DE44054C - Neuerung an Mantelgeschossen - Google Patents
Neuerung an MantelgeschossenInfo
- Publication number
- DE44054C DE44054C DENDAT44054D DE44054DA DE44054C DE 44054 C DE44054 C DE 44054C DE NDAT44054 D DENDAT44054 D DE NDAT44054D DE 44054D A DE44054D A DE 44054DA DE 44054 C DE44054 C DE 44054C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- core
- innovation
- metal
- heat
- jacketed bullets
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000004020 conductor Substances 0.000 claims description 3
- 238000005253 cladding Methods 0.000 claims 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 10
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 10
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 6
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 6
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 4
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 4
- 239000000956 alloy Substances 0.000 description 2
- 229910045601 alloy Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 2
- 229910001369 Brass Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010425 asbestos Substances 0.000 description 1
- 239000010951 brass Substances 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 239000010985 leather Substances 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 description 1
- 239000012811 non-conductive material Substances 0.000 description 1
- 239000003973 paint Substances 0.000 description 1
- 239000000123 paper Substances 0.000 description 1
- 239000003223 protective agent Substances 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
- 229910052895 riebeckite Inorganic materials 0.000 description 1
- 208000016254 weariness Diseases 0.000 description 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B12/00—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
- F42B12/72—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material
- F42B12/76—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the casing
- F42B12/78—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the casing of jackets for smallarm bullets ; Jacketed bullets or projectiles
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Thermal Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Laminated Bodies (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 72: Schusswaffen und Geschosse.
Neuerung an Mantelgeschossen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf jene Art von Geschossen, bei welchen ein
Kern aus Blei oder einem anderen geeigneten Metall oder Legirung in einen Mantel oder
eine Hülse aus Kupfer oder einem anderen Metall oder einer Legirung, die härter ist als
Blei, eingeschlossen ist.
Beim Gebrauch solcher Geschosse soll sich infolge der Ungenauigkeit und Unsicherheit
der Schiefsresultate bei den ersten Schüssen aus einem Lauf, der nach vorangegangenen
Schüssen geputzt worden ist, eine grofse Schwierigkeit ergeben haben. Diese Unsicherheit
und Ungenauigkeit, welche durch die theilweise oder gänzliche Schmelzung des Bleikernes
durch die bei der Reibung entwickelte Wärme veranlafst wird, tritt zwar hauptsächlich
bei dem ersten Schufs aus einem gereinigten Laufe auf, äufsert sich aber in gröfserem
oder geringerem Mafse auch bei den folgenden Schüssen aus einem derartigen Laufe
und beeinträchtigt so deren Wirksamkeit.
Die Wirksamkeit betreffend, wird die Zähigkeit des Geschofskernes verringert, so dafs das
Geschofs beim Auftreffen sich leicht platt schlägt und selbst zerspringt, während das
Ausfliefsen des geschmolzenen Metalles, das manchmal im Fluge stattfindet, und die Mattigkeit,
die der weichen Beschaffenheit des Kernes zuzuschreiben ist, die oben erwähnte Unsicherheit
und Ungenauigkeit veranlassen.
Bis jetzt hat man, obgleich das Vorhandensein dieses Uebelstandes wohl bekannt war
und obgleich es jetzt auch der wirklichen Ursache, nämlich der Veränderung des Geschosses
durch gänzliche oder theilweise Schmelzung des Geschofskernes durch die bei der Reibung
im Lauf entwickelte Wärme, zugeschrieben wurde, keine wirksamen Mittel auffinden
können, um diesem Uebelstand vorzubeugen.
Die Erfinder haben jedoch gefunden, dafs der Uebelstand dadurch vermieden werden
kann, dafs man den Kern des Geschosses gegen den Zutritt einer solchen Wärmemenge schützt,
welche die Temperatur des Geschofskernes bis zum Schmelzpunkt des Metalles, aus welchem
er besteht, erhöhen könnte.
Die Erfinder erreichen dies in folgender Weise: Sie schieben zwischen den Kern und
den Mantel ein aus einem schlechten Wärmeleiter bestehendes Rohr oder eine derartige
Spirale. Zu dem Zweck benutzen die Erfinder Papier, Gewebe, Leder, Holz, Asbest Farben oder andere schlechte Wärmeleiter,
welche in der angegebenen Weise an Geschossen angebracht werden können.
Wenn die Erfinder Papier, Gewebe oder dergleichen benutzen, so stellen sie aus denselben
ein Rohr her und schieben es auf den Kern oder wickeln oder winden es um den Kern, bevor der Mantel darum angebracht wird.
Wenn die Erfinder eine Farbe oder dergleichen benutzen, so wird dieselbe in irgend einer geeigneten
Weise auf den Kern aufgetragen, bevor der letztere in den Mantel gebracht wird.
Man kann aber auch das schützende Mittel im Innern des Mantels anbringen oder auch
in irgend einem geeigneten Stadium der Fabrikation desselben.
Man kann den Kern auch dadurch schützen, dafs man zwischen diesen und den Mantel ein
Rohr aus Kupfer, Messing oder einem anderen Metall einschiebt, welches eine gröfsere
specifische Wärme und Leitungsfähigkeit als der Kern besitzt und hierdurch einen grofsen
Theil der Wärme des Mantels absorbirt und so die Erhitzung des Kernes bis auf die
Schmelztemperatur verhindert. Dieses Rohr kann aus einer oder aus mehreren Schichten
Kupfer oder anderen Metallen bestehen.
Statt noch eine Schicht Metall um den Kern herum anzubringen, indem man einen zweiten
Mantel aus Kupfer oder anderem Metall zwischen dem Kern und dem äufseren Mantel
anbringt, verstärken die Erfinder manchmal den Mantel in solchem Mafse, dafs der Kern
gegen das Schmelzen beim Durchgang durch den Lauf geschützt ist. Die Erfinder bestimmen
nämlich durch den Versuch die Menge des Metalles, welche erforderlich ist, um so
viel von der durch Reibung entwickelten Wärme aufzunehmen, dafs das Schmelzen des
Kernes verhindert wird. Die Mäntel bekommen dann die erforderliche Dicke, so dafs sie die
nothwendige Menge des Metalles enthalten. Diese Mantel setzt man dann an die Stelle
der gewöhnlich für solche Geschosse benutzten Mantel.
In einigen Fällen verbindet man das nicht leitende Material mit dem doppelten oder verstärkten
Mantel. Der Schutzmantel kann sich über den ganzen Kern oder blos einen Theil
desselben erstrecken.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Mantelgeschossen für Feuerwaffen aller Art die Anordnung eines nicht metallischen Körpers als schlechter Wärmeleiter zwischen Kern und Mantel, um ein Schmelzen des Kernes infolge der beim Durchgang des Geschosses durch den Lauf entwickelten Wärme zu verhindern.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE44054C true DE44054C (de) |
Family
ID=319318
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT44054D Active DE44054C (de) | Neuerung an Mantelgeschossen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE44054C (de) |
-
0
- DE DENDAT44054D patent/DE44054C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69831422T2 (de) | Bleifreies geschoss aus zinn | |
| DE69419581T2 (de) | Auf Sn basierter Legierung hergestelltes Kugelgeschoss | |
| DE69718452T2 (de) | Bleifreie geschosse | |
| DE1199670B (de) | Patrone, Kartusche od. dgl. fuer Feuerwaffen, die eine Treibladung enthaelt | |
| DE1953539A1 (de) | Muendungsbremse mit Feuerdaempfer fuer automatische Waffen und Geschuetze | |
| CH637206A5 (de) | Geschoss fuer handfeuerwaffen. | |
| DE743914C (de) | Geschoss fuer Jagdzwecke mit durchgehendem Weichbleikern | |
| DE4227068B4 (de) | Bleifreies Vollgeschoss | |
| DE309293C (de) | ||
| EP0838655B1 (de) | Schrot für Munitionszwecke | |
| DE3219578C2 (de) | ||
| DE69517421T2 (de) | Verfahren wobei eine munition mit einem verschleiss reduzierende addition versehen wird und munition die mittels eines solchen verfahrens hergestellt wird | |
| DE554538C (de) | Geschoss aus einer Wolfram-Nickel-Legierung | |
| EP0499832B1 (de) | Geschoss für Handfeuerwaffen | |
| DE197205C (de) | ||
| DE69324255T2 (de) | Geschossausweichstahl | |
| DE327539C (de) | Mantelgeschoss | |
| DE542750C (de) | Bleigeschoss | |
| DE3046639A1 (de) | Einrichtung an einem waffenrohr zur verringerung des abgangsfehlerwinkels | |
| DE3104234A1 (de) | Geschoss fuer handfeuerwaffen | |
| DE2512113A1 (de) | Loetlegierung und verfahren fuer ihre anwendung zur vereinigung von werkstuekken, von denen wenigstens gewisse aus aluminium sind | |
| EP3638974A1 (de) | Kleinkalibergeschoss sowie kleinkalibermunition mit einem derartigen kleinkalibergeschoss | |
| DE705078C (de) | Laufkuehlung fuer Maschinenwaffen | |
| DE4202235A1 (de) | Geschoss fuer handfeuerwaffen | |
| DE60007799T2 (de) | Treibladungshülse aus Metall, die mit einer inneren Erosionsschutzschicht versehen ist |