
schallabsorbierenden Materials 50 auf der Außenseite
der Bodenplatte 12 aufzubringen, so daß ein Luftraum
42 zwischen der schallabsorbierenden Schicht 50 und
der perforierten Platte 30 verbleibt, wie Fig. 8(c)
zeigt (oder je nachdem zwischen den beiden
absorbierenden Schichten 50). Hinsichtlich des
Wirkungsgrades erzielt die Ausführungsform in Fig. 8
(a) in den meisten Fällen beste Ergebnisse.
Die schallabsorbierende Schicht 50 kann auf
verschiedene Arten an einer entsprechenden Fläche
befestigt werden. Z. B. kann, wie Fig. 8(d) zeigt,
die schallabsorbierende Schicht 50 in die Unterseite
der Bodenplatte 12 durch Haltestifte 35 gedrückt
werden, die von der perforierten Platte 30 vorstehen.
Es ist auch möglich, die Haltestifte 35 in
entsprechende Öffnungen 51 zu drücken, die in der
schallabsorbierenden Schicht 50 vorgesehen sind, wie
Fig. 8(e) zeigt, um die schallabsorbierende Schicht
50 festzuhalten.
Bei der in Fig. 9 gezeigten Ausführungsform sind die
Öffnungen 31 der perforierten Platte 30, die
Vertiefung 34 (in der die Öffnungen 31 vorgesehen
sind) und die nach unten gerichteten Vorsprünge 33
konzentrisch oder fächerförmig um den Vorderreifen 60
angeordnet. In diesem Falle verlaufen die Vorsprünge
33 und die Vertiefung 34, die abwechselnd angeordnet
sind, senkrecht zu den Bahnen kleiner Steine oder
anderer Fremdpartikel, die vom Reifen 60
abgeschleudert werden können, und es ist dadurch
möglich, die Gefahr von Beschädigungen des
Schallisolators 30 zu minimieren. Behindern gemäß
dieser Ausführungsform die Vorsprünge 33 nicht die
Übertragung von Störgeräuschen vom Maschinenraum E in
den Schallisolator 20 durch die Öffnungen 31, und die
schallabsorbierende Leistung des Schallisolators kann
verbessert werden.
Claims (5)
1. Schallisolator (20), der an der Unterseite
eines Bodenteiles eines Fahrzeuges wie eines schrägen
Fußbretts (11) und/oder einer Bodenplatte (12), die
hinter einer unteren Aufprallplatte (10) liegen, und
innerhalb seitlicher Längsträger (13) des
Fahrzeugaufbaus angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
der der Schallisolator (20) eine perforierte Platte
(30) aufweist, die von der Unterseite des
Fahrzeugbodenteils wie des schrägen Fußbretts (11)
und/oder der Bodenplatte (13) beabstandet ist, wobei
ein Luftraum (40, 41, 42) mit einer Dicke von 50 mm
oder weniger zwischen der perforierten Platte (30) und
der Unterseite des Fahrzeugbodenteils gebildet ist,
und daß die Dicke der perforierten Platte (30), das
Öffnungsverhältnis, der Abstand der Öffnungen (31) und
die Dicke des Luftraums (40, 41, 42) derart
eingestellt sind, daß Störgeräusche eines ausgewählten
Frequenzbereichs durch den Schallisolator entsprechend
dem Helmholtz′schen Resonanzprinzip absorbiert werden
können.
2. Schallisolator nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die verschiedenen Parameter wie die Dicke (t) der
perforierten Platte (30), der Radius der Öffnung (b),
das Öffnungsverhältnis (b) und die Dicke (d) des
Luftraums (40, 41, 42) derart eingestellt sind, daß
die folgende Gleichung für eine Ansprechfrequenz im
Bereich von 200 bis 2 kHz erfüllt ist:
in der C: die Schallgeschwindigkeit, t: die Dicke der
perforierten Platte und d: die Dicke des Luftraums
ist.
3. Schallisolator nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein axialer Flansch (32) um jede Öffnung (31) der
perforierten Platte (30) vorgesehen ist.
4. Schallisolator nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
jede Öffnung (31) in einer Vertiefung der perforierten
Platte (30) angeordnet ist.
5. Schallisolator nach einem der Ansprüche 1 bis
4,
dadurch gekennzeichnet, daß
poröses, schallisolierendes Material (50) wenigstens
teilweise in den Luftraum (40) gefüllt ist.
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