DE44054C - Neuerung an Mantelgeschossen - Google Patents

Neuerung an Mantelgeschossen

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DE44054C
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Germany
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DENDAT44054D
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Original Assignee
Sir H. St. J. HALFORD, Oberst, Baronet C. B. in Wistow, W. E. METFORD in Redland Bristol und A. GREENWOOD in Leeds, England
Publication of DE44054C publication Critical patent/DE44054C/de
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Classifications

    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42—AMMUNITION; BLASTING
    • F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/72—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material
    • F42B12/76—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the casing
    • F42B12/78—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the casing of jackets for smallarm bullets ; Jacketed bullets or projectiles

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 72: Schusswaffen und Geschosse.
Neuerung an Mantelgeschossen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. December 1887 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf jene Art von Geschossen, bei welchen ein Kern aus Blei oder einem anderen geeigneten Metall oder Legirung in einen Mantel oder eine Hülse aus Kupfer oder einem anderen Metall oder einer Legirung, die härter ist als Blei, eingeschlossen ist.
Beim Gebrauch solcher Geschosse soll sich infolge der Ungenauigkeit und Unsicherheit der Schiefsresultate bei den ersten Schüssen aus einem Lauf, der nach vorangegangenen Schüssen geputzt worden ist, eine grofse Schwierigkeit ergeben haben. Diese Unsicherheit und Ungenauigkeit, welche durch die theilweise oder gänzliche Schmelzung des Bleikernes durch die bei der Reibung entwickelte Wärme veranlafst wird, tritt zwar hauptsächlich bei dem ersten Schufs aus einem gereinigten Laufe auf, äufsert sich aber in gröfserem oder geringerem Mafse auch bei den folgenden Schüssen aus einem derartigen Laufe und beeinträchtigt so deren Wirksamkeit.
Die Wirksamkeit betreffend, wird die Zähigkeit des Geschofskernes verringert, so dafs das Geschofs beim Auftreffen sich leicht platt schlägt und selbst zerspringt, während das Ausfliefsen des geschmolzenen Metalles, das manchmal im Fluge stattfindet, und die Mattigkeit, die der weichen Beschaffenheit des Kernes zuzuschreiben ist, die oben erwähnte Unsicherheit und Ungenauigkeit veranlassen.
Bis jetzt hat man, obgleich das Vorhandensein dieses Uebelstandes wohl bekannt war und obgleich es jetzt auch der wirklichen Ursache, nämlich der Veränderung des Geschosses durch gänzliche oder theilweise Schmelzung des Geschofskernes durch die bei der Reibung im Lauf entwickelte Wärme, zugeschrieben wurde, keine wirksamen Mittel auffinden können, um diesem Uebelstand vorzubeugen.
Die Erfinder haben jedoch gefunden, dafs der Uebelstand dadurch vermieden werden kann, dafs man den Kern des Geschosses gegen den Zutritt einer solchen Wärmemenge schützt, welche die Temperatur des Geschofskernes bis zum Schmelzpunkt des Metalles, aus welchem er besteht, erhöhen könnte.
Die Erfinder erreichen dies in folgender Weise: Sie schieben zwischen den Kern und den Mantel ein aus einem schlechten Wärmeleiter bestehendes Rohr oder eine derartige Spirale. Zu dem Zweck benutzen die Erfinder Papier, Gewebe, Leder, Holz, Asbest Farben oder andere schlechte Wärmeleiter, welche in der angegebenen Weise an Geschossen angebracht werden können.
Wenn die Erfinder Papier, Gewebe oder dergleichen benutzen, so stellen sie aus denselben ein Rohr her und schieben es auf den Kern oder wickeln oder winden es um den Kern, bevor der Mantel darum angebracht wird. Wenn die Erfinder eine Farbe oder dergleichen benutzen, so wird dieselbe in irgend einer geeigneten Weise auf den Kern aufgetragen, bevor der letztere in den Mantel gebracht wird.
Man kann aber auch das schützende Mittel im Innern des Mantels anbringen oder auch in irgend einem geeigneten Stadium der Fabrikation desselben.
Man kann den Kern auch dadurch schützen, dafs man zwischen diesen und den Mantel ein Rohr aus Kupfer, Messing oder einem anderen Metall einschiebt, welches eine gröfsere specifische Wärme und Leitungsfähigkeit als der Kern besitzt und hierdurch einen grofsen Theil der Wärme des Mantels absorbirt und so die Erhitzung des Kernes bis auf die Schmelztemperatur verhindert. Dieses Rohr kann aus einer oder aus mehreren Schichten Kupfer oder anderen Metallen bestehen.
Statt noch eine Schicht Metall um den Kern herum anzubringen, indem man einen zweiten Mantel aus Kupfer oder anderem Metall zwischen dem Kern und dem äufseren Mantel anbringt, verstärken die Erfinder manchmal den Mantel in solchem Mafse, dafs der Kern gegen das Schmelzen beim Durchgang durch den Lauf geschützt ist. Die Erfinder bestimmen nämlich durch den Versuch die Menge des Metalles, welche erforderlich ist, um so viel von der durch Reibung entwickelten Wärme aufzunehmen, dafs das Schmelzen des Kernes verhindert wird. Die Mäntel bekommen dann die erforderliche Dicke, so dafs sie die nothwendige Menge des Metalles enthalten. Diese Mantel setzt man dann an die Stelle der gewöhnlich für solche Geschosse benutzten Mantel.
In einigen Fällen verbindet man das nicht leitende Material mit dem doppelten oder verstärkten Mantel. Der Schutzmantel kann sich über den ganzen Kern oder blos einen Theil desselben erstrecken.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An Mantelgeschossen für Feuerwaffen aller Art die Anordnung eines nicht metallischen Körpers als schlechter Wärmeleiter zwischen Kern und Mantel, um ein Schmelzen des Kernes infolge der beim Durchgang des Geschosses durch den Lauf entwickelten Wärme zu verhindern.
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